Mittwoch, 18. April 2018

Baden-Württemberg fördert qualitativ hochwertige Lehrkonzepte privater Hochschulen

Das Wissenschaftsministerium des Landes Baden-Württemberg unterstützt neun Konzepte an insgesamt sechs privaten Hochschulen mit staatlicher Anerkennung. Gefördert werden qualitativ hochwertige und innovative Lehr- und Studienkonzepte im Rahmen der Förderlinie „Nichtstaatliche Hochschulen“. Mit der Förderlinie unterstützt das Wissenschaftsministerium insbesondere relevante Projekte in den Bereichen Diversität und Zivilgesellschaft sowie zur Fachkräftegewinnung. 

So liegt beispielsweise ein Fokus auf Studiengängen der Zielrichtung „Soziale Arbeit“, die ein Bewusstsein für Diversität als gesellschaftliche Ressource schaffen und gleichzeitig den Fachkräftemangel in diesem Gebiet abbauen sollen. Auch verbesserte Studienbedingungen etwa in der Studieneingangsphase oder in Hinblick auf ein individuelles Lernen werden durch das Förderprogramm ermöglicht.

Die geförderten Projekte im Einzelnen:
  • Zeppelin Universität Friedrichshafen
    Kompass-Studium: Das Kompass-Studium bietet Studieninteressierten die einzigartige Möglichkeit, im Rahmen eines spezifischen zweisemestrigen Programms einen Einblick in fachliche wie methodische Grundlagen der an der Zeppelin Universität angebotenen Fächergruppen zu erhalten. Es geht auf die persönlichen Unsicherheiten hinsichtlich der Studienwahl und der Bildungsbiographien ein und senkt die Eintrittsbarrieren für den Studieneinstieg.
    Forschendes Lernen 2.0: Ziel des Projekts ist es, das forschende Lernen vor dem Hintergrund des bisher schon erreichten hohen Standards weiter zu stärken. Die Maßnahmen werden in drei Bereichen umgesetzt: den internationalen Austausch zu stärken, forschendes Lernen in der Studieneingangsphase der Masterstudiengänge zu verankern und die begleitende Methodenvermittlung zu individualisieren.
    E-Portfolio für individualisiertes Lernen und Forschen: Hier wird durch individualisierbare digitale Lehrelemente die Studierbarkeit im Bereich „Methoden der Datenerhebung und –auswertung“ verbessert. Im Rahmen dieses Teilprojekts soll daher ein studienbegleitendes E-Portfolio mit Online-Tests, Podcasts, Tutorials, FAQs, Foren und Chats aufgebaut werden, das die heterogene Vorbildung der Studierenden berücksichtigt und unterschiedliche Lerntypen fördert.
    PlanspielLab: Planspiele stellen partizipative Lehr- und Lernmethoden dar, die tiefgehende Auseinandersetzungen mit unterschiedlichen Themen ermöglichen. Im angelsächsischen Raum sind sie bereits in universitäre Lehrstrukturen implementiert. Das PLab soll als neue organisationale Einheit Planspiele entwickeln, vorhandene Angebote koordinieren und Dozierende schulen.
  • Hochschule Fresenius Heidelberg – Hybrides Studienmodell „Digital Engineering and Management“
    Die Hochschule Fresenius führt hybride Vollzeitstudiengänge im Bereich „Digital Engineering and Management“ auf Bachelor- und Master-Niveau ein. Sie etabliert damit ein gemischtes Studienmodell – hinsichtlich des Studienformats und der Sprache – und leistet so einen Beitrag, den Fachkräftemangel in Sektoren mit hoher wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Relevanz zu bekämpfen.
  • Karlshochschule International University – SENSE – Center for Civic Engagement and Responsible Management Education
    Das Zentrum widmet sich der Sensibilisierung ethisch wichtiger Fragestellungen innerhalb der Hochschule sowie an/in die Zivilgesellschaft. Dabei werden insbesondere wichtige aktuelle sowie zukünftige Herausforderungen an das zivilgesellschaftliche Handeln, die Digitalisierung, die Globalisierung und die nachhaltige Bildung adressiert.
  • Internationale Hochschule Liebenzell – Theologie / Soziale Arbeit im interkulturellen Kontext
    Der erfolgreiche Bachelorstudiengang „Theologie / Soziale Arbeit im interkulturellen Kontext“ wird aufgrund seiner gesellschaftlichen Relevanz und Notwendigkeit gestärkt und weiter ausgebaut, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und die hohe Nachfrage befriedigen zu können.
  • Hochschule der Wirtschaft für Management Mannheim – INTEGRALE
    Gefördert wird der Bachelorstudiengang „Soziale Arbeit - Integrationsmanagement“, in dem Menschen unterschiedlicher Kulturen, Nationen und sozialer Gruppen, mit und ohne Behinderung, gemeinsam lernen, Diversität als gesellschaftliche Ressource zu begreifen und erfolgreich zu managen. Sie werden mit der Konzeption eines systemorientierten Nachhaltigkeitsmanagements befähigt, Integrationsprobleme der modernen Gesellschaft erfolgreich zu meistern.
  • Hochschule für Kommunikation und Gestaltung Stuttgart/Ulm – TOGETHER – Communication and Design for Intercultural Understanding
    An der Hochschule für Kommunikation und Gestaltung wird ein innovatives Lehrkonzept gefördert, das in projektbezogenen, curricular verankerten Workshops mit Partner-Hochschulen im Donauraum lokalspezifische Probleme der interkulturellen Verständigung erforscht und durch digital und interaktiv ausgerichtete Design- und Kommunikationskonzepte im urbanen Raum Lösungsansätze entwickelt.

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