Samstag, 26. Mai 2018

„Wie selten haben wir uns gesehen …“ Der Briefwechsel Peter Rosegger – Franz Defregger

Unter diesem Titel präsentierte die Steiermärkische Landesbibliothek (LB) die Brieffreundschaft zwischen dem steirischen Schriftsteller Peter Rosegger und dem Münchner Maler Franz Defregger in Buchform.
Der 3. April 1876 war der Beginn einer besonderen Brieffreundschaft, die sich über mehr als vier Jahrzehnte erstrecken sollte. An jenem Tag nahm Peter Rosegger erstmals mit Franz Defregger Kontakt auf. Was antwortete der Geschichtenmaler dem Bilderzähler? Wurde Roseggers Buchprojekt realisiert? Diesen und vielen anderen spannenden Fragen spürten Susanne Eichtinger von der LB sowie die Journalistin Angelika Irgens-Defregger nach und erarbeiteten eine kommentierte Briefausgabe mit reichlich Bildmaterial. Letztlich konnte eine Brieffreundschaft rekonstruiert werden, wie sie nun im wahrsten Sinne des Wortes im Buche steht.
„Nach der Vorstellung der digitalen Plattform RaraBib setzt die Steiermärkische Landesbibliothek im großen Rosegger-Jubiläumsjahr ein weiteres wissenschaftliches Zeichen“, erklärt Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl, „Der nun erstmals dokumentierte Briefwechsel von Peter Rosegger mit Franz Defregger ist ein beeindruckendes Zeugnis der Zeitgeschichte.“
Der Nachlass des steirischen Dichters Peter Rosegger befindet sich seit 1932 in der LB. Jubiläumsjahre wie 2018 sind Anlässe genauer hinzusehen – zum Beispiel auf die umfassende Korrespondenz im Nachlass. Über 1.000 Korrespondenzpartner Roseggers sind bekannt, seine Briefe sind aber nur selten vorhanden, die der Partner schon. Die Journalistin Angelika Irgens-Defregger hat Roseggers Briefe im Hause Defregger in München gefunden und ist in der Landesbibliothek bei der Suche nach den Briefen Defreggers fündig geworden. Dieser nun erstmals dokumentierte Briefwechsel umspannt
die Zeit von 1876 bis 1917, bis etwa ein Jahr vor dem Tod Peter Roseggers. Man erfährt Privates, Tragisches zu den Kindern und Ehefrauen, aber auch von beruflichen Erfolgen der Söhne, nimmt teil am wachsenden Wohlstand der beiden, die sich Feriendomizile bauen lassen, und wird mit gesellschaftlichen Veränderungen konfrontiert. Das Bauernsterben beschäftigt beide aufgrund ihrer bäuerlichen Herkunft nachhaltig. Sie schicken einander zudem ihre jeweiligen Werke und bringen ein gemeinsames Buch mit Rosegger’schen Geschichten zu den Genrebildern Defreggers heraus.

„Obwohl sie sich nur vier Mal persönlich begegnet waren, hielt die Brieffreundschaft von Peter Rosegger und Franz Defregger mehr als vier Jahrzehnte lang“, stellt Katharina Kocher-Lichem, Leiterin der LB, fest. „Ich freue mich, dass mit diesem Band eine weitere, interessante Facette des großen steirischen Dichters, von dem wir schon alles zu wissen glauben, präsentiert werden kann.“
Im Rosegger-Jubiläumsjahr 2018 (175. Geburtstag/100. Todestag) veröffentlicht die Steiermärkische Landesbibliothek in ihrer eigenen Schriftenreihe (Veröffentlichungen der Steiermärkischen Landesbibliothek) somit den 42. Band. Das Werk ist im gut sortierten Buchhandel und direkt in der Steiermärkischen Landesbibliothek zum Preis von 25.- Euro erhältlich.

http://www.landesbibliothek.steiermark.at/cms/beitrag/12666875/106332203/

via http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=46247

Matrikel der Universität Heidelberg (Band 2): 1432-1515 online

Heidelberg, Universitätsarchiv, UAH M2

Matrikel der Universität Heidelberg (Band 2): 1432-1515
Heidelberg, 1432-1515
Die Matrikel wird im Universitätsarchiv Heidelberg aufbewahrt.
Die Onlinepräsentation erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Universitätsarchivs Heidelberg.
In der digitalisierten Version der Edition von Gustav Toepke können Sie u.a. eine Volltextsuche nach Personen durchführen.
Zitierlink: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/uah_m2   i URN: urn:nbn:de:bsz:16-diglit-421732   i
Metadaten: METS
IIIF Manifest: https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/iiif/uah_m2/manifest.json

US-Senat zur Netzneutralität

Der US-Senat stimmte am 16.05.2018 dafür, die Aufhebung der so genannten Netzneutralitätsbestimmungen durch die Federal Communications Commission unter Präsident Obama aufzuheben (https://www.mediaplaynews.com/senate-votes-to-overturn-net-neutrality-repeal/)

Warum es sich dabei handelt, zeigt dieser Videoclip (https://www.youtube.com/watch?v=ltzy5vRmN8Q).

Größtes deutsches Wörterbuch des 18. Jahrhunderts in Basel blieb ungedruckt

250 Jahre lang lagerten die umfangreichen Handschriften und Zettel unbeachtet im Keller der Universitätsbibliothek Basel. Nun machen Linguisten der Universität Basel das "Grosse Glossarium der deutschen Sprache" von Johann Jakob Spreng erstmals zugänglich. Mit seinen fast 100.000 Einträgen wäre es das größte deutsche Wörterbuch seiner Zeit geworden. Doch für den Druck fanden sich nicht genug Käufer.
Johann Jakob Spreng (1699–1778) führte sein handschriftliches Wörterbuch von 1740 bis zu seinem Todesjahr vor genau 250 Jahren. Es besteht aus 20 Bänden und einer großen Schachtel mit 33.000 losen Zetteln. Sie alle hatte der Basler Professor in immenser Arbeit für ein historisch-etymologisches Wörterbuch gesammelt und für den Druck bestimmt. Mit 95.000 Einträgen wäre es mit Abstand das größte des 18. Jahrhunderts gewesen: Die Wörtersammlung von Johann Christoph Adelung in drei Bänden von 1774 bis 1799 hatte gerade einmal 50.000 Einträge. Erst das "Deutsche Wörterbuch" der bekannten Märchensammler Brüder Grimm von 1854 übertraf das geplante Basler Glossar. 
Die Bände wie die Schachtel mit den Zetteln und Notizen lagen fast 100 Jahre lang bei den Erben Sprengs. 1862 kam das Konvolut in die Handschriftenabteilung der UB Basel. Lange hatte es den Ruf, chaotisch und unvollständig zu sein; so fehlten auf den ersten Blick die Einträge für zehn Bände respektive Buchstaben. Erst als die Linguisten das Material auslegten und ordneten, stellten sie fest, dass die vermissten Wörter vollständig auf den Zetteln vorhanden waren. Diese steckten allerdings in über 1000 kleinen Couverts, die unter dicken Staubschichten durcheinanderlagen.
Nun ist man in der UB seit drei Jahren intensiv daran, sämtliche Bände und Zettel des "Glossariums" zu reinigen und zu digitalisieren. Löffler, Kollegen und Freiwillige schreiben die handschriftlichen Zettel ab und bringen sie in eine druckfertige Form. Etwa ein Drittel der Edition ist bisher geschafft. Im Ganzen werden es bis zum geplanten Abschluss in etwa drei Jahren geschätzte 4500 zweispaltige Druckseiten sein.   
Johann Jakob Spreng litt dauernd unter Geldnot und hatte als Brotberuf bis zum Schluss die Stelle des Waisenhauspfarrers inne. Dazu kamen 1763 ein Skandal und ein Publikationsverbot, da sich der Professor in frivolem Ton über katholische Heiligenlegenden ausgelassen haben soll.  
Unter dem Titel "Ein sprachlicher Jahrhundertschatz wird gehoben" organisiert die Universitätsbibliothek Basel zum diesjährigen 250. Todestag von Spreng vom 30. Mai bis 01. September 2018 eine Ausstellung. Gezeigt werden in Vitrinen und auf Schautafeln außer den Arbeiten zum "Glossarium" und zum "Idioticon" weitere Materialien wie Bücher, Gedichte, Predigten und Bittbriefe an die Obrigkeit. So soll unter anderem auch ein Probeband zur künftigen ersten Edition von Sprengs Wörterbuch zum Blättern aufgelegt werden. Eröffnung mit Einführungsvortrag ist am 30. Mai 2018 um 18 Uhr im Ausstellungsraum der UB.

Handreichung zum Umgang mit Forschungssoftware

Die Handreichung beschreibt Herausforderungen für den Umgang mit Forschungssoftware und gibt Handlungsempfehlungen für die Entwicklung, die Anwendung und das Anbieten von Forschungssoftware. Gerade im Zuge der politischen Debatte über den digitalen Wandel in den Wissenschaften ist die Relevanz von Forschungssoftware für das moderne wissenschaftliche Arbeiten deutlich hervorzuheben. Die Handreichung wurde von der 2016 neu gegründeten Ad-hoc-Arbeitsgruppe „Wissenschaftliche Software“ innerhalb der Allianz-Initiative Digitale Information erarbeitet. Federführende Autoren sind Matthias Katerbow und Georg Feulner.

https://zenodo.org/record/1172970#.WwlteIpCTIU

Freitag, 25. Mai 2018

The Maltese Falcon: The Best Covers, Ranked / Dwyer Murphy In: Crime Reads May 25, 2018

Every year, as Memorial Day weekend rolls around, the holiday barbecues, ball games, and premature beach visits obscure another momentous historical event: the birth of Dashiell Hammett. Born Samuel Dashiell Hammett (Dashiell came from the French surname, De Chiel) in 1894, Hammett seemed to live many lives: soldier, detective, Pinkerton strike buster, story writer, progressive, activist, political prisoner, man about town, recluse, and of course the role we best remember him for: the canonical, legendary author of some of crime fiction’s most beloved, admired, and influential novels. Arguably, Hammett did more than any author to define the style and feeling of a good detective novel. The movies helped,  but Hammett’s prose and his PIs’ attitudes left a truly indelible mark.
Take The Maltese Falcon. Just the title conjures up a stylized world of sharp dealers, San Francisco hills, double crossers and double-breasted suits. Many a filmmaker, illustrator, and book designer have taken their shot at capturing that Maltese feeling. Nothing quite compares to the man’s words, but that doesn’t mean we can’t take a few minutes to appreciate the effort.
Come with us, won’t you, on a journey around the world in tattered, well-read copies of The Maltese Falcon. To commemorate Hammett’s birth, we’ve gathered up and (very, very scientifically) ranked the top 42 covers of The Maltese Falcon from around the world. Have we missed some? Surely. Treated others unfairly? Why not. In Hammett-world, quick decisive action is key. No regrets, until you’re alone in your apartment / office with a glass of something smoky and a memory that refuses to die…
(There are no doubt mistakes below, especially on foreign editions. Send word if you spot them. And for more expert takes on rare books and cover art, refer to the work of CrimeReads contributors Rebecca Romney and J. Kingston Pierce.)

42. Spain (2016). When in doubt, hone in on the falcon. Any falcon.


41. USA (2012). Sam Spade in croupier dress.


40. Brazil (1982). Those icy stare-downs. Noir to the bone.
... [mehr] https://crimereads.com/the-maltese-falcon-the-best-covers-ranked/

US-Kongress erwägt Copyright-Verlängerung auf bis zu 144 Jahre

Das US-Repräsentantenhaus hat einen Gesetzentwurf beschlossen, wonach zwischen 1923 und 1972 erfolgte Musikaufnahmen bis 2067 urheberrechtlich geschützt werden sollen. Im Maximalfall würde das Copyright damit auf fast 150 Jahre ausgedehnt.....[mehr] https://heise.de/-4052607