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Sonntag, 1. März 2020

Leipziger Buchmesse hält an Termin fest

Die Leipziger Buchmesse hält nach der Absage verschiedener Messen wegen der Ausbreitung des Coronavirus an ihrem geplanten Termin fest. Das teilten die Verantwortlichen über ihren Twitter-Account mit. Man stehe in Kontakt mit den zuständigen Gesundheitsbehörden. Bislang lägen keine Auflagen für die Messe vor. Die Messe ist nach Frankfurt die zweitgrößte Buchmesse in Deutschland und soll vom 12. bis 15. März 2020 stattfinden. Wegen der Zunahme von Coronavirus-Infektionen in Deutschland sind unter anderem die Tourismusbörse ITB, die Pro Wein in Düsseldorf und die Eisenwarenmesse in Köln abgesagt oder verschoben worden.

dpa

Journalisten des türkischen „Sputnik“ festgenommen

Die türkische Polizei hat den Chefredakteur der türkischen Ausgabe des russischen Staatsmediums „Sputnik“ festgenommen. Das Online-Portal schrieb, der Leiter von „Sputnik Türkiye“, Mahir Boztepe, sei in die Polizeizentrale in Istanbul gebracht worden. Zudem sei die „Sputnik“-Redaktion von Beamten durchsucht worden. In Ankara wurden drei weitere „Sputnik“-Mitarbeiter ebenfalls festgenommen. Das russische Außenministerium kritisierte die Festnahme der Journalisten scharf. Die türkische Sektion von Reporter ohne Grenzen schrieb bei Twitter, die Polizei habe die „Sputnik“-Mitarbeiter zu einem Artikel befragt. In dem Beitrag mit dem Titel „Die gestohlene Provinz‘“ ging es um die Übergabe eines Teils von Südsyrien an die Türkei durch die damalige französische Kolonialmacht im Jahr 1938. Die Polizeimaßnahmen könnten die Spannungen zwischen Ankara und Moskau befeuern, die sich vor dem Hintergrund der militärischen Eskalation in Syrien zuletzt verschärft hatten.

dpa

Theaterneubau in Frankfurt am Main: Arno Lederer im Gespräch mit Susanne Burkhardt / Deutschlandfunk Kultur 29.02.2020

Die Stadt Frankfurt am Main bekommt Neubauten für Oper und Schauspiel – das ist seit einem Monat bekannt. Eine Sanierung der bisherigen Doppelanlage am Willy-Brandt-Platz in der Innenstadt ist wohl vom Tisch. Wo nun gebaut werden soll, darüber wird derzeit diskutiert. Mindestens ein Gebäude soll nach dem Willen von Kulturdezernentin Ina Hartwig am bisherigen Standort bleiben.
In die Debatte platzte nun die Meldung von einem Entwurf des niederländischen Architekten Rem Koolhaas, der die Bühnen raus aus der Innenstadt an den Osthafen verlegen möchte. Das entspricht auch dem Wunsch der örtlichen CDU. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hakte bei Koolhaas nach – der bestritt allerdings, dass der Entwurf von ihm stamme.
Verwirrung also, was die Pläne für den Neubau in Frankfurt betrifft, und Anlass, mit einem Praktiker zu sprechen, dem Architekten Arno Lederer. Er baut gerade in München den Neubau für das Volkstheater. Als Büropartner von Lederer+Ragnarsdóttir+Oei hat er zuvor das Große Haus des Theaters in Darmstadt für 70 Millionen Euro saniert.
„Ich würde auf jeden Fall die Innenstadt bevorzugen“, sagt Lederer zum Standort in Frankfurt am Main. Theater und Oper seien nicht nur für die Besucher da, sondern mitbestimmend und bereichernd für den öffentlichen Raum einer Stadt, wenn es gute Architektur sei. Da die Innenstädte, vor allem in Frankfurt, so stark durch Bürohäuser und Banken geprägt seien, müsse es einen Ausgleich geben.
„Der Ausgleich kommt durch die Kultur, nachdem die Kirche sich vom Bauen zurückgezogen hat“, sagt Lederer. „Jetzt müssen wir schauen, dass wir eine kluge Mischung in der Innenstadt bekommen, wo es nicht nur um Kommerz und Verwaltung geht, sondern eben auch um Kultur.“
Wie so ein Theaterbau aussehen könnte, hänge sehr von den unterschiedlichen Vorstellungen der Intendanten ab, so Lederer. „Aber sicher ist auf jeden Fall, dass sich das Theater ändern wird.“ Die Vermischung von Theater, Singspiel und Oper habe nach allen Voraussagen wahrscheinlich eine Zukunft. Aber man benötige in Zukunft andere Häuser als das klassische Opernhaus. „Das muss sehr offen sein und das muss sich nach außen auch offen zeigen“, sagt der Architekt.
So ein Theater sollte ein Ort sein, bei dem die Jugend sage, dass man da hingehen muss. Dafür sollte schon von der Straße aus sichtbar sein, was drinnen geschehe. Die Häuser sollten einladend sein und Lust darauf machen, hineinzugehen, sagt der Architekt. Wichtig sei auch, dass so ein Theaterneubau den ganzen Tag über Veranstaltungen anbiete, an denen sich das Publikum beteiligen könne. Ein Vorbild könnte das National Theatre in London sein, in dem Buchladen und Café auch tagsüber geöffnet sind. 
Für Frankfurt einen „spektakulären“ Theaterneubau zu fordern, sei der falsche Ausgangpunkt, sagt Lederer. „Zunächst einmal geht es darum, ein gutes Theater zu bauen.“ Das könne die Stadt in Zusammenarbeit mit guten Architekturbüros erreichen. So könnte der Frankfurter Neubau auch „eine Ikone“ werden oder vielleicht sogar „spektakulär“. Bei der Auswahl der richtigen Büros müssten nicht unbedingt die Stars der Branche zum Zuge kommen. Er selbst sei jetzt 71 Jahre alt und fände es wichtig, dass junge Architekten und Architektinnen stärker einbezogen würden, von denen man glaube, dass sie Dinge entwerfen könnten, die vielleicht schon zukunftsfähig seien.

(gem)

Antisemitismus-Beauftragter kritisiert TU Braunschweig

Die TU Braunschweig wehrt sich gegen Vorwürfe, sie hätte nationalsozialistischem Gedankengut Vorschub geleistet. Ein geplanter Vortrag über die Hitler-Geliebte Eva Braun mit dem Titel "„Ich, die Geliebte des größten Mannes Deutschlands und der Erde“ war zwar krankheitsbedingt abgesagt worden, sorgte aber für Kritik. Der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, Klein, sagte der „Bild am Sonntag“: „Dass die Universität in einer Vortragsreihe über bedeutende Frauen völlig unkommentiert auch Eva Braun in die Liste aufgenommen hat, ist völlig unverständlich und geschichtsvergessen.“ Die Hochschule hat eine Stellungnahme veröffentlicht, in der sie es bedauert, dass sich Menschen durch den „ungeschickt formulierten Titel verletzt fühlten“. Es sei darum gegangen, kritisch zu reflektieren, warum eine „eigentlich historisch unbedeutende Frau wie Eva Braun“ bis heute eine große mediale Aufmerksamkeit erfährt.

dpa

A Look Into The British Library in Yorkshire (BLDSC)

Occasionally mistaken for the nearby prison, the British Library at Boston Spa – two miles outside Wetherby in West Yorkshire – is a landmark perhaps more driven past than actually visited. However, for researchers in the north of England it offers a gateway to vast research collections that include journals of the sciences, arts and humanities, millions of monograph titles and the UK national newspaper collection.

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For many years, Boston Spa has offered access to our Document Supply collection – a wide range of material that is the equivalent to a first rate university library: 3 million research level books, 210,000 journal titles, 400,000 conference proceedings and 130,000 music scores. We also offer access to 3 million sound recordings via our Sound and Moving Image service.
Last year, the Reading Room underwent major refurbishment and we introduced full Reader registration for the first time at Boston Spa. This meant that we were able to extend much further the range of material that could be accessed by Readers in Yorkshire.
From September 2014 we made print newspapers available to view at Boston Spa, and in May this year we extended access to include microfilmed newspapers. Both formats can be requested to Boston Spa for viewing within 48 hours. In addition 11 million pages of digitised, fully searchable newspapers are available via the British Newspaper Archive, which can be used for free in any of our Reading Rooms.

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Photo © Kippa Matthews.

The availability of these different formats of newspapers means that the vast majority of the national newspaper collection is now accessible to Readers in Yorkshire, as well as those in the Newsroom at St Pancras. This is a massive benefit to our users in Yorkshire, and across the north of England – one of the world’s greatest newspaper archives available to use at a facility in the heart of the region.
This month, we increased the extent of collections available to Readers in the north further still. You can now request legal deposit books and serials held at the Boston Spa site – including some seven million items held in the Additional Storage Building. As with print newspapers and microfilm, these items should be ordered 48 hours in advance; you can track the progress of your order via My Reading Room Requests and you’ll be able to see when your items are available for viewing.
This is the latest phase of an ongoing project to pilot extended access to collection items at Boston Spa, and we are closely monitoring both demand and our ability to meet that demand, with a view to extending access to other collections in future.
For now, please pass on the message about the breadth and richness of the collections that can now be accessed in Yorkshire. If you’ve never used us before, please pre-register online. Once you’ve registered, you can begin to request items and, within 48 hours, make your first visit to Boston Spa to obtain your Reader pass (which is also valid for our St Pancras Reading Rooms) and start exploring our collections.
The Reading Room has free wifi and the site offers parking (also free) and a canteen available to Readers as well as staff. If you’d like to find out more, please don’t hesitate to contact our team via email Reader-Service-Enquiries@bl.uk or phone 01937 546060.
To whet your appetite, this recent TV news report includes a look behind the scenes at both the Boston Spa Reading Room and the National Newspaper Building. If you live in the north, it’s an amazing resource to have on our doorstep – and available to use for free. If you know anyone else who might find it useful, please let them know!

Jerry Shillito
Head of Reader and Reference Services

Vatikan öffnet Archive über die Zeit des 2. Weltkrieges



Die Schweizer Tagesschau vom 27.2.2020 berichtet über die Öffnung der vatikanischen Archive:
„Hat Pius XII. wirklich geschwiegen und nichts getan angesichts der Gräueltaten der Nationalsozialsten? Rund eine Million Blätter in 20.000 Ordnern stehen künftig offen für Forscher.“
via https://blog.digithek.ch/vatikan-oeffnet-archive-ueber-die-zeit-des-2-weltkrieges/

zum selben Thema: katholisch.de: Der Vatikan öffnet seine Archive zu Pius XII. – Was zu erwarten ist
  
Wegen der langen Debatte über das Verhalten Pius‘ XII. angesichts des Holocaust bekommt die am 2. März anstehende Öffnung seiner Archive große Aufmerksamkeit. Doch Historiker erwarten zu anderen Themen viel mehr Neuigkeiten.
Von Roland Juchem (KNA) | Vatikanstadt – 01.03.2020
Die „Stichwort-Zutaten“ für das, was ab dem 2. März in Rom erforscht werden kann, wecken Erwartungen wie für einen Roman von Dan Brown: Vatikan – Archiv – geheim – Weltkrieg – Holocaust. Indes: In der Realität wird die bald beginnende Arbeit internationaler Historiker deutlich nüchterner ausfallen. Was nichts daran ändert, dass sich ihnen Zugänge zu zwei spannenden Jahrzehnten der jüngeren Geschichte öffnen.
„Im Pontifikat von Pius XII. verdichtet sich gewissermaßen das 20. Jahrhundert insgesamt“, sagt Martin Baumeister, Direktor des Deutschen Historischen Instituts in Rom. Die knapp 20 Jahre seiner Regierungszeit bildeten „eine Art Scharnier“ in einem Zeitalter der Extreme – zwischen den totalitären Diktaturen einerseits und der einsetzenden Demokratisierung andererseits.
[…]
Geöffnet wird nicht nur das Vatikanische Apostolische Archiv, bis Oktober „Vatikanisches Geheimarchiv“ – wobei „geheim“ nur „privat“ bedeutete. Auch die Archive der Glaubenskongregation und anderer Kurienbehörden öffnen ihre Pforten für Forscher. Damit die darin überhaupt arbeiten können, mussten die Mitarbeiter das gesamte Material erst einmal zusammenstellen und katalogisieren. Und das war viel. 200.000 archivarische Einheiten – Kartons, die wenige Notizzettel oder bis zu 1.000 Blatt Papier enthalten können. […]
Siehe https://www.katholisch.de/artikel/24695-der-vatikan-oeffnet-seine-archive-zu-pius-xii-was-zu-erwarten-ist
 

Preprint Fritze/Krickl: 8 Jahre Austrian Books Online

Ein Preprint aus BIBLIOTHEK Forschung und Praxis:

Fritze, Christiane – Krickl, Martin: Austrian Books Online – Acht Jahre Digitalisierung des historischen Buchbestandes der Österreichischen Nationalbibliothek mit Google
Dieser Beitrag zur Digitalisierung des historischen Buchbestandes der Österreichischen Nationalbibliothek legt einen Schwerpunkt auf die Herausforderung von Logistik und Metadatenbearbeitung. Ausgehend von einer kritischen Betrachtung zur Nutzbarkeit der erstellten Daten wird der Bogen geschlagen von der aktuellen Präsentation der Digitalisate über den Book-Viewer zu bereits gängigen Forschungsmethoden der digitalen Geisteswissenschaften, die anhand des Projekts Travelogues illustriert werden.

http://edoc.hu-berlin.de/18452/21973

via https://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=50981