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Montag, 9. März 2020

Protest gegen Haftanordnung für Berlinale-Gewinner

Die Berlinale protestiert gegen die Haftanordnung für den iranischen Regisseur Mohammad Rassulof. Man habe mit Bestürzung davon gehört, teilten die Internationalen Filmfestspiele in Berlin mit. Es sei erschütternd, dass ein Regisseur so hart für seine künstlerische Arbeit bestraft werde. Gerade erst hatte Rassulof mit seinem Film „Es gibt kein Böses“ über die Todesstrafe in seinem Land den Goldenen Bären der Berlinale gewonnen. Allerdings durfte er nicht selbst zu dem Filmfestival anreisen. Rassulof war im vergangenen Jahr im Iran wegen Propaganda gegen das System zu einer Haftstrafe von einem Jahr und einem zweijährigen Berufsverbot verurteilt worden. Bislang war die Strafe aber nicht vollstreckt worden. In der vergangenen Woche hatte ihn der zuständige Richter aufgefordert, die Haft anzutreten. Gegen die Haftanordnung protestierten auch andere Filmfestivals wie die in Cannes oder Hamburg sowie die Europäische und die Deutsche Filmakademie.

dpa

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