Die baden-württembergische Landesregierung will das Sprechen von
Dialekten fördern. Regionale Mundarten seien ein kultureller Schatz, den
es für die Zukunft zu bewahren gelte, betonten Ministerpräsident
Winfried Kretschmann (Grüne) und Kultusministerin Susanne Eisenmann
(CDU) in Stuttgart. Experten aus Schule, Wissenschaft und Kultur sollen
nun konkrete Ideen zur Dialektförderung erarbeiten. Mit Blick auf
Globalisierung und digitale Vernetzung stehe das Dialektsprechen auch
für den Wunsch nach einer regionalen Verortung.
In der Gedenkstätte für das NS-Massaker im tschechischen Lidice gibt es
Streit. Nach dem erzwungenen Rücktritt der Direktorin Martina Lehmannova
haben zehn Abteilungsleiter und Kuratoren aus Solidarität gekündigt. In
einem offenen Brief beklagen die Mitarbeiter anhaltenden Druck seitens
des tschechischen Kulturministers und des Bundes der Freiheitskämpfer.
Die Unabhängigkeit wissenschaftlicher Forschung sei in Gefahr, warnten
sie. Lidice war der Ort eines brutalen NS-Massakers im Zweiten
Weltkrieg. Das böhmische Dorf wurde am Morgen des 10. Juni 1942 nach dem
Attentat auf den SS-Führer Heydrich dem Erdboden gleichgemacht. 173
Männer wurden erschossen, die meisten Frauen und Kinder in
Konzentrationslager gebracht. Auslöser der aktuellen Kontroverse war
eine Reportage im tschechischen Fernsehen. Darin berichtet ein
Historiker, dass eine jüdische Frau aus Lidice kurz vor dem Massaker von
ihrer Vermieterin an die Gestapo verraten und später in Auschwitz
ermordet worden sei. Lehmannova hatte sich dafür ausgesprochen, auch an
dieses jüdische Opfer in der Gedenkstätte zu erinnern. Der Vorschlag
stieß auf heftige Gegenwehr.
http://scienceandpublic.com/ Science writing can feature complex terminology that may put off
ordinary readers. Make sure your writing is accessible and universal
with the De-Jargonizer, "an automated jargon identification program
aimed at helping scientists and science communication trainers improve
and adapt vocabulary use for a variety of audiences." Users have the
option of copying and pasting the text they want analyzed into the tool,
or directly uploading a Text (.txt) or Word (.docx) document of any
length. Users will then receive results that color-code their text into
groupings based on words that are "high frequency/common words,
mid-frequency/normal words, and jargon." As the site notes, "studies
have shown that a reader needs to understand 98 percent of vocabulary in
a text to adequately comprehend its contents." Using this system, the
De-Jargonizer can help users identify and rewrite portions of their text
deemed inaccessible. The tool was designed by a group of professors and
researchers from the Israel Institute of Technology, Tel Aviv
University, and Holon Institute of Technology and is compatible with
both English and Hebrew text.
First launched in 2017, A Street Near You provides a comprehensive
database that "explore[s] the local legacy of the First World War." This
resource contains "nearly 500,000 location records for 410,000 men and
women who died whilst serving in the First World War," and displays them
on an interactive map that allows users to see how the War affected
countries and communities alike. The site allows users to search by
cemetery, regiment, or date, and users can also scroll through the
interactive map directly to search by location. The records contain
biographies of lives lost in the War, usually including the name, rank,
cemetery, date of death, and a picture. The display helps users grasp
the magnitude of lives lost, while also visualizing "the scale of the
impact that that would have had on their local communities." The website
was created by open-data enthusiast James Morley and utilizes data
obtained from Lives of the First World War, Commonwealth War Graves
Commission, Imperial War Museums Collections, and War Memorial
Registrar.
https://www.bbc.co.uk/programmes/m0009bf6 Art lovers and art historians may enjoy The Way I See It. This
audio and video series from the Museum of Modern Art in New York
features "leading creative thinkers" (writers, actors, activists, and
more) discussing a piece from the Museum that speaks to them.
Interviewees analyze the complex meanings and emotions that the pieces
encompass, wrestling with the dichotomy of anger and joy. The series
also explores "countless stories and connections," and examines the ways
that art demands that we "confront history." The Way I See It is
hosted by Alastair Sooke, an art critic and historian, and takes the
form of two mediums: a 30-part podcast (each episode around 15 minutes
in length) and several YouTube videos that accompany select episodes
(each clip around five minutes in length). These videos are available as
a playlist on MoMA's YouTube channel. As filmmaker and series guest
John Waters declares, "bad taste and good taste in art are very, very
close;" see for yourself with The Way I See It.
UKB, das Konsortium der Universitätsbibliotheken in den Niederlanden,
und De Gruyter haben eine Vereinbarung geschlossen, die es Forscherinnen
und Forschern an neun niederländischen Universitäten ermöglicht, in 305
hybriden Zeitschriften im Open Access zu veröffentlichen. Wie De Gruyter mitteilt, erhalten de teilnehmenden Institutionen außerdem Zugang zur vollständigen E-Journal-Kollektion De Gruyters: insgesamt 347 Zeitschriften. Die Read-and-Publish-Vereinbarung erlaubt allen niederländischen
Forscherinnen und Forschern der Erasmus-Universität Rotterdam,
Radboud-Universität Nijmegen, Universität Groningen, Universität Leiden,
Universität Utrecht, Universität von Amsterdam, Universität Tilburg, VU
Amsterdam und Universität Wageningen zudem, in 110
Gold-Open-Access-Zeitschriften mit einer um 20 Prozent reduzierten
APC-Gebühr (APC = article processing charge) zu publizieren. Das Abkommen wird dazu beitragen, die Anzahl von Open-Access-Veröffentlichungen
niederländischer Forscherinnen und Forscher weiter zu erhöhen und die
Reichweite in den Niederlanden zu steigern. Die neun Institutionen
werden Zugriff auf eine Plattform haben, die es ihnen erlaubt, ihr Konto
einfach zu verwalten, Aufsätze schnell zur Veröffentlichung freizugeben
und detaillierte Berichte einzusehen.
Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat sich nach NS-Vorwürfen gegen
den früheren Chef der Filmfestspiele, Alfred Bauer, klar hinter die
aktuelle Berlinale-Direktion gestellt. Diese hatte einen nach Bauer
benannten Preis ausgesetzt. Die Aufarbeitung der nationalsozialistischen
Vergangenheit sei Teil des nationalen Selbstverständnisses – das gelte
nicht nur für die Politik, sondern auch für wichtige gesellschaftliche
Akteure, sagte Grütters in Berlin. Wenn sich die Erkenntnisse erhärten
sollten, werde es künftig keinen nach Alfred Bauer benannten Preis mehr
geben, so Grütters. Die Wochenzeitung „Die Zeit“ hatte berichtet, Bauer
sei ein „hochrangiger Funktionär der NS-Filmbürokratie“ gewesen. Die
Filmfestspiele in Berlin hatte er von 1951 bis 1976 geleitet. Der Fall
soll nun mit externer fachwissenschaftlicher Unterstützung aufgearbeitet
werden.
Die Aufarbeitung der deutschen Kolonialgeschichte soll mit einem
großangelegten Projekt in Berlin vorangetrieben werden. Dafür stünden in
den kommenden Jahren rund drei Millionen Euro zur Verfügung, sagte
Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) bei der Präsentation des
Vorhabens. Ziel sei, die Kolonialgeschichte zu dokumentieren und ihre
Folgen für die Gegenwart in den Blick zu nehmen. Dazu gehöre neben
Fragen der Rückgabe von Kulturgütern und der Aufarbeitung der Herkunft
von Museumsbeständen auch, die Grundlagen der heutigen weltweiten
Wirtschaftsbeziehungen zum Thema zu machen. Ein Beirat deutscher und
internationaler Wissenschaftler unter anderem aus Namibia, der früheren
Kolonie Deutsch-Südwestafrika, begleite das Projekt, hieß es. Das Thema
soll auch mit Festivals und anderen Veranstaltungen in die verschiedenen
Berliner Stadtteile getragen werden.
Die Frankfurter Stadtverordnetenversammlung hat einen Abriss der maroden
Theater-Doppelanlage beschlossen. Außerdem beauftragte sie den
Magistrat, ein Verfahren für einen Neubau in die Wege zu leiten. Die
Kosten für den Neubau am bisherigen Standort Willy-Brandt-Platz werden
auf 874 Millionen Euro geschätzt, deutlich teuer wäre eine Sanierung
laut Gutachten geworden. Die im Jahr 1963 fertiggestellte Anlage aus
Schauspiel und Oper war 1991 nach einem Großbrand für rund 170 Millionen
Mark (85 Millionen Euro) bühnentechnisch renoviert worden. Die Klima-,
Lüftungs- und Heizungstechnik blieb allerdings ausgespart und ist
inzwischen völlig veraltet.
Es gibt Gesetze, die sind gut gemeint. Aber sie sind so schlecht
gemacht, dass sie wenig zur Lösung des Problems beitragen, das sie
bekämpfen wollen. Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz,
verabschiedet 2017, ist so ein Fall. Eigentlich sollte es dabei helfen,
illegale Inhalte schnell aus dem Netz zu entfernen: Hetze, Terror,
Missbrauch, Verleumdung. Das tut es, indem es die Betreiber von Sozialen
Netzwerken dazu verpflichtet, solche Inhalte nach Beschwerden zu
löschen – und zwar möglichst schnell. Bei vielen, die vor allem
von solchen Inhalten betroffen sind, stieß das Gesetz jedoch von Anfang
an auf Kritik. Nicht das Löschen sei das Ziel, sagte etwa die Linken-Abgeordnete Anke Domscheit-Berg
damals netzpolitik.org. Solche Straftaten müssten auch angezeigt und
verfolgt werden, das war aber im NetzDG nicht beinhaltet. Zudem sah das
Gesetz bislang keine Möglichkeit vor, zu Unrecht gelöschte Inhalte
wiederherstellen zu lassen. An diesen und weiteren Stellen will das Justizministerium jetzt nachbessern. Ministerin Christine Lambrecht hat heute einen Entwurf zur „Weiterentwicklung“ des NetzDG vorgestellt. Es scheint, als seien viele der Kritikpunkte darin berücksichtigt worden. Unter
anderem müssen Netzwerke strafbare Inhalte in Zukunft nicht nur
löschen, sondern direkt ans Bundeskriminalamt melden. Die bislang von
den Plattformen häufig eher versteckten Meldewege müssen einfacher und
direkt vom beanstandeten Inhalt aus zu finden sein. Vor allem aber
sollen Nutzer*innen nun ein Widerspruchsrecht bekommen. Wenn ein
soziales Netzwerk ein gemeldetes Posting gelöscht hat, kann sich
derjenige, der es ins Netz gestellt hat, beschweren und verlangen, dass
es wieder online gestellt wird. Das gilt auch umgekehrt: Wer etwas
meldet, das nicht gelöscht wird, kann ebenfalls von Twitter, Facebook
und Co. eine Überprüfung dieser Entscheidung verlangen.
„Gegenvorstellung“ heißt das in der Sprache des Justizministeriums und
es greift einen der Haupt-Kritikpunkte am NetzDG auf: Plattformen waren
bislang gezwungen, schnell zu löschen, aber nicht dazu gezwungen, auf
Kritik an ihren Entscheidungen zu reagieren. In der Vergangenheit
gab es immer wieder Berichte von Nutzer*innen, deren Post zu unrecht
gelöscht oder die gleich ganz aus ihren Accounts ausgesperrt wurden, darunter Politiker*innen und Medien wie die Jüdische Allgemeine. Twitter musste sich dafür im Digitalausschuss des Bundestages rechtfertigen. Einige Betroffene wie der Autor Tom Hillenbrand konnten sich erfolgreich vor Gericht wehren. Andere mit weniger Zeit und Geld sahen ihre Accounts nie wieder. ... [mehr] https://netzpolitik.org/2020/mehr-widerspruch-und-mehr-aussagekraft/
What moves you to stand in the presence of the house, the landscape, the
objects of a writer whom you so admire? Why are literary pilgrimages so
compelling? Virginia Woolf
explains: “It would seem to be a fact that writers stamp themselves
upon their possessions more indelibly than other people.” Certainly,
each year, thousands of people visit Monk’s House, Leonard and Virginia
Woolf’s sixteenth-century cottage, in Rodmell, East Sussex. It’s set
right on the village street, a modest clapboard building with a big
garden beyond. Inside, the small, low-ceilinged rooms are peopled with
pilgrims. You move quietly among them; the atmosphere is hushed and
meditative, like that in a church. You are caught up in a silent
current, adrift in Woolf’s life: these are the chairs that were
decorated by her sister; here is her narrow bed by the window; here are
her books, tightly packed, floor to ceiling. You are very close to her
here. You are speaking with her in your mind. As a literary pilgrim, you could go to England and visit Woolf’s houses.
Or you could simply go to New York and visit the Berg Collection. For
decades, the collector William Beekman acquired things related to Woolf:
letters, manuscripts, photographs, postcards, rare editions. The
William Beekman Collection of Virginia Woolf and Her Circle, consisting
of a hundred and fifty-three such objects, has just been added to the
Henry W. and Albert A. Berg Collection of English and American
Literature, at the New York Public Library. Like any pilgrimage, a
journey to the Berg imposes certain exigencies. Access is restricted,
and you must make an appointment. You must leave your coat and bag
downstairs. The atmosphere is hushed and solemn: this is the inner
sanctum. Here are words that have changed history, governments, laws,
morals, mores, marriages, and minds. The librarian brings things out to
you, one by one. The Beekman materials are encased in beautiful
clothbound slipcases, with gold titles on the spines. Opening these
exquisite cases is like unwrapping treasure.
Virginia Woolf’s study, at Monk’s House, in Rodmell, East Sussex.Photograph by Albert Knapp / AlamyThe
earliest letter in the collection is one from Virginia to her sister
Vanessa, on the occasion of Vanessa’s wedding, in 1907. It’s written on
two big sheets of heavy paper, folded in half and stitched down the
center, making four leaves. The message is whimsical and charming:
“Address of Congratulation to our Mistress on her Approaching Marriage.”
It’s written in the collective voice of the siblings, who are presented
in the guise of animals.
Dear Mistress, We the undersigned three Apes and a Wombat wish to make
known to you our great grief and joy at the news that you intend to
marry. We hear that you have found a new Red Ape of a kind not known
before who is better than all other apes because he can both talk &
marry you: from which we are debarred.
They
declare the Red Ape (the art critic Clive Bell) to be “clean, merry, and
sagacious,” and their Mistress (Vanessa) to be “very understanding of
Apes, loving & wholesome, vigilant after fleas, & scourging of
all Misdoing.” The letter is signed, in a different colored ink, by
Virginia, as the three apes and the wombat. It’s hard to think of
anything more playful, more intimate, more deeply familial than this
handwritten, hand-sewn message to a beloved sister. Holding these pages,
you hold a part of Virginia Woolf’s life. It’s odd to find yourself so
deep inside it, reading this note. Do you wonder by what right you read
it? But the letters are here, so you read on. ... [mehr] https://www.newyorker.com/books/page-turner/holding-virginia-woolf-in-your-hands
Unter den insgesamt 43 Filmen, die im Januar
durch das Förderprogramm Filmerbe für die Zukunft gesichert werden, sind
Maria Schraders Regiedebut „Liebesleben“, die Helmut-Käutner-Klassiker
„Anuschka“, „Frau
nach Maß“ und „Wir machen Musik“ und Peter Schamonis
Hohenzollern-Biographie „Majestät brauchen Sonne“ über Wilhelm II.
Ebenfalls mit Mitteln des Förderprogramms Filmerbe restauriert und
digitalisiert wird der 80er-Jahre-Frauenfilmklassiker „Heller Wahn“ von
Margarethe von Trotta, der im Berlinale-Jubiläumsprogramm On
Transmission gezeigt wird. Insgesamt wurden bei den Januar-Sitzungen der
Gremien Konservatorisches Interesse und Kuratorisches Interesse und
durch die Entscheidungen des FFA-Vorstands nach Auswertungsinteresse
1.506.857,97 Euro für die Restaurierung und Digitalisierung
von 23 Spielfilmen, 13 Kurzfilmen, fünf Dokumentationen, einem
Animationsfilm und einem Experimentalfilm zugesagt. Das Förderprogramm Filmerbe ist Anfang 2019
gestartet und stellt für zehn Jahre bis zu zehn Millionen Euro pro Jahr
zur Verfügung, die zu gleichen Teilen von der Beauftragten der
Bundesregierung für Kultur und Medien, den Ländern und
der Filmförderungsanstalt FFA aufgebracht werden.
Freunden von Spielfilmklassikern stehen ab sofort auf popcorntimes.tv
Filme von 1910 bis 2010 kostenlos zur Verfügung. Die AVoD
(Advertising-Video-on-Demand)-Plattform bietet zur Zeit 1000 Filme an.
Darunter befinden sich etwa Verfilmungen der Werke von Charles Dickens
und Sir Arthur Conan Doyle sowie eine Dokumentation über Chuck Norris.
In den folgenden Monaten sollen 1000 neue Filme hinzukommen. Zudem ist
geplant, die Plattform bald neben Deutschland, Österreich und der
Schweiz, auch in anderen europäischen Ländern anzubieten. [Die gut bestückten Genres in der Mediathek sind unter anderem
„Stummfilme“, „Kurzfilme“ und „Dokumentationen“. In unserer heutigen
Zeit des Überangebots an ständig neuen Stoffen sticht „Popcorntimes“
angenehm unaufdringlich hervor. Und mit diversen Hitchcock-Werken,
beliebten Klassikern von Charlie Chaplin und zeitlosen
Mantel-und-Degen-Filmen wie „Das Zeichen des Zorro“ kann sich die
Auswahl des in München ansässigen Unternehmens bereits jetzt schon sehen
lassen.]
Um die Filme kostenlos anbieten zu können, arbeitet popcorntimes.tv werbefinanziert, teilte Michael Freitag, Geschäftsführer der Popcorntimes GmbH, auf Medium.com mit.
Die Zuschauer müssen also mit mehrsekündigen Werbespots rechnen, können
dafür aber Spielfilme aus den 1910-1990er Jahren sehen, die sonst nur
noch schwer zugänglich seien. Anders als einige VoD (Video on Demand)-
Angebote schloss der Streamingdienst Netflix erst kürzlich eine Werbefinanzierung für sein Programm aus.
Die Zahl der Berufsschullehrenden sowie der betrieblichen
Ausbilderinnen und Ausbilder, die mit dem europäischen Bildungsprogramm
Erasmus+ einen berufsqualifizierenden Auslandsaufenthalt durchführen,
hat sich seit dem Jahr 2013 nahezu verdoppelt. Dies ist ein Ergebnis
einer Analyse der Nationalen Agentur „Bildung für Europa“ beim
Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB), die erstmals Daten für
diese Personengruppe ausgewertet hat.
„The sounds, which are all available online, range from
music genres such as fiddle tunes and Hawaiian music to historical
speeches and sermons. Unique to the archive is its collection of
commercial home recordings made by regular people, which showcase the
everyday experiences of life during the 19th century.“
Der Konsum von Fernsehen, Radio und anderen audiovisuellen Medien bleibt
die mit Abstand beliebteste Freizeitbeschäftigung der Bundesbürger.
Hochgerechnet 9 Stunden und 3 Minuten pro Tag verbrachten die Deutschen
im vergangenen Jahr mit audiovisuellen Medien – eine Minute weniger als
2018. Das geht aus der Mediennutzungsanalyse 2019 des Verbands Privater
Medien hervor. Für die auf Basis von Sekundärquellen publizierte
Erhebung wurden Bundesbürger zwischen 14 und 69 Jahren befragt. Das
Radio war laut der Erhebung von morgens bis in die frühen Abendstunden
das meistgenutzte Medium. Ab etwa 18 Uhr abgelöst durch das Fernsehen.
Die Internetnutzung bleibt im gesamten Tagesverlauf demnach relativ
stabil.
Der Schriftsteller und Grafiker Christoph Meckel ist im Alter von 84
Jahren gestorben, teilte der Carl Hanser Verlag mit. Meckels Schaffen
umfasst etwa 60 Bücher, darunter Lyrik, Prosa, Romane, Hörspiele,
Grafiken und Zeichnungen. Zu Meckels Werk zählen unter anderem 29
Gedichtbände, die 2015 in einer Gesamtausgabe unter dem Titel
„Tarnkappe“ erschienen. Für sein Schaffen wurde Meckel vielfach
ausgezeichnet. Unter anderem mit dem Rainer-Maria-Rilke-Preis für Lyrik
und dem Georg-Trakl-Preis. Zuletzt wurde er in der vergangenen Woche in
Ludwigsburg mit dem Antiquaria-Preis ausgezeichnet, konnte diesen aber
bereits erkrankt nicht mehr entgegennehmen.
Die Open Research Library (ORL), eine Hosting-Plattform für Open Access
(OA)-Inhalte, wurde am 29.01.2020 offiziell gestartet. Initiiert wurde
sie von Knowledge Unlatched (KU) und BiblioLabs. Zudem verkündet KU die
Ergebnisse der Vergaberunde 2019. Eine Reihe führender Akteure der Bibliotheks- und
Open-Access-Community haben sich der Mitteilung zufolge
zusammengeschlossen, um die Open Research Library (ORL) zu unterstützen – darunter Knowledge Unlatched, Biblioboard, EBSCO Discovery ServiceTM,
ProQuest mit Ex Libris Primo® und Summon®
sowie OCLC mit der Erstellung von MARC-Datensätzen und der Indexierung
in WorldCat und WorldCat Discovery. Die Hosting-Plattform mache wissenschaftliche Buchveröffentlichungen
und andere akademische Open-Access-Content-Angebote überall auf der Welt
frei zugänglich. ORL biete den direkten Zugang zu einer umfassenden
Sammlung von Tausenden von wissenschaftlichen Monographien, Anthologien,
Zeitschriften, Videos, Postern und anderen Formaten. Wie bereits bei anderen Open-Access-Initiativen, insbesondere bei KU Select, werde Knowledge Unlatched über seinen Crowdfunding-Mechanismus
finanzielle Unterstützung für ORL einwerben. Forschende und
Bibliotheken können auf alle Inhalte der Plattform jederzeit frei und
ohne Einschränkungen zugreifen. 2019 habe man die KU Select-Angebote in den Geistes- und
Sozialwissenschaften (HSS) sowie in den Natur-, Technik-, Ingenieur- und
Mathematikwissenschaften (STEM) weiter ausgebaut. Neue Partnerschaften
und Geschäftsmodelle mit einigen der weltweit renommiertesten
Wissenschaftsverlage seien eingeführt worden. So werde die KU in der
Lage sein, 274 Bücher aus ihrer KU Select 2019 HSS-Sammlung, 38 Titel
aus ihrer KU Select STEM-Sammlung und 98 Bücher sowie 13 Zeitschriften
aus ihren verschiedenen Partnerangeboten zu veröffentlichen. KU werde die Titellisten sowie den Status der Erscheinung transparent
machen, um den Fortschritt in seinem Programm zu dokumentieren. Die Freischaltung von KU Select 2019,
sowohl der HSS- als auch der STEM-Sammlung, werde in Kürze beginnen,
und dank der Partnerschaft der KU mit OCLC werden die ersten
MARC-Datensätze auch über die Website von KU verfügbar sein, heißt es
weiter. Neben der Förderung ihrer aktuellen und neuen Partnerprogramme im
Jahr 2020 plane die KU auch eine Überarbeitung des KU Select-Buchmodells
auf der Grundlage des Feedbacks der Partnerbibliotheken und werde die
neuen Informationen Anfang Mai 2020 weitergeben. Im Rahmen seines
Transparenzversprechens werde KU ebenso seinen Jahresabschluss für 2019 im Frühjahr veröffentlichen.
Alfred Bauer war der erste Leiter der Berliner Filmfestspiele, nach ihm
ist ein Preis benannt. Verliehen wird er vorerst nicht mehr – Recherchen
der „Zeit“ ergaben, dass Bauer ein „eifriger SA-Mann“ war und sein
Vorleben nach Kriegsende systematisch verschleiert hatte. Nach einem
Zeitungsbericht über die Vergangenheit des früheren Berlinale-Leiters
Alfred Bauer will das Filmfestival den nach ihm benannten Preis nicht
mehr vergeben. Die Wochenzeitung „Die Zeit“ hatte zuvor berichtet,
Bauer sei ein „hochrangiger Funktionär der NS-Filmbürokratie“ gewesen.
Dem Blatt zufolge arbeitete Bauer zunächst als Referent in der von
Joseph Goebbels 1942 eingerichteten Reichsfilmintendanz. Weiter
recherchierte die Zeitung, dass Alfred Bauer die personelle Seite der
laufenden Spielfilmproduktion des Dritten Reiches kontrollierte und
überwachte. Sprich, er war demnach verantwortlich für den Einsatz der
Schauspieler, der Regisseure, der Kameramänner und des sonstigen
Filmpersonals. Dies belegen unter anderem Dokumente, die die Zeitung im
Berliner Landesarchiv eingesehen hat. Bauer war auch an der Entscheidung beteiligt, wer vom Kriegseinsatz
freigestellt wurde und wer in die Rüstungsindustrie oder an die Front
musste. NS-Dokumente bescheinigen Bauer, ein „eifriger SA-Mann“ zu sein.
Zudem war er seit 1. Mai 1937 Mitglied in der NSDAP, außerdem im
Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund, im
Nationalsozialistischen Rechtswahrerbund und in der
Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt. Bislang war all dies unbekannt: Nach dem Krieg verschleierte Bauer, der die Berlinale von
1951 bis 1976 leitete, systematisch seine Vergangenheit.
Mitgliedschaften in NS-Organisationen versuchte er gegenüber den
Entnazifizierungsbehörden zu verleugnen, seine Tätigkeit in der
Reichsfilmintendanz stritt er ab. Die Berlinale reagierte in ihrer Stellungnahme wie folgt: Die Rolle von
Alfred Bauer würde durch diese Quellen erstmals „neu beleuchtet“.
Demnach habe Bauer bedeutende Positionen in der NS-Zeit innegehabt.
„Angesichts dieser neuen Erkenntnisse wird die Berlinale den ,Silberner
Bär Alfred Bauer Preis‘ aussetzen“, so eine Berlinale-Sprecherin. Der nach ihm benannte Preis wurde seit 1987 verliehen, zuletzt als eine
von mehreren Bären-Auszeichnungen im Wettbewerb. Im vergangenen Jahr
hatte ihn die Regisseurin Nora Fingscheidt für ihren Film
„Systemsprenger“ bekommen. „Eine herausgehobene Position Alfred Bauers im Nationalsozialismus war
dem Festival bislang nicht bekannt“, teilte die Berlinale weiter mit.
„Wir begrüßen die Recherche und die Veröffentlichung in der ,Zeit‘ und
greifen die neue Informationslage auf, um die Festivalgeschichte mit
externer fachwissenschaftlicher Unterstützung aufzuarbeiten.“
Americans in the late 19th and early 20th centuries witnessed the
growth of two transformative but intertwined forces: massive waves of
immigration from 1880 to 1920 and the roiling discontent of labor. Few
organizations struggled to balance these developments more than the American Federation of Labor, one of the nation’s premier labor organizations. The recently digitized records of the AFL in the Manuscript Division
of the Library contain letterpress books of correspondence of Samuel
Gompers and William Green, presidents of the organization, and by
numerous other officials. The records serve as a window into the AFL’s
struggle to guarantee workers’ rights, particularly those of immigrants.
The collection also reveals the complexities of the organization as it
struggled with race and ethnicity. Established under the leadership of Gompers in 1886, the AFL
represented 140,000 workers in 25 national unions, whose members were a
polyglot of laborers speaking numerous languages and dialects. These
newly arrived workers strove for “a healthy family, a steady job, the
purchase of a house, and ‘respect among people,’ ” writes historian
David Montgomery. Even if the industries and immigrants’ origins have changed, this
dynamic remains true today. In 1890, more than 140,000 employees labored
in steel and ironwork – and 41 percent of those workers were born in
Europe, largely from Germany, Britain and Ireland. After 1900,
immigrants from Southeastern and Eastern Europe, mostly Slavs and
Italians, worked alongside or replaced this earlier wave. The same
proves true of other industries. Responding to a 1906 request by John
Roach, secretary of the Amalgamated Leather Makers of America, that the
AFL help organize workers in Hambleton, West Virginia, Gompers noted
that they mostly consisted of Poles, Italians and Austrians. Such ethnic diversity was not unique to the East Coast and Midwest.
Mining interests in western states employed Greeks, Italians, Croats and
Mexicans among other ethnicities. While dependent on this labor source,
officials at places such as the Colorado Fuel and Iron Co. disparaged
both the intelligence and hygiene of these workers. One official
described them “as drawn from the lower class of immigrants.” Gompers and the AFL sought to expand worker protections across
industries, but the organization and its leadership had its own racial
prejudices. For example, Gompers was asked to intervene in a 1902 racial dispute
involving the Stockton California Federal Trade Councils. The issue was
that an African American delegate had been “ordered” off a dance floor
by white members at a council picnic. Gompers began his response by advocating for organizing all workers
regardless of nationality, sex, politics, color, race or creed. Yet he
followed with a far less heroic qualifier. “[W]e cannot attempt to
regulate the social intercourse of the races … as organized labor it
would be most unwise to stir up strife and prejudice rather than peace
if we make these questions subject to decision by our organization.” So while the AFL might have helped organize African American workers, it did far less – and in the case of some locals, absolutely nothing – to protect them. In regard to Asian workers, Gompers and the AFL proved unequivocal in
their racism. “We cannot permit the Chinaman with his prejudices, his
peculiar ‘civilization’ … with his low moral standard of living and his
poor conceptions of our institutions, and his racial antagonism to our
hopes and aspirations and ideals to have free and unrestricted access to
this country,” Gompers wrote to Oliver Werts of Parsons College in
Fairfield, Iowa. Any attempt to assimilate Asians into America’s white
population “would be most ruinous to us.” Over time, the AFL’s stance on immigration grew even more
complicated. Though the organization exerted little influence in shaping
actual legislation, it supported immigration restrictions passed by
Congress in 1917 and 1924. The AFL records demonstrate the complexity of historical actors, be
they individuals or organizations. Even a cursory review of the
collection reveals this on a range of issues including socialist
challenges to Gompers’ conservative leadership, the role of women, and
electoral politics. Immigration serves as only one example among many,
but it does signal to researchers the richness contained within.
Seit unserem Start im März 2016 verzeichnet adlr.link
steigende Nutzungszahlen und immer mehr Zuspruch aus der Fachcommunity.
Dass der Fachinformationsdienst einen solchen Erfolg hat, freut uns, ist
aber zugleich Ansporn, für unsere Nutzenden einen noch besseren Service
zu bieten. Alle bewährten Services und Dienstleistungen bleiben natürlich beim neuen adlr.link
bestehen, können aber noch besser und intuitiver genutzt werden. Und
schließlich bleibt auch unser Datenbestand von der gleichen, hohen
Qualität. Grundlegende Idee des neuen Designs ist es, auf allen möglichen
Plattformen ein einheitliches Look and Feel zu kreiern und die Marke adlr.link
visuell neu zu definieren. Die neuen Grundfarben sind Cyan und Blau,
sie stehen für das innovative Potential der Medien- und
Kommunikationswissenschaften und die noch junge Historie beider Fächer.
Als Sekundärfarben treten Dark Blue und Amber auf. In Dark Blue ist
unsere neue Get-It-Box gehalten: Als visueller Anker enthält sie alle
Informationen, welches Medium wie verfügbar ist. Amber verwenden wir, um
für unsere Nutzenden das Wichtigste hervorzuheben: Die Suche in unserem
Portal selbst und den direkten Zugriff auf Medien und Ressourcen. Bei der Typografie verbinden wir Altes mit Neuem: Unser Logo ist
weiterhin in der Ubuntu-Type gestaltet, greift aber unsere neue
Farbidentitäten auf und ein Icon, das für den „Link“ steht: Die
Verbindung zwischen den Fächern. Die Verbindung zwischen den
unterschiedlichen Medien, die zugleich Forschungsinteresse wie
Informationsträger sind. Die Verbindung zwischen der Forschung und der
Fachcommunity und uns als Informationsdienstleister. In einer schmalereren Variante steht die Ubuntu-Type für unsere
Headlines als Blickfang, während wir die Open Sans für alle Fließtexte
und bibliografischen Informationen verwenden, um optimale Lesbarkeit zu
gewährleisten. Besonderes Gewicht legen wir auf ein natürlich fließendes Responsive Design. Im Zeitalter des Mobile First ist damit auch adlr.link
nun dort angekommen, wo ein Fachinformationsdienst für Medien- und
Kommunikationswissenschaft hingehört. Die neue Website wird sowohl auf
dem Desktop-Rechner als auch auf Tablets und Smartphone mit allen
Funktionen verfügbar sein. Je nach Bildschirmgröße passen sich unsere
Designelemente dynamisch den Möglichkeiten des Endgerätes an.
Das Berliner Start-up Lengoo lässt maschinelle Übersetzungen durch Profi-Übersetzer verbessern (via Archivalia und Handelsblatt):
„Die Brücke will Lengoo schlagen. Das Berliner Start-up
ist noch ein Hidden Champion, mischt mit einer Hybridlösung aus
Künstlicher und menschlicher Intelligenz aber den Markt auf. CEO
Christopher Kränzler verspricht: Lengoo sei dreimal so schnell wie
klassische Übersetzungsbüros, aber nur halb so teuer. Das lohne sich:
„Ein international agierender Konzern gibt schnell mittlere zweistellige
Millionenbeträge im Jahr für Übersetzungen aus“, sagt Kränzler.“
Eine repräsentative Studie anlässlich des ersten bundesweiten
Digitaltags am 19. Juni 2020 hat Fragen zu Informationssuche,
Datenschutz und Technik erhoben (via bildungsspiegel.de):
„Demnach erklärt zwar eine Dreiviertelmehrheit (74
Prozent), technische Geräte wie Smartphone oder Computer bedienen und
nutzen zu können, solange keine Fehler oder unerwartete Ereignisse
auftreten – aber jeder Vierte (23 Prozent) beherrscht das nicht. Sechs
von zehn Bundesbürgern (61 Prozent) finden online in der Regel die
Informationen, die sie suchen. 37 Prozent gelingt das nicht. Wiederum 60
Prozent können Programme und Apps installieren, der übrige Teil (37
Prozent) scheitert daran. Während 57 Prozent ihre Datenschutzeinstellungen individuell
anpassen, machen das 39 Prozent nicht. Eine Online-Quelle im Hinblick
auf ihre Vertrauenswürdigkeit einschätzen kann jeder Zweite (50
Prozent), etwa ebenso viele (46 Prozent) trauen sich das nicht zu. Und
46 Prozent sind in der Lage, auftretende Fehlermeldungen und technische
Probleme auf eigenen Geräten einzuordnen und selbst zu beheben, während
das 49 Prozent vor Rätsel stellt.“
Matthias Schüssler nimmt die neue Suchmaschine Onesearch.com im verlinkten Video
zum Anlass, verschiedene Suchmaschinen mit Google zu vergleichen und
findet vier Beispiele, bei denen Bing, DuckDuckGo, Qwant und Swisscows
bessere Ergebnisse liefern.
Der Costa Book Award geht in diesem Jahr an den ehemaligen britischen
Kriegsreporter Jack Fairweather für seine Biografie „The Volunteer“, zu
deutsch „Der Freiwillige“. Es ist ein Buch über den Auschwitz-Saboteur
Witold Pilecki. Der polnische Widerstandskämpfer hatte sich während des
Zweiten Weltkriegs in dem Vernichtungslager internieren lassen. Von dort
hatte er Widerstand organisiert und Beweise für den Völkermord an den
Juden gesammelt. Das Buch lese sich wie ein Thriller, befand die Jury,
dabei handele es sich um Fakten. Die Auszeichnung gibt es in dieser Form
seit 1971, sie gehört zu den bekanntesten in Großbritannien. 2006 wurde
sie von Whitbread Literary Awards in Costa Book Awards umbenannt.
Im Streit um die Burg Rheinfels gibt es mit den Hohenzollern offenbar
eine außergerichtliche Einigung. Das erklärte ein Anwalt der
Adels-Familie. Demnach erkennen die Nachfahren des letzten deutschen
Kaisers die Eigentumsrechte der Stadt St. Goar an der Burg Rheinfels,
die schräg gegenüber dem Loreley-Felsen über dem Rhein thront,
unwiderruflich an. Die Kleinstadt werde künftig eng mit der
gemeinnützigen Prinzessin Kira von Preußen-Stiftung zusammenarbeiten,
die sozial benachteiligte Jugendliche fördere. Die Burgruine war seit
dem 19. Jahrhundert im Besitz der Hohenzollern gewesen. 1924 wurde die
Stadt St. Goar Eigentümerin, mit der Auflage, sie nicht zu verkaufen.
1998 schloss die Stadt mit einem Hotel neben der Burgruine einen
Erbpachtvertrag über 99 Jahre mit einer Verlängerungsoption über den
gleichen Zeitraum.
Im Konflikt um mögliche Entschädigungen für die Nachfahren der letzten
Monarchie in Deutschland holt sich der Kulturausschuss des Bundestags
externen Rat. Dazu werden am Nachmittag sechs Experten angehört. Der
Bund und die Länder Berlin und Brandenburg verhandeln mit den
Hohenzollern seit 2014 über Rückgaben und Entschädigungen. Mit einer
Einigung will der Bund das Risiko eines Klageverfahrens vermeiden. Die
Verhandlungen ruhen jedoch, weil Brandenburg einen Prozess um enteignete
Immobilien wieder aufgenommen hat. Im aus Sicht des Bundes schlimmsten
Fall müssten tausende Objekte an die Hohenzollern herausgeben werden.
Dabei geht es aber um weniger als 0,1 Prozent des Sammlungsbestandes.
Im Wettbewerb der 70. Berlinale konkurrieren 18 Filme um die Goldenen
und Silbernen Bären. 16 von ihnen werden als Weltpremieren gezeigt,
teilte die neue Festivalleitung, die Niederländerin Marianne Rissenbeek
und der Italiener Carlo Chatrian, mit. Aus Deutschland gehen „Berlin
Alexanderplatz“ von Burhan Qurbani und „Undine“ von Christian Petzold
ins Rennen. Die Jury wird vom britischen Schauspieler und
Oscar-Preisträger Jeremy Irons geleitet. Seine Kollegin Helen Mirren
erhält den Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk. Der 74-Jährigen wird
auch eine Hommage gewidmet. Die Berlinale findet vom 20. Februar bis zum
1. März statt.
Der Börsenverein des deutschen Buchhandels hat im vergangenen Jahr
weitere drei Prozent seiner Mitglieder verloren. Gründe seien die
Konzentration in der Buchbranche, Geschäftsaufgaben und Buchhandlungen,
die aus unterschiedlichen Gründen auf eine Anbindung an den Börsenverein
verzichteten, berichtete das Fachmagazin „Buchreport“ in Dortmund. Der
Branchenverband verliert demnach Jahr für Jahr zwischen drei und vier
Prozent seiner Mitglieder. Zum Jahresbeginn hatte der Börsenverein noch
4.229 Beitragszahler. Die Zahl der Buchhandlungsmitglieder ging um 4
Prozent, die der Verlage um 1,6 Prozent zurück. Der Verein rechnet für
2020 mit Beitragszahlungen von nur noch 4,9 Millionen Euro.
Das Wissenschaftsministerium des Landes Baden-Württemberg schreibt den Innovationsfonds Kunst 2020 in
diesem Jahr bereits zum neunten Mal aus. Noch bis zum 13. März 2020
können sich Kulturschaffende im Land für eine Förderung bewerben.
Die aktuelle Ausschreibung umfasst die
Programmlinien „Innovative Kunst- und Kulturprojekte“ und „Kunst und
Kultur für das ganze Land“. Gefördert werden künstlerische Produktionen
und Projekte, die sich von herkömmlichen Strukturen lösen und neue
Zielgruppen ansprechen – beispielsweise durch spartenübergreifende und
internationale Kooperationen, neue Kunstformen oder experimentelle
Methoden. Im Vordergrund der Programmlinie „Kunst und Kultur für das
ganze Land“ stehen Projekte, die das kulturelle Leben in ländlichen
Räumen weiterentwickeln und die Vernetzung der regionalen Kulturträger
stärken.
Der
Innovationsfonds Kunst hat sich als wichtiges Förderinstrument im
Bereich der Kunst und Kultur im Land etabliert. Seit seiner Einführung
im Jahr 2012 wurden durch den Fonds insgesamt 572 Projekte mit rund 15
Millionen Euro unterstützt. Im Innovationsfonds Kunst sind gemeinnützige
Institutionen wie Stiftungen, Vereine, öffentlich-rechtliche oder
privatrechtliche Körperschaften antragsberechtigt, die dem
Ressortbereich der Kunstabteilung des Ministeriums zugeordnet sind. Die
Projekte müssen befristet sein und dürfen in der Regel nicht bereits
anderweitig durch das Land gefördert werden. Zudem muss die Finanzierung
grundsätzlich einen gesicherten Anteil an Eigen- und Drittmitteln von
mindestens 20 Prozent aufweisen.
Die Förderhöchstsumme beträgt bei allen
Programmlinien 50.000 Euro. Die Mindestfördersumme umfasst 10.000 Euro.
Die Förderentscheidungen werden durch eine unabhängige Jury getroffen.
Die Bekanntgabe der Ergebnisse ist für Anfang Mai 2020 geplant.
The test of a first-rate mind,” wrote F. Scott Fitzgerald, “is the
ability to hold two opposed ideas in mind at the same time and still
retain the ability to function.” No one better exemplified that skill
than the novelist Ralph Ellison. Born Negro (the term he preferred) in
1913 in Oklahoma City, where punishing Jim Crow racial laws were still
observed, Ellison, in his life and work, was able to understand the
crushing effect of those laws and of race prejudice generally and still
retain a belief in the rich complexity and endless possibilities America
life held out to all. Of those writers and thinkers who dwelt on the
subject of race in America, Ellison may well have been the most subtle,
the most sensible, and, alas, the most ignored. He is, of course, best known as the author of the novel Invisible Man (1952).
The novel won the National Book Award, at a time when that prize
brought great prestige. For Ellison it also brought instant recognition
and enduring fame. The sadness of Ellison’s life was that he was never
to complete a second novel, though he spent the remaining 42 years of
his life attempting to do so. (He died, at 81, in 1994.) He did publish
two collections of essays, Shadow and Act (1964) and Going to the Territory (1986).
But the refusal of his second novel to reach the finish line has given
his literary career, if not his life, a tragic tinge. Worse luck, a
Stanford professor named Arnold Rampersad produced a 672-page biography
in 2008 that judged Ellison by strict politically correct standards and
found him woefully, deplorably wanting. Ampersand’s bill of complaint
is lengthy and includes Ellison’s preferring “harmonious racial
integration” over black power and protest, eschewing the notion of black
victimhood and with it black militancy, refusing to go out of his way
to praise black writers, failing to oppose the Vietnam War, being put
off by “exuberant gay culture,” ignoring the fate of the Algonquin and
Iroquois nations when living in upstate New York, knocking Miles Davis
and Charlie Parker while esteeming Louis Armstrong and Duke Ellington,
finding friendship among such white writers as Robert Penn Warren and
Richard Wilbur when keeping his distance from James Baldwin and Toni
Morrison… and more, a great deal more. Rampersad also accuses
Ellison of being a bad son and brother, a cheating and often cruel
husband, an unreliable friend. He was also, in this telling, an elitist,
a snob, a misogynist, ill-tempered and condescending, pretentious, a
boring teacher, wanting in sympathy for the young, and just about
anything else one can think of with the exception of using a surfeit of
plastic straws. The newly published Selected Letters of Ralph Ellison,
a nearly thousand-page collection of Ellison’s correspondence over six
decades, from the age of 20 to 1993 (or a year before his death from
pancreatic cancer), is a fine antidote to Rampersad’s aspersions. The
volume is edited by John F. Callahan and Marc C. Conner, with
introductory pages supplied by Callahan before each decade of
correspondence. Callahan was a friend of Ellison’s during the last years
of his life and has served him well since his death. He helped bring
out a posthumous collection of Ellison’s short stories and assembled for
publication two different versions of his uncompleted novel. One,
titled Juneteenth, is a 368-page condensation of the roughly
2,000 pages of the full manuscript; the other is the full manuscript of
the unfinished novel, called Three Days Before the Shooting.
Callahan is one of those unknown soldiers of literature who devote the
better part of their own lives to bringing forth and promoting the works
of others, and Ellison was fortunate in his friendship with him. ... [mehr] https://www.commentarymagazine.com/articles/ralph-ellison-in-opposition/
Eine
aktuelle Veröffentlichung der European University Association (EUA)
beschäftigt sich mit den Auswirkungen des Austritts des Vereinigten
Königreichs
aus der Europäischen Union auf die Universitäten und den
Wissenschaftsbereich.
Das türkische Verfassungsgericht hat einem Bericht des
»Handelsblatts« zufolge entschieden, dass die seit April 2017 bestehende
Sperrung des Internetzugangs zu »Wikipedia« für Nutzer aus der Türkei
gegen die Meinungsfreiheit verstößt. Mit Entscheidung vom 26. Dezember
2019 hat das türkische Verfassungsgericht bereits die Aufhebung der
Blockade des Online-Lexikons verfügt. Die Umsetzung des Urteils erfolgte
in den vergangenen Tagen durch ein Gericht in Ankara. 2017 führten die Behörden Terrorpropaganda an, nachdem »Wikipedia« es
zuvor abgelehnt hatte, Inhalte zu löschen, die die Türkei nach
Regierungsdarstellung als Unterstützer des islamischen Staats und
anderer terroristischer Organisationen porträtierte, berichtet das
Handelsblatt.
Auschwitz – Ort und Symbol der nationalsozialistischen
Vernichtungsmaschinerie. Der Name der südpolnischen Stadt steht für den
millionenfachen Mord an Juden, Sinti und Roma und Menschen, die nach der
NS-Rassenideologie nicht zur „Volksgemeinschaft“ gehörten. Der Bombay
Flying Club hat dazu eine Webdocumentary für die bpb umgesetzt.
Grundlage sind Fotos von Martin Blume.
Die Stiftung Bibliomedia feiert 2020 ihren 100. Geburtstag. Wie alles
anfing? Das Bibliomedia-Alphabet erzählt in 26 Filmclips, wie das war,
damals – und was heute immer noch zählt (via bibliomedia.ch):
„Das Bibliomedia-Alphabet wurde von den Historikerinnen
Franziska Schürch und Isabel Koellreuter verfasst und erzählt die
Geschichte von 100 Jahren Bibliomedia in 26 Stichworten. Das
Bibliomedia-Alphabet, aufgesagt in kurzen Filmclips, wurde von Lalita
Brunner vom Büro Berrel Gschwind in Basel realisiert. Wir publizieren es
bis zum 6. Mai 2020 auf Facebook, Twitter, Instagram – und hier auf der
Website. Viel Spass beim Entdecken!“
Mehr als drei Viertel (77 Prozent) der 14- bis 29-Jährigen halten
das E-Paper für eine sinnvolle Alternative zur gedruckten
Zeitungsausgabe. In der Gesamtbevölkerung beträgt der Anteil 59 Prozent.
Damit zeigen sich junge Leser besonders aufgeschlossen gegenüber der
digitalen Zeitung. Auch im Hinblick auf eine künftige Nutzung
sind die jüngeren Zielgruppen überdurchschnittlich offen. Während ein
Drittel (32 Prozent) derjenigen, die bislang noch kein E-Paper gelesen
haben, sich die digitale Lektüre grundsätzlich vorstellen könnte, ist
diese Bereitschaft bei den unter 30-Jährigen noch deutlich größer. 54
Prozent von ihnen sagen, dass eine Nutzung für sie in Frage käme.
Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage der ZMG
Zeitungsmarktforschung im Auftrag des Bundesverbands Deutscher
Zeitungsverleger (BDZV) vom Januar 2020, in der mehr als 1.200 Personen
ihre Einstellung zum E-Paper geäußert haben. Sie zeigen, dass E-Paper
vor allem bei den Jüngeren große Potenziale haben - gerade auch bei
denen, die die Zeitung bislang noch gar nicht nutzen. Aber
nicht alle Leser sind für die digitale Lektüre zu begeistern. Wer sich
täglich auf seine gedruckte Tageszeitung freut, lässt sich nicht so
leicht auf digital umstellen. 71 Prozent der Print-Abonnenten würden die
gedruckte Zeitung sehr vermissen, wenn es sie nicht mehr gäbe. Die
digitale Alternative ist für sie eigentlich keine, denn drei Viertel (75
Prozent) können sich nicht vorstellen, ihren abonnierten Printtitel nur
noch als E-Paper zu lesen. Eine Executive-Summary und Grafiken können unter http://ots.de/EqX1AH herunter geladen werden.
Der Ausdruck „for future“ ist zum Anglizismus des Jahres 2019 gekürt
worden. Das hat eine Jury rund um den Sprachwissenschaftler Anatol
Stefanowitsch von der Freien Universität Berlin entschieden. Dieser
sagte zur Begründung, neben der Verbreitung kreativer Verwendungen im
öffentlichen Sprachgebrauch habe der Begriff eine zentrale Bedeutung in
der gesellschaftlichen Auseinandersetzung zur Erderwärmung und ihren
Konsequenzen. Zudem zeige die Geschichte des Ausdrucks „for future“,
dass Anglizismen ein globales, nicht auf das Deutsche begrenztes
Phänomen sind, so Stefanowitsch. Ihre Entstehung und Entwicklung sei ein
aktiver Prozess, in dem verschiedene Sprachgemeinschaften englisches
Wortgut zur Bildung neuer Ausdrücke nutzen, hieß es. Der Ausdruck „for
future“ geht zurück auf das Ende 2018 von der schwedischen
Klimaaktivistin Greta Thunberg geprägte Schlagwort „Fridays for Future“.
Der „Anglizismus des Jahres“ wird in Deutschland seit 2010 gekürt. In
den vergangen Jahren holten unter anderem „Gendersternchen“ (2018),
„Influencer“ (2017) und „Fake News“ (2016) den Titel.
Die Jury des Theatertreffens hat ihre Auswahl der zehn
„bemerkenswertesten Inszenierungen“ an den deutschsprachigen Bühnen
bekanntgegeben. Dabei wurde auch die angekündigte Frauenquote von 50
Prozent in der Regieposition umgesetzt. Tatsächlich stammen sechs der
zehn eingeladenen Stücke von Frauen. Die siebenköpfige Jury aus
Theaterkritikern lud folgende Bühnen nach Berlin ein: das Schauspielhaus
Hamburg, das Schauspielhaus Zürich, das Deutsche Theater Berlin, die
Münchner Kammerspiele, das Münchner Residenztheater, das Schauspielhaus
Bochum und das Schauspiel Leipzig. Außerdem sind zwei Koproduktionen
mehrerer Bühnen beim 57. Theatertreffen dabei. Die Auswahl für den
Stückemarkt des Festivals wird Ende Februar bekanntgegeben.
Filmmaker Rocky Lang was taken aback a few years ago when he learned
of a letter his father, producer Jennings Lang, had written in 1939. Lang the elder had just arrived in Los Angeles that year and was
seeking a job from the famous literary agent H.N. Swanson. “It was
amazing because when I saw the letter he was at the start of his life,
and I could see his personality in that letter,” Lang told the Hollywood
Reporter. Later, his father represented Joan Crawford and Humphrey Bogart as an
agent, and he produced movies including the “Airport” franchise,
“Earthquake” and “Play Misty For Me.” Howard Prouty, an archivist at the Academy of Motion Picture Arts and
Sciences, sent the letter to Lang. After meeting Prouty and learning
more about the academy’s archives, Lang realized his father’s letter was
but one example in a vast trove of letters, telegrams, memos and other
missives that, together, had the potential to offer a unique view of
Hollywood history. Lang teamed up with film historian and archivist Barbara Hall to
collect some of these materials into a book. Last fall, the pair
published “Letters from Hollywood: Inside the Private World of Classic
American Moviemaking.” The collection includes correspondence from the
academy and other repositories, including the Library of Congress. Here, Lang answers a few questions about his book and his research at the Library. Tell us about “Letters from Hollywood.”
It begins in the silent era and runs until the mid-1970s and contains
137 letters from many of the icons of Hollywood and those behind the
scenes. Barbara and I knew from the start we could not possibly include
every major figure. But we tried our best to include a selection of
letters that would take us through those decades of film history and
offer insight into actors and filmmakers and their personalities. We
began to look for letters that spotlighted the friendships, concerns,
hopes and fears of the men and women who made Hollywood great. Some are
revealing, some are hilarious and some are extremely thoughtful. Describe a few standout letters.
All the letters are standouts in their own right. In a wonderful letter
from famed gossip columnist Hedda Hopper to silent movie actress Aileen
Pringle, Hopper writes that she had just seen “Citizen Kane.” She
described it as a “foul” film and suspected it would flop. Cubby
Broccoli, producer of the early Bond movies, recounts that United
Artists felt it could do better than Sean Connery for Bond. And actor
Gilbert Roland reminisces about his 1920s love affair with actress Clara Bow. From the Library’s collections, there’s a letter from Groucho Marx to Jerry Lewis in which
Marx humorously deflects praise for his work in a serious role by
joking that dramatic acting is a racket that isn’t as hard as it looks My favorite might be a letter to Sam Goldwyn from Robert Sherwood,
the writer who would win the Academy Award for best adapted screenplay
for “The Best Years of Our Lives.” Sherwood begs Goldwyn to let him out
of his obligation to write the script, listing all the reasons the movie
will fail. Goldwyn of course made the film, and the movie was
incredibly successful. Which collections did you consult at the Library?
First, I have to give credit to Barbara Hall, who gave me a cheat sheet
of where to look. Barbara is a 30-year veteran in archival research, and
I like to say she knows where the bodies are buried. I looked in a lot
of collections at the Library, including the Hume Cronyn and Jessica Tandy papers and the papers of Rouben Mamoulian, Groucho Marx, Bob Hope, Vincent Price, Ruth Gordon and Garson Kanin.
Every one was filled with great letters and great history. One can get
stuck in a Twilight Zone of letter reading — they can be mesmerizing. Did you make any surprising discoveries at the Library?
The biggest surprise occurred after I finished my research for the book.
I spent some time looking to see if the Library had any footage of a
trip my mom, singer-actress Monica Lewis, took with Danny Kaye to Korea
in 1951 to entertain troops during the Korean War. I was surprised to
find there was quite a lot of footage,
some of which showed my mom and Danny Kaye onstage with shots of troops
and life behind the lines. (You can see my mom at minutes 1:56 and 2:24
in the link.) I can tell you it was a very surprising and worthwhile
find. Did your research change your view of Hollywood in any way?
I don’t believe it did. I have spent my life in Hollywood as a producer,
writer and director. Although I am not a historian or archivist, I have
experienced the world, the characters, the egos, the passions, the
emotional commitment to the work and just about everything else. The
letters we chose show for the most part the best part of the men and
women who built Hollywood, but we also show its dark side. In one
letter, for example, silent film comedian Roscoe “Fatty” Arbuckle
writes to mogul Joseph M. Schenck after Arbuckle was arrested for the
murder of model and wannabe actress Virginia Rappe. Arbuckle was
acquitted, but the scandal ruined his career and changed the way
Hollywood was perceived by the public. Can you comment on the Library as a venue for research?
Barbara and I went to many libraries and archives. For me, the Library
of Congress was one of the best. The staff was very helpful and
supportive. And of course, the main reading room in the Thomas Jefferson
Building is absolutely stunningly beautiful. Sometimes I found it hard
to concentrate surrounded by all that grandeur, history and sheer
magnificence.
Are you looking for interesting language facts? You've come to the right place! The following infographic details over 50 interesting facts about various languages. Here are six that aren't in the infographic:
The
last character in the alphabet used to be "and". Reciting the alphabet
used to end with "and, per se, and". This was later corrupted into the
term "ampersand" and the logogram we know today.
The facing
pages of an open book have names: verso and recto. In English and other
languages read left-to-right, Recto is on the right, but the opposite is
true in languages read right-to-left.
The words "male" and "female" do not share a root, and in fact derive from two different words in Old French.
The
"y" in names like "Ye Olde Soda Shoppe" is actually supposed to
represent a "th" sound. The "y" character is used as a substitute for
the old English character thorn, þ.
English has this
quirk where consonants sometimes jump from an indefinite article to a
noun. It's called misdivision. One example of this is nickname, which
derives from (an) eke name. The character "n" jumped from the article to
the noun as the word.
A pangram is a sentence that contains every letter in the language. For example, "The quick brown fox jumps over the lazy dog.
Die Browser-Erweiterung „Who wrote that?“ gibt Antwort auf die Frage,
wer welchen Satz in einem Wikipedia-Artikel geschrieben hat. Verfügbar
ist sie für Chrome & Firefox, zunächst für die
Wikipedia-Sprachversionen Englisch, Deutsch, Baskisch, Türkisch und
Spanisch (via WikimediaDeutschland auf Twitter):
„Strange as it is, a website that evaluates films via
cartoon tomatoes might be the closest thing our fractured,
post-gatekeeper culture has to an arbiter of good taste. The site’s
Tomatometer has become, as one early employee put it, a Good
Housekeeping Seal for visual entertainment. Red means good, green means
bad. The Tomatometer is run by a team of ‘curators’ who read just about
every known review from a gigantic pool of approved critics, then
decide if each is positive or negative. Once a movie has five reviews,
it is Tomatometer-eligible.“
„Elsevier has set up an Information Centre on the newly
emerged coronavirus featuring in the current outbreak in China, with
free information in English and Mandarin. The resource is intended to
help healthcare professionals, medical researchers and the public,
bringing together content from Elsevier’s medical journals, textbooks
and clinical experts, alongside resources from other information
providers and major health organisations. The centre will be updated
regularly with the most current research and evidence-based information
available.“
AstroRara<http://www.astrorara.library.ethz.ch/>,
die neue App der ETH-Bibliothek zeigt, wie die in alten und
seltenen Drucken dargestellten Abbildungen und Instrumente zur Nutzung
gedacht waren. Entdecken Sie auf interaktive Art und Weise die Werke der
Astronomen Peter Apian (1495–1552), Christoph Scheiner (1575–1650) und
Johannes Hevelius (1611–1687). In AstroRara erfahren Sie mehr über Modelle und beobachtete Phänomene
des Himmels. Ergänzende Texte zu Autoren und Werken liefern zusätzliche
Hintergrundinformationen. Diese stehen Ihnen auch zum Anhören als
Audio-File zur Verfügung. Der Altbestand der ETH-Bibliothek umfasst heute über 75.000 Bände an
Monografien und Zeitschriften, die zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert
veröffentlicht wurden. Inhaltlicher Kern der Sammlung bilden Werke mit
astronomischem und mathematischem Inhalt.
Weiter zu AstroRara<http://www.astrorara.library.ethz.ch/>
Durch die bisher weltweit größte Open Access-Vereinbarung zwischen Springer Nature und dem Projekt DEAL können Autorinnen und Autoren deutscher Wissenschafts-
und Forschungseinrichtungen ihre Manuskripte im Gold-OA-Standard ohne
selbst zu tragende Kosten veröffentlichen, auch in der Zeitschrift
„German Journal of Exercise and Sport Research“, die Bestandteil dieser
Vereinbarung ist. Im Rahmen der Vereinbarung werden jährlich weit über 13.000 OA-Artikel
von deutschen Forscherinnen und Forschern in den 1.900
Hybrid-Zeitschriften von Springer Nature erwartet. Damit ist der
Vertrag, der eine Laufzeit von 2020 bis 2022 mit der Option zur
Verlängerung bis 2023 hat, aktuell der weltweit größte seiner Art.
Details finden sich unter https://www.springernature.com/gp/open-research/institutional-agreements/oaforgermany-de
Der Komponist Richard Strauss (1864-1949) ist fortan im Internet stärker
präsent. Die SLUB Dresden stellte ihre digitale Strauss-Kollektion mit eigenen und bei der Staatskapelle Dresden
aufbewahrten Quellen zu Leben und Werk des Musikers online. Möglich
wurde das durch den Umstand, dass 70 Jahre nach dem Tod von Strauss der
Urheberrechtsschutz für seine Werke auslief. Der freie Zugang könne die Beschäftigung mit seinem Werk
weiter befördern.Nach Angaben der Sächsischen Landesbibliothek – Staats-
und Universitätsbibliothek (SLUB) enthält die Sammlung unter anderem
bislang kaum beachtete autographe Skizzen zu den Opern „Die Ägyptische
Helena“ und „Die schweigsame Frau“, Strauss-Briefe an den Dresdner
Generalmusikdirektor Ernst von Schuch sowie Bühnenskizzen und Kostüme
zur Uraufführung des „Rosenkavaliers“ an der Semperoper. Die SLUB präsentiert außerdem eine Auswahl der Briefe, die Strauss an den
Generalmusikdirektor der Dresdner Hofoper Ernst von Schuch und an seinen
Nachfolger als erstem Kapellmeister Hermann Kutzschbach gerichtet hat. Bis
Ende des Jahres 2020 sollen sämtliche Strauss-Autographe aus dem Besitz
der SLUB online sein, daneben eine Auswahl an Textbüchern und
Erstdrucken Straussscher Werke. Die „Kollektion Richard Strauss“
enthält zudem wertvolle Aufführungsmaterialien aus der Notenbibliothek
der sächsischen Staatsoper, darunter die Uraufführungsstimmen der Opern
„Elektra“ und „Salome“. Die Digitalisate entstanden im Rahmen des
Landesdigitalisierungsprogramms für Wissenschaft und Kultur des
Freistaates Sachsen in Kooperation zwischen der SLUB Dresden und der
Staatsoper Dresden. Historische Tonaufnahmen finden sich unter slubdd.de/strausston.
The US film industry may have generated revenues somewhere in the
region of $40 billion last year, but it seems Hollywood still has plenty
of work to do if it wants to compete with that most hallowed of
American institutions: the public library. Yes, according to a recent Gallup poll
(the first such survey since 2001), visiting the local library remains
by far the most common cultural activity Americans engage in. As
reported earlier today by Justin McCarthy: “Visiting the library remains the most common cultural activity
Americans engage in, by far. The average 10.5 trips to the library U.S.
adults report taking in 2019 exceeds their participation in eight other
common leisure activities. Americans attend live music or theatrical
events and visit national or historic parks roughly four times a year on
average and visit museums and gambling casinos 2.5 times annually.
Trips to amusement or theme parks (1.5) and zoos (.9) are the least
common activities among this list.” The results of the Gallup poll have been broken down in a range of
different ways, all of which you can peruse at your leisure, but two of
the more interesting (though unsurprising) findings are that women
report visiting the library nearly twice as frequently as men do, and
that libraries are visited most by adults in low-income households and
least by adults in high-income households. Congratulations to all you librarians out there; keep fighting the good fight. Pour one out for the zookeepers, though; it appears they may not be long for this world… [via Gallup] via https://lithub.com/in-2019-more-americans-went-to-the-library-than-to-the-movies-yes-really/
Man kann sich kaum mehr vorstellen, wie verrückt die Reaktionen waren, als Apple am 27. Januar 2010 nach vielen Gerüchten endlich das iPad vorstellte. Das Medienecho auf die Präsentation
fiel selbst für Apple-Verhältnisse überbordend aus. "Das letzte Mal,
als es dermaßen viel Aufregung um eine Tafel gab, standen darauf ein
paar Gebote", schrieb das Wall Street Journal. Und selbst der konservative britische Economist
wählte einen religiösen Vergleich und zeigte Apple-Mitbegründer Steve
Jobs weiß gekleidet und mit einen Heiligenschein auf dem Titelbild – mit
einem "Jesus-Tablet" in der Hand. Beim Apple-Chef, der knapp zwei Jahre vor seinem Tod schon sehr von
seiner Krebserkrankung gezeichnet war, das iPad aber unbedingt selbst
vorstellen wollte, kamen am Abend nach der Präsentation dagegen vor
allem kritische Reaktionen an. Sein Biograf Walter Isaacson
erinnert sich: "Als wir uns zum Abendessen in seiner Küche trafen,
tigerte er ruhelos um den Tisch und rief E-Mails und Webseiten auf
seinem iPhone auf." Was er dort las, frustrierte Jobs sehr. "Ich habe in
den letzten 24 Stunden rund 800 Nachrichten per E-Mail bekommen. In den
meisten davon beklagt man sich. 'Es gibt kein USB-Kabel! Dieses gibt es
nicht, jenes gibt es nicht.'" ... [mehr] https://heise.de/-4644038
Begeistert führt Barbara Zander durch den dunklen, stromlosen
Untergrund. „Was ich hier gefunden habe!“, schwärmt die
Betriebsratsvorsitzende der Deutschen Angestellten-Akademie (DAA)
und leuchtet mit ihrer LED-Grubenlampe auf Klümpchen, die golden in
einem staubigen Sack glänzen. Bernstein, jenes fossile Harz, das – meist
nach Herbststürmen – an Ostseestränden auftaucht? Nein, aber es ist
Harz aus afrikanischen Akazienbäumen. „Gummi arabicum!“, erläutert
Siegfried Schmidt fachmännisch. „Beim Steindruck, also der Lithographie,
schützt es den Stein.“ Der Künstler doziert an der Johannes-Gutenberg-Schule. Für die
Fachberufsschule für Druck- und Medienberufe stiefelt er durch die
Katakomben unter den DAA-Lehrräumen in der Augustenstraße 70/1, um mit
Stadtarchiv-Historiker Jürgen Lotterer und dem neuen Hauseigentümer,
Gert G. Clement, Geschäftsführender Gesellschafter der Singer Wohnbau
GmbH, zu sichten, was sich da an Historie aus dem 19. und 20.
Jahrhundert in Kisten und frei angesammelt hat: Rechnungen, Kladden,
Druckvorlagen, Muster, Inventare, Lithoplatten, Matern, also Matrizen
und vieles mehr. Auslöser der Aktion: Der Komplex wird abgerissen für
einen Neubau. „Zwei Gebäude mit 23 Komfortwohnungen samt Aufzug und
Tiefgarage, Wohnungsgrößen zwischen circa 20 und 124 Quadratmeter“, so Clement. Er lobt Zander,
weil sie sich so großartig in der Freizeit für historische Funde
engagiere. Sie betont: „Mir schmerzt das Herz, wenn nicht alles ein Deckele
findet, also jemanden, der auch die ideellen Wert schätzt.“ Das gelte
auch für die Eisentreppe, die sich im Jugendstil durch alle Etagen
windet. „Mich hat das Recherchefieber gepackt! Ich habe alle
kontaktiert, die das interessieren könnte.“ Auch „Fabrikbauten in Stuttgart. Ihre Entwicklung von der Mitte des 19.
Jahrhunderts bis zum Ersten Weltkrieg“ habe sie gelesen, Gabriele
Kreuzbergers Doktorarbeit, vom Stadtarchiv verlegt. „Hier befand sich
Ende des 19. Jahrhunderts der Gärkeller der Brauerei Bachner, später
Vereinigte Brauereien Stuttgart-Tübingen AG.“ Sie zeigt auf einen
betagten Kühlklassiker: in den „Eisfink“ passten ganze Eisblocks. In den
1920er-Jahren sei dann die Druckerei Eckstein und Stähle eingezogen. Es
folgte ein Progymnasium, das sich den Bau mit der Druckerei Gloss
teilte. Mit letzteren nutzte ab 1998 die DAA die Räume. „Wir waren sehr
gerne hier“, so Zander, die den Stuttgarter Westen
von unten und die historischen Anlieger nun bestens kennt. „Und: Es gab
Verbindungen!“ Pläne von 1898 zeigen, dass man Stuttgart „unterwandern“
konnte. Der Keller zog sich Richtung Rotebühlstraße unter die
Nachbarfirma, Gustav Siegles Farbenfabrik. Davon zeugt ein einst
fluoreszierendes Schild im zweiten Kellergeschoss, das nur Mitarbeiter
der „G. Siegle & Co“ durchließ. „Es gab hier Luftschutzkeller, wie
ein Brief an Julie Stähle von 1943 beweist“, so Zander. 350 Menschen
hatten Platz. Rund 3000 Lithosteine aus Solnhofer Naturstein lehnen
nun dort aneinander. Die Motive zeigen die Vielfalt der Druckprodukte:
eine Dame im Belle Epoque-Kleid, eine ziselierte, neogotisch anmutende
Dose, Landkarten verschiedener Jahrzehnte. „China 1942“, ist da
auszumachen. „Es waren mal 60 000 Platten“, so Zander. „Rund sind 3000
übrig. Interessierte aus Washington D.C. holten welche ab.“ Auch vom
Museum Burghalde in Lenzburg (Schweiz) waren am Wochenende Vertreter da
für das Archiv der Firma Hero, die in Stuttgart unter anderem Kataloge
drucken ließen. Die ganze Welt des Obst- und Gemüsegartens ist im Keller
zu entdecken – auf Farbauszügen, Entwürfen, Matern und Platten. Zander:
„Hero besteht über 130 Jahre – die dortigen Historiker sind total
glücklich über das Material.“ Lotterer, im Stadtarchiv für nichtamtliches Schriftgut, Nachlässe und
archivische Sammlungen zuständig, freut sich ebenso. Vorsichtig beäugt
er eine Kiste. „Solche Zufallsfunde sind wie kleine Firmennachlässe, sie
erzählen über die Zeit und Stadtgeschichte“, sagt er. „Jetzt muss
sondiert werden, was wer übernehmen könnte.“