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Mittwoch, 30. April 2014

Bilddatenbank zu Meilensteinen der Fotografie

Der Photoindustrie-Verband feiert 2014 das Jubiläum „175 Jahre Fotografie“. Aus diesem Anlass hat der Interessenverband eine Bilddatenbank mit mehr als 550 Fotos bereitgestellt, die die technischen Meilensteine mit kurzen Anmerkungen präsentiert (http://www.photoindustrie-verband.de/technische-meilensteine-der-fotografie).

Montag, 28. April 2014

Lesen wirkt: Psychologen erforschen, wie Lektüre das Verhalten ändern kann

Informationsdienst Wissenschaft - idw vom 25.04.2014

Prof. Dr. Tobias Richter vom Institut für Psychologie der Universität Kassel und seine Mitarbeiterin Dr. des. Maj-Britt Isberner untersuchen bis Mitte 2016 in mehreren Experimenten das Potential von Geschichten, die Überzeugungen und das Verhalten von Probanden nachhaltig zu verändern. Die Kasseler arbeiten in dem Projekt mit dem Medienpsychologen Prof. Dr. Markus Appel von der Universität Koblenz-Landau zusammen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Kooperationsprojekt „Kognitive und emotionale Prozesse der Persuasion durch Narrationen“ mit insgesamt 360.000 Euro. Die Ergebnisse dieser Grundlagenforschung sollen während der Laufzeit des Projekts fortlaufend veröffentlicht werden. Hinweise aus der Historie, dass fiktive Geschichten die Einstellung von Menschen ändern können, gibt es zuhauf. Es heißt beispielsweise, die Erzählung „Onkel Toms Hütte“ habe Mitte des 19. Jahrhunderts die Ansicht vieler US-Amerikaner zur Frage der Gleichheit von Weiß und Schwarz geändert, sie habe sogar zum Ausbruch des Bürgerkriegs in den USA beigetragen. Dr. des. Maj-Britt Isberner nennt einen Fall aus der jüngeren Vergangenheit: Nach dem Lesen von Harry-Potter-Romanen hätten viele Kinder nach einer Eule als Haustier verlangt – zuvor wohl eine sehr exotische Idee. Prof. Richter und sein Team bringen eine große Expertise in das Forschungsprojekt ein. In früheren Studien und Experimenten konnte der Leiter des Fachgebiets Allgemeine Psychologie die subtile Wirkung von Geschichten auf die Einstellungen von Lesern bereits belegen: Nach dem Lesen einer emotionalen, fiktiven Geschichte, in der der Protagonist einen schweren Unfall erleidet, sei die Bereitschaft der Probanden, Organe zu spenden, gestiegen, berichtet der Wissenschaftler. „Auch wenn Geschichten rein fiktiv sind, beeinflussen sie Überzeugungen über die reale Welt“, sagt Richter, „und dieser Einfluss kann auch nach langer Zeit wirken.“ Das funktioniere umso besser, je tiefer sich der Leser in die Geschichte hineinversetze, er unternehme eine „mentale Reise in die Welt der Geschichte“. Dadurch könne auch die Art, wie der Proband die reale Welt wahrnehme, nachhaltig verändert werden, sagt Richter. Geschichten mit einem emotionalen Bezug könnten häufig eher als rationale, wissenschaftlich begründete Argumente Verhaltensänderungen herbeiführen. Die Leidensgeschichte eines Bekannten könne beispielsweise auf den Raucher mehr Eindruck machen als der durch wissenschaftliche Untersuchungen fundierte Hinweis „Rauchen verursacht Krebs“. Im ersten Experiment des laufenden DFG-Projekts haben die Probanden eine Geschichte gelesen, die ihre Einstellung zum Konsum von sogenannten Smoothies, stark zuckerhaltigen Getränken, ändern soll. Ob diese Manipulation gelungen ist, wird in gehörigem zeitlichen Abstand zu dem Experiment unter anderem mit der Frage kontrolliert, ob die Probanden bereit seien, Geld für die Bekämpfung der negativen Folgen des Softdrink-Konsums zu spenden. Erste Auswertungen deuteten auf ein erfolgreiches Ergebnis hin, berichtete Dr. des. Isberner. Bis zu 100 Versuchspersonen nehmen an jedem Experiment teil. Die Methoden der Kasseler Forscherinnen und Forscher zur Untersuchung der Wirkung von Geschichten auf die Leserinnen und Leser sind vielfältig. Neben Fragebögen und Reaktionszeit-Experimenten werden aufwendige technische Geräte eingesetzt: Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verfolgen mit einer speziellen Infrarotkamera die Blickrichtung und Blickverweildauer der Probanden beim Lesen der Texte. Der Hautwiderstand und weitere Körperfunktionen werden fortlaufend gemessen, um das Maß der emotionalen Erregung des Lesers zu dokumentieren. Das Forschungsprojekt könnte nach Ansicht von Prof. Richter nicht nur Erkenntnisse über das Potential von Geschichten zur Überzeugungs- und Verhaltensänderungen liefern. „Das Wissen um die Auswirkungen von Geschichten ist auch Teil der Medienkompetenz“, sagt der Wissenschaftler. Denn die persuasive Wirkung von Geschichten hat auch eine negative Seite: Eine Erzählung kann nämlich auch unbemerkt Überzeugungen transportieren, die der Einstellung des Lesers zuwider laufen – wenn sie nur geschickt in der Geschichte verpackt sind. Oder sie kann sogar Falsches als wahr vermitteln. Die Forschungsergebnisse können Medienkonsumenten dabei helfen, derartige Effekte zu enttarnen und ein Bewusstsein dazu zu entwickeln, wie Geschichten ihre Überzeugungen verändern können.

Hemingway's work goes digital for the first time

Ernest Hemingway’s collected works will be made available in e-book for the first time in a global project by Simon & Schuster. Twenty-eight titles will feature in The Hemingway Collection, to be published in digital in the UK on 22nd May in a “fresh and modern” style. Designer Tom Poland was commissioned to create “bold, clean, bright images” that “stand apart from the classic designs previously seen on bookshelves and illuminate screens with the same vigour as Hemingway’s work.” The e-books will cost £4.99 each, or £99.99 for the whole collection. S&S has world English digital rights to the Hemingway titles, despite Random House having UK print rights to the author’s work. Die vollständige Meldung kann unter http://beattiesbookblog.blogspot.de/2014/04/hemingways-work-goes-digital-for-first.html nachgelesen werden.

Time 100's 'Most Influential' Book People

http://beattiesbookblog.blogspot.de/2014/04/time-100s-most-influential-book-people.html

Freitag, 25. April 2014

Auf dem OLIMP

OLIMP ist das Online-Literatur- und Medienportal der Katholischen Öffentlichen Büchereien (KÖB) im Bistum Mainz. Das Portal fasst alle Internetkataloge der beteiligten kirchlichen Bibliotheken (von Alsfeld bis Zornheim) zusammen und zählt derzeit über 210.000 Einträge (http://www.bistum-mainz.de/olimp).

Donnerstag, 24. April 2014

Urheberrecht: Bibliotheken und Verleger streiten über E-Book-Verleih

"Zum Auftakt der europäischen Bibliothekskampagne The Right to E-Read forderten Vertreter des Bibliothekswesens Bundespolitiker auf, sich für die rechtliche Gleichstellung von E-Books und gedruckten Büchern einzusetzen. Bibliotheken dringen in Bezug auf E-Books und Elektronische Medien auf eine Ausweitung des Erschöpfungsgrundsatzes und des Verbreitungsrechtes im Urheberrecht, auf die entsprechende Ausweitung der Bibliothekstantieme auf elektronische Medien und die Anpassung des Mehrwertsteuersatzes von E-Books an die reduzierte Mehrwertsteuer für gedruckte Bücher. Hintergrund dieser Forderung ist die Weigerung einiger, unter anderem auch großer Verlage, Öffentlichen Bibliotheken die Entleihung von E-Books zu ermöglichen". Die komplette Pressemitteilung des dbv ist unter http://www.bibliotheksverband.de/dbv/presse/presse-details/archive/2014%20/april/article/deutscher-bibliotheksverband-fordert-rechtliche-gleichstellung-von-e-books-und-gedruckten-buechern.html abrufbar.

"Unsere Kultur braucht kein Urheberrecht"

http://irights.info/nur-keine-angst-unsere-kultur-braucht-kein-urheberrecht irights.info vom 23.04.2014

Der niederländische Politikwissenschaftler und Autor Joost Smiers nimmt den Welttag des Buches und des Urheberrechts zum Anlass, über die Marktverhältnisse der Inhaltewirtschaft und Gründe für eine Abschaffung des Urheberrechts nachzudenken.