Dienstag, 1. Oktober 2019

Google streicht Nachrichteninhalte aus der Suche – Was bedeutet das für Autoren, Journalisten und die Literatur?

Frankreich macht den Anfang: Ab Oktober 2019 wird google.fr im Suchergebnis keine Vorschautexte und -bilder von Nachrichtenwebsites mehr anzeigen. Grund dafür ist die europäische Urheberrechtsreform. Andere Länder werden folgen. Schlecht für Autoren und Journalisten – und die Sichtbarkeit der Literatur.

Warum streicht Google die Vorschau?

Frankreich ist das erste Land, das die EU-Vorgaben der Urheberrechtsreform in nationales Recht umsetzt. Dazu sind alle EU-Mitgliedsländer verpflichtet, sodass die Google-Maßnahme demnächst auch Deutschland treffen wird. Bereits bevor die Urheberrechtsreform u. a. vom EU-Parlament durchgewunken wurde, hatten wir in einem Beitrag über die negativen Auswirkungen für Autorinnen und Autoren gewarnt – und vor genau dem, was jetzt passiert.
Die Lobby der europäischen Zeitungsverleger hatte sich das sogenannte Leistungsschutzrecht in die Reform schreiben lassen (Artikel 15/vormals 11). Dieses besagt, dass die Verlage Geld von Google und anderen Suchmaschinen bekommen, wenn diese Ausschnitte aus Texten oder Vorschaubilder der Nachrichtenseiten in den Suchergebnissen anzeigen. Kritiker bezeichneten diese Forderung seit jeher als paradox. Das sei so, als müsste ein Taxifahrer, der seinen Fahrgästen ein Restaurant empfiehlt und sie dort hinbringt, dem Restaurant eine Provision zahlen. Umgekehrt wäre es logischer.
Frankreich macht den Anfang: Ab Oktober 2019 wird google.fr im Suchergebnis keine Vorschautexte und -bilder von Nachrichtenwebsites mehr anzeigen. Grund dafür ist die europäische Urheberrechtsreform. Andere Länder werden folgen. Schlecht für Autoren und Journalisten – und die Sichtbarkeit der Literatur.

Warum streicht Google die Vorschau?

Frankreich ist das erste Land, das die EU-Vorgaben der Urheberrechtsreform in nationales Recht umsetzt. Dazu sind alle EU-Mitgliedsländer verpflichtet, sodass die Google-Maßnahme demnächst auch Deutschland treffen wird. Bereits bevor die Urheberrechtsreform u. a. vom EU-Parlament durchgewunken wurde, hatten wir in einem Beitrag über die negativen Auswirkungen für Autorinnen und Autoren gewarnt – und vor genau dem, was jetzt passiert.
Die Lobby der europäischen Zeitungsverleger hatte sich das sogenannte Leistungsschutzrecht in die Reform schreiben lassen (Artikel 15/vormals 11). Dieses besagt, dass die Verlage Geld von Google und anderen Suchmaschinen bekommen, wenn diese Ausschnitte aus Texten oder Vorschaubilder der Nachrichtenseiten in den Suchergebnissen anzeigen. Kritiker bezeichneten diese Forderung seit jeher als paradox. Das sei so, als müsste ein Taxifahrer, der seinen Fahrgästen ein Restaurant empfiehlt und sie dort hinbringt, dem Restaurant eine Provision zahlen. Umgekehrt wäre es logischer. .... [mehr] https://www.literaturcafe.de/google-streicht-nachrichteninhalte-aus-der-suche-was-bedeutet-das-fuer-autoren-journalisten-und-die-literatur/

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