Dienstag, 16. Januar 2018

Uwe-Johnson-Archiv komplett digitalisiert

An der Universität Rostock ist die Digitalisierung des Uwe-Johnson-Archivs abgeschlossen. Seit Ende 2017 liegt mit rund 155.000 Scans eine vollständige digitale Sicherungskopie des rund 77.500 Blatt umfassenden Archivs des Schriftstellers Uwe Johnson (1934-1984) vor.
 
Die Digitalisierung ist einer der Meilensteine der Johnson-Werkausgabe, die als Vorhaben der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften an der Universität Rostock entsteht. Das Archiv befindet sich als Depositum der Johannes-und-Annitta-Fries-Stiftung an der Universität. Der zügige Abschluss der Digitalisierung ist das Ergebnis einer Kooperation mehrerer Einrichtungen der Universität. Die Universitätsbibliothek Rostock stellte dafür die Geräte und eine optimale technische Infrastruktur zur Verfügung.

Die Qualität der Scans wurde mit Blick auf die Zukunftsfähigkeit des Editionsvorhabens ungewöhnlich hoch angesetzt. Die hochauflösenden Master-Digitalisate haben ein unkomprimiertes Tagged Image File Format (TIFF) mit 600 dpi und einer Farbtiefe von 24 bit. Zusätzlich wurden von jedem Image zwei kleinere Derivate mit 300 dpi erzeugt (mit und ohne Farb‐ und Schärfetarget). Zudem durchliefen alle Scans eine automatische Texterkennung, deren Ergebnisse nun in verschiedenen Formaten für die Weiterverarbeitung in der Werkausgabe zur Verfügung stehen. Ein erster Eindruck von der hohen Qualität der Scans lässt sich auf www.uwe-johnson-werkausgabe.de gewinnen. Dort wird im Jahr 2020 auch die erste Vollversion eines Bandes freigeschaltet werden. In Buchform erscheint die auf 22 Bände in 43 Teilbänden angelegte historisch-kritische Rostocker Ausgabe der Werke, Schriften und Briefe Uwe Johnsons im Suhrkamp Verlag. Als erstes Buch wurden im Frühjahr 2017 „Mutmassungen über Jakob“ publiziert. 

via dpa vom 15.01.2018 

An der Universität Rostock ist die Digitalisierung des Uwe-Johnson-Archivs abgeschlossen. Seit Ende 2017 liege mit rund 155 000 Scans eine vollständige digitale Sicherungskopie des rund 77 500 Blatt umfassenden Archivs des Schriftstellers Uwe Johnson (1934-1984) vor. – Quelle: https://www.nnn.de/18812656 ©2018
An der Universität Rostock ist die Digitalisierung des Uwe-Johnson-Archivs abgeschlossen. Seit Ende 2017 liege mit rund 155 000 Scans eine vollständige digitale Sicherungskopie des rund 77 500 Blatt umfassenden Archivs des Schriftstellers Uwe Johnson (1934-1984) vor. – Quelle: https://www.nnn.de/18812656 ©2018
An der Universität Rostock ist die Digitalisierung des Uwe-Johnson-Archivs abgeschlossen. Seit Ende 2017 liege mit rund 155 000 Scans eine vollständige digitale Sicherungskopie des rund 77 500 Blatt umfassenden Archivs des Schriftstellers Uwe Johnson (1934-1984) vor. – Quelle: https://www.nnn.de/18812656 ©2018

Yad Vashem zeigt Holocaust-Briefe im Internet

Die Gedenkstätte Yad Vashem in Israel zeigt im Internet zehn letzte Briefe von Holocaust-Opfern. Fünf davon stammen von Eltern an ihre Kinder, die sie nie wieder getroffen haben. Alle Briefeschreiber wurden von den deutschen Nationalsozialisten ermordet. "Lebt wohl, meine Lieben! Meine geliebte Mutter, mein guter Vater, Ihr wart der erste Sonnenstrahl, der mein Leben erwärmte...", schrieb etwa Ida Goldis 1941, bevor sie aus einem Ghetto im heutigen Moldau deportiert wurde. Goldis starb im Alter von 24 Jahren.
Die Ausstellung "Lebt Wohl, Meine Lieben! Letzte Briefe aus dem Holocaust 1941 - 1942" zeigt zehn Schriftstücke kurz vor dem Internationalen Holocaust-Gedenktag am 27. Januar  das erste Mal auf Deutsch. Die Briefe wurden unter anderem aus Deutschland verschickt, aus Österreich, Frankreich, Polen und Rumänien. Verwandte haben sie Yad Vashem gespendet. Sie wurden etwa auf Deutsch, Jiddisch oder Polnisch verfasst. Im vergangenen Jahr hatte die Einrichtung eine ähnliche Ausstellung auf Englisch veröffentlicht.

No Longer Writing, Philip Roth Still Has Plenty to Say / Interview with CHARLES McGRATH - New York Times

With the death of Richard Wilbur in October, Philip Roth became the longest-serving member in the literature department of the American Academy of Arts and Letters, that august Hall of Fame on Audubon Terrace in northern Manhattan, which is to the arts what Cooperstown is to baseball. He’s been a member so long he can recall when the academy included now all-but-forgotten figures like Malcolm Cowley and Glenway Wescott — white-haired luminaries from another era. Just recently Roth joined William Faulkner, Henry James and Jack London as one of very few Americans to be included in the French Pleiades editions (the model for our own Library of America), and the Italian publisher Mondadori is also bringing out his work in its Meridiani series of classic authors. All this late-life eminence — which also includes the Spanish Prince of Asturias Award in 2012 and being named a commander in the Légion d’Honneur of France in 2013 — seems both to gratify and to amuse him. “Just look at this,” he said to me last month, holding up the ornately bound Mondadori volume, as thick as a Bible and comprising titles like “Lamento di Portnoy” and “Zuckerman Scatenato.” “Who reads books like this?”
In 2012, as he approached 80, Roth famously announced that he had retired from writing. ... [mehr] https://www.nytimes.com/2018/01/16/books/review/philip-roth-interview.html

Susan Sontag’s “Astonishingly American” Nonfiction Debut

“…the author of the collection of essays and reviews at hand stands forth as a genuine discovery. Her book, which includes 26 pieces published between 1961 and 1965 in periodicals ranging from Partisan Review to Film Quarterly, is a vivid bit of living history here and now, and at the end of the sixties it may well rank among the invaluable cultural chronicles of these years. ... by Benjamin DeMott, The New York Times, January 23, 1966 ... [mehr] http://lithub.com/susan-sontags-astonishingly-american-nonfiction-debut/

BIBLIOTHEKSDIENST 51 (2017) H.12

https://www.degruyter.com/JournalArticles?source=%2Fj%2Fbd&volume=51&issue=12&page=

Aus dem Inhalt:

Christian Kaier und Clara Ginther: Gold Open Access und Hybrid Open Access – Wege zur Transformation, Stakeholder, Herausforderungen   OPEN ACCESS

Um den angestrebten Wandel des wissenschaftlichen Kommunikationssystems zu Open Access herbeizuführen, haben Fördergeber, wissenschaftliche Einrichtungen und deren Bibliotheken eine breite Palette an Steuerungsmöglichkeiten, müssen aber gleichzeitig Wissenschaftler überzeugen und Verlage einbeziehen. Dieser Beitrag analysiert Vor- und Nachteile von zwei aktuell intensiv diskutierten Ansätzen, zeigt mögliche Synergien zwischen den unterschiedlichen Wegen zu Open Access auf und geht dabei auf die Bedürfnisse und Erwartungen der unterschiedlichen Stakeholder ein. Abschließend werden Herausforderungen einer Systemumstellung zu Open Access gerade auch in Hinblick auf die Rolle der Bibliotheken thematisiert.

Simone Kibler: Informationskompetenzvermittlung gemeinsam gestalten: hochschulinterne Kooperationen anbahnen und durchführen.

Kooperative Informationskompetenzvermittlung ist ein Desiderat zentraler Gremien und Institutionen. Bibliotheken sollen sich zu diesem Zweck mit weiteren wichtigen Akteurinnen und Akteuren vernetzen, die konkrete Anbahnung und Ausgestaltung derartiger Kooperationen wird jedoch bisher nicht ausreichend beleuchtet. Der vorliegende Artikel schließt diese Lücke und rückt Kooperationen als voraussetzungsreiches Konstrukt in den Vordergrund. An Kooperation Interessierte sowie bereits Kooperierende erhalten konkrete Hinweise für Aufnahme bzw. Optimierung bestehender Kooperationen, um auf die skizzierten Erfordernisse angemessen reagieren zu können.

Joachim Laczny: Zwischen Common und Digital Library – 600 Jahre Erfahrung und Innovation. Ein Einblick in die Cambridge University Library, Großbritannien.

Die Cambridge University Library, Großbritannien, mit einer über 600jährigen Tradition und Geschichte widmet sich verstärkt den digitalen Transformationsprozessen. Nicht nur Entwicklungen im Bereich Open Science, sondern auch in der Digitalen Bibliothek kennzeichnen diesen Fortschritt.

Ute Olliges-Wieczorek: Auf dem Weg zu einer kooperativen Landes- bzw. nationalen Archivbibliothek mit verteilter Bestandshaltung: Aussonderungsstrategien für Universitätsbibliotheken.

Unterhaltsträger von Bibliotheken sind derzeit nur schwer davon zu überzeugen, neue Flächen oder Magazinbauten zu finanzieren. Aufgrund einer in der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf erarbeiteten Aussonderungsstrategie will der Beitrag aufzeigen, welche Bestände im Zeitalter von E-Publikationen und Digitalisierung ausgesondert werden können. Universitätsbibliotheken sollten durch Kooperationsvereinbarungen auch Langzeitarchivierungsstrategien für wenig genutzte Printbestände entwickeln. Ziel sollte die Etablierung einer kooperativen Landes- bzw. nationalen Archivbibliothek mit verteilten Beständen sein, die den anderen Bibliotheken Aussonderungen ermöglicht. Dafür müssen die Archivbestände der Bibliotheken in der ZDB und in den Verbundkatalogen gesondert gekennzeichnet werden. Erste Schritte hat die Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf eingeleitet.

ProLibris 4/17

https://www.bibliotheken-nrw.de/fileadmin/Dateien/Daten/ProLibris/2017-4_ProLibris-04_Inhaltsverz_DS.pdf vorerst nur Zugriff auf das Inhaltsverzeichnis des Heftes

Aus dem Inhalt:

DENKANSTÖSSE
In der Diskussion: Das Bibliotheksgesetz für NRW 

KONZEPTE
Einsatz von iPads: Erfahrungen Frankfurter Schulbibliotheken
Guten Morgen! Von der Bildung für nachhaltige Entwicklung

KURZ & KNAPP
UrhWissG - das ändert sich ab März 2018 für Bibliotheken

13. Konferenz "Academic Publishing in Europe"

Mit einer Pre-Conference hat gestern die 13. Konferenz "Academic Publishing in Europe" (APE) in Berlin begonnen. Unter dem Leitthema "Publishing 2020: Ramping up Relevance" diskutieren bis zum 17. Januar internationale Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Verlagen und Bibliotheken die Herausforderungen von digitaler Transformation und Open Access. Ein Beitrag von Ellen Euler, Professorin für Open Access und Open Data an der FH Potsdam. ... [mehr] https://www.boersenblatt.net/artikel-13._konferenz__academic_publishing_in_europe_.1421693.html