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Sonntag, 5. April 2020

Mitteilungen der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare 73(1).


DOI: https://doi.org/10.31263/voebm.v73i1
Veröffentlicht: 2020-01-15

Aus der VÖB

Gründung der VÖB-AG „Barrierefreiheit in Bibliotheken“
Susanne Blumesberger

Beiträge

Der Umbau der Universitätsbibliothek Graz - ein Bericht in drei Fortsetzungen. Teil 3: Die unvollendete Vollendung
Werner Schlacher

Berichte

Als InformationsspezialistIn in die Selbstständigkeit? Ein Bericht von der AIIP-Konferenz (Philadelphia, 11.–14. April 2019)
Birgit Bauer

„Nationalsozialismus digital – Die Verantwortung von Bibliotheken, Archiven und Museen sowie Forschungseinrichtungen und Medien im Umgang mit der NS-Zeit im Netz“ (Wien, 27.-29. November 2019) Eindrücke von der Enquete der Österreichischen Nationalbibliothek und des Instituts für Zeitgeschichte der Universität Wien
Barbara Kern-Flora, Justus Düren

Ausgewählte Erkenntnisse aus der Enquete „Nationalsozialismus digital“ (Wien, 27.–29. November 2019)
Markus Stumpf

Aus dem "Giftschrank" in das Internet? Ist Aufklärung über NS-Propaganda im offenen Wissenschaftsnetz möglich? Eine Tagung in Wien zur Verantwortung von Bibliotheken und Museen sucht nach neuen Wegen
Thomas Bürger

Mitteilungen

Mitteilungen der OBVSG
Mathis Kronschläger

Rezensionen

Lexikon der österreichischen Provenienzforschung (https://www.lexikon-provenienzforschung.org/)
Bruno Bauer

Elke Lang, Andreas Bohne-Lang: Praxishandbuch IT-Grundlagen für Bibliothekare. Berlin, Boston: De Gruyter Saur 2019.
Constantin Cazan

llse Korotin, Edith Stumpf-Fischer (Hg.): Bibliothekarinnen in und aus Österreich. Der Weg zur beruflichen Gleichstellung (= biografia – Neue Ergebnisse der Frauenbiografieforschung 25, hg. v. llse Korotin), Wien: Praesens Verlag 2019.
Lorenz Mikoletzky

Gedeon Borsa: Catalogus librorum sedecimo saeculo impressorum qui in Bibliotheca Nationali Austriae asservantur / Katalog der Drucke des 16. Jahrhunderts in der Österreichischen Nationalbibliothek. Bd. XIII-XIV. Baden-Baden: Valentin Koerner 2016-2017.
Josef Pauser

Ludger Syré (Hrsg.): Ressourcen für die Forschung. Spezialsammlungen in Regionalbibliotheken (= Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie, Sonderband 123), Frankfurt am Main: Vittorio Klostermann 2018.
Josef Pauser

Reports

Neues aus der bibliothekarischen Aus- und Fortbildung in den Studienjahren 2018/19 und 2019/20
Birgit Hörzer, Gabriele Pum, Alina Rezniczek, Monika Schneider-Jakob
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Samstag, 4. April 2020

50 Jahre Arno Schmidt: „Zettel’s Traum“

Morgen vor 50 Jahren kam „Zettel’s Traum“ von Arno Schmidt auf den Markt (via ASml Liste bzw. literaturkritik.de):

„Vor einem halben Jahrhundert, um ganz genau zu sein: am 4. April 1970, kam Arno Schmidts riesiges Werk Zettel’s Traum[1] auf den Markt. Ein Überbuch mit 1334 Seiten im DIN A3-Format, das entspricht etwa 4000 normal gesetzten Seiten, dessen Text über drei Spalten hin- und hermäandert, ja der auch die einzelnen Worte und ihre Silben systematisch aufspaltet; hinzu kommen zahlreiche Überschreibungen, Skizzen, eingeklebte Fotos – eine Text-Bild-Montage, die damals nur in Form eines Typoskripts vervielfältigt werden konnte und nach jahrzehntelanger Detailarbeit erst 2010 in gesetzter Form auf den Markt kam. Zur kräftezehrenden Niederschrift des Manuskripts hatte Schmidt, zurückgezogen lebend in seinem Häuschen im Dorf Bargfeld in der Lüneburger Heide, seine letzten verbliebenen Außenkontakte für fast vier Jahre abgebrochen, an seine Frau delegiert oder auf ein Minimum beschränkt. Die Veröffentlichung war eine publizistische Meisterleistung, vorbereitet mit Rundfunkdialogen und Essays und einem einführenden Radiogespräch des Autors, selbstlos unterstützt von seinem Verleger Ernst Krawehl, sekundiert von schon im Vorfeld werbenden Feuilletonartikeln in FR und SZ und gekrönt von einem „Spiegel“-Interview mit dem Meister selbst. (mehr)“

via https://blog.digithek.ch/50-jahre-arno-schmidt-zettels-traum/

DLA Marbach: Neue digitale Programme des DLA

Virtuelle Museums-, Veranstaltungs- und Forschungsräume in Vorbereitung

Mit digitalen Projekten wird aus einem realen Museums- und Veranstaltungsprogramm – bis 15. Juni sind alle Veranstaltungen des DLA wegen der Corona-Krise abgesagt! – ein virtuelles: #closedbutopen heißt eine neue Reihe mit Clips auf YouTube. Unter anderem rezitiert der Schauspieler und Essayist Hanns Zischler Gedichte von Hölderlin, seinen Zeitgenossen und Lesern aus der Ausstellungs-Werkstatt ›Hölderlin, Celan und die Sprachen der Poesie‹ im Literaturmuseum der Moderne (die Ausstellung konnte noch nicht eröffnet werden, ein Termin dafür wird rechtzeitig bekanntgegeben, eine Verlängerung bis Sommer 2021 ist geplant). Einen ersten Einblick mit Impressionen aus dem Ausstellungsaufbau gibt es in Kürze auf der Startseite der DLA-Website, ein digitales Begleitprogramm (#MeinHölderlin) mit weiteren Gästen ist in Planung. Kleine Clips mit Führungen und Animationen zu allen Ausstellungen vertiefen Themen und werden Teil eines neu gestalteten virtuellen Museumsraums. Die Kinderbuchautorin Cornelia Funke wird regelmäßig auf Twitter zu Gast sein und auf Fragen von Kindern und Schülern antworten. Geplant sind zudem digitale Reihen mit internationalen Gästen im Rahmen des Ausstellungs- und Forschungsprojekts ›Narrating Africa‹ (bis Sommer 2021 verlängert) und zum 100. Geburtstag von Paul Celan. Die eingeführte Veranstaltungsreihe ›Zeitkapsel‹, in der Archivalien im Dialog mit Gästen vorgestellt werden, wird ebenfalls temporär ins Internet verlegt: Die Folge 58 zum 100. Geburtstag Marcel Reich-Ranickis, ursprünglich im April u.a. mit Rachel Salamander und Volker Weidermann geplant, wird im Internet gestreamt (Termin wird noch bekanntgegeben, ebenso für den Launch der virtuellen Museums-, Veranstaltungs- und Forschungsräume).
Vom 20. April an können Zoom-Führungen durch die aktuellen Ausstellungen gebucht werden (Anmeldung: museum@dla-marbach.de). Digitale Liveführungen und -beiträge gibt es am Internationalen Museumstag am 17. Mai: ›Hölderlin Laut‹. Weitere zurzeit geplante Projekte sind u.a. ein Projekt zu Objekten aus dem Archiv mit international bekannten Schriftstellern, Künstlern und Intellektuellen (in Kooperation mit der Stiftung Brandenburger Tor, Reihe ›SateLit‹).
Aktuelle Termine der neuen digitalen Programme sind in Kürze im ›Kalender‹ der DLA Website zu finden und werden laufend auf den Kanälen der Social Media angekündigt.

Quelle: Pressemeldung DLA Marbach: http://www.dla-marbach.de/presse/presse-details/news/pm-20-2020/

Konzertfilme aus Montreux gratis im Netz

Beim Montreux Jazz Festival (MJF) sind schon unzählige legendäre Künstler aufgetreten wie Johnny Cash, Deep Purple, Suzanne Vega, Marvin Gaye, Phil Collins, James Brown, Nina Simone, Santana, Ray Charles, ZZ Top, Simply Red, Quincy Jones und viele andere mehr. Das Festival hat also - wie man sieht - den Begriff JAZZ großzügig interpretiert (und war damit auch Vorbild für die Jazz Open in Stuttgart). Die Veranstalter haben jetzt - auch aus Sorge um eine mögliche Absage des nächsten Festivals, das am 03.Juni beginnen soll - 50 Konzertmitschnitte aus den vergangenen Jahren gratis ins Netz.

Virtueller Ausstellungsbesuch in der ifa-Galerie

Die ifa-Galerie am Stuttgarter Charlottenplatz hat derzeit aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen. Sie lädt aber zu einem virtuellen Rundgang durch die Ausstellung "Leila Alaoui" ein. Die Ausstellung ist eine Retrospektive der französisch-marokkanischen Fotografin Leila Alaoui, die 1982 geboren wurde und 2016 bei einem Terroranschlag in Ouagadougou (Burkina Faso) starb. Ihre Fotografien sind unter dem Link https://www.ifa.de/ausstellungen/detail/leila-alaouie zu sehen.

Stuttgarter StadtPalais digital

Unter dem Motto „StadtPalais Digital – Online für Euch!“ reagiert das StadtPalais auf die aktuelle Situation mit einem vielseitigen Programm aus interaktiven Live-Führungen, digitalen Rundgängen, Mediaguides für zuhause und Online-Workshops für Kinder und Familien. Um die digitalen Möglichkeiten bestmöglich anzuwenden und die Kultur der Stadt auch online erlebbar zu machen, hat sich das StadtPalais – Museum für Stuttgart für die Besucher*innen ein vielseitiges sowie kostenfreies Programm ausgedacht. Dafür hat das StadtPalais Anleitungen zur Einrichtung eines Social Media-Acconts auf seiner Website eingestellt.
Mit dessen Hilfe ist die neue Ausstellung „Urban Beauties“ digital zugänglich. Geboten wurde eine Führung mit dem Fotografen Jürgen Altmann, der bekannte und unbekannte Stuttgarter Orte dokumentiert. Auch die ständige Ausstellung ist virtuell besuchbar, außerdem per Livestream-Führung die große Sonderausstellung "TROY - 30 Jahre Die Fantastischen Vier".

Weissenhofsiedlung bekommt Europäisches Kulturerbe-Siegel

Als Teil der Werkbundsiedlungen der Jahre 1927 bis 1932 in den heutigen Staaten Deutschland, Österreich, Polen und Tschechien soll auch die Stuttgarter Weissenhofsiedlung das Europäische Kulturerbe-Siegel erhalten. Die Werkbundsiedlungen stehen für damals entwickelte neue Wohnkonzepte und sind Ausdruck einer hellen, reformorientierten Moderne. Sie gaben wesentliche Impulse für die Architekturentwicklung im 20. Jahrhundert.
Zwischen 1927 und 1932 entstanden sechs Werkbundsiedlungen in Stuttgart, Brno (Brünn), Wroclaw (Breslau), Zürich, Wien und Prag. Als Initialzündung gilt der Bau der Weissenhofsiedlung im Rahmen einer Bauausstellung des Deutschen Werkbundes. Zwei Häuser des Star-Architekten Le Corbusier (1887-1965) waren im Sommer 2016 in das Unesco-Weltkulturerbe aufgenommen worden. Ein Gebäude dient als Museum. Die Weissenhofsiedlung umfasste ursprünglich einmal 33 kubische Flachdachhäuser verschiedener Architekten. Ein Großteil wurde im Krieg zerstört, nur elf stehen noch.
Das Europäische Kulturerbe-Siegel gibt es seit 2011. Es zeichnet Stätten aus, die einen bedeutenden europäischen symbolischen Wert haben. Das Siegel fördert unter anderem den Kulturtourismus und damit auch den wirtschaftlichen Nutzen. Im jüngsten Bewerbungsverfahren hatten sich 19 Stätten beworben, 10 wurden ausgewählt. Europaweit sind mittlerweile 48 Stätten ausgezeichnet worden, darunter in Deutschland das Hambacher Schloss und die Rathäuser von Münster und Osnabrück als "Stätten des Westfälischen Friedens".