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Donnerstag, 6. Juli 2017

Studierende der HdM Stuttgart entwickeln Leitfaden zum Erkennen von Fake-News

Studierende im 2. Semester des Studiengangs Bibliotheks- und Informationsmanagement an der Hochschule der Medien Stuttgart beschäftigten sich in der Lehrveranstaltung Wissens- und Informationsmanagement mit Kriterien der Informationsqualität und entwickelten in diesem Zusammenhang Leitfäden für unterschiedliche Zielgruppen, die aufzeigen, wie der Wahrheitsgehalt eines Beitrages überprüft werden kann. Sie ließen sich dabei von Beispielen der IFLA und der iSchool an der University of Illinois inspirieren. Eine Auswahl der entstandenen Handreichungen stellen die Studierenden zur Nachnutzung oder als Anregung für eigene Entwicklungen zur Verfügung.

Fake News? Nicht mit mir! 

Fake-News erkennen: Handreichung für Studierende zum Semesterstart 

Hoaxsearch: Die Suchmaschine für Fakes im Internet

Alexander Skipis über das Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz

Vor der Sommerpause hat die Bundeskanzlerin alle wahlkampftauglichen Themen abgeräumt. Auch die Wissenschaftsschranke wurde beschlossen. Alexander Skipis über einen Politkrimi – und was aus ihm nun folgt. ... [mehr] https://www.boersenblatt.net/artikel-alexander_skipis_ueber_das_urheberrechts-wissensgesellschafts-gesetz.1348079.html

Lesenswert!

Konzentration im Büro: Arbeiten Sie endlich konzentriert / Nakissa Salavati

Der ICE war für viele Menschen bis vor Kurzem ein wunderbarer Ort. Kein Internet, die Telefonverbindung schlecht. Man las wieder ein Buch, arbeitete so konzentriert wie selten, dachte nach. Nein, früher war natürlich nicht alles besser und Wlan im Zug ist schon eine feine Sache, aber: Wo entkommt man noch dem Zwang, die Arbeit für Telefonanrufe, redselige Kollegen oder die Aktualisierung des Postfachs zu unterbrechen? Im Büro, dem Ort der Arbeit, jedenfalls nicht.

Was die allermeisten Menschen den ganzen Tag tun, nämlich kurzzeitige Aufgaben zu erledigen und miteinander zu kommunizieren, nennt der amerikanische Informatiker und Denker Cal Newport in seinem neuen Buch "Deep Work" ziemlich abfällig "Geschäftigkeit". Echte Arbeit sei etwas ganz anderes. Sie entstehe erst in einem Zustand tiefer Konzentration. In den USA ist das Buch ein Bestseller, vor Kurzem ist es unter dem Titel "Konzentriert arbeiten" auf Deutsch erschienen. Newport trifft einen Nerv, weil er ein Problem benennt, das jeder kennt: Arbeit ist oberflächlich statt tief gehend, Konzentration spielt in intellektuell anspruchsvollen Jobs immer seltener eine Rolle und kaum jemand erreicht diesen Zustand - auch, weil ihn Unternehmen nicht ermöglichen.

Es geht dabei nicht darum, ob Menschen in Büros ein bisschen Zeit vertrödeln. Es geht um Essenzielles: Darum, wie wir in Zukunft arbeiten und ob unsere Arbeit und damit auch unser Leben Sinn stiftet und uns zufriedenstellt. ... [mehr] http://www.sueddeutsche.de/karriere/konzentration-im-buero-wer-staendig-e-mails-checkt-ist-nur-geschaeftig-echtes-arbeiten-geht-anders-1.3567696

Rechtschreib- und Grammatikprüfung mit LanguageTool

LanguageTool ist eine freie Textprüfung für Grammatik, Stil und Rechtschreibung. Man kann  LanguageTool auf https://languagetool.org/de/ benutzen oder kostenlos herunterladen. Neben Deutsch werden mehr als 20 weitere Sprachen unter­stützt.

Mittwoch, 5. Juli 2017

Liebieghaus veröffentlicht Digitorial zu Raubgut-Ausstellung

Die Liebieghaus Skulpturensammlung in Frankfurt am Main hat zu ihrer Raubkunst-Ausstellung „Eindeutig bis zweifelhaft. Skulpturen und ihre Geschichten (Erworben 1933–1945)“ ein Digitorial veröffentlicht. In diesem neuen Vermittlungsangebot werden multimediale Einblicke in die ausgestellten Werke, die Hintergrundgeschichte der Objekte und enteigneten Sammler gegeben. In der Ausstellung setzt sich das Liebieghaus mit seiner Sammlungs- und Museumsgeschichte in der Zeit des Nationalsozialismus und den während dieser Jahre getätigten Erwerbungen auseinander. Die Ausstellungsergebnisse basieren auf einem Forschungsprojekt, das das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg über einen Zeitraum von drei Jahren finanziell unterstützt. Das Projekt läuft seit Mai 2015. Es erschließt systematisch die Herkunft und Geschichte von circa 400 Werken, bei denen ein Verdacht auf NS-Raubgut nicht ausgeschlossen werden kann.

„Erstcheck“-Projekt zur Suche nach NS-Raubgut in kommunalen Bibliotheken Sachsen-Anhalts

Um die Suche nach NS-Raubgut auch in Bibliotheken voranzutreiben, startete der Landesverband Sachsen-Anhalt im Deutschen Bibliotheksverband e. V. am 01.07.2017 einen „Erstcheck“ zur Provenienzforschung in fünf kommunalen Bibliotheken in Sachsen-Anhalt. Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg fördert dieses Projekt mit einer finanziellen Zuwendung über einen Zeitraum von sechs Monaten. Es ist das erste Mal, dass das „Erstcheck“-Format in Bibliotheken veranstaltet wird. 

Ziel des Projekts ist es, in den ausgewählten Bibliotheken festzustellen, ob ein Verdacht auf NS-verfolgungsbedingt entzogene Bücher („NS-Raubgut“) in den jeweiligen Medienbeständen vorliegt. Mit dem „Erstcheck“ kann dann der Bedarf an einer weitergehenden, langfristigen Provenienzforschung ermittelt oder auch ausgeschlossen werden. Am „Erstcheck“ beteiligen sich die Landesbibliothek Dessau, die Stadtbibliothek Magdeburg, die Stadtbibliothek/Harzbücherei Wernigerode, die Bibliothek des Europa-Rosariums Sangerhausen und die Francisceumsbibliothek in Zerbst.

Gurlitt-Unterlagen im Bundesarchiv zugänglich

Im Bundesarchiv können rund 22.000 digitale Dokumente mit geschäftlichem und vorwiegend geschäftlichem Charakter aus dem Nachlass des Kunsthändlers Cornelius Gurlitt (1932-2014) eingesehen und für die Provenienzrecherche genutzt werden. Nachdem Mitte Dezember 2016 das Erbe des Kunstmuseums Bern gerichtlich bestätigt wurde, könne jetzt Einsicht in die Dateien aus dem Nachlass Gurlitts an den Standorten Koblenz, Berlin-Lichterfelde, Freiburg und Bayreuth in den Lesesälen des Bundesarchivs genommen werden, teilte das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste am 03.07.2017 in Magdeburg mit.

Der Nachlass Gurlitts ist vom Münchner Zentralinstitut für Kunstgeschichte in Zusammenarbeit mit dem Institut für Zeitgeschichte erschlossen und digitalisiert worden, um ihn für die Provenienzforschung verfügbar zu machen. Die Dokumente wurden nach den Vorgaben des Archivs gesichtet, inventarisiert und sortiert. Erstellt wurde zudem ein ausführliches, über 250 Seiten umfassendes Findmittel zu einem Großteil der Korrespondenz. 

Die schon seit 2016 im Bundesarchiv recherchierbaren digitalisierten Fotos aus dem Nachlass Gurlitt werden damit um die geschäftliche Korrespondenz aus dem Nachlass ergänzt und stehen nun der Forschung an einer Stelle zur Verfügung. Der im Mai 2014 verstorbene Cornelius Gurlitt hatte seine Sammlung dem Kunstmuseum Bern vermacht. 2012 war die Sammlung beschlagnahmt worden. Seitdem wird nach der Herkunft der Bilder geforscht. Cornelius Gurlitt hatte die Werke von seinem Vater Hildebrandt Gurlitt, Adolf Hitlers Kunsthändler, geerbt.