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Donnerstag, 2. April 2015

Vorträge vom 16. MusIS-Nutzertreffen online

Am 16./17.03.2015 fand im BSZ in Konstanz das 16.MusIS-Nutzertreffen statt. Neben dem schon traditionellen Einblick in die neuesten Entwicklungen um imdas pro durch den Software-Hersteller Joanneum Research stand dieses Jahr der fachliche Austausch und die Zusammenarbeit im Fokus der Vortragsthemen: die Kooperation des Landesarchivs Baden-Württemberg und des BSZ beim LEO-BW-Portal, die Zusammenarbeit zwischen dem MusIS-Verbund und der digiCULT-Verbund eG in Fragen der Entwicklung von Museumsvokabular, der fachliche Austausch zwischen der Kooperationsinitiative Museen Baselland und MusIS sowie die Kooperation der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha und der Klassik Stiftung Weimar im Rahmen eines Ausstellungsprojekts mit Hilfe des neu umgesetzten BSZ-Leihmoduls in imdas pro. Am zweiten Tag fanden erstmals anwenderbezogene Workshops im Handling von imdas pro in den Bereichen Recherche, Datenbereinigung und Import/Export statt, die bei allen Teilnehmern großen Anklang fanden. Die Vorträge der Tagung sind im BSZ-Wiki zugänglich.

Überregionale Lizenzierung

2004 hat die DFG im Förderbereich Wissenschaftliche Literaturversorgungs- und Informationssysteme erstmals Nationallizenzen für Zeitschriftenarchive und Datenbanken gefördert. Daraus hat sich die Förderung der sogenannten Allianz-Lizenzen entwickelt, das sind überregionale Lizenzen für Zeitschriften-, E-Book-Pakete sowie Datenbanken aus allen Wissenschaftsbereichen. Die Förderung erfolgte bislang im Rahmen jährlich sich wiederholender Ausschreibungen. Der Hauptausschuss der DFG hat nun beschlossen, dieses Förderangebot fest im Portfolio der DFG zu verankern.

Eine Aufgabe von wissenschaftlichen Bibliotheken und Informationseinrichtungen ist, Wissenschaftlern den Zugriff auf elektronische Ressourcen zu wirtschaftlich günstigen Bedingungen zu ermöglichen. Mit dem Förderprogramm „Überregionale Lizenzierung“ (Allianz-Lizenzen) unterstützt die DFG die Informationseinrichtungen dabei, im Sinne dieser Aufgabenerfüllung angemessene Standards und Instrumente zu entwickeln sowie zu erproben. Die Förderung zielt darauf ab, die Versorgung in der Breite zu verbessern, den Zugriff auf die lizenzierten Inhalte abzusichern, eine Nutzung über den lesenden Zugriff hinaus zu ermöglichen sowie gängige technische Standards zu etablieren. Das Ziel der Förderung besteht nicht zuletzt darin, die Standards der Allianz-Lizenzen zu einem Referenzstandard für die Lizenzierung in Deutschland zu machen. Anträge im Rahmen des Programms „Überregionale Lizenzierung (Allianz-Lizenzen)“ werden jeweils zum 05. Mai eines Jahres entgegengenommen. Das Merkblatt „Überregionale Lizenzierung“ steht unter http://www.dfg.de/formulare/12_18/12_18_de.pdf zum Abruf bereit.

Zweitveröffentlichungsrecht: Allianz der Wissenschaftsorganisationen erläutert Bedingungen

Seit Beginn des Jahres können Urheberinnen und Urheber wissenschaftlicher Beiträge aufgrund des im Rahmen der erfolgten Novellierung des Urheberrechtsgesetzes (UrhG) in § 38 Absatz 4 geschaffenen Zweitveröffentlichungsrechts unter bestimmten Bedingungen ihre Werke als Zweitveröffentlichung elektronisch veröffentlichen. Hierzu hat die Schwerpunktinitiative „Digitale Information“ der Allianz der Wissenschaftsorganisationen Erläuterungen in Form von „Frequently Asked Questions“ (FAQ) veröffentlicht, die unter folgendem Link zur Verfügung stehen: http://www.allianzinitiative.de/handlungsfelder/rechtliche-rahmenbedingungen/faq-zvr.html.

Taskforce „Schwabinger Kunstfund“ ermittelt Provenienzen der Gurlitt-Werke

Seit dem 01.04.2015 ist das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg Projektträger für die von der Bundesrepublik Deutschland und dem Freistaat Bayern getragene Taskforce „Schwabinger Kunstfund“. Die Taskforce erforscht, welche der Werke aus dem Besitz von Cornelius Gurlitt ihren Eigentümern zwischen 1933 und 1945 durch das nationalsozialistische Unrechtsregime verfolgungsbedingt entzogen wurden. Das Ziel dieser Provenienzrecherche ist die Restitution der NS-verfolgungsbedingt entzogenen Werke an ihre Eigentümer und deren Nachfahren. Weitere Informationen finden sich unter http://www.taskforce-kunstfund.de sowie http://www.kulturgutverluste.de.

Neue Churer Schrift zur Informationswissenschaft

Felicitas Isler: Inklusion von Mitarbeitenden mit einer Beeinträchtigung in Bibliotheken

Am 15. Mai 2014 ist in der Schweiz die UNO-Behindertenrechtskonvention in Kraft getreten. Sie hält fest, dass Menschen mit Behinderungen das Recht haben, ihren Lebensunterhalt durch Arbeit zu verdienen. Österreich hat diese Konvention bereits 2008 ratifiziert und in Kraft gesetzt, Deutschland 2009. Diese beiden Nachbarländer haben Beschäftigungsquoten für Behinderte eingeführt, um deren Anspruch auf eine Arbeitsstelle zu verwirklichen. Die Schweiz kennt keine solchen Quoten, sie setzt auf das freiwillige Engagement der Arbeitgeber.

Bibliotheken beschäftigen in der Schweiz rund 7000 Personen und sind somit bedeutende Arbeitgeber. Sie bieten auch Mitarbeitenden mit einer Beeinträchtigung Arbeitsplätze, allerdings gibt es dazu keinerlei schriftliche Quellen. Deshalb besteht das Ziel dieser Bachelor-Thesis darin, diese Wissenslücke zu schliessen und das Engagement von Bibliotheken in der Deutschschweiz im Bereich Inklusion von Mitarbeitenden mit einer Beeinträchtigung zu dokumentieren. Dazu wurden Experteninterviews mit Personalverantwortlichen von fünf wissenschaftlichen und fünf grossen, allgemein-öffentlichen Bibliotheken durchgeführt, sowie mit einer betroffenen, beeinträchtigten Mitarbeitenden. Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass teilweise ein beachtliches Engagement vorhanden ist. Dieses ist aber weder in den Leitbildern der Bibliotheken verankert, noch ist es Teil einer bewussten Diversity-Management-Strategie.

Die Arbeit steht, wie alle weiteren Veröffentlichungen der elektronischen Schriftenreihe, zum kostenlosen Download bereit unter http://www.htwchur.ch/informationswissenschaft/forschung-und-dienstleistung/churer-schriften.html

Interesting facts about Apple (Infographic)

http://www.teleread.com/apple/interesting-facts-apple-infographic/

Mittwoch, 1. April 2015

Akademie der Künste in Berlin erbt Brecht-Handschriften

Die Berliner Akademie der Künste hat ein Konvolut wertvoller Handschriften von Bertolt Brecht (1898-1956) geerbt. Zu den Originalen gehören Gedichte aus der "Hauspostille", rund 150 Briefe und ein Tagebuch aus dem Jahr 1921. Das 1956 gegründete Bertolt-Brecht-Archiv der Akademie hatte die Handschriften schon seit längerer Zeit in Verwahrung. Erst nach dem Vorliegen eines Erbscheins habe sich inzwischen herausgestellt, dass Brechts Tochter Hanne Hiob (1924-2009) dem Haus das wertvolle Material übereignet habe, teilte der Archivleiter Erdmut Wizisla mit.