Dienstag, 31. Dezember 2019

Journalismusmuseum Newseum in Washington schließt

Das Journalismusmuseum „Newseum“ [vgl. auch den Wikipedia-Eintrag: https://de.wikipedia.org/wiki/Newseum] in Washington wird zum Jahresende wegen zu geringer Einnahmen geschlossen. Demzufolge wird das Museumsgebäude für mehr als 370 Millionen Dollar an die Eliteuni Johns Hopkins University verkauft. Die Ausstellungsstücke über Geschichte und Gegenwart des Journalismus sollen zunächst abgebaut und eingelagert werden. Deren Zukunft sei noch offen, sagte Museumssprecherin Sonya Gavankar: Möglich wären ein neues Museumsgebäude, eine Wanderausstellung oder nur noch ein Internetauftritt. Das 2008 eröffnete moderne Medienmuseum hatte sich die Verteidigung der Presse- und Meinungsfreiheit auf die Fahnen geschrieben, ohne dabei unkritisch zu sein. Journalistische Fehltritte und Fehlentwicklungen wurden in den Ausstellungen ebenso thematisiert wie Enthüllungsberichte von Reportern. Bei hunderten Konferenzen und anderen Veranstaltungen wurde kontrovers diskutiert – und das über Parteigrenzen hinweg, betonte Gavankar. Es sei schade, dass es jetzt schließe, fand eine der Besucher: „Im gegenwärtigen politischen Klima ist es so wichtig, dass Kinder mit Medien umgehen können und lernen, welchen Wert eine freie Presse hat.“ Das Museum lockte in den zwei Jahrzehnten rund zehn Millionen Besucher an.

dpa

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