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Freitag, 14. November 2014

Digitale Werk-Auszüge für die Lehre bleiben erlaubt

Die umstrittene, insgesamt viermal befristete Intranetklausel im Urheberrechtsgesetz wird dauerhaftes Recht: Der Deutsche Bundestag hat in seiner 63. Sitzung am 06.11.2014 aufgrund der Beschlussempfehlung und des Berichts des Ausschusses für Recht und Verbraucherschutz den von den Fraktionen der CDU/CSU und SPD eingebrachten Entwurf unverändert angenommen. Der Entwurf erlaubt dauerhaft, „kleine Teile“ von Werken einem „bestimmt abgegrenzten Bereich von Unterrichtsteilnehmern“ für Bildungszwecke in einem abgeschlossenen Netzwerk zugänglich zu machen (http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/18/030/1803069.pdf). Am 28.11.2014 wird der Bundesrat in seiner Plenarsitzung darüber abstimmen. Den auch als Intranetklausel bezeichneten Paragrafen 52a Urheberrechtsgesetz (http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__52a.html) hatte zuletzt die Vorgängerregierung Ende 2012 für zwei weitere Jahre verlängert.

Mittwoch, 12. November 2014

TIB startet Open Video Lectures

Die Open Video Lectures „CoScience – Gemeinsam forschen und publizieren mit dem Netz“ sind an den Start gegangen. Die Online-Seminarreihe wird organisiert vom Open Science Lab (OSL) der Technischen Informationsbibliothek (TIB) Hannover, das gemeinsam mit der Scientific Community Methoden und Werkzeuge erprobt, die Forschende in ihrer Arbeit unterstützen.In den Open Video Lectures steht das kollaborative digitale Arbeiten im Mittelpunkt, das gemeinsame Forschen und Publizieren mit dem Netz. Die Themen der Experten aus dem Bereich Open Science sind breit gefächert: von der kollaborativen Literaturrecherche über Projektmanagement in vernetzten Forschungsgruppen, Qualitätssicherungsverfahren und Sozialen Netzwerke für Forschende bis zu Open Access und Open Data. Die Teilnehmenden können sich mit theoretischen und auch ganz praktischen Fragen direkt an die Expertinnen und Experten wenden. Ein Handbuch mit dem Titel CoScience, das auf der CeBIT 2014 vorgestellt wurde, befasst sich mit neuen Formen des digitalen wissenschaftlichen Arbeitens. Das Handbuch ist auf der Online-Plattform handbuch.io (http://handbuch.io/w/Handbuch_CoScience) frei zugänglich. Sowohl Handbuch als auch Open Video Lectures sind freie Lehrmaterialien, auch Open Educational Resources (OER) genannt.

Rat für Informationsinfrastrukturen gegründet

Der neu gegründete Rat für Informationsinfrastrukturen hat Anfang November 2014 seine Arbeit aufgenommen. Die 24 ehrenamtlichen Ratsmitglieder – Vertreter von Wissenschaft und Gesellschaft sowie Bund und Ländern – kamen in Göttingen zu ihrer ersten Sitzung zusammen. Der Rat hat die Aufgabe, disziplin- und institutionsübergreifende Empfehlungen für die weitere Entwicklung und den Ausbau der digitalen Infrastrukturen von Bildung und Wissenschaft zu erarbeiten. Dazu gehören etwa Fragen der digitalen Langzeitarchivierung, der Zugänge zu Datenbanken oder der Digitalisierung von Wissensbeständen. Informationsinfrastrukturen sind Einrichtungen wie Bibliotheken, Archive und Forschungsdatensammlungen, die sich systematisch damit befassen, große Datenmengen und Informationen zusammenzutragen und weltweit verfügbar zu machen.

Neues Zentrum für Digital Humanities

An der Universität Würzburg beschäftigen sich seit längerer Zeit zahlreiche Initiativen und Projekte mit den Aufgabenfeldern der Digital Humanities. Besonders aktiv ist dabei der Lehrstuhl für Computerphilologie und Neuere Deutsche Literaturgeschichte unter Federführung von Professor Fotis Jannidis. Bei ihm wurde in diesem Jahr mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) die E-Humanities-Nachwuchsgruppe „Computergestützte literarische Gattungsstilistik“ eingerichtet.

An der Universität Würzburg gibt es derzeit ein Großprojekt der Digital Humanities: Zum 01.10.2014 startete unter dem Namen „Kallimachos“ ein vom BMBF gefördertes Vorhaben, an dessen Ende die Etablierung eines Digital-Humanities-Zentrum mit den Schwerpunkten digitale Edition und quantitative Analyse stehen soll. Kallimachos war im dritten Jahrhundert vor Christus Bibliothekar in der berühmten Bibliothek von Alexandria und Verfasser der ersten wissenschaftlichen Bibliothekskataloge.

Die Initiative für das Projekt ging von der UB Würzburg aus, bei der nun auch die Projektleitung liegt. Das BMBF fördert „Kallimachos“ in den kommenden drei Jahren mit rund 2,1 Millionen Euro. Das Projekt stellt auch eine langfristige Neuausrichtung der Universitätsbibliothek für die infrastrukturelle Unterstützung der geisteswissenschaftlichen Forschung dar.

Der Schwerpunkt des Kallimachos-Projekts liegt auf digitaler Edition und Textmining. In einer Kooperation von Geisteswissenschaftlern, Informatikern und Bibliothekaren soll eine technische und soziale Infrastruktur entstehen, die Geisteswissenschaftler bei der Beantwortung von Forschungsfragen unterstützt.

Amsterdamer Rijksmuseum stellt Gemälde online

Das Rijksmuseum in Amsterdam (https://www.rijksmuseum.nl/en) präsentiert auf seiner Website eine Vielzahl von Gemälden aus allen Epochen der Kunstgeschichte ("Collection" anklicken). Wenn Sie "Explore the collection" anklicken, erhalten Sie Zugang zu den Highlights des Museums (Masterpieces, The Night Watch, Rembrandt and Vermeer); wenn Sie unter "Browse the Collection" den Button "Artists" anklicken, haben Sie die Möglichkeit, vom Anfangsbuchstaben des Künstlers ausgehend ein bestimmtes Gemälde zu finden. Eine Suchfunktion steht ebenfalls zur Verfügung ("Search the Collection").

Dienstag, 11. November 2014

3. Deutsches VuFind-Anwendertreffen in Frankfurt/Main

Am 24./25.09.2014 fand in Frankfurt am Main das 3. Deutsche VuFind-Anwendertreffen statt, auf dem Stefan Winkler einen Vortrag zum Thema „Relevance Ranking Revisited – Heterogene Datenquellen in VuFind?“ gehalten hat. Der Vortrag ist – neben den anderen Präsentationen – auf der HeBIS-Website (http://www.hebis.de/de/1ueber_uns/projekte/portal2/vufind-treffen-2014_programm.php) zu finden. Eine Zusammenfassung des VuFind-Anwendertreffens kann ebenfalls auf der HeBIS-Website nachgelesen werden (http://www.hebis.de/de/1ueber_uns/projekte/portal2/vufind-treffen-2014_vortraege/Zusammenfassung_3._VuFind-Anwendertreffen.pdf).

Neue Ausgabe von Masala ist erschienen

Die neue Ausgabe des Newsletters "Masala" ist am 07.11.2014 erschienen. Die Online-Ausgabe kann unter folgendem Link eingesehen werden: http://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/masala/index

Die neue Ausgabe enthält folgende Beiträge:

Anna Sawerthal und Markus Viehbeck: Digitalisierungsaktivitäten im Heidelberger "Kalimpong-Projekt": Die Zeitung Himalayan Times

Borayin M. Larios und Julie Pusch: Following the Garnet's Trail: From South Asia to Europe.

Daneben informiert der Newsletter wieder über fachrelevante Veranstaltungen sowie Neuigkeiten aus dem Sondersammelgebiet "Südasien" und Savifa.