Mittwoch, 5. Februar 2020

Baden-Württemberg fördert digitalen Wandel in Museen

Mit dem Programm „Digitaler Wandel an nichtstaatlichen Museen im ländlichen Raum“ fördert das Land das Erwin Hymer Museum in Bad Waldsee, das Hans-Thoma-Kunstmuseum in Bernau, das Museum Haus Löwenberg Gengenbach und das Franziskanermuseum Villingen-Schwenningen. Die vier Museen werden mit jeweils 40.000 Euro dabei unterstützt, digitale Medien in der Wissensvermittlung einzusetzen und nachhaltig in ihren Museumskonzeptionen zu verankern.
Das Erwin Hymer Museum, das Hans-Thoma-Kunstmuseum, das Museum Haus Löwenberg und das Franziskanermuseum haben ein achtmonatiges Coaching mit Vor-Ort-Seminaren und Online-Seminaren von der MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg absolviert. Im Coaching entwickelten die Museumsmacher individuelle, strategisch passgenaue Projekte mit Fokus auf den digitalen Wandel und auf die digitale Vermittlungsarbeit.
Die Sonderausschreibung „Digitalisierung an nichtstaatlichen Museen im ländlichen Raum“ ist Bestandteil des Innovationsfonds Kunst. In der Jury waren Vertreterinnen und Vertreter des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst, der MFG Baden-Württemberg, der Landesstelle für Museumsbetreuung und der Kunsthalle Karlsruhe. Vier Modellprojekte an vier Museen werden mit jeweils 40.000 Euro gefördert. 
Die Digitalisierung ist ein zentraler Arbeitsschwerpunkt der Landesregierung. Dazu hat sie eine Investitionsoffensive in Höhe von rund einer Milliarde Euro in dieser Wahlperiode gestartet. Rund die Hälfte davon fließt in den Ausbau der digitalen Infrastruktur. Mit digital@bw wurde im Sommer 2017 die erste, landesweite und ressortübergreifende Digitalisierungsstrategie vorgestellt. In den kommenden zwei Jahren werden dazu über 70 Projekte mit einem Volumen von über 300 Millionen Euro umgesetzt, um Baden-Württemberg zur Leitregion des Digitalen Wandels in Europa zu machen. Das Digitalisierungsministerium koordiniert die Vorhaben.
Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg fördert mit dem Programm „Digitale Wege ins Museum“ die Museen des Landes dabei, digitale Projekte umzusetzen. Dafür werden rund 3,8 Millionen Euro bereitgestellt um Bildungs- und Vermittlungsprojekte in allen Kunstsparten sowie Ausbildung und Forschung zum Lernen und Produzieren mit digitalen Medien zu fördern.

Keine Kommentare: