Mittwoch, 4. Dezember 2019

Bayerische Staatsbibliothek stellt 2,5 millionstes Digitalisat online

Die Bayerische Staatsbibliothek hat vor kurzem ihr 2,5 millionstes Digitalisat online gestellt. Damit sind rund 70 Prozent ihres urheberrechtefreien Bestandes frei im Internet zugänglich. Dies ermöglicht Wissenschaft, Forschung und der breiten Öffentlichkeit einen schnellen und einfachen Zugang zu bedeutenden digitalen Kultur- und Wissensschätzen. Für die Bayerische Staatsbibliothek bedeutet heute die Digitalisierung nicht nur das Scannen ihrer Bestände. Im Mittelpunkt ihrer Aktivitäten rund um das Thema „Digitale Bibliothek” steht inzwischen die Entwicklung, Erprobung und Bereitstellung digitaler Services und Produkte. Die Zahl von 2,5 Millionen digitalisierten Handschriften, Büchern, Zeitungsausgaben und Sondermaterialien – das entspricht rund 960 Millionen Bilddateien oder einem Petabyte-Speicherplatz – belegt die Dimension des Themas Digitalisierung. Neben der fachgerechten Digitalisierung der Werke entwickelt das hauseigene Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ) Software und Recherchetools wie die „Bildähnlichkeitssuche” oder das Zeitungsportal „digiPress”, mit deren Hilfe Nutzer aus der ganzen Welt in den digitalen Sammlungen recherchieren können. Zudem sichert das MDZ die Inhalte für künftige Generationen durch Langzeitarchivierung.
Das eben veröffentlichte 2,5 millionste Digitalisat ist ein wahres Schmuckstück: „Kolorierte Darstellungen von 193 Männern des bayrischen Fürstenhauses von Bavarus bis Albrecht 1546, mit historischen Reimsprüchen“ (Papierhandschrift Cgm 2799). Der wohl kurz nach 1554 entstandene Codex gehört zu einer Reihe herausragender Bavarica zur Genealogie des Hauses Bayern. Der Codex besticht insbesondere durch seine Bilderfülle: Auf insgesamt 71 Blättern finden sich 193 kolorierte Federzeichnungen von männlichen Personen, darunter zumeist Fürsten, Könige, Bischöfe, Äbte und Kleriker. 

https://www.digitale-sammlungen.de/

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