Montag, 9. Juli 2018

42. Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt: Tanja Maljartschuk ist die Gewinnerin

Die Vergangenheit, die individuelle, biografische genauso wie die der Gesellschaft, ist eine vertrackte Sache. Ohne das Wissen um die eigene Geschichte würde man wohl einigermaßen hilflos in der Welt umherstraucheln. Und zugleich kann die Vergangenheit ein schwerer Rucksack sein, den man nicht abschütteln kann, auch wenn er einen in der Gegenwart niederdrückt und alle künftigen Fußstapfen vorzugeben scheint.
Recht viele der Texte, die während des diesjährigen Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs in Klagenfurt vorgetragen wurden, verhandelten eben jene Ambivalenz dieses Erbes. Niemand allerdings tat das so voller Witz, Sinnlichkeit, halb feiner, halb gnadenloser Ironie wie die 1983 geborene Tanja Maljartschuk, ... 
Maljartschuk erzählt in Frösche im Meer die eigenwillige Freundschaft zweier Verlorener: Petro, der vor vielen Jahren aus der Ukraine nach – vermutlich – Wien geflohen ist und dort ohne Pass lebt, und Frau Grill, einer beinahe neunzigjährigen, demenzkranken Dame, der die Welt sukzessive entgleitet und die sich mehr und mehr in die Welt der Fantasie flüchtet. Einsam sind diese beiden Figuren und bleiben es auch in der zarten Geborgenheit ihres Miteinanders, das Maljartschuk in einer schönen Ambivalenz belässt. Frösche im Meer ist dabei keine Erzählung, die konkret auf die Flüchtlingsdebatte aufspringt. Petro hat sein Dorf vor Jahren verlassen, vielleicht nur aus enttäuschter Liebe oder um den alten Festlegungen zu entkommen.... [mehr] https://www.zeit.de/kultur/literatur/2018-07/klagenfurt-ingeborg-bachmann-preis-tanja-maljartschuk-ausgezeichnet
Die in Wien lebende Ukrainerin setzte sich mit einer Geschichte über eine demente Frau und einen illegalen Einwanderer, der sich um sie kümmert, durchKlagenfurt – Die große Bühne mit Videowand und Biertischen steht nicht wegen des Bachmannpreises am Neuen Platz in Klagenfurt. Dabei war das eine halbe Stunde dauernde Abstimmungsprozedere, in dem die Siegerinnen und Sieger der 42. Tage der deutschsprachigen Literatur ermittelt wurden, nicht weniger nervenaufreibend als ein Elfmeterschießen. Das Ergebnis fiel dennoch recht erwartbar aus.Der Hauptpreis (25.000 Euro) ging an Tanja Maljartschuk für "Frösche im Meer". Hauptfigur in diesem Text ist der illegal nach Österreich eingewanderte Petro, der sich mit einer demenzkranken Frau anfreundet. Die 35-jährige Maljartschuk – die Ukrainerin lebt seit 2011 in Wien – verbindet so aktuelle Themen wie Integration und Pflege. Erst seit 2014 schreibt sie auf Deutsch, nach Klagenfurt eingeladen wurde sie von Juror und STANDARD-Redakteur Stefan Gmünder. - derstandard.at/2000083050503/Tanja-Maljartschuk-gewinnt-den-Bachmann-PreisDie in Wien lebende Ukrainerin setzte sich mit einer Geschichte über eine demente Frau und einen illegalen Einwanderer, der sich um sie kümmert, durchKlagenfurt – Die große Bühne mit Videowand und Biertischen steht nicht wegen des Bachmannpreises am Neuen Platz in Klagenfurt. Dabei war das eine halbe Stunde dauernde Abstimmungsprozedere, in dem die Siegerinnen und Sieger der 42. Tage der deutschsprachigen Literatur ermittelt wurden, nicht weniger nervenaufreibend als ein Elfmeterschießen. Das Ergebnis fiel dennoch recht erwartbar aus.Der Hauptpreis (25.000 Euro) ging an Tanja Maljartschuk für "Frösche im Meer". Hauptfigur in diesem Text ist der illegal nach Österreich eingewanderte Petro, der sich mit einer demenzkranken Frau anfreundet. Die 35-jährige Maljartschuk – die Ukrainerin lebt seit 2011 in Wien – verbindet so aktuelle Themen wie Integration und Pflege. Erst seit 2014 schreibt sie auf Deutsch, nach Klagenfurt eingeladen wurde sie von Juror und STANDARD-Redakteur Stefan Gmünder. - derstandard.at/2000083050503/Tanja-Maljartschuk-gewinnt-den-Bachmann-PreisDie in Wien lebende Ukrainerin setzte sich mit einer Geschichte über eine demente Frau und einen illegalen Einwanderer, der sich um sie kümmert, durchKlagenfurt – Die große Bühne mit Videowand und Biertischen steht nicht wegen des Bachmannpreises am Neuen Platz in Klagenfurt. Dabei war das eine halbe Stunde dauernde Abstimmungsprozedere, in dem die Siegerinnen und Sieger der 42. Tage der deutschsprachigen Literatur ermittelt wurden, nicht weniger nervenaufreibend als ein Elfmeterschießen. Das Ergebnis fiel dennoch recht erwartbar aus.Der Hauptpreis (25.000 Euro) ging an Tanja Maljartschuk für "Frösche im Meer". Hauptfigur in diesem Text ist der illegal nach Österreich eingewanderte Petro, der sich mit einer demenzkranken Frau anfreundet. Die 35-jährige Maljartschuk – die Ukrainerin lebt seit 2011 in Wien – verbindet so aktuelle Themen wie Integration und Pflege. Erst seit 2014 schreibt sie auf Deutsch, nach Klagenfurt eingeladen wurde sie von Juror und STANDARD-Redakteur Stefan Gmünder. - derstandard.at/2000083050503/Tanja-Maljartschuk-gewinnt-den-Bachmann-Preis

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