Freitag, 31. Mai 2019

Briefe von Thomas Mann bei Rowohlt-Umzug gefunden

Beim Umzug des Rowohlt-Verlages von Reinbek bei Hamburg in die Hamburger Innenstadt sind bislang unbekannte Briefe des Schriftstellers Thomas Mann gefunden worden. Sie seien in den Korrespondenz-Aktenordnern im Archiv aufgetaucht, schreibt Rowohlt-Verleger Florian Illies in einem Beitrag für die Hamburg-Seiten der Wochenzeitung "Die Zeit". Manches davon habe inzwischen den Weg zum Deutschen Literaturarchiv in Marbach gefunden. Weitere Details zu den Briefen nennt er in seinem Artikel rund um den Verlagsumzug nicht.
Der Verlag war im Frühjahr von Reinbek in Schleswig-Holstein in die Hansestadt umgezogen. 57 Jahre lang hatte Rowohlt dort zuvor residiert. In diesem Frühjahr stand deshalb nun nicht mehr "Erschienen in Reinbek bei Hamburg", sondern "Erschienen in Hamburg bei Reinbek" im Impressum der Rowohlt-Bücher, wie Illies schrieb.

dpa 28.05.2019

Plants of the World Online

http://www.plantsoftheworldonline.org/

With over 250 years of gathered knowledge, the Royal Botanic Gardens, Kew is one of the world's leaders in the field of botany. One of Kew's recent initiatives is Plants of the World Online (POWO). Launched in March 2017, POWO is a digital portal with an aim to "enable users to access information on all the world's known seed-bearing plants by 2020." Visitors to this project will find a well-designed, searchable database containing (at the time of this write-up) over 1.1 million plant names from around the world, more than 65,000 detailed descriptions, and nearly 200,000 images. Readers can search POWO by a plant's common, species, genus, or family name, and they can also search by descriptive words, such as colors. This ongoing project launched with an initial focus on "key tropical African Floras - Flora Zambesiaca, Flora of West Tropical Africa and Flora of Tropical East Africa specifically," with plans to have global coverage by 2020 as more of Kew's vast collections are digitized over time. POWO is led by Abigail Barker, Kew's Head of Biodiversity Informatics and Spatial Analysis.

via https://scout.wisc.edu/archives/r50369/plants_of_the_world_online

DPLA: Open Bookshelf

https://pro.dp.la/ebooks/open-bookshelf

On June 21, 2018, the Digital Public Library of America (DPLA) introduced Open Bookshelf, a one-stop shop for hundreds of e-books that are freely available online. This collection, which currently features over 1,000 books, includes titles that are in the public domain along with titles that are Creative Commons licensed. These titles are selected by the Curation Corps, a team of librarians from across the country that includes public, school, and academic librarians. The books available on Open Bookshelf reflect the diversity of the Curation Corps: the collection features classical literature (including Pride and Prejudice and Little Women), textbooks, academic titles, and children's books. Visitors may browse this collection by language or genre (e.g. science fiction, education & study aids, and computers). Individual users can access Open Bookshelf through SimplyE, a free mobile application. Open Bookshelf is also available to participating libraries through the DPLA Exchange.

via https://scout.wisc.edu/archives/r49695/dpla_open_bookshelf

Internet Archive: Films from 1923

https://archive.org/details/moviesandfilms?&and[]=year%3A%221923%22

Readers wondering where they might find some of the films that recently entered the public domain under US copyright law should take a look at the Internet Archive's movie collection. At the link above, visitors can watch and download several dozen full-length feature films from 1923, the publication year that most recently became public domain in the US. This collection includes such films as Cecil B. DeMille's lesser-known silent version of The Ten Commandments, the classic The Hunchback of Notre Dame starring Lon Chaney and directed by Wallace Worsley, and Alla Nazimova's avant-garde adaptation of Oscar Wilde's play Salome, as well as several of Otto Messmer's early Felix the Cat cartoons. Although films from this time had no audible dialogue, some in this collection include music. Visitors may use the search bar and filters on the left to further explore the Internet Archive's movie collections, and the entire site is bursting with other content to explore as well.

via https://scout.wisc.edu/archives/r50408/internet_archive_films_from_1923

Die ungezähmte Superstar-Ökonomie produziert nur Verlierer. Amazon und Co müssen endlich reguliert werden / Susanne Wixforth In: IPG 31.05.2019

Amazon steht sinnbildlich für die vier Plattformgiganten, die auch unter der Formel GAFA bekannt sind: Google, Apple, Facebook und Amazon. Das Unternehmen ist der größte Plattformhändler Europas, sein Umsatz ist doppelt so hoch wie der seiner 20 größten Konkurrenten. Während der Vorstandsvorsitzende 2017 2,16 Millionen US-Dollar pro Stunde verdiente, müssen die Beschäftigten dankbar sein, wenn sie den gesetzlichen Mindestlohn bekommen, das sind in der EU zwischen 1,42 Euro und 11,27 Euro pro Stunde.
Amazon erwirtschaftete 2018 einen weltweiten Umsatz in Höhe von rund 210 Milliarden Euro, eine Steigerung um rund 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Unternehmen beschäftigt weltweit über 600 000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 730 Milliarden Euro ist es eines der weltweit wertvollsten börsennotierten Unternehmen. Der Betriebsgewinn belief sich auf rund 11 Milliarden Euro, dennoch zahlte Amazon zwischen 2003 und 2014 für 75 Prozent seiner EU-Umsätze durch einen mit den Luxemburger Finanzbehörden vereinbarten Steuervorbescheid keine Steuern.
Auf die Dauer gefährdet die Plattformökonomie die Stabilität und Haushalte der Länder, in denen die Konzerne ihr Geld tatsächlich verdienen, aber keine Steuern zahlen. Sie gefährdet aber auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Denn wenn die Europäische Union das Vertrauen ihrer Bürgerinnen und Bürger zurückgewinnen will, dann muss sie die Lasten wieder gerecht verteilen.
Das EU-Wettbewerbsrecht bietet einen Ansatz, die Plattformgiganten zu zähmen: Amazon wurde von der EU-Kommission zu einer Steuerrückzahlung von 250 Millionen Euro, Google zu einer Rückzahlung von 13 Milliarden Euro verpflichtet. Die volkswirtschaftlichen Schäden sind aber nur eine Seite der Medaille. Auf der anderen Seite stehen die Ausbeutung der Beschäftigten und die Beseitigung von Marktkonkurrenten durch unfaire Geschäftspraktiken. Schließlich sind auch die Auswirkungen auf die Umwelt relevant: vom übermäßigen Verpackungsverbrauch zur Zerstörung zurückgesendeter neuwertiger Waren.
Amazon erwirtschaftet den Umsatz im Wesentlichen über vier Wege: als einer der größten Online-Händler, als Betreiber des mit Abstand größten Online-Marktplatzes für Drittanbieter, als einer der größten Anbieter von Webservices und als Lieferant der bestellten Ware. Der Konzern ist bei einzelnen Handelssortimenten so stark, dass unabhängige Händler auf den Amazon-Marktplatz angewiesen sind, um ihre Kunden zu erreichen. Es gibt Hinweise darauf, dass Amazon diverse Strategien bemüht, um durch seine schiere Marktmacht Händler aus dem Markt zu drängen, wie die Verdrängung vom Markt durch Produktkopien und Preisunterbietung. ... [mehr] https://www.ipg-journal.de/rubriken/soziale-demokratie/artikel/schrumpft-die-riesen-3472/

Donnerstag, 30. Mai 2019

DLA Marbach öffnet weiteren Social Media-Kanal

Das DLA Marbach hat einen weiteren Social Media-Kanal geöffnet: https://www.instagram.com/dla_marbach/ versammelt ab sofort Ansichten aus dem Schiller-Nationalmuseum, dem Literaturmuseum der Moderne sowie den Sammlungen des Deutschen Literaturarchivs.

DLA Marbach erschließt Privatbibliothek von Kurt Pinthus

Kurt Pinthus, der Literaturkritiker und Doyen des literarischen Expressionismus, nahm 1937 seine gewaltige Privatbibliothek über den großen Teich mit ins amerikanische Exil. Rund 10.000 Bände brachte er 1967 wieder zurück nach Deutschland und schenkte sie der Deutschen Schillergesellschaft. Im Rahmen des Forschungsverbunds Marbach Weimar Wolfenbüttel hat nun die Online-Katalogisierung und Provenienzerschließung dieser wertvollen Referenzsammlung zur deutschen Literatur zwischen 1880 und 1945 begonnen.

Entwicklung eines europäischen Discovery-Dienstes (TRIPLE) für die Geistes- und Sozialwissenschaften

Die Europäische Kommission wird das Projekt TRIPLE (Targeting Researchers through Innovative Practices and multiLingual Exploration) mit ca. 5,6 Mio. Euro für einen Gesamtförderzeitraum von 42 Monaten finanzieren. Das Projekt soll voraussichtlich im Herbst 2019 beginnen. TRIPLE wird ein zentraler Dienst von OPERAS (https://operas.hypotheses.org/), der europäischen Forschungsinfrastruktur für offene Wissenschaftskommunikation in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Das Projekt soll insbesondere die Anknüpfung der Geistes- und Sozialwissenschaften an die European Open Science Cloud (s. EOSC marketplace: https://marketplace.eosc-portal.eu/) sicherstellen. Ziel des Projekts ist es, diese Disziplinen in Europa stärker sichtbar zu machen, ihre Nachnutzungsmöglichkeiten zu steigern und ihren gesellschaftlichen Mehrwert noch weiter zu erhöhen. Dies geschieht vor allem durch die Entwicklung von Visualisierungs- und Anmerkungswerkzeugen, Vertrauensbildungssystemen, Crowdfunding-Netzwerken und Empfehlungsmechanismen. TRIPLE wird mit einem Konsortium von 18 Organisationen aus 12 verschiedenen europäischen Ländern an den Start gehen. Die Max Weber Stiftung beteiligt sich mit ihrer elektronischen Publikationsplattform perspectivia.net an dem Vorhaben. So möchte sie die wissenschaftlichen Publikationen der Forschenden ihrer Institute, aber auch ihre Forschungsdaten und Forschungsprojekte, über Landes-, Sprach- und Disziplinengrenzen hinweg an die EOSC anbinden und besser auffindbar machen. Des Weiteren wird sie im Projekt wie auch für die Forschungsinfrastruktur OPERAS selbst Kommunikations- und Verbreitungsaufgaben übernehmen. Die OPERAS-Pressemitteilung (englisch) finden Sie hier: http://www.operas-eu.org/2644

via https://idw-online.de/de/news716642

Mittwoch, 29. Mai 2019

Keine öffentlichen Informationen über unfaire Verlagsrabatte für Amazon

Im Netz kursiert seit Jahren ein Foto einer Zettelbotschaft. Darauf behauptet ein Buchhändler, Amazon verlange beim Bücher-Einkauf bei Verlagen 60 Prozent Rabatt. Ob das stimmt, ist nicht zu belegen.
„Amazon will die Welt beherrschen“, steht auf einem Zettel, der offenbar an der Tür eines Buchladens hängt. Der Nutzer Enrico Piccin veröffentlichte am 10. Januar 2019 ein Foto davon auf Twitter, woraufhin der Beitrag mehr als 3100 Mal geteilt und 370 Mal kommentiert wurde. Die Seite „The best social media“ von Vice Digital griff die Diskussion auf, so verbreitete sie sich auf Facebook weiter. Mehr als 34.000 Mal wurde der Artikel dort geteilt.
Im Text auf dem Zettel wird behauptet, Amazon verlange von Verlagen beim Einkauf von Büchern 60 Prozent Rabatt. Buchhändler dagegen müssten sich „zwischen 20 und 30 Prozent des Nettopreises“ (schreibt Piccin) beziehungsweise mit einer „durchschnittlichen 25 % Spanne“ (handschriftliche Notiz) zufrieden geben. ... [mehr] https://correctiv.org/faktencheck/wirtschaft-und-umwelt/2019/05/21/keine-oeffentlichen-informationen-ueber-unfaire-verlagsrabatte-fuer-amazon

Pina-Bausch-Archiv soll 2020 online gehen

Das Archiv über das Werk der Choreographin Pina Bausch geht ab Juni 2020 erstmals online. Der Anfang werde mit Materialien zu fünf Stücken gemacht, sagte Salomon Bausch, der Chef der Pina Bausch Foundation, am Dienstag in Wuppertal. "Es ist der Moment, wo wir das Archiv mit den Menschen teilen können", sagte er. Unter anderem sollen Videos und Kostüme zu sehen sein. 2010 sei mit der Digitalisierung begonnen worden.
Bausch hatte kurz nach dem Tod seiner Mutter vor bald zehn Jahren die Stiftung mit Sitz in Wuppertal gegründet. Darin sind unter anderem 9000 Videos und 200.000 Fotos sowie Produktionsunterlagen zu allen 46 Stücken der weltbekannten Choreographin enthalten. Sie sind die Grundlage für die Aufführungen innerhalb und außerhalb des von ihr gegründeten Tanztheaters Wuppertal.... [mehr] https://heise.de/-4434311

"Spiegel Bestseller" startet im Herbst

Der "Spiegel" kündigt für den Herbst sein neues Kulturmagazin "Spiegel Bestseller" an. Dieses soll den "Literatur Spiegel" ersetzen, der aus wirtschaftlichen Gründen bereits in diesem Jahr seinen Erscheinungsrhythmus reduziert hatte.
"Spiegel Bestseller" wird eine Beilage der Kulturredaktion zu den Themen Bücher, Film, Musik und einem wechselnden Spezialthema, kündigt der Spiegel-Verlag an. Der Titel sei thematisch breiter angelegt, vielfältiger in seinen journalistischen Angeboten und biete ein umfangreicheres Service-Angebot mit Kulturtipps als der "Literatur Spiegel". Entstehen soll ein "populäres Kulturmagazin, das allen Kulturfans die Orientierung im Handel erleichtert".
Das Magazin werde dem "Spiegel" erstmals am 12. Oktober beiliegen. Die zweite Ausgabe erscheint am 30. November. Ab 2020 werden vier Ausgaben pro Jahr veröffentlicht: Jeweils zu den Buchmessen in Leipzig (März) und Frankfurt (Oktober) sowie im Sommer (Juni) und Winter (Dezember). Die Hefte im Format 190 x 260 mm sollen in einer Auflage von rund 600.000 Exemplaren erscheinen − und werden mit einem Umfang von jeweils circa 48 Seiten der Gesamtauflage des "Spiegel" beigelegt. Das neue Heft werde zudem ein Bestandteil der digitalen "Spiegel"-Ausgabe.

via https://www.boersenblatt.net/2019-05-29-artikel-abloesung_fuer_den__literatur_spiegel_.1665071.html

Wikidata: Open Linked Data for Library Publishing

Lemus-Rojas, Mairelys; Odell, Jere D.; Polley, David E. (2019). Wikidata: Open Linked Data for Library Publishing (Presentation given at the 2019 Library Publishing Forum), IUPUI ScholarWorks. http://hdl.handle.net/1805/19396

Wikidata, a collaboratively edited, open, linked data knowledge base hosted by the Wikimedia foundation, includes a growing collection of open citation data. As of November 2018, more than 20 million publications and 160 million citations have been contributed to Wikidata (http://wikicite.org/statistics.html). Many of these data items have been added by bots that contribute data from open bibliographic databases, including PubMed Central, and from data made available by Crossref and the Initiative for Open Citations (I4OC). Although this approach may be the most efficient way to build a large corpus of open citation data, many scholarly journals will be missed. Journals that cannot meet the requirements of a Crossref contract (for financial or technical reasons) will be invisible in growing open citation network. The journals that are likely to be missed are also those that have not been well-served by for-profit publishers and large university presses–including print journals that flipped to open access and journals in fields that are unfamiliar with or unconvinced of the value of a Crossref DOI (e.g., law reviews and some arts and humanities journals). In this presentation we demonstrate how a library publisher can contribute bibliographic data to Wikidata. By using both manual and batch-processing methods, we contributed complete runs for selected journals hosted on our library’s instance of Open Journal Systems. We share our methods for contributing data for journals that mint DOIs and for journals that do not. We also provide a demonstration of the short-term benefits of building this collection in Wikidata and reflect on the challenges of including Wikidata in a library-publishing program.

Wallpaper: Library architecture and design: a worldwide guide

Modern library architecture and design is an evolving craft as technology changes the dynamics of space, yet we will always crave the act of choosing a classic novel from a bookshelf-lined wall with a ladder for top-shelf access. Each project here, from Pereira’s Geisel Library in San Diego, to Toyo Ito’s Tama Art Library in Tokyo is a case study on the modern history – and future success – of the library as a public resource and a place for ideas and contemplation. Jorge Luis Borges once wrote: ‘I have always imagined that Paradise will be a kind of library’ – we’re inclined to agree. …
Siehe https://www.wallpaper.com/gallery/architecture/worlds-most-beautiful-libraries

via https://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=49297

Hochschullandschaft 2030: Abschied vom klassischen Studium

Durch den digitalen Wandel entstehen völlig neue Lernwege. Das derzeit vorherrschende Modell eines drei- bis fünfjährigen Studienblocks bei nachfolgender lebenslanger Arbeitstätigkeit verliert an Relevanz. An seine Stelle treten flexiblere, oft lebenslange Studienmodelle. Hochschulen und Politik müssen hierfür die Voraussetzungen schaffen. Dies zeigt die vorgelegte Studie des FiBS (FiBS Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie) zusammen mit HIS-HE (HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V.) und weiteren Fachleuten, die die Einschätzungen von über 100 internationalen Experten zusammenfasst.
Die Studie legt nahe, dass neue Studienmodelle deutlich an Bedeutung gewinnen werden, ohne das bisherige Konzept jedoch vollständig abzulösen. Dieses veränderte Lernverhalten hat erhebliche Konsequenzen für die zukünftige Steuerung und Finanzierung der Hochschulen, aber auch für die Anerkennung und Überführung von Kompetenzen und Lernmodulen in Hochschulabschlüsse.
Die Digitalisierung verändert nicht nur die Anforderungen an die Qualifikationen und Kompetenzen von Hochschulabsolventen, sondern hat voraussichtlich auch Auswirkungen auf das Lern- und Studierverhalten von Studierendengruppen. Zukünftig könnte es vier unterschiedliche Lernmodelle in der Hochschullandschaft geben:
• „Tamagotchi“ – das „klassische“ Modell des unmittelbaren Übergangs von der Schule an die Hochschulen,
• „Jenga“ – ein verkürztes Erststudium, das im weiteren Lebensverlauf durch neue Lernblöcke erweitert wird,
• „Transformer“ – das Konzept des späteren Übergangs an die Hochschule, beispielsweise nach einem Ausbildungsabschluss und Erwerbstätigkeit, sowie
• „Lego“ – individuell kombinierbare Bildungsbausteine. Hierbei wird davon ausgegangen, dass die Lernenden unterschiedliche Module und Lerneinheiten bei unterschiedlichen Bildungsanbietern nachfragen und diese individuell zu einem Studienabschluss kombiniert und zusammengesetzt werden.
In den Modellen Jenga und Lego hätten die Hochschulen die Aufgabe, die bei anderen Anbietern in vorhergehenden Lerneinheiten erworbenen Kompetenzen zu zertifizieren und in einen regulären und vollwertigen Abschluss zu überführen. Dieses veränderte Studienverhalten hat zum einen Auswirkungen auf die Hochschulen und deren Angebote. Zum anderen ergeben sich erhebliche Auswirkungen auf die Steuerung und Finanzierung der Hochschulen, da das Studienverhalten und damit die Inanspruchnahme konkreter Hochschulleistungen, wie von Lehr- und Studienangeboten, variabler wird. Wenn daher die Hochschulen wie bisher fast ausschließlich pauschal finanziert werden, bildet das die tatsächliche Auslastung nicht ab und es kommt zu Unter- oder Überfinanzierung. Ein Ansatz, der in diese Richtung geht, ist das vom FiBS entwickelte Studienkontenmodell, durch das die Hochschulen auf Basis der jeweiligen ECTS-Punkte finanziert werden.
Während es eine Reihe von Studien gibt, die sich mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf die wirtschaftliche Entwicklung und die am Arbeitsmarkt nachgefragten Qualifikationen sowie aus der Binnenperspektive mit den Auswirkungen auf die Hochschulen befassen, verfolgt die heute vorgelegte Studie einen anderen Ansatz: Sie geht vom individuellen Lern- und Studierverhalten aus und leitet die sich daraus ergebenden Anforderungen auf die Hochschulen ab. Ergänzend zum Hauptbericht der AHEAD-Studie legen FiBS, HIS-HE und die weiteren Experten vier Vertiefungsberichte unter anderem zu den Themen Wissens- und Kompetenzanforderungen einer digitalen Gesellschaft, hochschuldidaktische Herausforderungen und technologische Voraussetzungen der Hochschulbildung vor. Die Studie „Horizon Scanning: Trendanalyse zu einer Hochschullandschaft 2030“ wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erstellt. Der Abschlussbericht ist auf der Homepage des Hochschulforums Digitalisierung http://www.hochschulforumdigitalisierung.de sowie von FiBS http://www.fibs.eu und HIS-HE http://www.his-he.de zu finden.

via https://idw-online.de/de/news716255

ORCID DE-Projekt: Mehr als 50.000 Personendatensätze der GND mit ORCID-Records verknüpft

Eine neue Kennzahl zur Verbreitung der ORCID iD in Deutschland wurde in diesem Frühjahr im Rahmen des Projekts ORCID DE erreicht: Zu den bis Ende Februar 7.500 manuell in GND-Datensätzen eingetragene ORCID iDs wurden 43.000 per Match&Merge-Verfahren ermittelte ORCID iDs in die GND eingespielt.

Weitere Informationen dazu finden sich unter: https://www.orcid-de.org/mehr-als-50-000-personendatensaetze-der-gemeinsamen-normdatei-gnd-mit-orcid-records-verknuepft/

Plädoyer von Jean-Marie Reding für ein Bibliothekarsgesetz im Volltext

Das Plädoyer von Jean-Marie Reding für ein Bibliothekarsgesetz ist (auf Deutsch) in der Fachzeitschrift Buch und Bibliothek nachzulesen, und zwar in der Oktoberausgabe des vergangenen Jahres (Seite 569 bis 571). Der Artikel ist frei zugänglich unter https://b-u-b.de/wp-content/uploads/2018-10.pdf#page=57 .

via http://www.inetbib.de/listenarchiv/msg66424.html

Das Urteil des EuGH in der Rechtssache C-221/17 (Tjebbes): Unionsrechtliche Anforderungen an den Verlust der Staatsangehörigkeit kraft Gesetzes

Veröffentlichung der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages: Das Urteil des EuGH in der Rechtssache C-221/17 (Tjebbes) - Unionsrechtliche Anforderungen an den Verlust der Staatsangehörigkeit kraft Gesetzes https://www.bundestag.de/resource/blob/644992/0bc1e9ce8dacbfca6b70dbb2c2b8e9f3/urteil-eugh-c221-17-data.pdf

Online-Archiv der Arbeiten der Wissenschaftlichen Dienste: http://www.bundestag.de/analysen

Montag, 27. Mai 2019

Zwischen DSGVO und Uploadfiltern: Das war Europas Netzpolitik der letzten fünf Jahre

Die Europäische Union hat in den vergangenen Jahren entscheidende Weichenstellungen für die Netzpolitik der Zukunft getroffen – leider nicht immer in die richtige Richtung. Seit der Europawahl 2014, dem Amtsantritt von EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker und der 2015 vorgestellten Strategie für einen digitalen Binnenmarkt blieb praktisch kein Stein mehr auf dem anderen. Die EU verbesserte den Datenschutz und teilte Milliardenstrafen an einige Digitalkonzerne aus, sieht aber zugleich Uploadfilter als Wundermittel gegen alles und vernetzt die behördliche Datensammelei auf bedenkliche Art und Weise. Wir fassen die wichtigsten Meilensteine der vergangenen Jahre zusammen.

Uploadfilter, Terrorfilter und neue Gefahren

Die Urheberrechtsreform der EU schränkt die Bewegungsfreiheit im Netz deutlich ein. Sie zwingt alle EU-Mitgliedstaaten in den nächsten zwei Jahren dazu, Online-Plattformen gesetzlich zum Filtern von Nutzer-Inhalten zu verpflichten. Sie schreibt zudem ein EU-weites Leistungsschutzrecht vor, das selbst kurze Anreißertexte auf Links zu Medienseiten vergütungspflichtig macht.
Die Europäische Union beschloss die Reform im März – trotz erbittertem Widerstand von Netzaktivist*innen. (Hier unsere Chronologie.) Der EU sei es dabei nicht gelungen, dem Urheberrecht ein zeitgemäßes Update zu verpassen und die Interessen einer breiten Schicht von neuen Urhebern zu berücksichtigen, kommentierte netzpolitik.org-Chefredakteur Markus Beckedahl.
Das Urheberrecht setzt zudem ein negatives Vorbild: Ein Vorschlag der EU-Kommission könnte Uploadfilter auch gegen echte oder angebliche „terroristische Inhalte“ vorschreiben. Er soll nach der EU-Wahl beschlossen werden. NGO-Vertreter fürchten zudem, in der nächsten Legislaturperiode könnte eine mögliche Änderung der e-Commerce-Regeln die zwar nicht ganz unproblematischen, aber bewährten Schutzmechanismen für die Meinungsfreiheit im Netz aushebeln.

Datenschutz: Erst große Schritte, dann Stillstand

Starke Betroffenenrechte, einheitliche Regeln für alle in der Europäischen Union agierenden Unternehmen und echte Sanktionsbefugnisse für unabhängige Aufsichtsbehörden – das sind die wohl größten Stärken der 2016 verabschiedeten Datenschutzgrundverordnung. Mit dem Mammut-Gesetz hat die EU nicht nur gezeigt, dass sie in Sachen Digitalisierung sehr wohl Gestaltungsmacht hat, sondern auch den größten zusammenhängen Datenmarkt der Welt geschaffen. Nach einer Übergangsfrist wird die DSGVO seit 2018 angewendet. Legendär war sie schon vorher: Die noch in der vorigen Legislaturperiode begonnen Verhandlungen fanden unter so extremem Druck der Industrie statt, dass sie den denkwürdigen Beinamen als „größte Lobby-Schlacht der EU“ bekam.
Am Ende stand eine Verordnung, der man ihren Kompromisscharakter zwar anmerkt, die aber deutlich den Stempel des EU-Parlaments trägt. Gemeinsam mit der Kommission konnten sich die Abgeordneten in einigen entscheidenden Punkten gegen bremsende Mitgliedstaaten durchsetzen. So wurden unter anderem neue Instrumente wie die Datenschutz-Folgenabschätzung und Privacy-by-Design geschaffen und die etablierten Grundsätze der Zweckbindung und der Datensparsamkeit fortgeschrieben – auch wenn Industrielobbyisten und das deutsche Innenministerium dies gern verhindert hätten. Zu der Geschichte gehört allerdings auch: So epochal die Datenschutzgrundverordnung ist, so groß waren das Kommunikationsdebakel und die Verunsicherung in Deutschland rund um den Stichtag 25. Mai 2018.

via https://netzpolitik.org/2019/zwischen_dsgvo_und_uploadfiltern_eu_netzpolitik/

Fachinformationsdienst Soziologie - Portalseite SocioHub ist online


Die Betaphase ist beendet – ab sofort steht Ihnen SocioHub, das Portal
des Fachinformationsdienstes (FID) Soziologie mit vielen Neuerungen zur
Verfügung:

SocioHub – Fachinformationsdienst Soziologie: https://sociohub-fid.de/

SocioHub, der Fachinformationsdienst Soziologie, wird gemeinsam von der
Universitäts- und Stadtbibliothek Köln (USB) und GESIS (Leibniz-Institut
für Sozialwissenschaften) entwickelt.
Dieser Service wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
gefördert. Weitere Informationen finden Sie unter: SocioHub –
Informationen: https://sociohub-fid.de/p/Info

*UNSER ZIEL*ist es ein maßgeschneidertes Tool bereitzustellen, das sich
fließend in den Arbeitsalltag der soziologischen Fachcommunity
integrieren lässt und somit eine Arbeits- und Zeitersparnis ermöglicht.

Mit SocioHub, der zentralen Einstiegsseite für Forschungskommunikation
und Informationsversorgung profitieren Nutzerinnen und Nutzer von einem
umfangreichen Rechercheangebot für soziologisch relevante Informationen.
Darüber hinaus können sie eigene außenwirksame Präsenzen für sich oder
Ihre Forschungsteams erstellen, um der soziologischen Community z. B.
Forschungsleistungen oder Publikationen zu präsentieren.

Gemeinsames Arbeiten in Forschungsgruppen, der Austausch über
Projektinhalte und Neuigkeiten, das Erstellen gemeinsamer Projekte und
Tools wie Kalender, Publikationslisten, Newsfeeds, gemeinsame
Texterstellung, Dateienspeicher, Foren oder Abstimmungen sind hier nur
einige Möglichkeiten, um den Nutzerinnen und Nutzern den
Forschungsalltag zu erleichtern. Bald wird SocioHub auch über einen
Selbstarchivierungsdienst verfügen, der es ermöglicht eigene
Publikationen auf einfachem Weg als Open Access-Publikation über das
Social Science Open Access Repository (SSOAR) zur Verfügung zu stellen.

  * Neue Startseite**
  * Verbesserte Bedienoberflächen**
  * Personalisierbare und individuellere Recherchefunktionen (Literatur,
    Informationen, Personen & aktuelle soziologische Forschungslandschaft)**
  * Eigene Publikationslisten erstellen – „Meine Publikationen“**
  * Verbesserte Außendarstellung von Forschungsleistungen & -gruppen**
  * Und vieles mehr!


via http://www.inetbib.de/listenarchiv/msg66400.html

Neuerungen auf swissbib

Auf swissbib ist neu bereits in einer Ergebnisliste einer Recherche ersichtlich, ob ein Medium ausgeliehen werden kann oder aber bspw. bereits ausgeliehen ist. Mehr dazu auf swissbib info. Weiterhin ist die Bibliotheksfacette neu strukturiert. Mehr dazu auf swissbib info.

via https://blog.digithek.ch/neuerungen-auf-swissbib/

Wie Wissenschaftler lesen

Zeit Campus schaut sich unter dem Titel „So lesen die Profis“ an, wie Wissenschaftler lesen:
„Die einen streichen auf Papier an, die anderen nutzen nur noch ein Tablet: Fünf Einblicke in die Textarbeit von Wissenschaftlern.“
via https://blog.digithek.ch/wie-wissenschaftler-lesen/

Tick Tack Trick: Schwarzwalduhren mit Figuren - Virtuelle Ausstellung in der DDB

Das Deutsche Uhrenmuseum in Furtwangen zeigt vom 13. April bis zum 3. November 2019 die kunterbunte Vielfalt der Figuren in einer Sonderausstellung. Inmitten von Theaterkulissen haben die kleinen Automaten ihren großen Auftritt. Sie erzählen in sieben Aufzügen Geschichten von Jahrmarkt, Wirtshaus oder einer Uhrmachergasse.

http://ausstellungen.deutsche-digitale-bibliothek.de/figurenuhren/

Polen klagt vor EuGH gegen DSM-Richtlinie

Die polnische Regierung hat vor dem Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) Klage gegen die Richtlinie (EU) 2019/790 über das Urheberrecht und die verwandten Schutzrechte im digitalen Binnenmarkt (DSM-Richtlinie) eingereicht.
Laut der polnischen Regierung stelle die neue Richtlinie eine unverhältnismäßige Maßnahme dar, die die Zensur fördere und die Meinungsfreiheit gefährde.
In Kritik steht insbesondere die Regelung in Art. 17 der Richtlinie, die eine Neuregelung der Haftung für Online-Dienste enthält und nach der Befürchtung von Gegnern den Einsatz von Upload-Filtern zur Folge haben wird.
Die DSM-Richtlinie war im April 2019 von der Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten angenommen worden, Polen hatte zusammen mit Finnland, Schweden, Niederlande, Luxemburg und Italien gegen die Richtlinie gestimmt (vgl. Meldung vom 15.4.2019).

Dokumente:

via http://www.urheberrecht.org/news/6218/

Neue Open-Access-Zeitschrift "Inter- und transdisziplinäre Bildung"

Eine neue Open-Access-Zeitschrift, die sich mit den Themen Unterricht und Bildungsprozesse beschäftigt und den Titel "Inter- und transdisziplinäre Bildung" trägt, wird von einem Editionsteam der PH Ludwigsburg, der PH der Fachhochschule Nordwestschweiz und der PH Luzern herausgegeben.  Es gibt nicht nur einen klassischen Teil mit Forschungsartikeln, der peer-reviewt ist; ab dem 2. Heft kommt ein Forschungsforumsteil dazu, in welchem neue klärungsförderliche Formen wissenschaftlichen Austauschs verfolgt werden. Die Open-Access-Zeitschrift ist für die AutorInnen kostenfrei. Die erste Nummer ist ab sofort online.

LoC Blog: Ralph Waldo Emerson

Essayist, philosopher, and poet Ralph Waldo Emerson was born in Boston on May 25, 1803. Son and grandson of Protestant divines, Emerson attended Harvard College and Harvard Divinity School, entering the Unitarian ministry in 1829.

There is a time in every man’s education when he arrives at the conviction that envy is ignorance; that imitation is suicide; that he must take himself for better, for worse, as his portion;…The power which resides in him is new in nature, and none but he knows what that is which he can do, nor does he know until he has tried.
Ralph Waldo Emerson, “Self Reliance.” In Essays, First Series. Boston: James Munroe & Company, 1841. p. 38

Ralph Waldo Emerson
A popular, if unconventional preacher, young Emerson’s sermons consisted of personal reflections on spirituality and virtue. He avoided expounding doctrine or engaging in scriptural exegesis. Increasingly dissatisfied with traditional protestant theology, Emerson resigned from the ministry in 1832. By the end of the decade, however, he was the leading exponent of transcendentalism, a philosophy that maintains the universality of creation, upholds the intrinsic goodness of man, and grounds truth in personal insight.
From the 1830s on, Emerson and a group of like-minded thinkers including Bronson Alcott, Margaret Fuller, Henry David Thoreau, and Elizabeth Palmer Peabody were based in Concord, Massachusetts. The transcendentalist community at Concord not only shared radical religious views, but also embraced forward-looking social reforms including abolition, temperance, and woman suffrage.
Emerson lived in his family home, The Old Manse, for one year, where he completed his manifesto, Nature (1836) External, and composed the poem “Concord Hymn” (1837) which commemorates the Revolutionary War battle with its phrase, “And fired the shot heard round the world.” (Nathaniel Hawthorne and his wife later rented the Old Manse.) A prolific writer and thinker, Emerson’s collected essays earned international acclaim, and, for decades, he remained a popular lecturer.

The Old Manse, Concord. c1900. Detroit Publishing Company. Prints & Photographs Division
By the time of his death in 1882, the eighty-year-old radical was heralded as the “Sage of Concord.”

Home of Emerson, Concord, Mass. Cosmos Pictures Co., N.Y., 1905. Prints & Photographs Division
via https://www.loc.gov/item/today-in-history/may-25


Samstag, 25. Mai 2019

RDA Toolkit (Beta-Version): Update April/Mai 2019

Am 30. April 2019 gab es ein größeres Update bei der Beta-Version für das "neue" RDA-Toolkit (vgl. News vom 29. April 2019 auf der Toolkit-Homepage). Einige wichtige neue Features waren zu diesem Termin allerdings noch nicht fertig und wurden erst in einem "Follow-up Release" am 21. Mai nachgeliefert (vgl. News vom 21. Mai 2019 auf der Toolkit-Homepage) (Heidrun Wiesenmüllers Blog: https://www.basiswissen-rda.de/rda-toolkit-beta-update-april-mai-2019/.)

Förderbedingungen für Publikationsfonds: Open Access – ganz oder gar nicht? (VÖB-Mitt. 1/2019)

Christof Capellaro, Christian Kaier:
FÖRDERBEDINGUNGEN FÜR PUBLIKATIONSFONDS: OPEN ACCESS – GANZ ODER GAR NICHT?


Zusammenfassung: Welche Förderbedingungen für Open-Access-Publikationsfonds sind sinnvoll oder gar notwendig? Sind die damit verbundenen Hürden und Einschränkungen mit dem Ziel einer vollständigen Transformation des wissenschaftlichen Publikationssystems zu Open Access vereinbar? Der Beitrag behandelt einige Fragestellungen, die im Zuge der Ausarbeitung eines Papiers zu Förderbedingungen von Publikationsfonds im Projekt „Austrian Transition to Open Access – AT2OA” diskutiert wurden. Behandelt werden Spannungsfelder, die aus disziplinspezifischen Unterschieden resultieren, die Frage der Bevorzugung bestimmter Personengruppen in den Förderbedingungen sowie Vorgaben für Lizenzen und Publikationstypen. Abschließend geht der Beitrag auf die Frage ein, welche Arten von Ausgaben und welche Open-Access-Finanzierungsmodelle für eine Förderung aus den Mitteln eines Publikationsfonds generell in Betracht kommen.
Schlagwörter: Publikationsfonds; Förderbedingungen; Open Access; Transformation; Open-Access-Finanzierung; Article Processing Charges


Christof Capellaro, Christian Kaier:
FUNDING CONDITIONS FOR OPEN ACCESS PUBLICATION FUNDS: OPEN ACCESS – “ALL OR NOTHING”?

Abstract: Which funding conditions for Open Access publication funds are advisable or even necessary? Are such restrictions compatible with the goal of a complete transformation of the scholarly publishing system to Open Access? This article deals with a number of questions that were discussed in the course of the drafting of a guidance document on funding conditions for publication funds in the project “Austrian Transition to Open Access – AT2OA”. It deals with controversial issues that originate from discipline-specific differences, the preference or discrimination of persons (or groups) for strategic reasons, as well as requirements concerning licensing and publication types. Finally, it discusses which types of expenditure or Open Access funding models should be eligible for funding from a publication fund.
Keywords: Higher Education Structural Funds Project; Austrian Transition to Open Access (AT2OA); Publication Fund; Funding Conditions; Open Access; Transformation; Open Access Funding; Article Processing Charges
DOI: https://doi.org/10.31263/voebm.v72i1.2278

Veröffentlicht in Mitteilungen der VÖB 72 (2019) Nr. 1, S. 74-88.
Online: https://ojs.univie.ac.at/index.php/voebm/article/view/2278/

via https://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=49209

Forschungscampus in Heilbronn wächst

Der Bildungscampus der Dieter-Schwarz-Stiftung in Heilbronn wird immer mehr zum Forschungscampus: Mit dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) kommt mit dem Studiengang „Kognitive Dienstleistungssysteme“ (Kodis) ein weiterer Forschungsbereich an die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW). In ihm sollen Fragen zur Künstlichen Intelligenz (KI) bei Dienstleistungsangeboten behandelt werden. An der DHBW Heilbronn mit ihrem umfangreichen Programm hatte sich schon im vergangenen Jahr mit der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Technischen Universität München ein echter „Big Player“ angesiedelt. 
Das Fraunhofer IAO wird das Angebot des Bildungscampus erweitern, da „Digitalisierung und Verfahren der Künstlichen Intelligenz die Wertschöpfungsketten in der Industrie erheblich verändern“, so die Begründung. Datenbasierte Geschäftsmodelle seien für Unternehmen unerlässlich. Zielgruppe der Technischen Universität München sind mittelständische und familiengeführte Unternehmen, deren digitaler Wandel forschend begleitet werden soll. Mit Kodis sollen in einem neuen Innovationslabor und unter Beteiligung der Münchner und der Hochschule Heilbronn (HHN) auf dem Bildungscampus datengestützte Lösungen und Geschäftsmodelle für komplexe Dienstleistungssysteme mit großen Datenmengen unter Einsatz von Verfahren der KI entwickelt werden, auch als Angebot für die mittelständische Unternehmenslandschaft der Region. Dafür plant das Fraunhofer IAO ein Zentrum mit dem sperrigen Namen „Collaborative Service System Engineering and Simulation Lab“. Auf Deutsch: Prozesse und Entscheidungsmuster komplexer Dienstleistungssysteme sollen analysiert, simuliert und entwickelt werden. Hochleistungsfähige Rechner und Visualisierungstechnologien stehen dafür in Heilbronn und Stuttgart bereit.

via https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.studiengang-des-fraunhofer-instituts-siedelt-sich-an-forschungscampus-in-heilbronn-waechst.bdd81a2b-6089-4c82-833e-4e9ba6ea5f15.html 

Die Presse: Die Chuzpe auf dem Tisch

Handschriften, Bilddokumente, Korrespondenzen: warum die Karl-Kraus-Sammlung des Friedrich Pfäfflin an den Inn statt an die Donau kam. Kürzlich geschehen im „Brenner“-Archiv. …
Siehe https://diepresse.com/home/spectrum/zeichenderzeit/5634095/Die-Chuzpe-auf-dem-Tisch

via https://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=49288

Freitag, 24. Mai 2019

Speicherung auf Amazonservern: Sind unsere Daten dort sicher?

Werner Vogels ist der Schöpfer der Amazon Cloud. Den Dienst nutzen Giganten wie Netflix und Zalando. Ist diese Monokultur bedenklich? Unser neuer Digitalpodcast

Library of Congress: Free to Use and Reuse Sets

https://www.loc.gov/free-to-use

The Library of Congress is well known and loved for its vast online collections. Readers who find the library's digital enormity overwhelming, as well as those seeking royalty-free images, may appreciate these sets of copyright-free images and other content curated from the library's holdings. Here, visitors will find more than two dozen sets organized by theme, many of which are historical images and ephemera. The themes cover a diverse range of subjects, ranging from cats and dogs to Abraham Lincoln to roadside America, with several themes highlighting various types of historical posters. While most of the collections consist of photographs, documents, and other images, visitors will also find a collection of public domain films from the National Film Registry, as well as a vintage set of classic children's books that can be read online, including The Secret Garden and The Jungle Book. Because the "Library believes that this content is either in the public domain, has no known copyright, or has been cleared by the copyright owner for public use," the items featured in these sets have been deemed "free to use and reuse."

via https://scout.wisc.edu/archives/r50846/library_of_congress_free_to_use_and_reuse_sets

Linda Hall Library Digital Collections

http://lhldigital.lindahall.org/

The Linda Hall Library in Kansas City, Missouri, bills itself as "the world's foremost independent research library devoted to science, engineering, and technology." Here, readers around the world can access the library's digital collections which boast nearly 250,000 images from its extensive History of Science Collection. These digital collections allow visitors to explore "significant, rare, and fragile items" from the Linda Hall collections, including a 15th-century edition of Pliny the Elder's Naturalis Historia (the library's oldest book), a copy of the esoteric text Canon Chronicus Aegyptiacus owned by Isaac Newton, and one of William Herschel's handwritten notebooks containing his thoughts on optics and mathematics. Readers can also explore more than 20 themed collections (found by hovering over the collections link on the main page), some of which were inspired by previous library exhibitions. Topics are quite diverse and include the lengthy history of parachutes (and related devices), the even lengthier history of technologies for telling time, and a collection that "document[s] the discovery and acceptance of pre-historic man." Visitors can easily search the entire digital collection by keyword and filter the results by collection, creator, date, and subject, and the site also has an advanced search feature to search multiple fields simultaneously.

via https://scout.wisc.edu/archives/r50848/linda_hall_library_digital_collections

Neues aus bavarikon

Neu eingestellt in bavarikon, dem Portal der Kultur und Wissensschätze Bayerns, wurden:

Katinka Emminger wird Direktorin der Stadtbibliothek Stuttgart

Katinka Emminger wird ab 01.06.2019 Direktorin der Stadtbibliothek Stuttgart. Das hat der Stuttgarter Gemeinderat in seiner Sitzung am 23.05.2019 beschlossen. Seit der Eröffnung der Stadtbibliothek am Mailänder Platz ist Katinka Emminger Mitglied des sechsköpfigen Direktionsteams.
Die neue Bibliotheksdirektorin sieht fünf wichtige Orientierungsmarken für die Stadtbibliothek Stuttgart in der Zukunft: Die Bibliothek als lebendigen Ort der Stadtgesellschaft und Partner für zivilgesellschaftliches Engagement festigen, sie als Ort für Kinder gestalten, die Bibliothek als kompetenten Partner für die digitalen Herausforderungen auch weiterhin positionieren und die digitale Mündigkeit fördern, sie als Ort der Kultur und Kulturen leben, weil Literatur wichtig ist für die kulturelle Identität der Menschen und der Austausch darüber ein Weg zum guten Miteinander, sowie die Bibliothek als Ort für Chancengerechtigkeit gestalten.
Katinka Emminger ist neue Direktorin der Stadtbibliothek StuttgartVergrößern 
Tritt ihre neue Stelle am 01. Juni 2019 an: die neue Stadtbibliotheksdirektorin 
Katinka Emminger. Foto: Günther Marsch

Biografie

Katinka Emminger wurde 1971 in Stuttgart geboren. Sie wuchs in Untertürkheim auf und besuchte bereits mit vier Jahren die Vorlesestunde der dortigen Stadtteilbibliothek. Später wurde sie ein sogenanntes Bücherkind und half beim Einsortieren der Medien. Ihr Traumberuf war Meeresbiologin, doch die damalige Stadtteilbibliotheksleiterin begeisterte sie für den Beruf der Bibliothekarin.
Im Rahmen ihres Studiums von 1990 bis 1993 an der Hochschule für Bibliotheks- und Informationswesen knüpfte Katinka Emminger Kontakte zur Bibliothek in Everett in den USA, in der Nähe von Seattle. Dort beeindruckte sie besonders, dass sich die Bürgerinnen und Bürger nicht als bloße Nutzer, sondern als aktive Partnerinnen und Partner der Bibliothek sahen.
1994 begann Emminger ihre berufliche Laufbahn in der Mediothek im Treffpunkt Rotebühlplatz, die bis 2010 als Probebühne der Stadtbibliothek Stuttgart für neue Medien und Techniken galt. 1997 wechselte sie in die Fahrbibliothek und widmete sich vor allem der Leseförderung von Kindergarten- und Grundschulkindern. Zudem arbeitete sie beim Europäischen Projekt "Festival" mit, in dem regionale schriftlich niedergelegte Legenden modern umgesetzt wurden - grafisch, erzählerisch und mit digitalen Medien.
Ab 2000 leitete sie den neuen Recherchedienst der Stadtbibliothek Stuttgart "Recherche à la Carte" und wurde Mitglied im Planungsstab der Bibliothek 21. 2007 nahm sie auf Einladung der amerikanischen Regierung am internationalen Programm "Bridging Cultures" teil und übernahm ein Jahr später die Leitung des Zentralen Medieneinkaufs der Stadtbibliothek Stuttgart. Seit der Eröffnung der Stadtbibliothek am Mailänder Platz ist sie Mitglied des sechsköpfigen Direktionsteams. Bis vor kurzem leitete sie die Zentralen Dienste wie Personalplanung, Finanzen, Ausbildung, Feedback und Service, Bibliothekskatalog und Intranet. Ab Juni 2019 ist sie die neue Direktorin der Stadtbibliothek Stuttgart.

Online-SatCab-Richtlinie, DSM-Richtlinie und Digitale-Inhalte-Richtlinie im Amtsblatt der EU veröffentlicht

Bereits am 17.5.2019 wurden die „Richtlinie (EU) 2019/789 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17.4.2019 mit Vorschriften für die Ausübung von Urheberrechten und verwandten Schutzrechten in Bezug auf bestimmte Online-Übertragungen von Sendeunternehmen und die Weiterverbreitung von Fernseh- und Hörfunkprogrammen und zur Änderung der Richtlinie 93/83/EWG des Rates“ (Online-SatCab-Richtlinie) sowie die „Richtlinie (EU) 2019/790 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17.4.2019 über das Urheberrecht und die verwandten Schutzrechte im digitalen Binnenmarkt und zur Änderung der Richtlinien 96/9/EG und 2001/29/EG“ (DSM-Richtlinie) im Amtsblatt der EU veröffentlicht.
Die beiden Richtlinien sind von den Mitgliedstaaten bis zum 7.6.2021 in nationales Recht umzusetzen.
Weiterhin wurde am 22.5.2019 die „Richtlinie (EU) 2019/770 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20.5.2019 über bestimmte vertragsrechtliche Aspekte der Bereitstellung digitaler Inhalte und digitaler Dienstleistungen“ (Digitale-Inhalte-Richtlinie) veröffentlicht. 

Diese regelt vertragsrechtliche Fragen der Bereitstellung digitaler Inhalte (z.B. Computerprogramme, Anwendungen, Spiele, Musik, Videos oder Texte) und digitaler Dienstleistungen (z.B. Datei-Hosting-Plattformen oder Soziale Medien), wie insbesondere die Anforderungen an deren Vertragsmäßigkeit sowie mögliche Abhilfen im Falle von Vertragswidrigkeit oder nicht erfolgter Bereitstellung. Die Umsetzungsfrist für diese Richtlinie läuft bis zum 1.7.2021, anzuwenden sind die Vorschriften ab dem 1.2.2022.

Dokumente:

via http://www.urheberrecht.org/news/6217/

Forschungsdatenmanagement, Datenverantwortlichkeit und Data Stewards in den Niederlanden

In dieser Woche veröffentlicht: Neuer Bericht der Nationalen Koordinierungsstelle für Forschungsdatenmanagement (LCRDM) in den Niederlanden: *Data stewardship on the map: a study on task and roles in Dutch research institutes*.
Es handelt sich um eine Studie über Aufgaben und Rollen in Verbindung mit
Datenverantwortlichkeit in niederländischen Forschungsinstituten. Von Oktober 2018 bis März 2019 arbeitete eine LCRDM-Arbeitsgruppe unter Berücksichtigung der vorherrschenden Unsicherheit über die Interpretation von Datenverantwortung daran, einen Einblick zu geben, was niederländische Forschungsinstitute derzeit von Datenverantwortlichen verlangen und was von und für sie implementiert und entwickelt wird. Aus Literaturstudie, Analyse kürzlich veröffentlichter Stellenangebote, Fragebogen und einer Reihe von Interviews geht hervor wie die Datenverantwortung derzeit an niederländischen Instituten umgesetzt wird.

Für Forschungsinstitute wird immer deutlicher, dass Professionalisierung für Datenverantwortliche (data stewardship) wichtig ist. Es ist klar, dass Data Stewards unverzichtbar sind und dass die verschiedenen Rollen der Datenverwaltung in einen organisatorischen Rahmen gestellt werden müssen. In dem Bericht werden drei Aufgabenbereiche identifiziert: "Eingebettet und operativ" (embedded and operational), "Allgemein und Beratung" (general and advice) und "Politik, Strategie und Koordinierung" (policy, strategy and coordination). Diese Aufgabenbereiche zeigen deutlich, wo der Schwerpunkt einer Datenverantwortungsfunktion liegt, und bieten eine Grundlage für eine
klarere Stellenbeschreibung.
Bericht, Infographic und zugrundeliegende Daten sind auf Niederländisch und Englisch auf der Website von LCRDM und Zenodo verfügbar: https://zenodo.org/record/2669150. Gedruckte Exemplare des Berichts sind bei der LCRDM-Geschäftsstelle erhältlich (www.lcrdm/nl/en).


via http://www.inetbib.de/listenarchiv/msg66389.html

Historikerin über Gefahren aus dem Netz

Fake News, rechte Propaganda, Einmischung aus dem Ausland - vor der Europawahl haben Desinformationskampagnen Konjunktur in den sozialen Medien. Wie groß ist die Gefahr? Antworten der Historikerin Anne Applebaum. ... [mehr] https://www.spiegel.de/politik/ausland/europawahl-2019-anne-applebaum-ueber-fake-news-und-desinformationskampagnen-a-1267521.html

Afrikas Fluch - Comic über Rohstoffausbeutung in Afrika / IPG 24.05.2019

Afrika ist uns näher gerückt. Das hat nicht nur mit der gestiegenen Migration aus unserem Nachbarkontinent zu tun, nicht nur mit der islamistischen Bedrohung und nicht nur mit den häufigen Naturkatastrophen, deren Bilder uns erreichen. Wir wähnen uns zudem angesichts der drohenden Klimakatastrophe in einer Schicksalsgemeinschaft mit Afrika.
Die wachsende Nähe ist greifbar und ihre Erscheinungsformen erzeugen Konflikte und Spannungen. Dies gilt auch für die Frage, wie die Afrika-Politik der Bundesrepublik, der EU und insgesamt des Westens ausgerichtet werden sollte, auch angesichts des gestiegenen Engagements Chinas und anderer Schwellenländer und der zunehmend erratischen Haltung der USA. Wie viel Gewicht soll auf Demokratie und Menschenrechte gelegt werden? Soll der Fokus stärker auf der Förderung privater Investitionen liegen? Welchen Stellenwert hat der Kampf gegen die Folgen des Klimawandels? Welche Lösungen auch präferiert werden, eines ist klar: Die gängige Praxis, Afrika im Wesentlichen als Rohstofflieferant in die Weltwirtschaft einzubinden, kann nicht fortgesetzt werden. Dies gilt nicht nur wegen der kolonialen Vorgeschichte dieser Praxis, sondern auch angesichts ihrer eindeutig negativen Folgen für Umwelt, Politik und Gesellschaft. 
Der gerade bei der Zürcher Edition Moderne erschienene Comic „Salzhunger“ des Schweizer Künstlers und Architekten Matthias Gnehm nimmt sich nun das Thema der  Rohstoffausbeutung des afrikanischen Kontinents vor. Der Rohstofffluch wird auf der Basis kolonialer Strukturen, die vielfach von den afrikanischen post-kolonialen Eliten schlicht übernommen wurden, immer weiter reproduziert. Gnehm fügt drei weitere, verwandte Themen hinzu: Zum einen die Kehrseite der Rohstoffausbeutung – Afrika als Müllplatz Europas, insbesondere für Giftmüll und Elektroschrott; dann die Verdrängung von marginalisierten Bevölkerungen für den Bau von Luxuswohnungen, für Infrastrukturprojekte und für die Rohstoffgewinnung; und nicht zuletzt die all diese Phänomene umschließende Korruption, hier insbesondere als Schmiermittel für die Deals mit westlichen Konzernen.
„Salzhunger“ ist jedoch keine trockene Abhandlung über diese Themen. Es ist auch keine solide recherchierte Comic-Reportage. Der Autor verwendet das Mittel der Fiktion, um auf der Basis konkreter Ereignisse eine verschachtelte Abenteuer- und Liebesgeschichte zu erzählen, die uns aus der Schweiz ins nigerianische Lagos und zurück führt. Der mit der Bewältigung einer Trennung beschäftigte Protagonist gerät als Mitarbeiter einer NGO in den Strudel der Ereignisse. Er muss im Angesicht des Leids anderer eine politische Haltung jenseits seiner persönlichen Melancholie finden – eine Metapher für die generelle Herausforderung, trotz der vielen Alltagsprobleme mit Empathie auf die ungleich größeren Sorgen anderer zu schauen, und auch entsprechend zu handeln. ... [mehr] https://www.ipg-journal.de/aus-meinem-buecherschrank/artikel/afrikas-fluch-3482/

Neue Website des Landesmuseums Württemberg

Das Landesmuseum Württemberg und die Außenstelle im Schloss Waldenbuch, das Museum der Alltagskultur, haben neue Websites. Nach zwölf Monaten Arbeit zusammen mit Designerinnen, Programmierern, UX-Experten, Kolleginnen aus dem Marketing, den wissenschaftlichen Abteilungen, dem Besucherservice und dem Veranstaltungsmanagement konnte der Schalter umgelegt werden: die neue Website ist jetzt online!

Donnerstag, 23. Mai 2019

Dr. Rupert Schaab wird neuer Leitender Bibliotheksdirektor der Württembergischen Landesbibliothek

"Dr. Rupert Schaab tritt zum 01.06.2019 die Nachfolge des im Juni 2018 verstorbenen Dr. Hannsjörg Kowark als Leitender Bibliotheksdirektor der Württembergischen Landesbibliothek an. Durch seine langjährige Berufserfahrung als stellvertretender Direktor der Universitätsbibliotheken in Erfurt/Gotha und Göttingen ist er die ideale Besetzung, um die vielfältigen Herausforderungen der Württembergischen Landesbibliothek anzugehen. Ich bin mir sicher, dass er die Potentiale der Landesbibliothek ausbauen, neue Akzente setzen und die mit der Digitalisierung gegebenen Möglichkeiten gestalterisch nutzen wird“, sagte Staatssekretärin Petra Olschowski am 22.05.2019 in Stuttgart. 
Mit der großen Spannbreite von wertvollen Altbeständen bis hin zur digitalen Bibliothek bietet die größte Universalbibliothek des Landes enorme Möglichkeiten nicht nur im Servicebereich, sondern auch bei der digitalen Vermittlung und der kulturellen Bildung. Eine große erste Aufgabe für den neuen Leiter der Landesbibliothek sei der Bezug und die Inbetriebnahme des Erweiterungsbaus sowie die sich ab 2020 anschließende mehrjährige Sanierung des Bestandsgebäudes. 

Weitere Informationen

Dr. Rupert Schaab wurde 1962 in Heidelberg geboren. Nach dem Studium der Geschichte, Germanistik, Philosophie und der Historischen Hilfswissenschaften in Bonn promovierte er 1998 mit einer Arbeit über das Kloster Sankt Gallen im Frühmittelalter. Im Anschluss an die Laufbahnprüfung für den höheren Dienst an wissenschaftlichen Bibliotheken war er ab 1996 in der Universitätsbibliothek Erfurt tätig und übernahm 1999 die Funktion des stellvertretenden Direktors der Universitäts- und Forschungsbibliothek Erfurt-Gotha, mit der auch die Leitung der Forschungsbibliothek Gotha verbunden war. 2005 wechselte er als stellvertretender Direktor an die Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, seit 2017 war er dort für die Gesamtleitung der Fachreferate verantwortlich.


Foto von Dr. Rupert Schaab
Dr. Rupert Schaab
 

ZLB Berlin ist "Bibliothek des Jahres"

Die Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) wurde von der Jury einstimmig aus einem exzellenten Bewerberfeld ausgewählt, so die dbv-Mitteilung. Die Jury unter Vorsitz des dbv-Präsidenten Frank Mentrup würdigte mit dieser Entscheidung, dass die Bibliothek auf beispielhaft strategische Weise mit ihren neu entwickelten partizipativen Angeboten und digitalen Services laufend auf die gesellschaftlichen und medialen Veränderungen reagiert und sich so als öffentlichen Ort mitten in der Stadtgesellschaft positioniert.
Die Arbeit der ZLB fuße auf drei programmatischen Säulen:
  • als Ort der Informations- und Wissensversorgung
  • als Arbeitsort der Produktivität
  • und als Forum der Stadtgesellschaft
Die ZLB habe die Herausforderungen sich verändernder gesellschaftlicher und medialer Rahmenbedingungen angenommen. Durch die Umgestaltung ihrer Kernprozesse biete sie neue Zugänge zu bibliothekarischen Angeboten und Funktionen.
"Das Erfolgsrezept der Bibliothek ist ihre Gesamtkonzeption, die konsequent umgesetzt und stringent angewendet wird", so Andreas Degkwitz, Bundesvorsitzender des dbv.
Die ZLB unterstütze mit ihrer Arbeit sowohl die individuelle Entwicklung des Einzelnen als auch die Weiterentwicklung des demokratischen Gemeinwesens. Genannt wird etwa der seit 2017 systematisch aufgebaute Arbeitsbereich "Community-Projekte", in dem sie gemeinsam mit Kooperationspartnern und Bürgerinnen und Bürgern attraktive Angebote für Meinungsbildung und Meinungstausch schaffe.
Weiter gelinge es der ZLB "ganz hervorragend, eine erfolgreiche Verbindung analoger und digitaler Angebote herzustellen", erklärt Ekkehard Winter, Geschäftsführer Deutsche Telekom Stiftung und Mitglied der Jury. Mit dem Projekt "Digitale Welten" etwa wurde der digitale Bestand ausgebaut: neben digitalen Lesemedien auch Hörangebote, E-Learning und Online-Filme. Als erste deutsche Bibliothek bot sie gemeinsam im Verbund der Öffentlichen Bibliotheken Berlins den Streamingdienst "filmfriend" an und mit AVA (Audio Visual Archive) werde nun auch Zugang zu europäischem und internationalem Arthouse Kino geboten. Die digitale Landesbibliothek biete Zugriff auf zahlreiche retro-digitalisierte Quellen zur Berliner Stadt- und Regionalgeschichte. Wichtiger werde wird auch die Kompetenzvermittlung digitaler Kulturtechniken. Neben der Nutzung von mobilen Endgeräten durch alle Bibliothekskunden können Besucherinnen und Besucher das Coding oder die Möglichkeiten von VR-Technik kennenlernen.
Viele Angebote und Services, die aus der Strategie heraus entwickelt wurden, seien Vorbild für andere Bibliotheken.

Shared Reading in der Amerika Gedenkbibliothek
Shared Reading in der Amerika Gedenkbibliothek © ZLB; Foto: Vincent Mosch
Die Öffnung der Bibliothek an Sonntagen seit Herbst 2017 setzte ein starkes Signal und habe Beispielcharakter. Die ZLB setzt mit Berliner Initiativen und Einzelpersonen jeden Sonntag ein Veranstaltungsprogramm durch Dritte um, das die Bibliotheksräume auch sonntags zum offenen Forum für die Stadtgesellschaft macht. Somit dokumentiere sie den Bedarf der Bevölkerung an eine Sonntagsöffnung von Stadtbibliotheken.
International stark beachtet war die im dänischen Aarhus entwickelte interdisziplinäre Werkstattkonferenz "Next Library Conference", die die ZLB im letzten Jahr unter dem Motto "Erwarte das Unerwartete" in Kooperation mit der Kulturstiftung des Bundes und der Kulturprojekte Berlin in eigens entwickeltem Outdoor–Campus in Berlin durchgeführt hatte. In das sich anschließende 1. Berliner Bibliotheksfestival war auch die Stadtgesellschaft in vielfältiger Weise einbezogen.
Alle nominierten Bibliotheken wurden nach folgenden Kriterien bewertet: die Qualität und Innovation der bibliothekarischen Arbeit, ihr kreativer Einsatz von digitalen Möglichkeiten, ihre Zukunftsorientierung, ihre nachhaltige Wirkung, ihre attraktiven Serviceleistungen, ihre medienwirksame Öffentlichkeitsarbeit, ihr internationales Engagement und ihre lokale, regionale und internationale Vernetzung.
Die Jury setzte sich zusammen aus Vertretern des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, der Kultusministerkonferenz, des Deutschen Städtetages, der Deutsche Telekom Stiftung, des Dachverbandes Bibliothek & Information Deutschland und des Deutschen Bibliotheksverbandes.
Ort und Termin der Preisverleihung:
Berlin, 24. Oktober 2019, Ort und Uhrzeit werden noch bekannt gegeben.

via https://www.boersenblatt.net/2019-05-23-artikel-bibliothek_des_jahres_2019.1661769.html

Judith Kerr ist tot

Die Illustratorin und Schriftstellerin Judith Kerr (95) ist am 22.05.2019 in London gestorben, wie ihr britischer Verlag Harper Collins mitgeteilt hat. Kerr schrieb mehr als 30 Bücher für Kinder und Jugendliche (darunter "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl"), die in 25 Sprachen millionenfach verkauft wurden.

Helmholtz Open Science Newsletter vom 23.05.2019

Inhalt

Editorial
Helmholtz-Zentren aktualisieren ihre Zahlen bei Open APC
KIT nutzt Forschungsdatenrepositorium RADAR
RDMO in Helmholtz
Direktorat der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur wird in Karlsruhe angesiedelt
OA2020 und cOAlition S vernetzen sich
Literaturhinweise

Digitalisierungsstrategie digital@bw an der Hochschule der Medien (HdM)

Das Land Baden-Württemberg fördert im Rahmen der Digitalisierungsstrategie digital@bw einen Forschungsverbund um die Hochschule Furtwangen (HFU), an dem die Hochschule der Medien (HdM) beteiligt ist. 
Drei Hochschulen - neben der HdM und der HFU noch die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg - sowie weitere Partner schließen sich im Verbund "Digitaldialog 21" als praxisorientiertes Denklabor zusammen. Sie untersuchen die Wertekonflikte im Zeitalter einer immer weiter voranschreitenden Digitalisierung und wollen Forschung mit innovativen Ansätzen zur Gesellschaftsgestaltung verknüpfen. Der Verbund wird mit rund 1,1 Millionen Euro gefördert. Die Projektlaufzeit beträgt drei Jahre.
Die HdM bringt die Bereiche Digitale Ethik, Werteforschung und Medienexpertise in das Forschungsprojekt "Digitaldialog 21" ein. Künstliche Intelligenz, Robotik und neue IT-Innovationen verändern unsere Arbeitswelt und unsere alltägliche Lebenswelt. Soziale Medien, Smartphones und WhatsApp haben unsere Kommunikation neu gestaltet und die Medienlandschaft nachhaltig beeinflusst. Die Effekte und Folgen des digitalen Wandels bestimmen die Berichterstattung der großen Medien und rufen bei den Menschen sowohl Ängste als auch Hoffnungen hervor. Welche Geschichten und Vorstellungen verbinden die Menschen mit der Digitalisierung und welche Einstellungen haben sie ihr gegenüber? An welchen Werten orientieren sich die Bürgerinnen und Bürger heute? Über welche Befähigungen müssen sie im Zuge des digitalen Wandels verfügen, damit sie ihr Leben erfolgreich gestalten können? In einem mehrstufig aufgebauten empirischen Studiendesign wird an der HdM mit Fokusgruppen und Erzählinterviews geforscht.
Mit Hilfe der narrativen Ethik wird ein "Digital Ethics Assessment" durchgeführt. Damit soll ein Dialog über eine wertebasierte Digitalisierung ermöglicht werden. Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer Reihe medienethischer Tools und ein Konzept für kreative Maßnahmen. Diese sollen in Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern für eine Förderung der Digitalkompetenz sinnvoll genutzt werden. Zu den Kooperationspartnern zählen der Südwestrundfunk, die Bischöfliche Medienstiftung, die Stiftung MedienKompetenz Forum Südwest, der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit und die Landesanstalt für Kommunikation. An der HdM ist das Projekt am Institut für Digitale Ethik beheimatet.