Dienstag, 8. Mai 2018

Kolonialismus Schwerpunkt des Zentrums Kulturgutverluste

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste übernimmt eine zentrale Rolle bei der Erforschung von Kulturgütern aus kolonialem Kontext. Die Stiftung solle Grundsätze für die Förderung der Provenienzrecherche in Museen und Sammlungen sowie die Grundlagenforschung in diesem Bereich erarbeiten, hieß es in Magdeburg nach einer Sitzung des Stiftungsrates. Es sei eine enge Zusammenarbeit mit dem Deutschen Museumsbund geplant. Die Förderung der Provenienzforschung zu NS-Raubkunst als Kernaufgabe sei vom neuen Aufgabenbereich unberührt, hieß es weiter.
Nach Angaben der Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, ist die Debatte um den angemessenen Umgang mit Kulturgütern aus kolonialem Kontext aktuell Thema in vielen Ländern Europas. Im neuen Koalitionsvertrag sei die Aufarbeitung des Kolonialismus ein Schwerpunkt. 

via dpa 25.04.2018

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