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Sonntag, 8. Dezember 2019

Wertvolle Schriften aus der Reformationszeit im Museum Alte Pfefferküchlerei Weißenberg entdeckt

In Folge des Zweiten Weltkrieges fehlen der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) heute mehr als 200.000 Bücher, Handschriften und Karten. Diese sind zum Teil während des Angriffs auf Dresden 1945 vernichtet worden. Der größere Teil ist zwischen Mai 1945 und Mai 1946 nach Russland verbracht worden. Bis heute ist der Verbleib vieler Werke ungeklärt. Nun, 70 Jahre nach Kriegsende, sind neun wertvolle Schriften aus der Reformationszeit wieder aufgetaucht. Sebastian Walther, Direktor des Museums Alte Pfefferküchlerei in Weißenberg bei Bautzen, hat sie zufällig auf dem Dachboden des Museums entdeckt. Zum Museumsbestand gehörten sie nicht, fündig wurde er dagegen im digitalen Katalog der Kriegsverluste der SLUB. Es handelt sich um neun so genannte Predigt- oder Erbauungsschriften aus dem 16., 17. und 18. Jahrhundert. Heute [am 05.12.2019] hat Sebastian Walther die Bücher im Rahmen einer Pressekonferenz wieder an die SLUB übergeben.
Vor dem Zweiten Weltkrieg hatte die damalige Sächsische Landesbibliothek rund 7.400 solcher Predigt- und Gebetbücher. Seit 1945 gelten knapp 24 Prozent von ihnen als Kriegsverluste.  Die Werke, insbesondere die handschriftlichen Vermerke, werden nun digitalisiert und so der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Darüber hinaus widmen sich Expert*innen der SLUB der lückenlosen Erforschung der Provenienzen.

via https://blog.slub-dresden.de/beitrag/2019/12/05/gluecksfund-auf-dem-dachboden-wertvolle-schriften-aus-der-reformationszeit-im-museum-alte-pfefferkuec/

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