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Montag, 5. August 2019

Orwells Nachbargrab wird verlegt / Gina Thomas. FAZ 02.08.2019

Der Ur-Ur-Enkel eines Ehepaares, das auf demselben Friedhof bestattet ist wie George Orwell, hat die Genehmigung erhalten, seine Vorfahren umzubetten, um zu verhindern, dass Besucher auf dem Weg zur letzten Ruhestätte des als Eric Arthur Blair geborenen Schriftstellers über deren Grab trampeln.
Obwohl nicht gläubig, verfügte Orwell drei Tage vor seinem Tod, dass sein Leichnam „nach den Riten der Kirche von England beerdigt (nicht verbrannt)“ werden solle, und zwar „im nächsten geeigneten Friedhof“. Er gab auch genaue Anweisungen über „einen schlichten braunen Stein“ und die ebenso schlichte Inschrift, die vermerkt: „Hier liegt Eric Arthur Blair, geboren 25. Juni 1903, gestorben 21.Januar 1950.“
Orwell starb in einem Londoner Krankenhaus. Sein Freund David Astor, der damalige Besitzer des „Observer“, für den Orwell über den Spanischen Bürgerkrieg berichtet hatte, organisierte jedoch die Bestattung auf dem Friedhof von Allerheiligen in Sutton Courteny, einem kleinen Dorf an der Themse, etwas südlich von Oxford. Ein halbes Jahrhundert später wurde Astor dort selbst zur Ruhe gelegt.
Der in Sutton Courtney lebende Nachkomme fürchtet, dass die vielen Pilger zu Orwells Grab wegen eines geplanten Anbaus an die Kirche künftig eine Abkürzung nehmen werden, die über das Grab seiner Vorfahren führt. Die Diözese von Oxford machte eine Ausnahme von der Regel, dass eine christliche Beisetzung in geweihter Erde endgültig sei, und genehmigte die Exhumierung.

via https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/autoren/pilger-an-orwells-grab-sorgen-fuer-unruhe-auf-dorffriedhof-16315469.html

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