Mittwoch, 16. Mai 2018

Schloss- und Spielkartenmuseum Altenburg in der DDB

Das Schloss- und Spielkartenmuseum Altenburg verkörpert beinahe klassisch den Verbundtypus innerhalb eines größeren und regional verankerten Museums - ein „Mehrspartenhaus”. Es ist ein stadt- und kulturgeschichtliches Museum mit einer Dominante des Kunsthandwerks. Das Skatspiel wurde in Altenburg erdacht, und die Stadt kann auf eine Tradition der Spielkartenherstellung verweisen, die bis ins ausgehende Mittelalter zurückreicht. Zudem widerspiegeln Architektur, Inventar und Interieur die eigene Hausgeschichte als Wohn- und Residenzstätte eines Herzogshauses und, weiter zurückgegriffen, früheren zeitweisen Kurfürstensitz. Das Museum gibt sich aufgeschlossen zu den Facetten der Moderne und zu Kunst und Kunsthandwerk aus verschiedenen Zeiten. Es widmet sich immer wieder Ausstellungen mit kulturgeschichtlicher und geschichtlicher Thematik.
Der Sammlungsbestand des Museums speist sich aus verschiedener Provenienz. Da gibt es einen alten Schlossbestand, Gegenstände, die in fürstlich-herzoglichen Zeiten und verschiedenen Jahrhunderten zum Inventar gehörten. Gemälde sind hier zu nennen, Militariaobjekte, aber auch Möbel.
Frühe Form einer bewusst angelegten Sammlung betrifft dann auch die Herzogliche Rüst- und Antiquitätenkammer des 18. und 19. Jahrhunderts. Ein Großteil dieser Sammlung hat die Zeit bis heute überdauert. In ihrer ursprünglichen Bedeutung war die Rüstkammer der Aufbewahrungsort für die im Burgbereich konzentrierten Waffen. Hiesige Rüstkammer geht bis auf das 16. Jh. zurück. In späterer Zeit wurden auch Kunst- und Gebrauchsgegenstände sowie zeitgeschichtliche Objekte in die Rüstkammersammlung eingeordnet.

RSA 01
"Herr Künnert" (1911/1912), Schloss- und Spielkartenmuseum Altenburg, Public Domain Mark 1.0
"Herr Künnert" (1911/1912), Schloss- und Spielkartenmuseum Altenburg, Public Domain Mark 1.0 
 

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