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Dienstag, 11. November 2014

Digitalisierungsprojekt der Nationalbibliothek Oslo

Die Nationalbibliothek Norwegens kommt mit ihrem riesigen Digitalisierungsprojekt Bokyhlla schnell voran. Roger Jøsevold, Vizeleiter der Nationalbibliothek, meint in einem Interview, dass der norwegische Weg politische Entscheidungen und vereinfachte Vergütungssysteme erfordert (http://irights.info/artikel/roger-jsevold-die-in-norwegen-erschienenen-buecher-sind-bis-2017-digitalisiert/24283).

Kulturpolitik auf den Punkt gebracht

Kulturpolitik auf den Punkt gebracht - Kommentare und Begriffe von Olaf Zimmermann / Aus Politik + Kultur 12. 139 Seiten Preis: 9,80 Euro. ISBN 978-3-934868-32-8

Der Deutsche Kulturrat stellt das Buch jetzt auch kostenfrei als pdf-Datei im Netz zur Verfügung (http://www.kulturrat.de/dokumente/buecher/kulturpolitik.pdf). Das gedruckte Buch ist beziehbar über jede Buchhandlung, über amazon oder ebenfalls versandkostenfrei unter http://www.kulturrat.de/shop.php.

Ausgabe 3.2 von Perspektive Bibliothek ist erschienen

Die Ausgabe 3.2 von Perspektive Bibliothek ist erschienen. Unter http://perspektive-bibliothek.uni-hd.de findet sich die neue Ausgabe mit folgenden Beiträgen:

Michael Lemke: Sind wir wirklich reif für E-only? Nutzerbedarf und Leseverhalten als Kriterien einer monographischen Erwerbungspolitik an wissenschaftlichen Bibliotheken

Markus Schnalke: Open Access, Freie Software und Co.: Eine Analyse der Gemengelage

Kathrin Höhner: Der Einsatz von Webinaren bei der Vermittlung von Informationskompetenz an Wissenschaftlichen Bibliotheken

Mirko Hanke: Bibliothekarische Klassifikationssysteme im semantischen Web: Zu Chancen und Problemen von Linked-Data-Repräsentationen ausgewählter Klassifikationssysteme

Anna Kasprzik: Vorläufer der Internationalen Katalogisierungsprinzipien

Annika Rieder: Führungsstile – Reflexion und Erörterung wesentlicher Führungstheorien

Almut Breitenbach: Altbestand 2.0: Möglichkeiten und Bedingungen des Einsatzes von Social Media zur Kommunikation über historische Bestände

Freitag, 7. November 2014

„Himalayan Times“ vom Südasien-Institut digitalisiert

Alle verfügbaren Ausgaben der englischsprachigen indischen Zeitung „Himalayan Times“, die in den Jahren 1947 bis 1963 herausgegeben wurde, wurden im Auftrag des Südasien-Instituts von der Universität Heidelberg digitalisiert. Die Zeitung wurde im Rahmen des Projekts „Kalimpong as a 'Contact Zone': Encounters between Tibet and Western Modernity in the Early 20th Century“ (Exzellencluster „Asien & Europa“ der Universität Heidelberg) auf die Website der UB Heidelberg gestellt (http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/himalayan_times).

VD 17 macht Fortschritte

Dank der Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Kooperation von derzeit 22 Bibliotheken (u. a. aus der SWB-Verbundregion die SLUB Dresden) sind über 100.000 von den rund 300.000 im Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 17. Jahrhunderts (VD 17) digitalisiert. Aus der Ratsschulbibliothek Zwickau wurden im Jahr 1998 über 17.000 Nachweise aus einem abgeschlossenen DFG-Projekt zur Erschließung von Personalschriften in die VD 17-Datenbank eingespielt. Damit stehen eine große Anzahl wichtiger Titel aus Philosophie, Medizin, Recht und Theologie oder literarische Werke von Opitz, Gryphius oder Grimmelshausen online unter http://www.vd17.de/ zur Verfügung. Das VD 17 als bibliographisches Nachweisinstrument mit fachübergreifender Relevanz ist innerhalb mehrerer interdisziplinärer Fachportale für die Recherche wissenschaftlicher Informationen eingebunden (u. a. in das Gateway Bayern, in die Fachportale Clio-online und Chronicon, in den History Guide, in den Karlsruher Virtuellen Katalog und in das Wissenschaftsportal b2i).

"Kölner Entwurf" zum Urhebervertragsrecht

In Berlin haben am 05.11.2014 das koelner forum medienrecht (kfm) und die Deutsche Stiftung Eigentum ein Positionspapier zum Urhebervertragsrecht vorgestellt, das die rechtliche Lage der Kulturschaffenden verbessern soll. Ausgangspunkt der Autoren ist die Überlegung, dass das geltende Urhebervertragsrecht den Begriff der "Angemessenheit" einer Vergütung zu unbestimmt lasse und nur "geringe Anreize für die Entwicklung allgemein verbindlicher Vergütungsregeln" gebe.

Der Kölner Entwurf will über die Erhöhung des administrativen Aufwands der Verwerter, z.B. Begründungs- und Auskunftsverpflichtungen, Begrenzung der Laufzeiten von Urheberverträgen und damit der Verteuerung des Rechteerwerbs den Anreiz zum Abschluss gemeinsamer Vergütungsregeln erhöhen. Eine kollektive Klagebefugnis im Bereich der Befolgung von gemeinsamen Vergütungsregeln soll das „Phänomen Blacklisting“ verhindern.

Ist die Zukunft des Warburg Institute gesichert?

Am 06.11.2014 wurde eine Entscheidung des britischen High Court bekannt, wonach die bedeutende Forschungsbibliothek des Warburg Institute, die auf eine Gründung des Hamburger Kunst- und Kulturhistorikers Aby Warburg (1866–1929) zurückgeht, nicht im Eigentum der Universität London steht, diese aber verpflichtet ist, das Warburg Institute finanziell zu unterstützen und als unabhängige Einheit zu erhalten. Grundlage hierfür ist eine nun bestätigte Vereinbarung aus dem Jahr 1944: die Bibliothek Warburg siedelte nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Dezember 1933 von Hamburg nach London über und wurde nach längerer Verhandlungen der dortigen Universität eingegliedert.

Die Universität London kündigte allerdings an, die Gerichtsentscheidung nicht vollständig zu akzeptieren, sondern die bereits seit Jahren andauernde und weltweit für Unverständnis sorgende rechtliche Auseinandersetzung jedenfalls für Teilfragen fortführen zu wollen. Zugleich weist sie den Vorwurf zurück, sie habe zu irgendeinem Zeitpunkt eine Aufteilung des Warburg Institute geplant.