Dienstag, 17. Januar 2017

BIS - Das Magazin der Bibliotheken in Sachsen Nr. 3/2016

http://bibliotheksmagazin.de/archiv/jahrgang-9-ausgabe-nr-3-2016/

Aus dem Inhalt (in Auswahl):

Bärwald, Manuel; Meyer, Julia. "Auftakt für Manfred Gorke: Musikhandschriften für die Bach-Forschung im sächsischen Landesdigitalisierungsprogramm".                        

Das Bach-Archiv Leipzig hat im September mit der Digitalisierung der Sammlung Gorke begonnen. Die Leipziger Forschungseinrichtung versteht sich als musikalisches Kompetenzzentrum am Hauptwirkungsort Johann Sebastian Bachs. Sein Zweck ist, Leben, Werk und Wirkungsgeschichte des Komponisten und der weit verzweigten Musikerfamilie Bach zu erforschen, sein Erbe zu bewahren und als Bildungsgut zu vermitteln. Im Bewusstsein der Bedeutung Bachs erfüllt es im historischen Bosehaus am Thomaskirchhof einen umfassenden und vielfältigen Auftrag für eine breite internationale Öffentlichkeit.        

Fuchs, Thomas. "Für die Forschung gerettet: Filme des Tanzarchivs Leipzig im Landesdigitalisierungsprogramm erschlossen".                                                                                
Das Tanzarchiv Leipzig wurde 1957 von Kurt Petermann gegründet. Es arbeitete seit 1993 als gemeinnütziger Verein, wurde 2011 in die Verantwortung der Universitätsbibliothek Leipzig übergeben und befindet sich seitdem in der Bibliotheca Albertina. Das Tanzarchiv gliedert sich in eine Fachbibliothek und die archivalischen Sammlungen. Besonders prominent sind die Nachlässe und Sammlungen von Rudolf von Laban, Mary Wigman, Gret Palucca, Jenny Gertz, Fritz Böhme, Jean Weidt, Rudolf Liechtenhan, Ilse Loesch, Kurt Petermann und Uwe Scholz. Der Bestand umfasst rund 100.000 Medieneinheiten, darunter Bücher, Nachschlagewerke, Musikalien, in- und ausländische Periodika, Zeitungs- und Zeitschriftenartikel, MCs, Videos, DVDs, Fotografien, Dias, Plakate, Programmhefte, Postkarten, Grafiken und Filme.

Bürger, Thomas; Meyer, Sebastian. "Schlagzeilen im Binärcode: Fortschritte und Herausforderungen bei der Digitalisierung historischer Zeitungen".                         

Zehntausende von Zeitungen und Zeitschriften sind in deutschen Bibliotheken archiviert. Um die Recherche zu vereinfachen und die Originale zu schützen, wurde nun ein Masterplan für ihre Digitalisierung vorgelegt. Denn der Blick in die Zeitung ist immer auch ein Blick in die Geschichte und Gesellschaft.

Stern, Thomas. "370.000 Autographen der SLUB online: Retrospektive Konversion des Autographenkataloges der SLUB erfolgreich abgeschlossen".                                    

Das Sammeln von Handschriften hat in Dresden eine lange Tradition. Seit dem 16. Jahrhundert werden handschriftliche Dokumente, insbesondere mit Bezug zu Sachsen, in Form von Chroniken, Kollektaneen zur Regionalgeschichte, Werkmanuskripten, biographischen und genealogischen Niederschriften, Schrifttum des sächsischen Hofes und Adels sowie Briefsammlungen aufbewahrt. Neben den besonders wertvollen Sonderbeständen der rund 700 mittelalterlichen Handschriften und knapp 1.000 orientalischen Handschriften bildet die etwa 375 Stücke umfassende Stammbuchsammlung eine der bedeutendsten dieser Art in Deutschland. Eine nicht gesondert aufgestellte Teilsammlung der Handschriftensammlung ist die Autographensammlung.

Kazzer, Claas; Lahmann, André. "Der neue UBL-Katalog: Zukunftssicher mit Open Source und VuFind 3".                                                                                                                 

Ständig verändern sich die Anforderungen an Bibliotheken durch die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer, aber auch durch technische Neuerungen oder bibliothekarische Standards. Damit Bibliotheken als Dienstleister up-to-date bleiben und ihre Aufgaben in jeder Hinsicht erfüllen können, müssen sie ihre Recherche-Werkzeuge – allen voran die Kataloge – verändern und anpassen. Die Universitätsbibliothek Leipzig (UBL) hat genau das kürzlich getan, mit Erfolg. Doch es waren nicht wenige Hürden zu nehmen, wie im Folgenden berichtet wird.

"Die Leipziger Bibliotheca Albertina wird 125 Jahre alt".    

Eingeweiht am 24.10.1891, bot das neoklassizistische Gebäude Platz für knapp eine Million Bände und 130 Arbeitsplätze im Haupt lesesaal. Nach der Zerstörung von zwei Dritteln des Gebäudes (das Bibliotheksgut war ausgelagert und blieb weitgehend erhalten) im vorletzten Kriegsmonat 1945 wurde die Halbruine bis 1991 mehr schlecht als recht genutzt. Die Rekonstruktion 1992–2002 brachte eine Magazinkapazität von bis zu vier Mio Bänden (von 5,5 Millionen Gesamtbestand der UB Leipzig) und Arbeitsplätze von heute knapp 900. Durch Umbauten im Erdgeschoss 2008–2016 wurde die Funktionalität und die kommunikative Dimension des Raumangebots gesteigert. Die Bibliotheca Albertina ist im System der UB Leipzig einer von derzeit 14 Standorten.

Maiwald, Falk. "Internationale Kooperationen im Dreiländereck: Mitteleuropäisches Netzwerk der Hochschulbibliothek Zittau/Görlitz".
                                                                    
Die Hochschule Zittau/Görlitz hat sich im Rahmen ihrer Internationalisierungsstrategie verpflichtet, ihren Beitrag für das weitere Zusammenwachsen Europas mit Blick auf die Staaten Mittel- und Osteuropas zu leisten. Die geopolitische Lage im Dreiländereck ist prädestiniert, den Nachbarn in Polen und Tschechien dabei eine besondere Rolle zukommen zu lassen.

Bauschmann, Martin. "Brückenbauer gesucht: Der Journal-Manager als Schnittstelle zwischen Bibliothek und Forschung".                                                                               

Open-Access-Zeitschriften erlauben einen schnellen Zugriff auf ihre Artikel, erfordern aber wie jede Publikation fachkundige Betreuung. An der TU Chemnitz wurde deshalb die Stelle eines Journal-Managers geschaffen. Er ist nicht nur Projektmanager, sondern muss sich zum Beispiel auch mit Software, Archivierung und Marketing auskennen.

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