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Donnerstag, 1. Oktober 2015

Staats- und Stadtbibliothek Augsburg beteiligt sich am Google-Projekt der BSB

Die Staats- und Stadtbibliothek Augsburg beteiligt sich mit ihrem Bestand am Google-Projekt der Bayerischen Staatsbibliothek München und arbeitet für die Umsetzung seit Januar 2015 mit dem Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Augsburg zusammen. Geplant ist die Digitalisierung von circa 107.000 Titeln, mit denen die Staats- und Stadtbibliothek Augsburg neben der Bayerischen Staatsbibliothek und der Staatlichen Bibliothek Regensburg zum Digitalisierungsprojekt beiträgt. Bis Mai 2015 wurden bereits circa 15.000 Titel digitalisiert, die sukzessive im Online-Katalog der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg und im BVB nachgewiesen werden (via https://www.bibliotheksforum-bayern.de/fileadmin/archiv/2015-3/PDF-Einzelbeitraege/BFB_0315_21_Kurznotiert_V05.pdf).

Nachlassverzeichnisse der BSB München online

Nach mehrjähriger Laufzeit des Projekts stehen die Verzeichnisse von fast 500 Nachlässen der BSB online. Alle Verzeichnisse von Nachlässen, die gut erschlossen oder zumindest grob geordnet sind, stehen als PDF zum Download oder in den digitalen Sammlungen der Bayerischen Staatsbibliothek zur Verfügung. Der Umfang der Verzeichnisse, die handschriftlich, schreibmaschinenschriftlich oder in Word/Excel vorliegen, reicht dabei von wenigen Seiten (Groblisten) bis zu mehreren hundert Seiten (detaillierte Erschließung). Jedes Online-Verzeichnis wird eingeleitet durch eine kurze Übersicht mit Hinweisen zum Umfang des Bestandes, zum Stand der Erschließung und zu den Benutzungsmodalitäten.

Zu finden sind die Verzeichnisse über den OPACplus/BSB-Katalog und den Verbundkatalog B3Kat (Gateway Bayern) unter dem Namen der Nachlassers.

Beispiel OPACplus/BSB-Katalog: Oskar Maria Graf

Beispiel OPACplus/BSB-Katalog: Oskar Maria Graf

Auch über die Website der Bayerischen Staatsbibliothek auf den Unterseiten zu den Beständen des Nachlassreferats können die Verzeichnisse ermittelt werden (Namensliste).

Beispiel BSB-Website: Gesamtübersicht

Beispiel BSB-Website: Nachlässe G - K

In der deutschsprachigen Wikipedia sind die Einträge zu Personen, zu denen die Bayerische Staatsbibliothek einen Nachlass besitzt, schon fast vollständig mit dem Nachlassverzeichnis verlinkt (Rubrik Weblinks).

Beispiel Wikipedia: Oskar Maria Graf

In der Nachlassdatenbank Kalliope findet sich im Bereich der Gesamtaufnahmen zu den Nachlässen ebenso Links auf die Verzeichnisse.

Kalliope

via Newsletter der BSB München Nr. 106 (2015/09) vom 30. September 2015

Neue Datenbank zur Geschichtsdidaktik in historicum.net

Die Beta-Version der neuen Datenbank zur Geschichtsdidaktik Index Didacticorum - Research Collaborative Bibliography for History Education umfasst über 6.300 bibliographische Datensätze für geschichtsdidaktische Fachliteratur. Die Plattform bietet NutzerInnen darüber hinaus die Möglichkeit, neue Beiträge über ein Eingabemodul bei der Redaktion anzumelden. Die Datenbank, die Bestandteil des Geschichts-Portals historicum.net ist, hat eine internationale Ausrichtung.

Digitale Sammlungen der UB Stuttgart

In den Digitalen Sammlungen der UB Stuttgart befinden sich Digitalisate aus älteren Beständen. Schwerpunkte sind Fotografien, Karten, Pläne und Architekturzeichnungen. Die Sammlung wird kontinuierlich erweitert. Sämtliche Daten können sowohl heruntergeladen als auch ausgedruckt werden. Das Schwergewicht der Digitalen Sammlungen der Stuttgarter UB liegt derzeit auf Karten und Plänen des italienischen Architekten Giovanni Salucci, der 1818 zum Hofbaumeister des württembergischen Königs Wilhelm I. ernannt wurde. Salucci zeichnete verantwortlich für zahlreiche repräsentative Bauwerke in Württemberg (wie Schloss Rosenstein, das Wilhelmspalais und die Grabkapelle auf dem Württemberg, die er nach dem frühen Tod von Königin Katharina erbaute).

Gemeinsame Förderung von Wissenschaft und Forschung

Seit 2008 gibt das Büro der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) regelmäßig eine Übersicht der Finanzströme in der gemeinsamen Forschungsförderung von Bund und Ländern heraus. Erstmalig wird in diesem Jahr in den „Finanzströmen“ nicht nur die gemeinsame Forschungsförderung von Bund und Ländern, sondern zusätzlich die gemeinsame Förderung von Wissenschaft an Hochschulen dargestellt, zu der z.B. die Finanzierung zusätzlicher Studienanfänger nach dem Hochschulpakt gehört. Die aktuelle Publikation liegt seit Ende September unter dem Titel „Gemeinsame Förderung von Wissenschaft und Forschung - Finanzströme im Jahr 2013“ als PDF-Version vor (http://www.gwk-bonn.de/fileadmin/Papers/GWK-Heft-44-Finanzstroeme2013.pdf).

Bund und Länder stellten danach 2013 mehr als 12,3 Milliarden Euro für die gemeinsame Förderung von Wissenschaft und Forschung nach Artikel 91b Absatz 1 des Grundgesetzes bereit. Das sind 1,6 Milliarden oder 15 % mehr als im Vorjahr 2012. Zwei Drittel dieser Mittel stammten vom Bund, ein Drittel von den Ländern. 62 % des Mittelvolumens gingen an die großen außeruniversitären Wissenschaftsorganisationen: Die Helmholtz-Gemeinschaft erhielt rund 2,6 Milliarden Euro, die DFG rund 2,1 Milliarden Euro. Die Max-Planck-Gesellschaft empfing circa 1,4 Milliarden Euro, die Leibniz-Gemeinschaft rund 990 Millionen Euro. An die Fraunhofer-Gesellschaft gingen fast 600 Millionen Euro. Auf den Hochschulpakt entfielen mit knapp 3,2 Milliarden Euro fast 26 % der gesamten Förderung 2013. Die übrigen 12 % des Gesamtvolumens entfielen auf die Exzellenzinitiative, auf Forschungsbauten und Großgeräte sowie weitere Einrichtungen und Vorhaben.

1. RDA-Datensatz in der DNB erfasst

Die Deutsche Nationalbibliothek (DNB) hat am 01.10.2015 mit dem Katalogisat von Jonathan Franzens Roman „Unschuld“ den ersten Datensatz nach dem internationalen Standard Resource Description and Access (RDA) erstellt. Die DNB ist als Projektleiterin für den Umstieg auf den internationalen Standard im deutschsprachigen Raum verantwortlich.

Wenn auch der Roman eine Handlung über sechs Jahrzehnte und drei Kontinente umfasst, kann das RDA-Projekt immerhin auf knapp drei Jahre Arbeit in drei Ländern zurückblicken. Der Weg bis zur Erfassung der ersten Datensätze nach dem neuen Regelwerk wurde gemeinsam von Kolleginnen und Kollegen aus Deutschland, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz beschritten. Mit dem Umstieg, den die Beteiligten nun bis Ende des Jahres vollziehen werden, ist ein wichtiger Schritt für eine zukunftsweisende Erschließung getan. Der Roman von Jonathan Franzen endet mit den Worten „... glaubte sie, dass es vielleicht zu schaffen sei.“ Für die erste Implementierung der RDA im deutschsprachigen Raum kann nun gesagt werden: „Es ist geschafft“.

(via http://www.inetbib.de/listenarchiv/msg56515.html)

Europeana Sounds

Die Deutsche Nationalbibliothek macht in ihrem Newsletter vom Oktober 2015 auf Europeana Sounds aufmerksam, ein Projekt, in dem Tonaufnahmen der Bereiche zeitgenössischer, traditioneller und klassischer Musik, Sprachen und Dialekte, mündliche Erinnerungen und Naturklänge zusammengetragen werden. Europeana Sounds nutzt dafür ausschließlich urheberrechtlich frei verfügbares Material, das öffentlich in der Europeana abrufbar ist. Aus dem Bestand der Deutschen Nationalbibliothek sind die Aufnahmen von 150 Klavierrollen und Tonwalzen digital eingespielt worden. Aufnahmen von 350 Schellackplatten sollen Anfang 2016 folgen. Europeana Sounds enthält auch eine Onlineausstellung zur Geschichte der Musikabspielgeräte, in der sich unter anderem ein Walzenklavier aus dem Bestand des Deutschen Musikarchivs der Deutschen Nationalbibliothek befindet.