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Sonntag, 5. April 2020

Mitteilungen der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare 73(1).


DOI: https://doi.org/10.31263/voebm.v73i1
Veröffentlicht: 2020-01-15

Aus der VÖB

Gründung der VÖB-AG „Barrierefreiheit in Bibliotheken“
Susanne Blumesberger

Beiträge

Der Umbau der Universitätsbibliothek Graz - ein Bericht in drei Fortsetzungen. Teil 3: Die unvollendete Vollendung
Werner Schlacher

Berichte

Als InformationsspezialistIn in die Selbstständigkeit? Ein Bericht von der AIIP-Konferenz (Philadelphia, 11.–14. April 2019)
Birgit Bauer

„Nationalsozialismus digital – Die Verantwortung von Bibliotheken, Archiven und Museen sowie Forschungseinrichtungen und Medien im Umgang mit der NS-Zeit im Netz“ (Wien, 27.-29. November 2019) Eindrücke von der Enquete der Österreichischen Nationalbibliothek und des Instituts für Zeitgeschichte der Universität Wien
Barbara Kern-Flora, Justus Düren

Ausgewählte Erkenntnisse aus der Enquete „Nationalsozialismus digital“ (Wien, 27.–29. November 2019)
Markus Stumpf

Aus dem "Giftschrank" in das Internet? Ist Aufklärung über NS-Propaganda im offenen Wissenschaftsnetz möglich? Eine Tagung in Wien zur Verantwortung von Bibliotheken und Museen sucht nach neuen Wegen
Thomas Bürger

Mitteilungen

Mitteilungen der OBVSG
Mathis Kronschläger

Rezensionen

Lexikon der österreichischen Provenienzforschung (https://www.lexikon-provenienzforschung.org/)
Bruno Bauer

Elke Lang, Andreas Bohne-Lang: Praxishandbuch IT-Grundlagen für Bibliothekare. Berlin, Boston: De Gruyter Saur 2019.
Constantin Cazan

llse Korotin, Edith Stumpf-Fischer (Hg.): Bibliothekarinnen in und aus Österreich. Der Weg zur beruflichen Gleichstellung (= biografia – Neue Ergebnisse der Frauenbiografieforschung 25, hg. v. llse Korotin), Wien: Praesens Verlag 2019.
Lorenz Mikoletzky

Gedeon Borsa: Catalogus librorum sedecimo saeculo impressorum qui in Bibliotheca Nationali Austriae asservantur / Katalog der Drucke des 16. Jahrhunderts in der Österreichischen Nationalbibliothek. Bd. XIII-XIV. Baden-Baden: Valentin Koerner 2016-2017.
Josef Pauser

Ludger Syré (Hrsg.): Ressourcen für die Forschung. Spezialsammlungen in Regionalbibliotheken (= Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie, Sonderband 123), Frankfurt am Main: Vittorio Klostermann 2018.
Josef Pauser

Reports

Neues aus der bibliothekarischen Aus- und Fortbildung in den Studienjahren 2018/19 und 2019/20
Birgit Hörzer, Gabriele Pum, Alina Rezniczek, Monika Schneider-Jakob
PDF - OnlineFirst

Samstag, 4. April 2020

50 Jahre Arno Schmidt: „Zettel’s Traum“

Morgen vor 50 Jahren kam „Zettel’s Traum“ von Arno Schmidt auf den Markt (via ASml Liste bzw. literaturkritik.de):

„Vor einem halben Jahrhundert, um ganz genau zu sein: am 4. April 1970, kam Arno Schmidts riesiges Werk Zettel’s Traum[1] auf den Markt. Ein Überbuch mit 1334 Seiten im DIN A3-Format, das entspricht etwa 4000 normal gesetzten Seiten, dessen Text über drei Spalten hin- und hermäandert, ja der auch die einzelnen Worte und ihre Silben systematisch aufspaltet; hinzu kommen zahlreiche Überschreibungen, Skizzen, eingeklebte Fotos – eine Text-Bild-Montage, die damals nur in Form eines Typoskripts vervielfältigt werden konnte und nach jahrzehntelanger Detailarbeit erst 2010 in gesetzter Form auf den Markt kam. Zur kräftezehrenden Niederschrift des Manuskripts hatte Schmidt, zurückgezogen lebend in seinem Häuschen im Dorf Bargfeld in der Lüneburger Heide, seine letzten verbliebenen Außenkontakte für fast vier Jahre abgebrochen, an seine Frau delegiert oder auf ein Minimum beschränkt. Die Veröffentlichung war eine publizistische Meisterleistung, vorbereitet mit Rundfunkdialogen und Essays und einem einführenden Radiogespräch des Autors, selbstlos unterstützt von seinem Verleger Ernst Krawehl, sekundiert von schon im Vorfeld werbenden Feuilletonartikeln in FR und SZ und gekrönt von einem „Spiegel“-Interview mit dem Meister selbst. (mehr)“

via https://blog.digithek.ch/50-jahre-arno-schmidt-zettels-traum/

DLA Marbach: Neue digitale Programme des DLA

Virtuelle Museums-, Veranstaltungs- und Forschungsräume in Vorbereitung

Mit digitalen Projekten wird aus einem realen Museums- und Veranstaltungsprogramm – bis 15. Juni sind alle Veranstaltungen des DLA wegen der Corona-Krise abgesagt! – ein virtuelles: #closedbutopen heißt eine neue Reihe mit Clips auf YouTube. Unter anderem rezitiert der Schauspieler und Essayist Hanns Zischler Gedichte von Hölderlin, seinen Zeitgenossen und Lesern aus der Ausstellungs-Werkstatt ›Hölderlin, Celan und die Sprachen der Poesie‹ im Literaturmuseum der Moderne (die Ausstellung konnte noch nicht eröffnet werden, ein Termin dafür wird rechtzeitig bekanntgegeben, eine Verlängerung bis Sommer 2021 ist geplant). Einen ersten Einblick mit Impressionen aus dem Ausstellungsaufbau gibt es in Kürze auf der Startseite der DLA-Website, ein digitales Begleitprogramm (#MeinHölderlin) mit weiteren Gästen ist in Planung. Kleine Clips mit Führungen und Animationen zu allen Ausstellungen vertiefen Themen und werden Teil eines neu gestalteten virtuellen Museumsraums. Die Kinderbuchautorin Cornelia Funke wird regelmäßig auf Twitter zu Gast sein und auf Fragen von Kindern und Schülern antworten. Geplant sind zudem digitale Reihen mit internationalen Gästen im Rahmen des Ausstellungs- und Forschungsprojekts ›Narrating Africa‹ (bis Sommer 2021 verlängert) und zum 100. Geburtstag von Paul Celan. Die eingeführte Veranstaltungsreihe ›Zeitkapsel‹, in der Archivalien im Dialog mit Gästen vorgestellt werden, wird ebenfalls temporär ins Internet verlegt: Die Folge 58 zum 100. Geburtstag Marcel Reich-Ranickis, ursprünglich im April u.a. mit Rachel Salamander und Volker Weidermann geplant, wird im Internet gestreamt (Termin wird noch bekanntgegeben, ebenso für den Launch der virtuellen Museums-, Veranstaltungs- und Forschungsräume).
Vom 20. April an können Zoom-Führungen durch die aktuellen Ausstellungen gebucht werden (Anmeldung: museum@dla-marbach.de). Digitale Liveführungen und -beiträge gibt es am Internationalen Museumstag am 17. Mai: ›Hölderlin Laut‹. Weitere zurzeit geplante Projekte sind u.a. ein Projekt zu Objekten aus dem Archiv mit international bekannten Schriftstellern, Künstlern und Intellektuellen (in Kooperation mit der Stiftung Brandenburger Tor, Reihe ›SateLit‹).
Aktuelle Termine der neuen digitalen Programme sind in Kürze im ›Kalender‹ der DLA Website zu finden und werden laufend auf den Kanälen der Social Media angekündigt.

Quelle: Pressemeldung DLA Marbach: http://www.dla-marbach.de/presse/presse-details/news/pm-20-2020/

Konzertfilme aus Montreux gratis im Netz

Beim Montreux Jazz Festival (MJF) sind schon unzählige legendäre Künstler aufgetreten wie Johnny Cash, Deep Purple, Suzanne Vega, Marvin Gaye, Phil Collins, James Brown, Nina Simone, Santana, Ray Charles, ZZ Top, Simply Red, Quincy Jones und viele andere mehr. Das Festival hat also - wie man sieht - den Begriff JAZZ großzügig interpretiert (und war damit auch Vorbild für die Jazz Open in Stuttgart). Die Veranstalter haben jetzt - auch aus Sorge um eine mögliche Absage des nächsten Festivals, das am 03.Juni beginnen soll - 50 Konzertmitschnitte aus den vergangenen Jahren gratis ins Netz.

Virtueller Ausstellungsbesuch in der ifa-Galerie

Die ifa-Galerie am Stuttgarter Charlottenplatz hat derzeit aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen. Sie lädt aber zu einem virtuellen Rundgang durch die Ausstellung "Leila Alaoui" ein. Die Ausstellung ist eine Retrospektive der französisch-marokkanischen Fotografin Leila Alaoui, die 1982 geboren wurde und 2016 bei einem Terroranschlag in Ouagadougou (Burkina Faso) starb. Ihre Fotografien sind unter dem Link https://www.ifa.de/ausstellungen/detail/leila-alaouie zu sehen.

Stuttgarter StadtPalais digital

Unter dem Motto „StadtPalais Digital – Online für Euch!“ reagiert das StadtPalais auf die aktuelle Situation mit einem vielseitigen Programm aus interaktiven Live-Führungen, digitalen Rundgängen, Mediaguides für zuhause und Online-Workshops für Kinder und Familien. Um die digitalen Möglichkeiten bestmöglich anzuwenden und die Kultur der Stadt auch online erlebbar zu machen, hat sich das StadtPalais – Museum für Stuttgart für die Besucher*innen ein vielseitiges sowie kostenfreies Programm ausgedacht. Dafür hat das StadtPalais Anleitungen zur Einrichtung eines Social Media-Acconts auf seiner Website eingestellt.
Mit dessen Hilfe ist die neue Ausstellung „Urban Beauties“ digital zugänglich. Geboten wurde eine Führung mit dem Fotografen Jürgen Altmann, der bekannte und unbekannte Stuttgarter Orte dokumentiert. Auch die ständige Ausstellung ist virtuell besuchbar, außerdem per Livestream-Führung die große Sonderausstellung "TROY - 30 Jahre Die Fantastischen Vier".

Weissenhofsiedlung bekommt Europäisches Kulturerbe-Siegel

Als Teil der Werkbundsiedlungen der Jahre 1927 bis 1932 in den heutigen Staaten Deutschland, Österreich, Polen und Tschechien soll auch die Stuttgarter Weissenhofsiedlung das Europäische Kulturerbe-Siegel erhalten. Die Werkbundsiedlungen stehen für damals entwickelte neue Wohnkonzepte und sind Ausdruck einer hellen, reformorientierten Moderne. Sie gaben wesentliche Impulse für die Architekturentwicklung im 20. Jahrhundert.
Zwischen 1927 und 1932 entstanden sechs Werkbundsiedlungen in Stuttgart, Brno (Brünn), Wroclaw (Breslau), Zürich, Wien und Prag. Als Initialzündung gilt der Bau der Weissenhofsiedlung im Rahmen einer Bauausstellung des Deutschen Werkbundes. Zwei Häuser des Star-Architekten Le Corbusier (1887-1965) waren im Sommer 2016 in das Unesco-Weltkulturerbe aufgenommen worden. Ein Gebäude dient als Museum. Die Weissenhofsiedlung umfasste ursprünglich einmal 33 kubische Flachdachhäuser verschiedener Architekten. Ein Großteil wurde im Krieg zerstört, nur elf stehen noch.
Das Europäische Kulturerbe-Siegel gibt es seit 2011. Es zeichnet Stätten aus, die einen bedeutenden europäischen symbolischen Wert haben. Das Siegel fördert unter anderem den Kulturtourismus und damit auch den wirtschaftlichen Nutzen. Im jüngsten Bewerbungsverfahren hatten sich 19 Stätten beworben, 10 wurden ausgewählt. Europaweit sind mittlerweile 48 Stätten ausgezeichnet worden, darunter in Deutschland das Hambacher Schloss und die Rathäuser von Münster und Osnabrück als "Stätten des Westfälischen Friedens".

Raffael-Katalog kostenlos

Am Montag, 06.04.2020. jährt sich der Todestag des italienischen Malers Raffael zum 500. Mal. Doch wegen der Corona-Krise lässt sich dieser Tag nicht mit einem Museumsbesuch begehen. Die Staatlichen Museen zu Berlin würdigen den Künstler, indem sie ab Montag den Katalog „Raffael in Berlin“ auf ihrer Website kostenfrei zum Download zur Verfügung stellen. Nach Auskunft des Generaldirektors der Staatlichen Museen zu Berlin, Michael Eissenhauer, enthalte der Katalog unter anderem Raffaels berühmte Madonnenbilder und zahlreiche Zeichnungen des Genies der italienischen Renaissance. Das Berliner Bode-Museum veröffentlicht außerdem ein Werk zur Geschichte der Raffael-Tapisserien, die bis zum Zweiten Weltkrieg in dem Museum ausgestellt waren und seitdem als verschollen gelten.

Freitag, 3. April 2020

TU Berlin: Datenbank zu europäischen Corona-Krankenhaus- und -Intensivfällen

In der jetzigen Situation der Covid-19-Pandemie ist es wichtig, die Anzahl der (Neu-)Infizierten zu beobachten und ihren Anstieg zu begrenzen, um die Kapazitäten des Gesundheitssystems nicht zu überfordern. Um zu messen und vorherzusagen, wie viele Patient*innen stationär und insbesondere intensivmedizinisch behandelt werden können, sind Daten zur Wahrscheinlichkeit der Krankenhausaufnahme und der Dauer der Behandlung erforderlich – nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern.
Das Fachgebiet Management im Gesundheitswesen der TU Berlin unter der Leitung von Prof. Dr. med. Reinhard Busse hat deshalb eine Datenbank aufgebaut, in der für derzeit 15 europäische Länder täglich erfasst wird, wie hoch die absoluten und prozentualen Zahlen der Krankenhaus- und Intensivpatient*innen sind. Die Daten stammen von den Gesundheitsministerien, nationalen Gesundheitsbehörden und intensivmedizinischen Vereinigungen.
Dabei zeigt sich, dass in den 15 Ländern Ende März über 20.000 Patient*innen mit Covid-19 intensivmedizinisch behandelt wurden, davon jeweils über 5000 in Spanien und Frankreich sowie über 4000 in Italien. Dies waren doppelt so viele wie noch eine Woche zuvor. Dass die Prozentsätze der positiv getesteten Patient*innen, die intensivmedizinisch versorgt werden, so stark variieren (von 2 Prozent in Österreich und 3 Prozent in Deutschland und Portugal bis 9 Prozent in den Niederlanden und über 10 Prozent in Frankreich), erklärt Reinhard Busse nicht nur mit dem unterschiedlichen Stadium der Epidemie in den verschiedenen Ländern, sondern insbesondere auch mit der Anzahl der insgesamt getesteten Personen. Dort, wo wenig getestet wird, liegen relativ viele Patient*innen im Krankenhaus – in Spanien über 50 Prozent und in Frankreich über 40 Prozent, während es in Deutschland derzeit „nur“ rund 10 Prozent sind.
Diese Datenbank ist einmalig in Europa und ist Teil der Bemühungen des Fachgebietes, nationalen Gesundheitsministerien Daten und Fakten für eine verbesserte evidenz-informierte Gesundheitspolitik zur Verfügung zu stellen.
Das Fachgebiet Management im Gesundheitswesen von Prof. Dr. med. Reinhard Busse beteiligt sich deshalb auch maßgeblich am Aufbau der Webseite https://www.covid19healthsystem.org/ des European Observatory on Health Systems and Policies, auf der unter anderem für die Weltgesundheitsorganisation und die Europäische Kommission der Umgang mit Prävention und Testung in allen europäischen Ländern vergleichend dargestellt wird. Derzeit liegen für 18 Länder Informationen vor.

Zugang zur Datenbank:
http://www.tu-berlin.de/?49992

via https://idw-online.de/de/news744202

Die kleinen aber feinen Streaming-Dienste

An Alternativen zu den grossen Streaming-Diensten mangelt es nicht. Plattformen wie Mubi, artfilm.ch oder Cinefile bieten Flimklassiker, Indiefilme und vieles mehr für echte Filmliebhaber*Innen. Eine sehr informative Übersicht der kleineren, alternativen Streaming-Dienste, hat die Basler Zeitung (BaZ) zusammengestellt. Kurz und knackig werden unter anderem die Inhalte der einzelnen Dienste, die Kosten und eine Bewertung auf der „Film-Nerd-Skala“ aufgeführt (via blog.hslu.ch).

Babbel einen Monat kostenlos

Schüler*innen können Babbel momentan einen Monat kostenlos nutzen. Ich habe einem Russisch-Anfängerkurs ausprobiert, es hat funktioniert (via Blendle, Der Tagesspiegel, Artikel „Neues lernen statt netflixen“):
„Einer der bekanntesten Anbieter von Online-Sprachkursen ist Babbel. Die Nachfrage sei in Deutschland seit Mitte März stark angestiegen, was Grafiken belegen. Auch jene, die schon länger Kunden sind, werden aktiver. Wie lange jemand braucht, um eine Sprache zu beherrschen? „Das ist schwer zu sagen“, sagt eine Sprecherin. Wissenschaftler der City University of New York hätten in einer Studie herausgefunden: Absolute Anfänger könnten nach 15 Stunden Spanischlernen mit der App denselben Wissensstand erreichen wie nach einem Semester-Kurs an der Uni. Empfohlen wird, jeden Tag ein bisschen was zu tun und wenn es 15 bis 30 Minuten sind. In zwei Monaten könnte man also theoretisch eine fremde Sprache fließend sprechen. Die Preise variieren je nach Abo: Ein 3-Monats-Abo kostet 9,99 Euro pro Monat; ein 6-Monats-Abo 7,99 Euro; ein 12-Monats-Abo: 5,99 Euro. Schüler und Studenten könnten Babbel momentan für einen Monat kostenlos nutzen. Im Laufe der nächsten Tage könnten alle die App für eine Woche testen ohne zu zahlen.“

via https://blog.digithek.ch/babbel-einen-monat-kostenlos/

Deutsche Exilpresse 1933-1945 online

Die Deutsche Nationalbibliothek hat Ausgaben der Exilperiodika 1933-1945 digitalisiert. Um von der Katalogaufnahme zur digitalisierten Zeitschrift zu gelangen, muss zu den Exemplaren weitergeklickt und dort auf Persistent Identifier geklickt werden. Für die Suche gibt es eine Hilfe (via DNB-Newsletter bzw. dnb.de):
"Gerade in schwierigen Zeiten sind Zeitungen und Zeitschriften von großer Bedeutung. Sie informieren, ordnen ein, bieten Orientierung. Etwa 450 Zeitschriften sind zwischen 1933 und 1945 im Exil erschienen. Das Deutsche Exilarchiv 1933-1945 verfügt über eine hervorragende Sammlung von Exilperiodika. 30 Titel wurden im Projekt „Exilpresse Digital“ digitalisiert und weltweit zugänglich gemacht – darunter „Das Andere Deutschland“ (Buenos Aires) oder der „Aufbau“ (New York). Heute stellen sie wertvolle Quellen für die Forschung dar. Sie geben Aufschluss über kulturelle und politische Positionen und Zusammenschlüsse im Exil, über die Sicht der Exilierten auf die Vorgänge in NS-Deutschland und über die Lebensbedingungen in den Aufnahmeländern. Nicht selten lassen sich Verbindungslinien in die Gegenwart ziehen. So gibt das Gedicht „Knigge für Flüchtlinge“ auch heute zu denken.“

via https://blog.digithek.ch/deutsche-exilpresse-1933-1945-online/

„Mox, longe, tarde“ oder Die Pestepidemie des Jahres 1679 im Stift Melk

Man hatte zu spät reagiert, Warnungen in den Wind geschlagen, Einzelfälle ignoriert, den Ernst der Lage nicht erkannt – und dann war sie da, die Katastrophe, die Pest in Wien 1679. Die rasante Ausbreitung, Tausende Erkrankte und Tote überforderten das Gesundheitssystem, die Verwaltung brach zusammen, Schulen, die Universität, Gerichte usw. wurden geschlossen, Wien und Niederösterreich wurden zur Krisenregion.
So schnell es ging verließ Abt Edmund Lueger (1676–1679) zusammen mit den Studenten des Klosters Wien und machte sich auf den Weg nach Melk. Stark frequentierte Hauptverkehrswege umging die Gruppe dabei bewusst, um den Kontakt mit möglicherweise Infizierten zu vermeiden. Kein Wunder, denn Flucht und Absperrung, so heißt es in der Geschichte des Benedictiner-Stiftes Melk in Nieder-Oesterreich von P. Ignaz Keiblinger (Band 1 [1851], S. 908), wären die einzigen Mittel gewesen, die vor einer Ansteckung schützen konnten. Die Mönchsgemeinschaft zog sich ins Kloster zurück und verschloss die Tore, auch der Markt Melk riegelte sich nach außen hin ab. Das Schloss Sooß diente jenen Patres und ihren Begleitern als Quarantäne-Station, die in den unterschiedlichsten Gegenden bei der Weinlese gearbeitet hatten und es nicht mehr rechtzeitig vor dem großen Shutdown nach Melk zurück geschafft hatten.
Durch Beobachtungen und Analysen der seit dem 14. Jahrhundert immer wieder auftretenden Pest in Europa waren laufend Richtlinien entwickelt worden, was beim Ausbruch von Epidemien zu tun sei. Schon früh sind Strategien zum Eindämmen von Neuinfektionen belegt, die aus heutiger Sicht sehr gegenwärtig klingen: Kontakt mit Erkrankten meiden, Infektionsfälle melden, Verbot von Menschenansammlungen etc. Der Maßnahmenkatalog in der 1653 erlassenen „Infektionsordnung“ Kaiser Ferdinands III. sah für den Katastrophenfall strenge Grenz- und Personenkotrollen vor. Einreisende mussten nachweisen können, sich während der vergangenen vierzig Tage in einem seuchenfreien Gebiet aufgehalten zu haben oder aber sich in Quarantäne begeben. Die Namen betroffener Orte und Gegenden wurden öffentlich gemacht, ganze Ortschaften isoliert. Der Warenverkehr wurde stark eingeschränkt, Reiseverbote verhängt. Punkto Hygiene und Sauberkeit gab es umfassende Verhaltensanweisungen, deren Missachtung streng sanktioniert wurde.
Die Melker Patres in ihrer klösterlichen Quarantäne 1679 hielten sich konsequent an den alten Grundsatz Mox, longe, tarde, schreibt Keiblinger und zitiert damit die Kurzversion eines Merksatzes zum Verhalten in Pestzeiten, der auf Arnaldus de Villanova (1235–1311) zurückgehen soll.
Mox fuge, longe recede, tarde redi – fliehe bald, bleibe lange fern, kehre langsam zurück, diese mittelalterliche „Epidemie-Faustregel“ erinnert dabei verblüffend an die aktuelle Corona-Devise: Abstand halten, daheim bleiben (dem Risiko fern bleiben), durchhalten (die Vorsichtsmaßnahmen nicht vorschnell abbrechen und zum Alltag zurückkehren).
Es war nicht nur das strikte Einhalten von Mox, longe, tarde, das den Melker Konvent durch den Krisenalltag 1679 begleitete. Im Mittelpunkt des Klosterlebens hinter verschlossenen Türen stand das gemeinsame Gebet, das in dieser besonderen Situation um tägliche Betstunden für ein rasches, gutes Ende der Epidemie „aufgestockt“ wurde, wie die Stiftsgeschichte berichtet.

(Quelle: Newsletter der Stiftsbibliothek Melk vom 3.4.2020/Bernadette Kalteis)

via https://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=51284

The Diary of Samuel Pepys

https://www.pepysdiary.com/

Transport yourself to 17th-century London with The Diary of Samuel Pepys, a daily diary kept by "increasingly-important" civil servant Samuel Pepys from 1660 to 1670, where he writes about everything from his business meetings to his wife's beauty and going out to the theatre. Readers looking for a brief overview may wish to begin with the Summary of Pepys's diary under The Diary tab, before browsing the full text of Pepys's diary by date (under All Entries). There is also a Letters section containing correspondances to and from Peyps. Readers can learn more about Pepys's world with the In-depth Articles on topics like "The Garden at the Navy Office." After exploring for a while, users may find that familiar people, places, and events regularly crop up. To better understand these, look to The Encyclopedia, a reference point for "5,077 people, places and things," from Peyps's time, offering contextual significance and history. The Encyclopedia also includes the Pepys family tree and a Map with markers denoting places mentioned in Pepys's diary. The site is run by Phil Gyford, a web designer and actor, with help from Project Gutenberg where the full text of Peyps's diary was sourced.

via https://scout.wisc.edu/archives/r65816/the_diary_of_samuel_pepys

Language of Place: Hopi Place Names, Poetry, Traditional Dance and Song

https://edsitement.neh.gov/curricula/language-place-hopi-place-names-poetry-traditional-dance-and-song

Educators or mentors of students in grades K-5 interested in high-quality, free teaching material for their social studies or humanities curriculum may enjoy "Language of Place: Hopi Place Names, Poetry, Traditional Dance and Song" from EDSITEment! (featured in the 07-15-2011 Scout Report). This three-part lesson plan pairs primary sources from the Hopi Tribe, "a sovereign nation inhabiting over 1.5 million acres in northeastern Arizona," with creative activities that ask students to apply what they learn about the "language of place" to their own experience. In Lesson One students dig deeper into the meaning of Hopi names for places using maps of the Hopi homeland and then examine the meaning behind place names in their home communities by creating personal maps. In the second lesson, students build on their knowledge of the language of place to "examine literal and figurative language used in Hopi poetry." Finally, Lesson Three focuses on the way traditional songs and dance highlight the key role of the environment in Hopi culture. Each lesson plan includes suggested assessment and extension activities and lists the specific Common Core State Standards satisfied by its contents.

via https://scout.wisc.edu/archives/r65814/language_of_place_hopi_place_names_poetry_traditional_dance_and_song

Sonntag, 15. März 2020

Coronakrise: Berliner Staatsoper startet Online-Programm

Die Berliner Staatsoper Unter den Linden will wegen der Coronakrise einen Online-Spielplan einführen. Ab Dienstag (17.03.) würden über die Internetseite des Opernhauses kostenlos Aufzeichnungen aus dem Repertoire gezeigt, teilte das Haus am mit. Der zunächst für den 18.03. geplante Livestream der Premiere von Mozarts Idomeneo aus der leeren Staatsoper mit dem Dirigenten Simon Rattle müsse aufgrund der aktuellen Entwicklungen vorerst abgesagt werden. Bereits am Wochenende sei der Probenbetrieb zum Schutz des Ensembles und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt worden, hieß es.

Alle Karten, Zahlen und Daten zur Corona-Ausbreitung / WELT 15.03.2020

Weltweit steigt die Zahl von Corona-Infizierten. Die WHO geht von einer Pandemie aus. Wie viele Menschen sind an dem Virus erkrankt? Interaktive Karten und Grafiken geben einen Überblick über die Fallzahlen in Deutschland und weltweit. 
Das neue Coronavirus Sars-CoV-2 wurde im Dezember erstmals in China entdeckt und hat sich seitdem über den Globus verbreitet. In Deutschland gibt es, basierend auf den Daten des Robert-Koch-Instituts, der Nachrichtenagentur dpa sowie der Gesundheits- und Sozialministerien der Länder (Stand Freitag, 20.30 Uhr) 3.634 Infektionen.
Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, sprach von „einer starken Zunahme“. Die Altersspanne reiche von 0 bis 89 Jahren. Besonders stark betroffen sind demnach weiterhin die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg.
Die Zahl der durch das Coronavirus gestorbenen Menschen in Deutschland ist mittlerweile auf acht gestiegen. Neben drei Männern in Baden-Württemberg gibt es vier Tote in Nordrhein-Westfalen und einen in Bayern. Die Todesopfer in Deutschland waren zwischen 67 bis 89 Jahre alt. Zudem starb ein 60-jähriger Deutscher in Ägypten.
In Europa ist Italien das am stärksten von der Corona-Epidemie betroffene Land. Trotz der seit Anfang der Woche stark eingeschränkten Bewegungsfreiheit steigt die Zahl der Infizierten und Todesfälle weiter deutlich an. Nach Angaben der Zivilschutzbehörde sind inzwischen 17.660 Menschen infiziert. 1266 Menschen sind an den Folgen der Erkrankung gestorben.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft den Ausbruch des Corona-Erregers inzwischen als Pandemie ein. Das Ausmaß der neuen Erkrankungen und der neuen Todesfälle in den vergangenen zwei Wochen weltweit habe zu dieser Entscheidung geführt, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf. Eine Pandemie ist laut WHO ein weltweiter Ausbruch einer neuen Krankheit. Inzwischen sind in 120 Ländern Erkrankungen von Covid-19 erfasst worden. Nach Angaben des Centers for Systems Science and Engineering (CSSE) an der John Hopkins University, das die Daten von WHO, CDC und anderer Quellen auswertet, sind insgesamt inzwischen über 135.000 Menschen mit dem Erreger infiziert. Mehr als 4900 Menschen sind demnach inzwischen an dem Virus gestorben. Mehr als 69.000 Menschen sollen wieder gesund sein.
 
Quelle: Infografik WELT
In China ist die Zahl der Infektionen durch das neuartige Coronavirus laut offizieller Angaben erneut nur leicht gestiegen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Sonntag mitteilte, kamen landesweit 20 Erkrankungen mit der Lungenkrankheit Covid-19 hinzu. 16 der Fälle wurden demnach bei Menschen nachgewiesen, die aus dem Ausland nach China zurückkehrten. Die Kommission führt diese Patienten als importierte Fälle in der Statistik. Zehn weitere Menschen kamen durch das Coronavirus ums Leben, wie die Behörde ferner berichtete. 
Seit Beginn der Epidemie im Dezember haben sich nach der offiziellen Statistik insgesamt 80.844 Menschen in Festlandchina mit dem neuen Coronavirus infiziert. Mehr als 65.000 haben die Krankenhäuser wieder verlassen. 3199 Tote sind bislang in der Volksrepublik zu beklagen.

Duden Learnattack: Online-Lernhilfe zwei Monate lang kostenlos


Duden bietet Schülern die Möglichkeit, die Online-Lernhilfe Learnattack zwei Monate lang kostenlos zu nutzen. Das Unternehmen reagiert mit dieser Aktion auf die bundesweiten Schulschließungen. Um das Angebot anzunehmen, muss man sich noch vor Monatsende bei Learnattack anmelden. Daraus entstehen keinerlei Verpflichtungen, auch ist keine Kündigung erforderlich (via iphone-ticker.de):
„Learnattack ist eine Online-Lernhilfe mit Unterrichtsmaterialien von der 5. Klasse bis zum Abitur, unterstützt werden die Fächer Biologie, Chemie, Deutsch, Englisch, Französisch, Geschichte, Latein, Mathematik und Physik. Die Webseite ist für Mobilgeräte optimiert und lässt sich hervorragend auch mit dem iPhone verwenden.
Das Angebot enthält mehr als 40.000 Lernvideos und interaktive Übungen aus neun verschiedenen Schulfächern. Das erlernte Wissen kann im Anschluss mithilfe von original Klassenarbeiten und Musterlösungen überprüft werden.
Duden Learnattack ist normalerweise ab 16,90 Euro pro Monat zu haben, für die Plus-Variante inklusive Vokabeltrainer und Hausaufgabenhilfe per WhatsApp fallen sonst mindestens 21,90 Euro pro Monat an.“
via https://blog.digithek.ch/duden-learnattack-online-lernhilfe-zwei-monate-lang-kostenlos/

futurezone: Bibliothek in Minecraft gibt Zugriff auf zensierte Texte

Die Organisation Reporter ohne Grenzen hat im Computerspiel Mincecraft eine unzensierbare Bibliothek eröffnet. …
Siehe https://futurezone.at/netzpolitik/bibliothek-in-minecraft-gibt-zugriff-auf-zensierte-texte/400781714

via https://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=51075

Samstag, 14. März 2020

Opernhaus Stuttgart weicht ins Netz aus


"Oper trotz Corona" : Ausweichung ins Digitale. Oper Stuttgart
DerLittmannbau, Sitz der Stuttgarter Staatsoper, spiegelt sich im Eckensee. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/


Die Staatsoper Stuttgart weicht während der Zwangspause wegen des Coronavirus auf die digitale Bühne aus. Weil bis zum 19. April alle Vorstellungen der Staatstheater Stuttgart abgesagt worden seien, werde über die Internetseite kostenlos ein digitales Opernprogramm angeboten, teilte das Haus am 13.03.2020 mit. So sei die Oper weiterhin für ihr Publikum präsent - "nur nicht auf der Bühne, sondern im Web".
Den Anfang der Aktion "Oper trotz Corona" macht den Angaben nach die Live-Aufzeichnung einer vergangenen Aufführung von Wolfgang Amadeus Mozarts "Le nozze di Figaro" am Samstag (17.00 Uhr). Danach sollen in wöchentlichem Wechsel weitere Mitschnitte folgen.
"Wir lassen uns von der zugegebenermaßen schwierigen Situation nicht entmutigen und wollen mit diesen Aktionen ein Zeichen setzen", sagte Intendant Viktor Schoner. Sogenannte Geisteraufführungen ohne Publikum werde es aber nicht geben. "Die Stimmung einer Opernaufführung mit vollem Zuschauerhaus lässt sich nicht ersetzen", sagte Schoner.

dpa

Ausstellung "Urban Beauties" im Stuttgarter Stadtpalais vorerst nur virtuell

Treppenhäuser von Tiefgaragen mit vollgekritzelten Wänden. Kahle, menschenleere Stadtbahnunterführungen. Ein Basketballfeld mit Betonboden, hinter dem sich Hochhausfassaden in den Himmel auftürmen. Dem herkömmlichen Schönheitsbegriff werden Jürgen Altmanns Fotos von Orten und Plätzen in Stuttgart nicht gerecht. Dennoch hat der Direktor des Stuttgarter Stadtpalais, Torben Giese, der seit dem 13.03.2020 geöffneten Ausstellung bewusst den Namen "Urban Beauties" gegeben. Offen ist hingegen, wann die Öffentlichkeit die Bilder im Stadtpalais in Augenschein nehmen kann. Impressionen der Schau gibt es wegen der Coronakrise vorerst nur im Internet unter http://www.picuki.com/profile/urban_beauties_stuttgart  

Berliner Clubs seit diesem Wochenende geschlossen

Die Ankündigung des Berliner Senats, wegen des Coronavirus ab der kommenden Woche Kneipen und Clubs schließen zu lassen, hat schon an diesem Wochenende für weitgehenden Stillstand der Tanzszene gesorgt. So gut wie alle bekannten Clubs öffneten schon am Freitagabend (13.03.2020) nicht mehr und wollen dann die nächsten fünf Wochen geschlossen bleiben. Auch viele Kneipen in den Innenstadtbezirken waren deutlich schlechter besucht als üblich. Die Berliner Clubcommission teilte mit, sie stehe in Kontakt mit dem Senat, Banken und Crowdfunding-Anbietern, um einen Rettungsfonds einzurichten. Laut der Clubcommission sind von der Entscheidung, das Berliner Nachtleben bis zum 20. April im Zuge der Coronakrise komplett einzustellen, 9000 Mitarbeiter und zirka 20 000 Künstler betroffen.

Köln verbietet alle Veranstaltungen

Köln verbietet wegen der Coronavirus-Epidemie von Sonntag an alle Veranstaltungen bis einschließlich 10.4.2020. Das gab Stadtdirektor Stephan Keller im Rathaus bekannt. „Dieses Verbot gilt auch für Gottesdienste und sonstige Veranstaltungen von Religionsgemeinschaften.“ Geschlossen würden auch alle Kinos und Theater und ebenso Discos, Clubs und Bars, die Musik und Tanzveranstaltungen anbieten, sagte Keller. Ausgenommen seien Wochenmärkte, die der Nahversorgung dienten. „Was wir nicht untersagen an dieser Stelle ist der Besuch von Restaurants und Gaststätten, die mit einem Essensangebot auch eine Versorgungsfunktion wahrnehmen“, sagte Keller.

Coronakrise: Berlin verschärft Verbote drastisch

Berlin verbietet wegen der Coronakrise ab sofort alle öffentlichen und nicht-öffentlichen Veranstaltungen ab 50 Personen. Das teilte ein Sprecher der Staatskanzlei mit. Kneipen, Bars, Spielhallen und Clubs müssen demnach schließen. Auch Kinos, Theater und Konzerthäuser dürfen nicht mehr öffnen. Ausnahmen gibt es für Restaurants: Gaststätten, in denen vor Ort zubereitetes Essen verabreicht wird, dürfen öffnen, wenn die Tische mindestens einen Abstand von 1,5 Meter voneinander haben. Die Maßnahmen gelten zunächst bis einschließlich 19. April 2020.

Kurier: Die Österreichische Nationalbibliothek macht Inventur – bis 2039

Johanna Rachinger, Generaldirektorin der ÖNB, im Interview über die Auswirkungen der Schließung und das Haus der Geschichte
Quelle: https://kurier.at/kultur/die-oesterreichische-nationalbibliothek-macht-inventur-bis-2039/400780787 [Paywall]

via https://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=51072

Animations- und Trickfilmfestivals in Stuttgart abgesagt

Wegen der Coronavirus-Pandemie sind das Internationale Trickfilmfestival, die Animation Production Days und die FMX in diesem Jahr abgesagt worden. Das teilten die Veranstalter der Stuttgarter Events mit. Das Trickfilm-Festival sollte ursprünglich vom 5. bis zum 10. Mai 2020 stattfinden. Nun soll es eine „digitale Version“ der Veranstaltung im selben Zeitraum geben. Wettbewerbsbeiträge sollen unter anderem als Stream abrufbar sein. Für die Animation Production Days – ursprünglich zwischen dem 6. und 8. Mai angedacht – ist von einer solchen digitalen Lösung bisher nichts bekannt. Gleiches gilt für die FMX – Conference on Animation, Effects, Games and Immersive Media. Sie war vom 5. bis zum 8. Mai 2020 geplant.

Moderner Tanz für Unesco-Kulturerbeliste nominiert

Deutschland hat den modernen und zeitgenössischen Tanz für die weltweite Unesco-Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit nominiert. Gemeinsam mit anderen Ländern seien zudem die Flößerei und die manuelle Fertigung von mundgeblasenem Hohl- und Flachglas nominiert worden, teilte die deutschen Unesco-Kommission in Bonn mit. Zum Immateriellen Kulturerbe zählen lebendige Traditionen aus den Bereichen Tanz, Theater, Musik, mündliche Überlieferungen, Naturwissen und Handwerkstechniken. Außerdem seien sieben Kulturformen neu ins bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden, hieß es. Dazu zählen das handwerkliche Bierbrauen, die deutsche Friedhofskultur und die Verwendung und Weitergabe der Braille-Schrift für Blinde in Deutschland.

Apollo 13-Mission in Echtzeit

Die Website apolloinrealtime.org lässt einen die Apollo 13-Mission mittels historischem Material in Echtzeit miterleben (via Researchbuzz: Firehose und The Verge)
„The 50th anniversary of NASA’s infamous Apollo 13 mission is almost here, and a new website just went live today that will let you relive the heart-wrenching journey as if it were happening live. The website, called Apollo 13 in Real Time, provides transcripts, video footage, and audio recordings surrounding the historical flight, posting the material at the exact times they were created half a century ago.“
via https://blog.digithek.ch/apollo-13-mission-in-echtzeit/

Videokonferenz-Programme im Test

golem.de testet unter dem Titel „Büro zu, Homeoffice auf“ Videokonferenz-Programme. Darunter sind:
  • Microsoft Teams
  • Cisco Webex Meetings
  • Skype
  • Blizz
  • Slack
  • Zoom
  • Discord
  • Open Source und Hangouts
Update: Zoom hat das 40minütige Zeitlimit für Bildungsinstitutionen, die von der Coronaepidemie betroffen sind vorübergehend aufgehoben.

via https://blog.digithek.ch/videokonferenz-programme-im-test/

Freitag, 13. März 2020

Pariser Louvre schließt wegen Coronavirus

Das weltberühmte Pariser Museum Louvre schließt wegen des Coronavirus seine Pforten. Ab Freitagabend (13.03.2020) 18 Uhr werde der Louvre bis auf Weiteres geschlossen, teilte das Museum mit. Alle Besucher, die ein Ticket online gekauft hätten, erhielten auf Anfrage eine Rückerstattung. Frankreichs Regierung hatte am Mittag des 13.03.2020 ein Versammlungsverbot für mehr als 100 Menschen im ganzen Land verhängt.

dpa

Berliner Philharmoniker: Kostenlose Streams im Netz

Die Berliner Philharmoniker stellen während der Schließung ihres Saals mehr als 600 Konzerte kostenlos als Streams im Internet zur Verfügung. In der „Digital Concert Hall“ seien Aufnahmen aus mehr als zehn Jahren abrufbar, darunter 15 Konzerte mit dem neuen Chefdirigenten Kirill Petrenko, teilte das Orchester mit. Dazu kämen Pausengespräche mit Dirigenten und Solisten und Dokumentationen zur Orchestergeschichte. Mit dem Code BERLINPHIL können nach einer Registrierung alle Konzerte und Filme für 30 Tage kostenfrei abgerufen werden. Der späteste Termin zum Einlösen des Codes sei der 31. März 2020. Mit ihrem Stream von der Oper „Carmen“ hatte die Staatsoper Unter den Linden am Donnerstag nach eigenen Angaben einen großen Publikumserfolg. Den Livestream in Zusammenarbeit mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg hätten online mehr als 160 000 Zuschauer in der ganzen Welt abgerufen.

dpa

Google des Tages: Paraskavedekatriaphobie (Freitag, dem 13. & die Angst vor diesem Unglückstag)

Google des Tages: Paraskavedekatriaphobie (8.570)

Nein, in unserem heutigen Google-des-Tages haben wir weder eine chemische Komponente oder eine seltene Tierart verlinkt, sondern es geht um ein Thema, das gerade am heutigen Tag wieder viele Menschen beschäftigen dürfte: Die Angst vor der Zahl 13, und dann auch noch in Kombination mit dem Freitag und der aktuellen Situation. Und heute ist es wieder einmal soweit: Freitag, der 13.

Mit einem Blick auf den Kalender werden es die meisten heute früh bereits gemerkt haben: Es ist zwar der letzte Tag der Arbeitswoche (für einige), aber eben auch der 13. Tag des Monats – und das ist bekanntlich keine gute Kombination. Selbst wer nicht ganz so abergläubisch ist, hat an diesem Tag vielleicht manchmal ein mulmiges Gefühl, und schiebt alles Schlechte dann eher auf das Datum als auf den eigentlichen Umstand. Ob man daran nun glaubt oder nicht ist die eine Sache, aber sehr wahrscheinlich wird man auch heute wieder nicht um dieses Thema drumherum kommen.
Dass das Ganze eher ein Hirngespinst ist, wissen mittlerweile die meisten, aber selbst die dürften – falls dann doch etwas Unglückliches passiert – zumindest das heutige Datum im Hinterkopf haben. Und das ist vielleicht auch ganz gut so, denn tatsächlich passieren am heutigen Tag sogar beispielsweise weniger Unfälle, weil die Menschen einfach besser aufpassen als an „normalen“ Tagen.
Der Freitag der 13. gilt im Volksglauben als ein Tag, an dem besonders viele Unglücke passieren können. Die irrationale Furcht vor einem Freitag dem 13. wird auch als Paraskavedekatriaphobie bezeichnet. Diese Phobie kann im Einzelfall so weit führen, dass davon betroffene Personen geplante Reisen und Termine absagen oder sich an einem Freitag dem 13. nicht aus dem Bett trauen.

Auswertungen von Unfalldaten haben ergeben, dass sich an einem Freitag dem 13. nicht mehr Verkehrsunfälle mit schwerem Sachschaden ereignen als an einem Freitag dem 6. oder 20. Auch eine Untersuchung der Unfallmeldungen durch den ADAC ergab für das Jahr 2009, dass an den drei Freitagen am 13. eines Monats die Zahl der Unfallmeldungen im Mittel nur 894 betrug, während an allen anderen Tagen durchschnittlich 975 Unfälle gemeldet wurden. Ebenso zeigt eine Auswertung der Zürich Versicherung, dass an Freitagen, die auf den 13. eines Monats fallen, weniger Schadensfälle verzeichnet werden als an allen anderen Freitagen im Jahr. Die geringere oder gleichbleibende Zahl von Unfällen an Freitagen den 13. im Vergleich mit anderen Freitagen könnte an einer verstärkten Vorsicht zur Unfallvermeidung liegen.
Und nun schließen wir den Kreis zu Google wieder: Obige Suchanfrage enthält nur die wissenschaftliche Bezeichnung der Angst vor diesem heutigen Tag, aber Googles Algorithmen können dieses Wort einwandfrei mit den Worten „Freitag, der 13.“ in Verbindung bringen und zeigen auch dementsprechende Informationen an. Im Knowledge Graph auf der rechten Seite wird der Tag als „Event“ geführt, das am Ort „Erde“ stattfindet. Direkt darunter kann man dann sogar noch das nächste Event im November auswählen.
Die Suchergebnisse selbst hingegen sind nicht betroffen und suchen tatsächlich auch nur nach Webseiten, in denen dieses Wort vorkommt – und das ist auch richtig so. Denn in diesem Fall wäre eine zu enge Verknüpfung der beiden wohl nicht zielführend und man würde die Erklärung für das Wort zwischen all den Verschwörungstheorien eher nicht finden. Das war in den vergangenen Jahren auch schon einmal anders, aber wer nach Detailinformationen sucht, möchte nicht mit verwandten Themen beglückt werden. Von daher: Alles gut.
Der letzte Freitag der 13. ist gerade einmal drei Monate her (Dezember 2019) und der nächste wird hoffentlich in einem sehr viel besseren Umfeld stattfinden – nämlich erst im November 2020.

[Wikipedia]

via https://www.googlewatchblog.de/2020/03/google-tages-paraskavedekatriaphobie-freitag-2/

The Positive Lexicography Project

https://hifisamurai.github.io/lexicography/

Jouissance! Suaimhneas croi! Mechaye! Bazodee! Around the world, there are many ways to express joy, as The Positive Lexicography Project reminds us. This database curates "an evolving index of untranslatable words related to wellbeing from across the world's languages." Words can be explored by theme (such as Relationships, Feelings, or Character) or by Languages (with over 100 included). Each word in the database is color-coded by linguistic origin and includes a brief definition, helping users expand their vocabulary and worldview. For example, under Aesthetics, a subcategory of Feelings, visitors may discover "leggiadria," an Italian word for "loveliness," and "iki," a Japanese word for the principle of "simplicity." Or, under Love, a subcategory of Relationships, readers can delve into expressions of affection, from the Greek "storge" ("care and affection," between family members) to Arabic "ishq" ("true, all-consuming love,"). Select words also link out to other dictionaries and resources. By clicking the "Submit a word" box in the upper right-hand corner, users also have the option of filling out an online form to add their own contributions to the list. The project was researched by positive psychology lecturer Tim Lomas, designed by graphic designer Joana Patrasc, and developed by interface engineer Maynard Russell. 

via https://scout.wisc.edu/archives/r61409/the_positive_lexicography_project

Van Gogh: The Life

http://vangoghbiography.com/

In 2011 Gregory White Smith and Steve Naifeh published Vincent Van Gogh: the Life, adding to the large body of scholarship already extant on the famous Dutch artist. Shortly thereafter the authors published this website, working in collaboration with the Center for Digital Humanities at the University of South Carolina (UofSC), and Elizabeth Petit, Professor of Art History at UofSC and research editor for the book. Although the website is a companion to the book, it does not have to be used in conjunction; rather, it provides supplemental content including more than 28,000 research notes that identify sources, "share the authors' insights and assessments of sources," add Van Gogh biographers and scholars "into the discussion over controversial issues in the literature," and more. Clicking the yellow "Enter" button in the lower right-hand corner will transport users into the world of Van Gogh. From there readers can view these research notes (under Notes), a gallery of family photographs and family trees (under Family Tree), and a collection of Van Gogh's artwork (under Gallery). Readers may also want to check out the People page, where they can learn more about other individuals included in the book. After identifying characters that pique their interest, visitors can return to the Notes page and conduct a search to learn even more. For example, American reformer Jane Addams is mentioned on the list of people and by searching the notes it appears that Addams was an acquaintance of Margot Begemann, a neighbor and perhaps love interest of Van Gogh's.

via https://scout.wisc.edu/archives/r61407/van_gogh_the_life

Lest We Forget

https://lwf.web.ox.ac.uk/home

Dr. Stuart Lee, Project Leader for Lest We Forget, had a realization: "few people in Britain were unaffected by the [First World] War." This realization inspired the resource, on a mission to preserve and memorialize this history. From photographs to letters to memorabilia, the site features mementos of the War in a way that feels both informative and symbolic. While the online Archive is no longer accepting submissions, users can enjoy the hundreds of items already cataloged. Under Archive, visitors can explore all the catalogued items, use a map to navigate, or Browse by Collection (such as Chesney School Oxford and Faringdon Town Council). The archive also has an advanced search feature, accessible after selecting any of the three previous options, that allows users to filter by class, value, and item set. Additionally, visitors may want to explore other archives mentioned on the site. For example, on the About page on the archive, users will find a link to the Europeana 1914-1918 collection. This project has a similar aim: "to collect material that relates to the Great War and those involved in or affected by it." Similarly, scrolling to the bottom of the Home page, users will find a link to a Cabinet collection, Remembering the First World War in 10 Objects. Lest We Forget is a collaboration between Oxford University, the Commonwealth War Graves Commission, and the National Lottery Heritage Fund. 

via https://scout.wisc.edu/archives/r61405/lest_we_forget

Nazi-Architektur soll Raum für Kultur werden

Die unvollendete Kongresshalle am ehemaligen Reichsparteitagsgelände in Nürnberg soll zu einem Raum für Kunst und Kultur werden. Es werde ein „einzigartiges Experiment“, wie die Stadt ein Gebäude nutzen könne, das ein wichtiger Teil ihres nationalsozialistischen architektonischen Erbes ist, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Zurzeit sei angedacht, ein Segment des Rundbaus mittelfristig herzurichten, damit dort Kunstschaffende arbeiten und ihre Werke präsentieren können. Das Projekt solle zentraler Bestandteil der Nürnberger Bewerbung als Europäische Kulturhauptstadt 2025 werden. Die Jury entscheidet am 23. September 2020 über den Titel. Die Kongresshalle ist Teil des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes aus den 1930er Jahren. Der für bis zu 50.000 Menschen geplante Bau wurde nicht fertiggestellt.

dpa

FreiDok plus wächst rapide

Das universitäre Repositorium umfasst jetzt die Nachweise von rund 147.000 Publikationen Freiburger Wissenschaftler*innen. FreiDok plus macht damit an zentraler Stelle den wissenschaftlichen Output der Universität Freiburg sichtbar. In den vergangenen Wochen sind die Daten aus der Freiburger Forschungsdatenbank eingespielt worden. FreiDok plus soll in absehbarer Zeit alle Publikationen nachweisen und damit als echte Hochschulbibliographie dienen.

UB Freiburg wegen Corona-Fall bis auf Weiteres geschlossen

Eine Mitarbeiterin der Universitätsbibliothek wurde am Abend des 12. März 2020 positiv auf das Corona-Virus getestet. Das Rektorat der Universität Freiburg hat deshalb entschieden, die UB bis zur Einschätzung der Situation durch die zuständigen Gesundheitsbehörden vorerst zu schließen.
Die Schließung bedeutet im Einzelnen:
  • Es können derzeit keine physischen Medien bestellt, vorgemerkt, entliehen oder zurückgegeben werden.
  • Bitte senden Sie keine Medien mit der Post an uns zurück.
  • Alle digitalen Angebote der UB stehen wie gewohnt ortsunabhängig zur Verfügung.
  • Für die Dauer der Schließzeit fallen keine neuen Säumnis- und Überziehungsgebühren an. 
  • Bestehende Vormerkungen auf entliehene Medien bleiben erhalten. Bereitstellungen liegen bis eine Woche nach Wiederaufnahme des Betriebes für Sie bereit.
  • Neue Vormerkungen sind während der Schließzeit nicht möglich.
  • Magazinbestellungen werden ausgesetzt.
  • Unser Fernleihservice wird eingestellt.
  • Alle öffentlichen Veranstaltungen, Schulungen, Workshops, Führungen und Beratungstermine während der Schließzeit entfallen. Das betrifft auch alle Raumbuchungen in diesem Zeitraum.

Lesesäle der Bayerischen Staatsbibliothek ab 14. März 2020 geschlossen

Aufgrund der Vorgaben und Empfehlungen des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst sind alle Lesesäle der Bayerischen Staatsbibliothek ab Samstag, 14. März 2020, bis auf weiteres geschlossen. Betroffen von der Schließung sind auch die Plaza, die Arbeitsplätze im Marmorsaal sowie das Stabi Café der Bayerischen Staatsbibliothek. Diese Vorsichtsmaßnahme erfolgt im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 (Corona-Virus). Geöffnet ist in der Bayerischen Staatsbibliothek bis auf weiteres nur die Buchausleihe nach Hause und die Buchrückgabe. Alle Online-Services der Bayerischen Staatsbibliothek stehen weiter zur Verfügung.

LoC Blog: Library Benefactor Andrew Carnegie

On March 12, 1901, Andrew Carnegie, one of the world’s foremost industrialists, offered the city of New York $5.2 million for the construction of sixty-five branch libraries. The Scottish immigrant’s fortune eventually would establish many more libraries and charitable foundations.

The man who enters a library is in the best society this world affords; the good and the great welcome him, surround him, and humbly ask to be allowed to become his servants…
Andrew Carnegie, excerpt from addressExternal at the dedication of The Carnegie Library of Pittsburgh, November 5, 1895. In The Bulletin of the American Iron and Steel Association, November 10, 1895.


Carnegie Library, Montgomery, Ala. c1906. Detroit Publishing Company. Prints & Photographs Division
Born in 1835, Carnegie immigrated to the United States in 1848 with his parents. Working in American industry and making shrewd investments, he amassed a fortune before the age of thirty. In the 1870s, he noted the potential of the steel industry and founded J. Edgar Thomson Steel Works near Pittsburgh, which eventually evolved into the Carnegie Steel Company. The company boomed, and in 1901, Carnegie sold it to financier J. P. Morgan for $480 million, received $250 million as his personal share, and retired.
Carnegie devoted the rest of his life to writing and philanthropic activities. Believing that any accumulated wealth should be distributed in the form of public endowments, Carnegie founded 2,509 libraries in the English-speaking world, including ones in Michigan, New York, Ohio, Vermont, and Washington, D.C. He also established several trusts and helped found Carnegie Mellon University. At the time of his death in 1919, Carnegie had given away over $350 million.



 
 
 
 
 
Ohio Works of the Carnegie Steel Co., Youngstown, O. [Ohio]. Haines Photo Co., c1910. Panoramic Photographs. Prints & Photographs Division.
 
via https://www.loc.gov/item/today-in-history/march-12/

Corona-Pandemie: Kultur- und Medienbereich stark betroffen

Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, hat eine Blitzumfrage unter seinen Mitgliedern durchgeführt, wie sich die Corona Pandemie auf den Kultur- und Medienbereich auswirkt. Dabei handelt es sich um erste Einschätzungen, die weiteren Wirkungen hängen unter anderem davon ab, wie lange die Pandemie dauert und wie viele Veranstaltungen abgesagt werden müssen.
Bereits heute zeigt sich, dass der Kultur- und Medienbereich von Messeabsagen und der Absage von Veranstaltungen sehr stark betroffen ist. Aufträge fallen weg, einige Betriebe erwägen Kurzarbeit. Freiberuflerinnen und Freiberufler verlieren Kunden und können in existentielle Not geraten. Von der Bundesregierung angekündigte Maßnahmen wie Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld greifen bei Selbständigen nicht. Hier sind andere Unterstützungsmaßnahmen erforderlich.
Viele Künstlerinnen und Künstler erleiden Einkommenseinbußen durch abgesagte Veranstaltungen. Oftmals ist vertraglich geregelt, dass Honorare nur bei der Durchführung von Veranstaltungen fällig werden. Freiberufliche Künstlerinnen und Künstler, die ohnehin nur geringe Einnahmen aus ihrer künstlerischen Tätigkeit erzielen, trifft dies sehr hart und kann sogar existenzbedrohend werden. Bei Unterstützungsmaßnahmen des Bundeswirtschaftsministeriums muss daher diese Gruppe besonders in den Blick genommen werden. Besonders gravierend ist zusätzlich, dass Messen und Veranstaltungen wichtige Orte der Präsentation und des Knüpfens von Kontakten sind. Hier werden neue Aufträge angebahnt, die nun fehlen.
Viele öffentlich geförderte Kultureinrichtungen befürchten, dass durch die Absage von Veranstaltungen und Projekten öffentliche Mittel von Kommunen, Ländern oder dem Bund zurückgefordert werden, weil die Zuwendungen zweckgebunden für bestimmte Vorhaben genehmigt wurden, die aufgrund der Corona-Pandemie nun nicht stattfinden. Vielfach sind aber schon Ausgaben entstanden. Rückforderungen können sich für diese Institutionen existenzbedrohend auswirken. Hier müssen von den Zuwendungsgebern die Vorschriften der Haushaltsordnung flexibel ausgelegt werden.
Gleichfalls fürchten öffentliche Kultureinrichtungen, die einen Teil ihrer Einnahmen aus Eigenmitteln, wie z.B. Eintrittsgeldern erwirtschaften, in eine Schieflage zu kommen, wenn Besucher und Besucherinnen ausbleiben. Auch hier sind die öffentlichen Hände gefordert, schnell und unbürokratisch Hilfe zu leisten.
Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: „Unsere Blitzumfrage spiegelt eine Momentaufnahme. Aber bereits jetzt wird deutlich, dass der Kultur- und Medienbereich teilweise existentiell von den Maßnahmen zum Schutz vor der Corona Pandemie betroffen ist. Insbesondere kleinere und mittelständische Unternehmen sowie Freiberuflerinnen und Freiberufler haben oft keine finanziellen Polster, um Einnahmeausfälle aufzufangen. Die Bundesregierung ist gefordert, sich in ihren Maßnahmepaketen nicht nur auf große Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft zu konzentrieren, sondern auch kleinere und mittelständische Kulturunternehmen und Künstlerinnen und Künstler in den Blick zu nehmen. Gleichfalls können die Länder Impulse für die Kultur- und Kreativwirtschaft setzen und sollten ihre Förderinstrumente anpassen. Die öffentlichen Hände, Bund, Länder und Kommunen, müssen die bestehenden Möglichkeiten des Haushaltsrechts ausschöpfen, damit öffentlich geförderte Kultureinrichtungen und Projekte nicht in eine existenzielle Gefährdung geraten. Das heißt konkret, wir erwarten, dass die öffentliche Hände Fördermittel beim Ausfall von Veranstaltungen aufgrund der Corona-Pandemie nicht von den Kultureinrichtungen und den Künstlerinnen und Künstlern zurückfordern.„

Bibliothekartag und Verbreitung des Corona-Virus (COVID-19)

Liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren,

für Ende Mai ist der diesjährige Deutsche Bibliothekartag in Hannover geplant. Wir freuen uns schon sehr auf den fachlichen und persönlichen Austausch mit Ihnen.
Gleichzeitig setzen wir uns seit Tagen intensiv mit der aktuellen Lage im Zusammenhang mit der Verbreitung des Corona-Virus (COVID-19) auseinander. Aktuell können wir nicht einschätzen, wie die Lage Ende Mai sein wird, da die Vorgaben der Behörden diese Bewertung nicht zulassen. In dem sich laufend ändernden Umfeld fahren wir deshalb mit den Vorbereitungen fort, bewerten aber die Lage täglich neu. Wir wissen um die Verantwortung, die wir gegenüber allen Teilnehmenden und Mitwirkenden haben, und nehmen diese sehr ernst.
Gegenwärtig gibt es keine Pläne, den 109. Bibliothekartag in Hannover abzusagen. Sollte sich an unserer Gesamtbewertung etwas ändern, werden wir Sie umgehend informieren.

Die veranstaltenden Verbände BIB und VDB

via https://www.vdb-online.org/2020/03/13/bibliothekartag-und-verbreitung-des-corona-virus-covid-19/

Quellen der Fantasy




Die Bibliothèque nationale de France widmet dem Genre Fantasy eine Website, ein Browsergame, eine Ausstellung und eine Vortragsreihe (via Romanistik-Blog):
„Die inhaltliche Ausrichtung entspricht der Rolle der BnF als kultureller Gedächtnisinstitution: Denn nicht umsonst steht die Website unter dem Motto „Fantasy. Retour aux sources.“ Sie fokussiert die Konstitution des Genres im 19. Jahrhundert und seine Quellen, die häufig mythologischer und historischer Art sind und auf die es zurückgreift, um Gegenwelten zu konstruieren. Im Bereich „Sources et influences“ wird eine ganze Reihe von Dossiers präsentiert, welche die Rolle antiker Mythen und Epen, nordeuropäischer Mythologien, mittelalterlicher Literatur sowie von Märchen für das Fantasy-Genre aufgreifen.“
via https://blog.digithek.ch/quellen-der-fantasy/

Aktuelle Informationen zu Benutzungseinschränkungen durch Coronavirus (SARS-CoV-2) an der SLUB Dresden

Um einer weiteren Verbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) entgegenzuwirken, sind alle Standorte der SLUB ab Samstag, den 14.3.2020, geschlossen. Der interne Dienstbetrieb läuft planmäßig weiter, die Bibliothek bleibt somit erreichbar. Die Regelung gilt bis auf Weiteres und betrifft die Zentralbibliothek sowie alle Zweigbibliotheken inklusive SLUB Makerspace, SLUB TextLab, Buchmuseum und Schatzkammer. Die Schließung bedeutet im Einzelnen:
  • Es können derzeit keine physischen Medien bestellt, vorgemerkt, entliehen oder zurückgegeben werden.
  • Alle digitalen Angebote der SLUB stehen wie gewohnt zur Verfügung. Neben elektronischen Publikationen sind zahlreiche Datenbanken für alle SLUB-Nutzenden weltweit, ortsunabhängig zugänglich. Auch unsere digitalen Samlungen, sachsen.digital oder das Landeskundeportal Saxorum bieten Recherchemöglichkeiten.
  • Alle entliehenen Medien werden bis auf Weiteres automatisch durch die SLUB verlängert. Bitte senden Sie keine  Medien mit der Post an uns zurück.
  • Für die Dauer der Schließzeit fallen keine neuen Mahn- und Überziehungsgebühren an.
  • Bestehende Vormerkungen auf entliehene Medien bleiben erhalten. Bereitstellungen liegen  bis eine Woche nach Wiederaufnahme des Betriebes für Sie bereit.
  • Neue Vormerkungen sind während der Schließzeit nicht möglich.
  • Magazinbestellungen werden ausgesetzt.
  • Unser Fernleihservice wird eingestellt.
  • Alle öffentlichen Veranstaltungen, Schulungen, Workshops, Führungen und Beratungstermine während der Schließzeit entfallen. Das betrifft auch alle Raumbuchungen in diesem Zeitraum.
  • In der Schließzeit ablaufende SLUB-Cards können auf elektronischem Weg verlängert werden. Bitte nutzen Sie dafür unser Kontaktformular.
  • Inhaber*innen von Carrels und Buchboxen können sich bei Bedarf mit uns in Verbindung setzen – telefonisch unter 0351-4677-417, über das Kontaktformular oder im SLUBchat.
via https://blog.slub-dresden.de/beitrag/2020/3/13/aktuelle-informationen-zu-benutzungseinschraenkungen-durch-coronavirus-sars-cov-2-an-der-slub/

Wenige Tage trennen Deutschland von Italien / Tobias Mörschel In: IPG 13.03.2020

Ein kleines Gedankenexperiment in Zeiten von Corona: Man stelle sich vor, Bundeskanzlerin Merkel und Gesundheitsminister Spahn hätten auf ihrer gemeinsamen Pressekonferenz am Mittwoch #DeutschlandbleibtzuHause als das Motto für die kommenden Wochen ausgerufen und folgendes Maßnahmenpaket zur Bekämpfung und Eindämmung des Coronavirus verkündet: Ab sofort wird bundesweit der Schul- und Universitätsbetrieb eingestellt. Alle Tagungen, Konferenzen, Meetings und Kongresse sind bis auf weiteres verboten. Bibliotheken und Archive haben ihre Pforten zu schließen. Das gesamte kulturelle Leben wird einstweilen eingestellt: Alle Museen, Ausstellungen und Sehenswürdigkeiten werden dichtgemacht. Theater, Opern und Kinos stellen ihren Spielbetrieb ein. Konzerte haben auszufallen.
Damit aber nicht genug: Auch alle Clubs, Diskotheken und Bars dürfen nicht mehr öffnen. In ganz Deutschland dürfen keine Gottesdienste mehr gefeiert werden, es finden weder Hochzeiten noch Beerdigungen statt. Alle Sportereignisse sind abgesagt, Fitnessstudios und Sportstätten geschlossen. Restaurants, Cafés und Spätis müssen ausnahmslos ab sofort den Betrieb einstellen. Sämtliche Geschäfte sind in ganz Deutschland umgehend zu schließen, lediglich Lebensmittelläden und Apotheken dürfen weiterhin geöffnet sein.
Und schließlich wird gleichsam eine Ausgangssperre verhängt: Die eigene Wohnung sollte ab sofort bestenfalls nicht mehr verlassen werden. Private Feste und Zusammenkünfte sind zu unterlassen, auch gemeinsame Abendessen mit Freunden zu Hause. Die Wohnung darf nur noch aus wenigen Gründen verlassen werden: aus gesundheitlichen Gründen, zum Lebensmitteleinkauf oder weil man auf dem Weg zur Arbeit ist. Wenn man das Haus verlässt, ist auf einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zum nächsten Menschen zu achten, Menschenansammlungen sind verboten. Und wer sich unbefugt im Land bewegt, dem droht gar Haft. Eine gespenstische Stille würde sich über die leergefegten Städte senken.
Nichts davon konnte man in Deutschland bisher hören.
Wäre es gesagt worden, wäre kaum vorstellbar, dass Merkel für ein solches per Dekret verordnetes Maßnahmenpaket von allen Seiten Zustimmung erhalten hätte und über 90 Prozent der Bevölkerung es befürworten würden. Und noch weniger scheint vorstellbar, dass sich die Deutschen ohne Protest an die Vorschriften hielten, alle Läden dichtmachten, zuhause blieben und derartig weitreichende Eingriffe in ihre Grundrechte der Bewegungs- und Versammlungsfreiheit schlicht akzeptierten. 
Dieses Szenario mag für die meisten wie Science-Fiction klingen, ist in Italien aber jetzt Realität. Innerhalb einer Woche hat die italienische Regierung mit drei sich einander verschärfenden Dekreten das öffentliche Leben völlig zum Stillstand gebracht und ein Maßnahmenbündel erlassen, das historisch in einer westlichen Demokratie ohne Vorbild ist. Dass im katholischen Italien keine Messen mehr gefeiert werden und der Petersdom die Pforten schließt, das hat es selbst zu schwersten Pestzeiten nicht gegeben. Und dass die Italiener ihr soziales Leben von Bozen bis Palermo umstandslos einstellen und einander meiden statt miteinander auszugehen, das ist ein historisch beispielloser Akt von Gemeinsinn und Verantwortungsgefühl.
Ganz genau sollte Europa jetzt nach Italien schauen und von Italien lernen, wie das Land innehält, um eine Krise von bedrohlichem Ausmaß in vielleicht letzter Sekunde doch noch abwenden zu können. Die Infektionszahlen der mit dem Coronavirus Erkrankten sind in den letzten Tagen in Italien gleichsam explodiert. Es droht ein völliger Kollaps des Gesundheitssystems. Wenn selbst die hocheffizienten und bestens ausgestatteten Krankenhäuser der Lombardei bald nicht mehr ausreichend Intensivplätze zur Verfügung haben, um alle Patienten mit schweren Verläufen zu behandeln, dann wird dies in schwächer entwickelten Regionen Italiens (und sicher auch bei dem überwiegenden Rest Europas) noch viel weniger der Fall sein. Das Land soll durch diese drastischen Maßnahmen gleichsam sediert werden. Dadurch, dass jede unnötige Bewegung verboten wird, soll die Möglichkeit der Ausbreitung eingedämmt werden, mit dem Ziel, die Infektionskurve abzuflachen und somit eine ausreichende medizinische Versorgung der schwer Erkrankten zu ermöglichen.
Zehn Tage, exakt zehn Tage trennen Deutschland von Italien! Vor zehn Tagen hatte Italien dieselben Fallzahlen von mit dem Coronavirus infizierten Personen wie Deutschland sie heute hat. Und es besteht kein Grund zur Annahme, dass das Virus sich in Deutschland langsamer verbreiten wird. Deswegen sollte Deutschland sehr aufmerksam Richtung Süden schauen und sehr schnell von Italien lernen. Dies passiert bis dato noch nicht – im Gegenteil, man mokiert sich über die italienische Organisationskultur. Es gilt, schnell und entschlossen zu handeln und zu vermeiden, was anfänglich in Italien schief lief. Es gab jedoch nichts, an dem sich Italien hätte orientieren können. Die übrigen europäischen Länder finden hier jedoch nun Blaupausen und können damit wertvolle Zeit gewinnen – sie müssen nur den Mut haben, den die italienische Regierung bewiesen hat, und die Menschen müssen den Gemeinsinn aufbringen, den die Italiener gezeigt haben. 

via https://www.ipg-journal.de/regionen/europa/artikel/detail/wenige-tage-trennen-deutschland-von-italien-4154/

Technoseum und SWR-Studiogebäude in Mannheim unter Denkmalschutz

Das 1986 bis 1990 nach Plänen von Ingeborg Kuhler erbaute Landesmuseum für Technik und Arbeit, seit 2010 Technoseum, sowie das benachbarte Studiogebäude des SWR wurden vom Landesamt für Denkmalpflege (LAD) im Regierungspräsidium Stuttgart vor wenigen Tagen als schützenswerte Bauzeugnisse der 1980er Jahre anerkannt und in das Verzeichnis der Bau- und Kunstdenkmale Baden-Württembergs aufgenommen.

Erfurt: Bewerbung mit jüdischem Erbe um Unesco-Welterbetitel

Knapp ein Jahr vor dem Einreichungstermin nimmt die Bewerbung Erfurts um einen Unesco-Welterbetitel für das jüdisch-mittelalterliche Erbe der Stadt zunehmend Gestalt an. Die Arbeit am Antragsdossier und am von der Unesco verlangten Managementplan seien aktuell in den Endzügen, sagte der Beigeordnete für Kultur und Stadtentwicklung, Tobias J. Knoblich, am Mittwoch in Erfurt. Der Zeitplan sieht vor, die Bewerbung am 1. Februar 2021 einzureichen. In der darauffolgenden Prüfungsphase können auch verdeckte Gutachter die Situation vor Ort beurteilen, erklärte die Beauftragte für das Unesco-Welterbe, Maria Stürzebecher. Im Idealfall würde es Erfurt 2022 dann von der aktuellen Tentativliste auf die tatsächliche Welterbe-Liste der Unesco schaffen.
Während des Pogroms 1349 war die damals große jüdische Gemeinde in Erfurt ausgelöscht worden. Mit den noch erhaltenen Zeugnissen seiner jüdisch-mittelalterlichen Geschichte möchte sich die Stadt um den Titel bewerben. Konkret geht es um Gegenstände der jüdischen Gemeinde Erfurts und drei Gebäude im Zentrum der Altstadt. Darunter befindet sich die in den 1990er Jahren wiederentdeckte und besonders gut erhaltene Alte Synagoge, deren älteste Bauspuren sich auf 1094 datieren lassen. Auch ein mittelalterliches Ritualbad, eine sogenannte Mikwe, gehört dazu. Diese Bauten werden bereits museal genutzt.
Offen bleibe jedoch auch noch in der Bewerbung, wie genau mit dem dritten Gebäude umgegangen werden soll. Dabei handelt es sich um das Steinerne Haus, ein Gebäudekomplex, der vermutlich um 1250 errichtet wurde und seit Ende des 13. Jahrhunderts jüdischen Besitzern zugeordnet werden konnte. In einem als einzigartig eingestuften kleinen Raum etwas versteckt im Obergeschoss ist eine Holzbalkendecke mit historischer Bemalung erhalten, die Balken stammen wohl aus den Jahren 1241/42.
Eine Zeitlang stand zur Debatte, dass sich Erfurt gemeinsam mit den rheinland-pfälzischen Städten Speyer, Worms und Mainz um den Welterbetitel für ihr jüdisches Erbe bewirbt. Von der Idee ließ man allerdings ab. Für die drei Städte mit ihren erhaltenen Synagogen und Friedhöfen hat Rheinland-Pfalz im Januar 2020 selbst einen Antrag bei der Unesco in Paris eingereicht.

Donnerstag, 12. März 2020

Schleiermacher digital

https://schleiermacher-digital.de/

via

https://dhd-blog.org/?p=13191

Salzburger Osterfestspiele abgesagt

Die Salzburger Osterfestspiele sind wegen des Coronavirus abgesagt worden. Der Aufsichtsrat habe am Donnerstag eine entsprechende Entscheidung getroffen, teilten die Festspiele mit. das Festival hätte am 4. April mit seiner Hauptproduktion, der Oper „Don Carlos“ von Giuseppe Verdi, beginnen sollen. Bei den diesjährigen Osterfestspielen standen auch die Kammeroper „La piccola Cubana“ von Hans Werner Henze und mehrere Konzerte auf dem Programm. Das von der österreichischen Regierung verfügte Verbot von Veranstaltungen in Gebäuden mit mehr als 100 Teilnehmern endet zwar am 3. April, eine Verlängerung gilt aber wegen der weiter steigenden Zahl an Sars-CoV-2-Infektionen als wahrscheinlich.

dpa