Dienstag, 25. Juni 2019

Peter Rühmkorf geehrt

Eine Gedenktafel am Hamburger Elbufer soll künftig an den Lyriker und Essayisten Peter Rühmkorf (1929-2008) erinnern. Sie wird am 26.06.2019 an der untersten Stufe der Ringelnatztreppe im Stadtteil Othmarschen enthüllt, kündigte der Bezirk Altona an. Die Tafel enthält ein Gedicht von Rühmkorf, in dem er sich wünscht, dass in "die unterste Stufe" sein Name "eingekerbt" werde. Er starb am 08.06.2008 mit 78 Jahren. Sein Grab liegt auf dem Hauptfriedhof Altona.

Google-Ranking: Ladezeiten von mobilen Webseiten stark verbesserungswürdig

Nur fünf Prozent der deutschen Websites laden auf Mobiltelefonen in unter einer Sekunde. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung von Google und der Mobile Marketing Association, die am heutigen Montag veröffentlicht wurde. Sieger des deutschen "Mobile Speed Leaderboards" ist dabei der Reiseanbieter Booking.com, der es in nur 0,7 Sekunden schafft, den Nutzern erste Inhalte anzuzeigen.
Für die Rangliste hatten die Organisationen zum einen die Daten von Android-Nutzern ausgewertet, die zum Chrome User Experience Report beitragen. Alleine für Deutschland kamen so Daten für 230.000 verschiedene Domains zusammen. In das Ranking wurden aber nur die 250 meistbesuchten Websites aus bestimmten Branchen aufgenommen. ... [mehr] https://heise.de/-4454068

Promi-Geburtstag vom 25. Juni 2019: Eric Carle

Er schuf eine Kinderbuch-Heldin von Weltruhm - doch seine eigene Kindheit nennt Eric Carle mitunter alptraumhaft. Der Autor und Illustrator von „Die kleine Raupe Nimmersatt“ wird am 25. Juni 90 Jahre alt. Carle emigrierte als Sechsjähriger aus den USA nach Nazi-Deutschland.
„Dieser Schulbeginn ist mir unvergesslich - ein kleines Klassenzimmer mit schmalen Fenstern, ein harter Bleistift, ein kleines Blatt Papier und die strenge Ermahnung, keine Fehler zu machen“, schreibt er über die Schulzeit in Stuttgart. Carle, der schon als Kind das Malen liebte, vergisst die Schläge seines Lehrers mit dünnem, hartem Bambusstock sein Leben lang nicht.
Bereits die Einschulung in Syracuse im Nordosten der USA war ein einschneidendes Erlebnis gewesen: „Es ist ein riesiger Sprung, den ein Kind dann tun muss; der Sprung aus seinem Zuhause und aus der Sicherheit heraus, aus der Welt des Spiels und der Sinne in die Welt des Verstands und der Abstraktion, der Ordnung und Disziplin“, erklärt Carle. Diesen Abgrund habe er mit seinen Kinderbüchern überbrücken wollen - seit 1967 veröffentlichte er mehr als 100, die laut Gerstenberg Verlag in mehr als 70 Sprachen übersetzt wurden.
Collagen aus selbstbemaltem Seidenpapier werden zu Carles Markenzeichen. „Oh, das kann ich auch“, höre der Autor häufig von seinen jungen Fans. „Ich betrachte das als das größte Kompliment.“ Zu den Künstlern, die ihn beeinflusst haben, zählt er Paul Klee. Ein Zeichenlehrer machte den Gymnasiasten Carle heimlich mit den Werken expressionistischer und anderer moderner Künstler vertraut, welche von den Nazis als entartet bezeichnet wurden. Der Zeichenunterricht ist einer der wenigen Lichtblicke in der verhassten Schule und den dunklen Zeiten des Zweiten Weltkriegs gewesen.
1935 waren Carles Eltern - zwei deutsche Auswanderer - in ihre Heimat zurückgekehrt. Seine Oma habe bei einem Besuch in den USA von Adolf Hitler erzählt, der Arbeitslosigkeit und den Hunger beseitigt habe. Carles Mutter habe Heimweh bekommen - und so musste der Sechsjährige den bunten Farben und dicken Pinseln der US-Schule Lebewohl sagen. Auch die geliebten Waldspaziergänge mit dem Vater werden bald der Vergangenheit angehören - aus russischer Gefangenschaft kehrt dieser gebrochen zurück. Doch die früheren Ausflüge, auf denen der Vater dem Sohn das Leben der Ameisen, Salamander oder Würmer zeigte, prägen den Jungen nachhaltig: „Er hob einen Stein hoch und zeigte mir die kleinen Kreaturen, die darunter lebten. Ich denke, indem ich in meinen Büchern über kleine Geschöpfe schreibe, ehre ich auch ihn.“
Für seine berühmteste Geschichte von der gefräßigen Raupe, die nach der Verpuppung als wunderschöner Schmetterling erwacht, stanzte der Autor Löcher in die Seiten. Kinder können mit dem Finger selbst erleben, wie sich die Raupe durch Birnen und Erdbeeren, schließlich durch Schokoladenkuchen und Würstchen frisst. Alle dreißig Sekunden wird nach Angaben des Gerstenberg Verlags weltweit ein Exemplar des zuerst in den USA erschienenen Buches verkauft - mehr als 50 Millionen sind es bis heute.
Die Wertschätzung für Tiere und Umwelt sei ein Grund, warum Carles Hauptwerk 50 Jahre nach seiner Veröffentlichung immer noch nicht aus Kinderzimmern wegzudenken ist, sagt der Literaturwissenschaftler Arno Rußegger von der österreichischen Universität Klagenfurt. Er hat sich auf Kinder- und Jugendliteratur spezialisiert. Außerdem habe die Geschichte über die Zeit und kulturelle Grenzen hinweg Gültigkeit - und mache das Bilderbuch zum Klassiker: „Es geht um Selbstverwirklichung, Selbstermächtigung. Empowerment würde man heute sagen. Es ist nach wie vor notwendig, dass man sich selber positionieren kann im Leben - und diese kleine Raupe symbolisiert das.“ Eine so große Erzählung auf wenige Seiten zu bringen, das sei große Kunst.
Dabei kam der heute in Florida lebende Illustrator zufällig zum Kinderbuch und zum Erzählen: 1952 kehrt Carle nach dem Abschluss an der Kunsthochschule Stuttgart in die USA zurück und wird Grafikdesigner bei der „New York Times“ und Art Director bei einer Werbeagentur. Der Schriftsteller Bill Martin Jr. sieht eines Tages eine von Carles Grafiken und fragt, ob er die Bilder zur Geschichte „Brauner Bär, wen siehst denn du?“ anfertigen könne.
„Von da an gab ich nach und nach meine anderen Arbeiten auf und begann, an Kinderbüchern zu arbeiten und für das Kind in mir“, sagt Carle. „Mein inneres Kind - das so plötzlich und einschneidend entwurzelt und unterdrückt worden war - wurde langsam wieder lebendig.“ Seine farbenfrohen Illustrationen sieht er als eine Art Gegenmittel zu dem Grau und Braun seiner Kindheit in Deutschland.

Gerstenberg Verlag über Die kleine Raupe Nimmersatt
Website Eric Carle

via https://www.schwaebische.de/ueberregional/panorama_artikel,-promi-geburtstag-vom-25-juni-2019-eric-carle-_arid,11073100.html

Dokumentation zu den Ergebnissen im Modul Forschungsdatenmanagement des FID SKA 2016-2018

Für diejenigen, die sich mit Forschungsdatenmanagement beschäftigen, sind vielleicht die Ergebnisse unserer FID-Arbeit zum Forschungsdatenmanagement in den ethnologischen Fächern, die wir in der ersten Förderphase des Fachinformationsdienstes Sozial- und Kulturanthropologie von 2016 bis 2018 erarbeitet haben, von Interesse. Sie sind als Band 67 der Schriftenreihe der UB der HU Berlin erschienen und frei zugänglich unter: https://edoc.hu-berlin.de/handle/18452/20847
Fragen und Kommentare können Sie gerne an ub.fid-ska@hu-berlin.de oder mich schicken. Wir werden auch auf http://www.evifa.de/v2/de/ueber-evifa/forschungsdatenmanagement weiter über Aktivitäten und Diskussionen zum Thema in der Sozial- und Kulturanthropologie informieren. Dort finden Sie auch die Kontaktdaten der konkreten Ansprechpartnerinnen.
Herzliche Grüße
Matthias Harbeck
Fachreferent Ethnologie (FID Sozial- und Kulturanthropologie)
Ausbildungsleitung Höherer Dienst


via http://www.inetbib.de/listenarchiv/msg66496.html 

Themenheft zum Thema „Sammeln“

Die Zeitschrift Avenue No. 7 behandelt das Thema „Magie und Politik des Sammelns„. Darin gibt es u.a. unter dem Titel „Ein Bibliothekar, der liest, ist verloren“ ein Interview mit Michael Knoche (S. 126-130).

via https://blog.digithek.ch/themenheft-zum-thema-sammeln/

Montag, 24. Juni 2019

Prozess gegen Osman Kavala: Erdoğan nennt ihn den "roten Soros"

Dem Unternehmer Osman Kavala wird in der Türkei der Prozess gemacht. Er soll die Gezi-Proteste 2013 finanziert haben. Die vermeintlichen Beweise gegen ihn sind absurd. 
Gibt es da jemand, der einen besonderen Sinn für Zahlen hat? 600 Tage saß Osman Kavala in der Türkei schon in Einzelhaft, bevor am Tag 601 der Prozess gegen ihn beginnt. Gegen einen Mann, der als großzügiger Mäzen gepriesen wird, und der einer der berühmtesten Gefangenen der Türkei ist. Am Montag wird Kavala, 62, seine Einzelzelle im Hochsicherheitsgefängnis von Silivri verlassen und in den schwer bewachten Gerichtssaal der Haftanstalt geführt werden. Mitangeklagt sind 15 Schauspieler, Architekten, Journalisten, Akademiker. Bis auf den Sozialwissenschaftler Yiğit Aksakoğlu sind sie auf freiem Fuß oder schon ins Ausland geflohen.
In der 657 Seiten langen Anklageschrift wird allen vorgeworfen, sie hätten vor sechs Jahren an den Gezi-Protesten in Istanbul teilgenommen, um in einer "gewaltsamen Rebellion" die Regierung zu stürzen oder diese an ihrer "Aufgabenerfüllung" zu hindern. Kavala wird beschuldigt, die Proteste zur Rettung eines kleinen Istanbuler Parks finanziert zu haben, er hat dies entschieden bestritten. Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat den Unternehmer den "roten Soros" genannt. Die Staatsanwaltschaft verlangt für alle erschwerte lebenslange Haft, also mindestens 30 Jahre. ... [mehr] https://www.sueddeutsche.de/kultur/tuerkei-osman-kavala-gezi-1.4495739

De Gruyter kooperiert mit Universität in Rom

La Sapienza, die älteste Universität Roms, und De Gruyter haben einen Kooperationsvertrag zur Veröffentlichung von Open-Access-Büchern in den Altertumswissenschaften unterzeichnet. 
Damit erhalten Forschungs- und Lehrkräfte aus dem Fachbereich der Klassischen Altertumswissenschaften bei der Veröffentlichung ihrer Forschungsergebnisse sowohl als Print-Produkt als auch als Open-Access-eBook bei De Gruyter besondere Konditionen, wie der Verlag mitteilt.
Diese Vereinbarung sei eine von mehreren, die der Wissenschaftsverlag mit führenden Forschungseinrichtungen auf der ganzen Welt geschlossen habe, und bestätige De Gruyters Führungsposition auf europäischer Ebene für Open Access in den Geisteswissenschaften, heißt es weiter. De Gruyter fördere und unterstütze den globalen Dialog in den Altertumswissenschaften, mit dem Ziel, Wissenschaftler, die in anderen Sprachen als Englisch veröffentlichen, durch bessere Sichtbarkeit und größere Verbreitung in der internationalen Forschungsgemeinschaft zu unterstützen.

24. Juni 2019