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Freitag, 31. Januar 2020

Baden-Württemberg will Dialekt stärken

Die baden-württembergische Landesregierung will das Sprechen von Dialekten fördern. Regionale Mundarten seien ein kultureller Schatz, den es für die Zukunft zu bewahren gelte, betonten Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) in Stuttgart. Experten aus Schule, Wissenschaft und Kultur sollen nun konkrete Ideen zur Dialektförderung erarbeiten. Mit Blick auf Globalisierung und digitale Vernetzung stehe das Dialektsprechen auch für den Wunsch nach einer regionalen Verortung.

dpa

Streit in Gedenkstätte für NS-Massaker von Lidice

In der Gedenkstätte für das NS-Massaker im tschechischen Lidice gibt es Streit. Nach dem erzwungenen Rücktritt der Direktorin Martina Lehmannova haben zehn Abteilungsleiter und Kuratoren aus Solidarität gekündigt. In einem offenen Brief beklagen die Mitarbeiter anhaltenden Druck seitens des tschechischen Kulturministers und des Bundes der Freiheitskämpfer. Die Unabhängigkeit wissenschaftlicher Forschung sei in Gefahr, warnten sie. Lidice war der Ort eines brutalen NS-Massakers im Zweiten Weltkrieg. Das böhmische Dorf wurde am Morgen des 10. Juni 1942 nach dem Attentat auf den SS-Führer Heydrich dem Erdboden gleichgemacht. 173 Männer wurden erschossen, die meisten Frauen und Kinder in Konzentrationslager gebracht. Auslöser der aktuellen Kontroverse war eine Reportage im tschechischen Fernsehen. Darin berichtet ein Historiker, dass eine jüdische Frau aus Lidice kurz vor dem Massaker von ihrer Vermieterin an die Gestapo verraten und später in Auschwitz ermordet worden sei. Lehmannova hatte sich dafür ausgesprochen, auch an dieses jüdische Opfer in der Gedenkstätte zu erinnern. Der Vorschlag stieß auf heftige Gegenwehr.

dpa

De-Jargonizer

http://scienceandpublic.com/

Science writing can feature complex terminology that may put off ordinary readers. Make sure your writing is accessible and universal with the De-Jargonizer, "an automated jargon identification program aimed at helping scientists and science communication trainers improve and adapt vocabulary use for a variety of audiences." Users have the option of copying and pasting the text they want analyzed into the tool, or directly uploading a Text (.txt) or Word (.docx) document of any length. Users will then receive results that color-code their text into groupings based on words that are "high frequency/common words, mid-frequency/normal words, and jargon." As the site notes, "studies have shown that a reader needs to understand 98 percent of vocabulary in a text to adequately comprehend its contents." Using this system, the De-Jargonizer can help users identify and rewrite portions of their text deemed inaccessible. The tool was designed by a group of professors and researchers from the Israel Institute of Technology, Tel Aviv University, and Holon Institute of Technology and is compatible with both English and Hebrew text. 

via https://scout.wisc.edu/archives/r51964/de-jargonizer

A Street Near You

https://astreetnearyou.org/

First launched in 2017, A Street Near You provides a comprehensive database that "explore[s] the local legacy of the First World War." This resource contains "nearly 500,000 location records for 410,000 men and women who died whilst serving in the First World War," and displays them on an interactive map that allows users to see how the War affected countries and communities alike. The site allows users to search by cemetery, regiment, or date, and users can also scroll through the interactive map directly to search by location. The records contain biographies of lives lost in the War, usually including the name, rank, cemetery, date of death, and a picture. The display helps users grasp the magnitude of lives lost, while also visualizing "the scale of the impact that that would have had on their local communities." The website was created by open-data enthusiast James Morley and utilizes data obtained from Lives of the First World War, Commonwealth War Graves Commission, Imperial War Museums Collections, and War Memorial Registrar.

via https://scout.wisc.edu/archives/r51960/a_street_near_you

The Way I See It

https://www.bbc.co.uk/programmes/m0009bf6

Art lovers and art historians may enjoy The Way I See It. This audio and video series from the Museum of Modern Art in New York features "leading creative thinkers" (writers, actors, activists, and more) discussing a piece from the Museum that speaks to them. Interviewees analyze the complex meanings and emotions that the pieces encompass, wrestling with the dichotomy of anger and joy. The series also explores "countless stories and connections," and examines the ways that art demands that we "confront history." The Way I See It is hosted by Alastair Sooke, an art critic and historian, and takes the form of two mediums: a 30-part podcast (each episode around 15 minutes in length) and several YouTube videos that accompany select episodes (each clip around five minutes in length). These videos are available as a playlist on MoMA's YouTube channel. As filmmaker and series guest John Waters declares, "bad taste and good taste in art are very, very close;" see for yourself with The Way I See It

via https://scout.wisc.edu/archives/r51959/the_way_i_see_it

De Gruyter erzielt Abschluss mit Bibliothekskonsortium in den Niederlanden

UKB, das Konsortium der Universitätsbibliotheken in den Niederlanden, und De Gruyter haben eine Vereinbarung geschlossen, die es Forscherinnen und Forschern an neun niederländischen Universitäten ermöglicht, in 305 hybriden Zeitschriften im Open Access zu veröffentlichen. Wie De Gruyter mitteilt, erhalten de teilnehmenden Institutionen außerdem Zugang zur vollständigen E-Journal-Kollektion De Gruyters: insgesamt 347 Zeitschriften.
Die Read-and-Publish-Vereinbarung erlaubt allen niederländischen Forscherinnen und Forschern der Erasmus-Universität Rotterdam, Radboud-Universität Nijmegen, Universität Groningen, Universität Leiden, Universität Utrecht, Universität von Amsterdam, Universität Tilburg, VU Amsterdam und Universität Wageningen zudem, in 110 Gold-Open-Access-Zeitschriften mit einer um 20 Prozent reduzierten APC-Gebühr (APC = article processing charge) zu publizieren.
Das Abkommen wird dazu beitragen, die Anzahl von Open-Access-Veröffentlichungen niederländischer Forscherinnen und Forscher weiter zu erhöhen und die Reichweite in den Niederlanden zu steigern. Die neun Institutionen werden Zugriff auf eine Plattform haben, die es ihnen erlaubt, ihr Konto einfach zu verwalten, Aufsätze schnell zur Veröffentlichung freizugeben und detaillierte Berichte einzusehen.

via https://www.boersenblatt.net/2020-01-31-artikel-read-and-publish-vereinbarung_mit_neun_niederlaendischen_universitaeten-de_gruyter_erzielt_abschluss_mit_bibliothekskonsortium.1802105.html

NS-Vorwürfe: Grütters stützt aktuelle Berlinalechefs

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat sich nach NS-Vorwürfen gegen den früheren Chef der Filmfestspiele, Alfred Bauer, klar hinter die aktuelle Berlinale-Direktion gestellt. Diese hatte einen nach Bauer benannten Preis ausgesetzt. Die Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit sei Teil des nationalen Selbstverständnisses – das gelte nicht nur für die Politik, sondern auch für wichtige gesellschaftliche Akteure, sagte Grütters in Berlin. Wenn sich die Erkenntnisse erhärten sollten, werde es künftig keinen nach Alfred Bauer benannten Preis mehr geben, so Grütters. Die Wochenzeitung „Die Zeit“ hatte berichtet, Bauer sei ein „hochrangiger Funktionär der NS-Filmbürokratie“ gewesen. Die Filmfestspiele in Berlin hatte er von 1951 bis 1976 geleitet. Der Fall soll nun mit externer fachwissenschaftlicher Unterstützung aufgearbeitet werden.

dpa

Projektstart: Deutsche Kolonialgeschichte

Die Aufarbeitung der deutschen Kolonialgeschichte soll mit einem großangelegten Projekt in Berlin vorangetrieben werden. Dafür stünden in den kommenden Jahren rund drei Millionen Euro zur Verfügung, sagte Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) bei der Präsentation des Vorhabens. Ziel sei, die Kolonialgeschichte zu dokumentieren und ihre Folgen für die Gegenwart in den Blick zu nehmen. Dazu gehöre neben Fragen der Rückgabe von Kulturgütern und der Aufarbeitung der Herkunft von Museumsbeständen auch, die Grundlagen der heutigen weltweiten Wirtschaftsbeziehungen zum Thema zu machen. Ein Beirat deutscher und internationaler Wissenschaftler unter anderem aus Namibia, der früheren Kolonie Deutsch-Südwestafrika, begleite das Projekt, hieß es. Das Thema soll auch mit Festivals und anderen Veranstaltungen in die verschiedenen Berliner Stadtteile getragen werden.

dpa

Frankfurter Städtische Bühnen werden abgerissen

Die Frankfurter Stadtverordnetenversammlung hat einen Abriss der maroden Theater-Doppelanlage beschlossen. Außerdem beauftragte sie den Magistrat, ein Verfahren für einen Neubau in die Wege zu leiten. Die Kosten für den Neubau am bisherigen Standort Willy-Brandt-Platz werden auf 874 Millionen Euro geschätzt, deutlich teuer wäre eine Sanierung laut Gutachten geworden. Die im Jahr 1963 fertiggestellte Anlage aus Schauspiel und Oper war 1991 nach einem Großbrand für rund 170 Millionen Mark (85 Millionen Euro) bühnentechnisch renoviert worden. Die Klima-, Lüftungs- und Heizungstechnik blieb allerdings ausgespart und ist inzwischen völlig veraltet.

dpa

Justizministerium verbessert NetzDG / netzpolitik.org 30.01.2020

Es gibt Gesetze, die sind gut gemeint. Aber sie sind so schlecht gemacht, dass sie wenig zur Lösung des Problems beitragen, das sie bekämpfen wollen. Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz, verabschiedet 2017, ist so ein Fall. Eigentlich sollte es dabei helfen, illegale Inhalte schnell aus dem Netz zu entfernen: Hetze, Terror, Missbrauch, Verleumdung. Das tut es, indem es die Betreiber von Sozialen Netzwerken dazu verpflichtet, solche Inhalte nach Beschwerden zu löschen – und zwar möglichst schnell.
Bei vielen, die vor allem von solchen Inhalten betroffen sind, stieß das Gesetz jedoch von Anfang an auf Kritik. Nicht das Löschen sei das Ziel, sagte etwa die Linken-Abgeordnete Anke Domscheit-Berg damals netzpolitik.org. Solche Straftaten müssten auch angezeigt und verfolgt werden, das war aber im NetzDG nicht beinhaltet. Zudem sah das Gesetz bislang keine Möglichkeit vor, zu Unrecht gelöschte Inhalte wiederherstellen zu lassen.
An diesen und weiteren Stellen will das Justizministerium jetzt nachbessern. Ministerin Christine Lambrecht hat heute einen Entwurf zur „Weiterentwicklung“ des NetzDG vorgestellt. Es scheint, als seien viele der Kritikpunkte darin berücksichtigt worden.
Unter anderem müssen Netzwerke strafbare Inhalte in Zukunft nicht nur löschen, sondern direkt ans Bundeskriminalamt melden. Die bislang von den Plattformen häufig eher versteckten Meldewege müssen einfacher und direkt vom beanstandeten Inhalt aus zu finden sein.
Vor allem aber sollen Nutzer*innen nun ein Widerspruchsrecht bekommen. Wenn ein soziales Netzwerk ein gemeldetes Posting gelöscht hat, kann sich derjenige, der es ins Netz gestellt hat, beschweren und verlangen, dass es wieder online gestellt wird. Das gilt auch umgekehrt: Wer etwas meldet, das nicht gelöscht wird, kann ebenfalls von Twitter, Facebook und Co. eine Überprüfung dieser Entscheidung verlangen. „Gegenvorstellung“ heißt das in der Sprache des Justizministeriums und es greift einen der Haupt-Kritikpunkte am NetzDG auf: Plattformen waren bislang gezwungen, schnell zu löschen, aber nicht dazu gezwungen, auf Kritik an ihren Entscheidungen zu reagieren.
In der Vergangenheit gab es immer wieder Berichte von Nutzer*innen, deren Post zu unrecht gelöscht oder die gleich ganz aus ihren Accounts ausgesperrt wurden, darunter Politiker*innen und Medien wie die Jüdische Allgemeine. Twitter musste sich dafür im Digitalausschuss des Bundestages rechtfertigen. Einige Betroffene wie der Autor Tom Hillenbrand konnten sich erfolgreich vor Gericht wehren. Andere mit weniger Zeit und Geld sahen ihre Accounts nie wieder. ... [mehr] https://netzpolitik.org/2020/mehr-widerspruch-und-mehr-aussagekraft/

Holding Virginia Woolf in Your Hands / Roxana Robinson. The New Yorker January 29, 2020

What moves you to stand in the presence of the house, the landscape, the objects of a writer whom you so admire? Why are literary pilgrimages so compelling? Virginia Woolf explains: “It would seem to be a fact that writers stamp themselves upon their possessions more indelibly than other people.” Certainly, each year, thousands of people visit Monk’s House, Leonard and Virginia Woolf’s sixteenth-century cottage, in Rodmell, East Sussex. It’s set right on the village street, a modest clapboard building with a big garden beyond. Inside, the small, low-ceilinged rooms are peopled with pilgrims. You move quietly among them; the atmosphere is hushed and meditative, like that in a church. You are caught up in a silent current, adrift in Woolf’s life: these are the chairs that were decorated by her sister; here is her narrow bed by the window; here are her books, tightly packed, floor to ceiling. You are very close to her here. You are speaking with her in your mind.
As a literary pilgrim, you could go to England and visit Woolf’s houses. Or you could simply go to New York and visit the Berg Collection. For decades, the collector William Beekman acquired things related to Woolf: letters, manuscripts, photographs, postcards, rare editions. The William Beekman Collection of Virginia Woolf and Her Circle, consisting of a hundred and fifty-three such objects, has just been added to the Henry W. and Albert A. Berg Collection of English and American Literature, at the New York Public Library. Like any pilgrimage, a journey to the Berg imposes certain exigencies. Access is restricted, and you must make an appointment. You must leave your coat and bag downstairs. The atmosphere is hushed and solemn: this is the inner sanctum. Here are words that have changed history, governments, laws, morals, mores, marriages, and minds. The librarian brings things out to you, one by one. The Beekman materials are encased in beautiful clothbound slipcases, with gold titles on the spines. Opening these exquisite cases is like unwrapping treasure.

Virginia Woolf's Study at Monk's House in Rodmell East Sussex.
Virginia Woolf’s study, at Monk’s House, in Rodmell, East Sussex.Photograph by Albert Knapp / Alamy
The earliest letter in the collection is one from Virginia to her sister Vanessa, on the occasion of Vanessa’s wedding, in 1907. It’s written on two big sheets of heavy paper, folded in half and stitched down the center, making four leaves. The message is whimsical and charming: “Address of Congratulation to our Mistress on her Approaching Marriage.” It’s written in the collective voice of the siblings, who are presented in the guise of animals.
Dear Mistress, We the undersigned three Apes and a Wombat wish to make known to you our great grief and joy at the news that you intend to marry. We hear that you have found a new Red Ape of a kind not known before who is better than all other apes because he can both talk & marry you: from which we are debarred.
They declare the Red Ape (the art critic Clive Bell) to be “clean, merry, and sagacious,” and their Mistress (Vanessa) to be “very understanding of Apes, loving & wholesome, vigilant after fleas, & scourging of all Misdoing.” The letter is signed, in a different colored ink, by Virginia, as the three apes and the wombat.
It’s hard to think of anything more playful, more intimate, more deeply familial than this handwritten, hand-sewn message to a beloved sister. Holding these pages, you hold a part of Virginia Woolf’s life. It’s odd to find yourself so deep inside it, reading this note. Do you wonder by what right you read it? But the letters are here, so you read on. ... [mehr] https://www.newyorker.com/books/page-turner/holding-virginia-woolf-in-your-hands

Entscheidungen zum Förderprogramm Filmerbe: 1,5 Millionen Euro für die Restaurierung und Digitalisierung von 43 Filmen

Unter den insgesamt 43 Filmen, die im Januar durch das Förderprogramm Filmerbe für die Zukunft gesichert werden, sind Maria Schraders Regiedebut „Liebesleben“, die Helmut-Käutner-Klassiker „Anuschka“, „Frau nach Maß“ und „Wir machen Musik“ und Peter Schamonis Hohenzollern-Biographie „Majestät brauchen Sonne“ über Wilhelm II. Ebenfalls mit Mitteln des Förderprogramms Filmerbe restauriert und digitalisiert wird der 80er-Jahre-Frauenfilmklassiker „Heller Wahn“ von Margarethe von Trotta, der im Berlinale-Jubiläumsprogramm On Transmission gezeigt wird.
Insgesamt wurden bei den Januar-Sitzungen der Gremien Konservatorisches Interesse und Kuratorisches Interesse und durch die Entscheidungen des FFA-Vorstands nach Auswertungsinteresse 1.506.857,97 Euro für die Restaurierung und Digitalisierung von 23 Spielfilmen, 13 Kurzfilmen, fünf Dokumentationen, einem Animationsfilm und einem Experimentalfilm zugesagt.
Das Förderprogramm Filmerbe ist Anfang 2019 gestartet und stellt für zehn Jahre bis zu zehn Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung, die zu gleichen Teilen von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, den Ländern und der Filmförderungsanstalt FFA aufgebracht werden.

Popcorntimes: Streamingdienst lässt alte Filme wieder aufleben / heise online

Freunden von Spielfilmklassikern stehen ab sofort auf popcorntimes.tv Filme von 1910 bis 2010 kostenlos zur Verfügung. Die AVoD (Advertising-Video-on-Demand)-Plattform bietet zur Zeit 1000 Filme an. Darunter befinden sich etwa Verfilmungen der Werke von Charles Dickens und Sir Arthur Conan Doyle sowie eine Dokumentation über Chuck Norris. In den folgenden Monaten sollen 1000 neue Filme hinzukommen. Zudem ist geplant, die Plattform bald neben Deutschland, Österreich und der Schweiz, auch in anderen europäischen Ländern anzubieten. 
[Die gut bestückten Genres in der Mediathek sind unter anderem „Stummfilme“, „Kurzfilme“ und „Dokumentationen“. In unserer heutigen Zeit des Überangebots an ständig neuen Stoffen sticht „Popcorntimes“ angenehm unaufdringlich hervor. Und mit diversen Hitchcock-Werken, beliebten Klassikern von Charlie Chaplin und zeitlosen Mantel-und-Degen-Filmen wie „Das Zeichen des Zorro“ kann sich die Auswahl des in München ansässigen Unternehmens bereits jetzt schon sehen lassen.]
Um die Filme kostenlos anbieten zu können, arbeitet popcorntimes.tv werbefinanziert, teilte Michael Freitag, Geschäftsführer der Popcorntimes GmbH, auf Medium.com mit. Die Zuschauer müssen also mit mehrsekündigen Werbespots rechnen, können dafür aber Spielfilme aus den 1910-1990er Jahren sehen, die sonst nur noch schwer zugänglich seien. Anders als einige VoD (Video on Demand)- Angebote schloss der Streamingdienst Netflix erst kürzlich eine Werbefinanzierung für sein Programm aus.

via  https://heise.de/-4649421

Datenanalyse liefert neue Zahlen zu europäischen Auslandsaufenthalten

Die Zahl der Berufsschullehrenden sowie der betrieblichen Ausbilderinnen und Ausbilder, die mit dem europäischen Bildungsprogramm Erasmus+ einen berufsqualifizierenden Auslandsaufenthalt durchführen, hat sich seit dem Jahr 2013 nahezu verdoppelt. Dies ist ein Ergebnis einer Analyse der Nationalen Agentur „Bildung für Europa“ beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB), die erstmals Daten für diese Personengruppe ausgewertet hat. 

Weitere Informationen zur NA-Datenanalyse unter http://www.na-bibb.de/mobil-mit-erasmus
Die Ausgabe des NA-Journals „Bildung für Europa“ steht unter
http://www.na-bibb.de/service/publikationen zur Verfügung.

via https://idw-online.de/de/news730720

UCSB Cylinder Audio Archives

Die U.C. Santa Barbara (UCSB) Library archiviert einige der ältesten bekannten Tonaufnahmen, das Cylinder Audio Archive (via Archivalia und The Bottom Line):
„The sounds, which are all available online, range from music genres such as fiddle tunes and Hawaiian music to historical speeches and sermons. Unique to the archive is its collection of commercial home recordings made by regular people, which showcase the everyday experiences of life during the 19th century.“
via https://blog.digithek.ch/ucsb-cylinder-audio-archives/

Donnerstag, 30. Januar 2020

Fernsehen und Radio bleiben Lieblingsbeschäftigung

Der Konsum von Fernsehen, Radio und anderen audiovisuellen Medien bleibt die mit Abstand beliebteste Freizeitbeschäftigung der Bundesbürger. Hochgerechnet 9 Stunden und 3 Minuten pro Tag verbrachten die Deutschen im vergangenen Jahr mit audiovisuellen Medien – eine Minute weniger als 2018. Das geht aus der Mediennutzungsanalyse 2019 des Verbands Privater Medien hervor. Für die auf Basis von Sekundärquellen publizierte Erhebung wurden Bundesbürger zwischen 14 und 69 Jahren befragt. Das Radio war laut der Erhebung von morgens bis in die frühen Abendstunden das meistgenutzte Medium. Ab etwa 18 Uhr abgelöst durch das Fernsehen. Die Internetnutzung bleibt im gesamten Tagesverlauf demnach relativ stabil.

dpa

Schriftsteller und Grafiker Christoph Meckel tot

Der Schriftsteller und Grafiker Christoph Meckel ist im Alter von 84 Jahren gestorben, teilte der Carl Hanser Verlag mit. Meckels Schaffen umfasst etwa 60 Bücher, darunter Lyrik, Prosa, Romane, Hörspiele, Grafiken und Zeichnungen. Zu Meckels Werk zählen unter anderem 29 Gedichtbände, die 2015 in einer Gesamtausgabe unter dem Titel „Tarnkappe“ erschienen. Für sein Schaffen wurde Meckel vielfach ausgezeichnet. Unter anderem mit dem Rainer-Maria-Rilke-Preis für Lyrik und dem Georg-Trakl-Preis. Zuletzt wurde er in der vergangenen Woche in Ludwigsburg mit dem Antiquaria-Preis ausgezeichnet, konnte diesen aber bereits erkrankt nicht mehr entgegennehmen.

dpa

Open Research Library gestartet

Die Open Research Library (ORL), eine Hosting-Plattform für Open Access (OA)-Inhalte, wurde am 29.01.2020 offiziell gestartet. Initiiert wurde sie von Knowledge Unlatched (KU) und BiblioLabs. Zudem verkündet KU die Ergebnisse der Vergaberunde 2019.
Eine Reihe führender Akteure der Bibliotheks- und Open-Access-Community haben sich der Mitteilung zufolge zusammengeschlossen, um die Open Research Library (ORL) zu unterstützen – darunter Knowledge Unlatched, Biblioboard, EBSCO Discovery ServiceTM, ProQuest mit Ex Libris Primo® und Summon® sowie OCLC mit der Erstellung von MARC-Datensätzen und der Indexierung in WorldCat und WorldCat Discovery.
Die Hosting-Plattform mache wissenschaftliche Buchveröffentlichungen und andere akademische Open-Access-Content-Angebote überall auf der Welt frei zugänglich. ORL biete den direkten Zugang zu einer umfassenden Sammlung von Tausenden von wissenschaftlichen Monographien, Anthologien, Zeitschriften, Videos, Postern und anderen Formaten.
Wie bereits bei anderen Open-Access-Initiativen, insbesondere bei KU Select, werde Knowledge Unlatched über seinen Crowdfunding-Mechanismus finanzielle Unterstützung für ORL einwerben. Forschende und Bibliotheken können auf alle Inhalte der Plattform jederzeit frei und ohne Einschränkungen zugreifen.
2019 habe man die KU Select-Angebote in den Geistes- und Sozialwissenschaften (HSS) sowie in den Natur-, Technik-, Ingenieur- und Mathematikwissenschaften (STEM) weiter ausgebaut. Neue Partnerschaften und Geschäftsmodelle mit einigen der weltweit renommiertesten Wissenschaftsverlage seien eingeführt worden. So werde die KU in der Lage sein, 274 Bücher aus ihrer KU Select 2019 HSS-Sammlung, 38 Titel aus ihrer KU Select STEM-Sammlung und 98 Bücher sowie 13 Zeitschriften aus ihren verschiedenen Partnerangeboten zu veröffentlichen. 
KU werde die Titellisten sowie den Status der Erscheinung transparent machen, um den Fortschritt in seinem Programm zu dokumentieren. Die Freischaltung von KU Select 2019, sowohl der HSS- als auch der STEM-Sammlung, werde in Kürze beginnen, und dank der Partnerschaft der KU mit OCLC werden die ersten MARC-Datensätze auch über die Website von KU verfügbar sein, heißt es weiter.
Neben der Förderung ihrer aktuellen und neuen Partnerprogramme im Jahr 2020 plane die KU auch eine Überarbeitung des KU Select-Buchmodells auf der Grundlage des Feedbacks der Partnerbibliotheken und werde die neuen Informationen Anfang Mai 2020 weitergeben. Im Rahmen seines Transparenzversprechens werde KU ebenso seinen Jahresabschluss für 2019 im Frühjahr veröffentlichen.

via https://www.boersenblatt.net/2020-01-30-artikel-open_research_library_gestartet-plattform_fuer_open-access-inhalte.1801515.html

Berlinale setzt Alfred-Bauer-Preis nach NS-Vorwürfen aus

Alfred Bauer war der erste Leiter der Berliner Filmfestspiele, nach ihm ist ein Preis benannt. Verliehen wird er vorerst nicht mehr – Recherchen der „Zeit“ ergaben, dass Bauer ein „eifriger SA-Mann“ war und sein Vorleben nach Kriegsende systematisch verschleiert hatte. 
Nach einem Zeitungsbericht über die Vergangenheit des früheren Berlinale-Leiters Alfred Bauer will das Filmfestival den nach ihm benannten Preis nicht mehr vergeben.
Die Wochenzeitung „Die Zeit“ hatte zuvor berichtet, Bauer sei ein „hochrangiger Funktionär der NS-Filmbürokratie“ gewesen. Dem Blatt zufolge arbeitete Bauer zunächst als Referent in der von Joseph Goebbels 1942 eingerichteten Reichsfilmintendanz.
Weiter recherchierte die Zeitung, dass Alfred Bauer die personelle Seite der laufenden Spielfilmproduktion des Dritten Reiches kontrollierte und überwachte. Sprich, er war demnach verantwortlich für den Einsatz der Schauspieler, der Regisseure, der Kameramänner und des sonstigen Filmpersonals. Dies belegen unter anderem Dokumente, die die Zeitung im Berliner Landesarchiv eingesehen hat.
Bauer war auch an der Entscheidung beteiligt, wer vom Kriegseinsatz freigestellt wurde und wer in die Rüstungsindustrie oder an die Front musste. NS-Dokumente bescheinigen Bauer, ein „eifriger SA-Mann“ zu sein. Zudem war er seit 1. Mai 1937 Mitglied in der NSDAP, außerdem im Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund, im Nationalsozialistischen Rechtswahrerbund und in der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt.
Bislang war all dies unbekannt: Nach dem Krieg verschleierte Bauer, der die Berlinale von 1951 bis 1976 leitete, systematisch seine Vergangenheit. Mitgliedschaften in NS-Organisationen versuchte er gegenüber den Entnazifizierungsbehörden zu verleugnen, seine Tätigkeit in der Reichsfilmintendanz stritt er ab.
Die Berlinale reagierte in ihrer Stellungnahme wie folgt: Die Rolle von Alfred Bauer würde durch diese Quellen erstmals „neu beleuchtet“. Demnach habe Bauer bedeutende Positionen in der NS-Zeit innegehabt. „Angesichts dieser neuen Erkenntnisse wird die Berlinale den ,Silberner Bär Alfred Bauer Preis‘ aussetzen“, so eine Berlinale-Sprecherin.
Der nach ihm benannte Preis wurde seit 1987 verliehen, zuletzt als eine von mehreren Bären-Auszeichnungen im Wettbewerb. Im vergangenen Jahr hatte ihn die Regisseurin Nora Fingscheidt für ihren Film „Systemsprenger“ bekommen.
„Eine herausgehobene Position Alfred Bauers im Nationalsozialismus war dem Festival bislang nicht bekannt“, teilte die Berlinale weiter mit. „Wir begrüßen die Recherche und die Veröffentlichung in der ,Zeit‘ und greifen die neue Informationslage auf, um die Festivalgeschichte mit externer fachwissenschaftlicher Unterstützung aufzuarbeiten.“

via https://www.welt.de/kultur/article205457639/Berlinale-setzt-Alfred-Bauer-Preis-nach-NS-Vorwuerfen-aus.html

LoC Blog: American Federation of Labor - History Now Digital

Americans in the late 19th and early 20th centuries witnessed the growth of two transformative but intertwined forces: massive waves of immigration from 1880 to 1920 and the roiling discontent of labor. Few organizations struggled to balance these developments more than the American Federation of Labor, one of the nation’s premier labor organizations.
The recently digitized records of the AFL in the Manuscript Division of the Library contain letterpress books of correspondence of Samuel Gompers and William Green, presidents of the organization, and by numerous other officials. The records serve as a window into the AFL’s struggle to guarantee workers’ rights, particularly those of immigrants. The collection also reveals the complexities of the organization as it struggled with race and ethnicity.
Established under the leadership of Gompers in 1886, the AFL represented 140,000 workers in 25 national unions, whose members were a polyglot of laborers speaking numerous languages and dialects. These newly arrived workers strove for “a healthy family, a steady job, the purchase of a house, and ‘respect among people,’ ” writes historian David Montgomery.
Even if the industries and immigrants’ origins have changed, this dynamic remains true today. In 1890, more than 140,000 employees labored in steel and ironwork – and 41 percent of those workers were born in Europe, largely from Germany, Britain and Ireland. After 1900, immigrants from Southeastern and Eastern Europe, mostly Slavs and Italians, worked alongside or replaced this earlier wave. The same proves true of other industries. Responding to a 1906 request by John Roach, secretary of the Amalgamated Leather Makers of America, that the AFL help organize workers in Hambleton, West Virginia, Gompers noted that they mostly consisted of Poles, Italians and Austrians.
Such ethnic diversity was not unique to the East Coast and Midwest. Mining interests in western states employed Greeks, Italians, Croats and Mexicans among other ethnicities. While dependent on this labor source, officials at places such as the Colorado Fuel and Iron Co. disparaged both the intelligence and hygiene of these workers. One official described them “as drawn from the lower class of immigrants.”
Gompers and the AFL sought to expand worker protections across industries, but the organization and its leadership had its own racial prejudices.
For example, Gompers was asked to intervene in a 1902 racial dispute involving the Stockton California Federal Trade Councils. The issue was that an African American delegate had been “ordered” off a dance floor by white members at a council picnic. 
Gompers began his response by advocating for organizing all workers regardless of nationality, sex, politics, color, race or creed. Yet he followed with a far less heroic qualifier. “[W]e cannot attempt to regulate the social intercourse of the races … as organized labor it would be most unwise to stir up strife and prejudice rather than peace if we make these questions subject to decision by our organization.”
So while the AFL might have helped organize African American workers, it did far less and in the case of some locals, absolutely nothing to protect them.
In regard to Asian workers, Gompers and the AFL proved unequivocal in their racism. “We cannot permit the Chinaman with his prejudices, his peculiar ‘civilization’ … with his low moral standard of living and his poor conceptions of our institutions, and his racial antagonism to our hopes and aspirations and ideals to have free and unrestricted access to this country,” Gompers wrote to Oliver Werts of Parsons College in Fairfield, Iowa. Any attempt to assimilate Asians into America’s white population “would be most ruinous to us.”
Over time, the AFL’s stance on immigration grew even more complicated. Though the organization exerted little influence in shaping actual legislation, it supported immigration restrictions passed by Congress in 1917 and 1924.
The AFL records demonstrate the complexity of historical actors, be they individuals or organizations. Even a cursory review of the collection reveals this on a range of issues including socialist challenges to Gompers’ conservative leadership, the role of women, and electoral politics. Immigration serves as only one example among many, but it does signal to researchers the richness contained within.

via https://blogs.loc.gov/loc/2020/01/american-federation-of-labor-history-now-digital/

Relaunch für adlr.link

Seit unserem Start im März 2016 verzeichnet adlr.link steigende Nutzungszahlen und immer mehr Zuspruch aus der Fachcommunity. Dass der Fachinformationsdienst einen solchen Erfolg hat, freut uns, ist aber zugleich Ansporn, für unsere Nutzenden einen noch besseren Service zu bieten.
Alle bewährten Services und Dienstleistungen bleiben natürlich beim neuen adlr.link bestehen, können aber noch besser und intuitiver genutzt werden. Und schließlich bleibt auch unser Datenbestand von der gleichen, hohen Qualität. 
Grundlegende Idee des neuen Designs ist es, auf allen möglichen Plattformen ein einheitliches Look and Feel zu kreiern und die Marke adlr.link visuell neu zu definieren. Die neuen Grundfarben sind Cyan und Blau, sie stehen für das innovative Potential der Medien- und Kommunikationswissenschaften und die noch junge Historie beider Fächer. Als Sekundärfarben treten Dark Blue und Amber auf. In Dark Blue ist unsere neue Get-It-Box gehalten: Als visueller Anker enthält sie alle Informationen, welches Medium wie verfügbar ist. Amber verwenden wir, um für unsere Nutzenden das Wichtigste hervorzuheben: Die Suche in unserem Portal selbst und den direkten Zugriff auf Medien und Ressourcen.
Bei der Typografie verbinden wir Altes mit Neuem: Unser Logo ist weiterhin in der Ubuntu-Type gestaltet, greift aber unsere neue Farbidentitäten auf und ein Icon, das für den „Link“ steht: Die Verbindung zwischen den Fächern. Die Verbindung zwischen den unterschiedlichen Medien, die zugleich Forschungsinteresse wie Informationsträger sind. Die Verbindung zwischen der Forschung und der Fachcommunity und uns als Informationsdienstleister.
In einer schmalereren Variante steht die Ubuntu-Type für unsere Headlines als Blickfang, während wir die Open Sans für alle Fließtexte und bibliografischen Informationen verwenden, um optimale Lesbarkeit zu gewährleisten.
Besonderes Gewicht legen wir auf ein natürlich fließendes Responsive Design. Im Zeitalter des Mobile First ist damit auch adlr.link nun dort angekommen, wo ein Fachinformationsdienst für Medien- und Kommunikationswissenschaft hingehört. Die neue Website wird sowohl auf dem Desktop-Rechner als auch auf Tablets und Smartphone mit allen Funktionen verfügbar sein. Je nach Bildschirmgröße passen sich unsere Designelemente dynamisch den Möglichkeiten des Endgerätes an.

via https://blog.adlr.link/relaunch-fuer-adlr-link-wir-sind-zurueck-mit-unserer-neuen-seite/

Lengoo lässt maschinelle Übersetzungen durch Profi-Übersetzer verbessern

Das Berliner Start-up Lengoo lässt maschinelle Übersetzungen durch Profi-Übersetzer verbessern (via Archivalia und Handelsblatt):
„Die Brücke will Lengoo schlagen. Das Berliner Start-up ist noch ein Hidden Champion, mischt mit einer Hybridlösung aus Künstlicher und menschlicher Intelligenz aber den Markt auf. CEO Christopher Kränzler verspricht: Lengoo sei dreimal so schnell wie klassische Übersetzungsbüros, aber nur halb so teuer. Das lohne sich: „Ein international agierender Konzern gibt schnell mittlere zweistellige Millionenbeträge im Jahr für Übersetzungen aus“, sagt Kränzler.“
via https://blog.digithek.ch/lengoo/

37 Prozent scheitern dabei, Apps zu installieren

Eine repräsentative Studie anlässlich des ersten bundesweiten Digitaltags am 19. Juni 2020 hat Fragen zu Informationssuche, Datenschutz und Technik erhoben (via bildungsspiegel.de):
„Demnach erklärt zwar eine Dreiviertelmehrheit (74 Prozent), technische Geräte wie Smartphone oder Computer bedienen und nutzen zu können, solange keine Fehler oder unerwartete Ereignisse auftreten – aber jeder Vierte (23 Prozent) beherrscht das nicht. Sechs von zehn Bundesbürgern (61 Prozent) finden online in der Regel die Informationen, die sie suchen. 37 Prozent gelingt das nicht. Wiederum 60 Prozent können Programme und Apps installieren, der übrige Teil (37 Prozent) scheitert daran.
Während 57 Prozent ihre Datenschutzeinstellungen individuell anpassen, machen das 39 Prozent nicht. Eine Online-Quelle im Hinblick auf ihre Vertrauenswürdigkeit einschätzen kann jeder Zweite (50 Prozent), etwa ebenso viele (46 Prozent) trauen sich das nicht zu. Und 46 Prozent sind in der Lage, auftretende Fehlermeldungen und technische Probleme auf eigenen Geräten einzuordnen und selbst zu beheben, während das 49 Prozent vor Rätsel stellt.“
via https://blog.digithek.ch/37-prozent-scheitern-dabei-apps-zu-installieren/

Wie gut sind die Google-Alternativen?

Matthias Schüssler nimmt die neue Suchmaschine Onesearch.com im verlinkten Video zum Anlass, verschiedene Suchmaschinen mit Google zu vergleichen und findet vier Beispiele, bei denen Bing, DuckDuckGo, Qwant und Swisscows bessere Ergebnisse liefern.

via https://blog.digithek.ch/wie-gut-sind-die-google-alternativen/

Veröffentlichung der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages: Das Berufsbild des Osteopathen

Das Berufsbild des Osteopathen https://www.bundestag.de/resource/blob/680254/5042695d943c305b288587e184f0703c/Berufsbild-des-Osteopathen-data.pdf

Online-Archiv der Arbeiten der Wissenschaftlichen Dienste: https://www.bundestag.de/analysen

Mittwoch, 29. Januar 2020

Jack Fairweather gewinnt Costa Book Award

Der Costa Book Award geht in diesem Jahr an den ehemaligen britischen Kriegsreporter Jack Fairweather für seine Biografie „The Volunteer“, zu deutsch „Der Freiwillige“. Es ist ein Buch über den Auschwitz-Saboteur Witold Pilecki. Der polnische Widerstandskämpfer hatte sich während des Zweiten Weltkriegs in dem Vernichtungslager internieren lassen. Von dort hatte er Widerstand organisiert und Beweise für den Völkermord an den Juden gesammelt. Das Buch lese sich wie ein Thriller, befand die Jury, dabei handele es sich um Fakten. Die Auszeichnung gibt es in dieser Form seit 1971, sie gehört zu den bekanntesten in Großbritannien. 2006 wurde sie von Whitbread Literary Awards in Costa Book Awards umbenannt.

dpa

Einigung im Rechtsstreit um Burg Rheinfels

Im Streit um die Burg Rheinfels gibt es mit den Hohenzollern offenbar eine außergerichtliche Einigung. Das erklärte ein Anwalt der Adels-Familie. Demnach erkennen die Nachfahren des letzten deutschen Kaisers die Eigentumsrechte der Stadt St. Goar an der Burg Rheinfels, die schräg gegenüber dem Loreley-Felsen über dem Rhein thront, unwiderruflich an. Die Kleinstadt werde künftig eng mit der gemeinnützigen Prinzessin Kira von Preußen-Stiftung zusammenarbeiten, die sozial benachteiligte Jugendliche fördere. Die Burgruine war seit dem 19. Jahrhundert im Besitz der Hohenzollern gewesen. 1924 wurde die Stadt St. Goar Eigentümerin, mit der Auflage, sie nicht zu verkaufen. 1998 schloss die Stadt mit einem Hotel neben der Burgruine einen Erbpachtvertrag über 99 Jahre mit einer Verlängerungsoption über den gleichen Zeitraum.

dpa

Kulturausschuss hört Experten zu Hohenzollern-Konflikt

Im Konflikt um mögliche Entschädigungen für die Nachfahren der letzten Monarchie in Deutschland holt sich der Kulturausschuss des Bundestags externen Rat. Dazu werden am Nachmittag sechs Experten angehört. Der Bund und die Länder Berlin und Brandenburg verhandeln mit den Hohenzollern seit 2014 über Rückgaben und Entschädigungen. Mit einer Einigung will der Bund das Risiko eines Klageverfahrens vermeiden. Die Verhandlungen ruhen jedoch, weil Brandenburg einen Prozess um enteignete Immobilien wieder aufgenommen hat. Im aus Sicht des Bundes schlimmsten Fall müssten tausende Objekte an die Hohenzollern herausgeben werden. Dabei geht es aber um weniger als 0,1 Prozent des Sammlungsbestandes.

dpa

18 Filme konkurrieren um Berlinale-Bären

Im Wettbewerb der 70. Berlinale konkurrieren 18 Filme um die Goldenen und Silbernen Bären. 16 von ihnen werden als Weltpremieren gezeigt, teilte die neue Festivalleitung, die Niederländerin Marianne Rissenbeek und der Italiener Carlo Chatrian, mit. Aus Deutschland gehen „Berlin Alexanderplatz“ von Burhan Qurbani und „Undine“ von Christian Petzold ins Rennen. Die Jury wird vom britischen Schauspieler und Oscar-Preisträger Jeremy Irons geleitet. Seine Kollegin Helen Mirren erhält den Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk. Der 74-Jährigen wird auch eine Hommage gewidmet. Die Berlinale findet vom 20. Februar bis zum 1. März statt.

dpa

Anhaltender Mitgliederschwund beim Börsenverein

Der Börsenverein des deutschen Buchhandels hat im vergangenen Jahr weitere drei Prozent seiner Mitglieder verloren. Gründe seien die Konzentration in der Buchbranche, Geschäftsaufgaben und Buchhandlungen, die aus unterschiedlichen Gründen auf eine Anbindung an den Börsenverein verzichteten, berichtete das Fachmagazin „Buchreport“ in Dortmund. Der Branchenverband verliert demnach Jahr für Jahr zwischen drei und vier Prozent seiner Mitglieder. Zum Jahresbeginn hatte der Börsenverein noch 4.229 Beitragszahler. Die Zahl der Buchhandlungsmitglieder ging um 4 Prozent, die der Verlage um 1,6 Prozent zurück. Der Verein rechnet für 2020 mit Beitragszahlungen von nur noch 4,9 Millionen Euro.

dpa

Baden-Württemberg schreibt Innovationsfonds Kunst aus

Das Wissenschaftsministerium des Landes Baden-Württemberg schreibt den Innovationsfonds Kunst 2020 in diesem Jahr bereits zum neunten Mal aus. Noch bis zum 13. März 2020 können sich Kulturschaffende im Land für eine Förderung bewerben.
Die aktuelle Ausschreibung umfasst die Programmlinien „Innovative Kunst- und Kulturprojekte“ und „Kunst und Kultur für das ganze Land“. Gefördert werden künstlerische Produktionen und Projekte, die sich von herkömmlichen Strukturen lösen und neue Zielgruppen ansprechen – beispielsweise durch spartenübergreifende und internationale Kooperationen, neue Kunstformen oder experimentelle Methoden. Im Vordergrund der Programmlinie „Kunst und Kultur für das ganze Land“ stehen Projekte, die das kulturelle Leben in ländlichen Räumen weiterentwickeln und die Vernetzung der regionalen Kulturträger stärken.
Der Innovationsfonds Kunst hat sich als wichtiges Förderinstrument im Bereich der Kunst und Kultur im Land etabliert. Seit seiner Einführung im Jahr 2012 wurden durch den Fonds insgesamt 572 Projekte mit rund 15 Millionen Euro unterstützt. Im Innovationsfonds Kunst sind gemeinnützige Institutionen wie Stiftungen, Vereine, öffentlich-rechtliche oder privatrechtliche Körperschaften antragsberechtigt, die dem Ressortbereich der Kunstabteilung des Ministeriums zugeordnet sind. Die Projekte müssen befristet sein und dürfen in der Regel nicht bereits anderweitig durch das Land gefördert werden. Zudem muss die Finanzierung grundsätzlich einen gesicherten Anteil an Eigen- und Drittmitteln von mindestens 20 Prozent aufweisen.
Die Förderhöchstsumme beträgt bei allen Programmlinien 50.000 Euro. Die Mindestfördersumme umfasst 10.000 Euro. Die Förderentscheidungen werden durch eine unabhängige Jury getroffen. Die Bekanntgabe der Ergebnisse ist für Anfang Mai 2020 geplant.


Ralph Ellison in Opposition / Joseph Epstein In: Commentary February 2020

The test of a first-rate mind,” wrote F. Scott Fitzgerald, “is the ability to hold two opposed ideas in mind at the same time and still retain the ability to function.” No one better exemplified that skill than the novelist Ralph Ellison. Born Negro (the term he preferred) in 1913 in Oklahoma City, where punishing Jim Crow racial laws were still observed, Ellison, in his life and work, was able to understand the crushing effect of those laws and of race prejudice generally and still retain a belief in the rich complexity and endless possibilities America life held out to all. Of those writers and thinkers who dwelt on the subject of race in America, Ellison may well have been the most subtle, the most sensible, and, alas, the most ignored.
He is, of course, best known as the author of the novel Invisible Man (1952). The novel won the National Book Award, at a time when that prize brought great prestige. For Ellison it also brought instant recognition and enduring fame. The sadness of Ellison’s life was that he was never to complete a second novel, though he spent the remaining 42 years of his life attempting to do so. (He died, at 81, in 1994.) He did publish two collections of essays, Shadow and Act (1964) and Going to the Territory (1986). But the refusal of his second novel to reach the finish line has given his literary career, if not his life, a tragic tinge.
Worse luck, a Stanford professor named Arnold Rampersad produced a 672-page biography in 2008 that judged Ellison by strict politically correct standards and found him woefully, deplorably wanting. Ampersand’s bill of complaint is lengthy and includes Ellison’s preferring “harmonious racial integration” over black power and protest, eschewing the notion of black victimhood and with it black militancy, refusing to go out of his way to praise black writers, failing to oppose the Vietnam War, being put off by “exuberant gay culture,” ignoring the fate of the Algonquin and Iroquois nations when living in upstate New York, knocking Miles Davis and Charlie Parker while esteeming Louis Armstrong and Duke Ellington, finding friendship among such white writers as Robert Penn Warren and Richard Wilbur when keeping his distance from James Baldwin and Toni Morrison… and more, a great deal more.
Rampersad also accuses Ellison of being a bad son and brother, a cheating and often cruel husband, an unreliable friend. He was also, in this telling, an elitist, a snob, a misogynist, ill-tempered and condescending, pretentious, a boring teacher, wanting in sympathy for the young, and just about anything else one can think of with the exception of using a surfeit of plastic straws.
The newly published Selected Letters of Ralph Ellison, a nearly thousand-page collection of Ellison’s correspondence over six decades, from the age of 20 to 1993 (or a year before his death from pancreatic cancer), is a fine antidote to Rampersad’s aspersions. The volume is edited by John F. Callahan and Marc C. Conner, with introductory pages supplied by Callahan before each decade of correspondence. Callahan was a friend of Ellison’s during the last years of his life and has served him well since his death. He helped bring out a posthumous collection of Ellison’s short stories and assembled for publication two different versions of his uncompleted novel. One, titled Juneteenth, is a 368-page condensation of the roughly 2,000 pages of the full manuscript; the other is the full manuscript of the unfinished novel, called Three Days Before the Shooting. Callahan is one of those unknown soldiers of literature who devote the better part of their own lives to bringing forth and promoting the works of others, and Ellison was fortunate in his friendship with him. ... [mehr] https://www.commentarymagazine.com/articles/ralph-ellison-in-opposition/

Natürlich. Digital. Nachhaltig - Ein Aktionsplan des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Das BMBF hat seinen Aktionsplan „Natürlich. Digital. Nachhaltig“ veröffentlicht.

Brexit - What Now for Universities?

Eine aktuelle Veröffentlichung der European University Association (EUA) beschäftigt sich mit den Auswirkungen des Austritts des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union auf die Universitäten und den Wissenschaftsbereich.

Türkei: Wikipedia-Blockade nach zwei Jahren beendet

Das türkische Verfassungsgericht hat einem Bericht des »Handelsblatts« zufolge entschieden, dass die seit April 2017 bestehende Sperrung des Internetzugangs zu »Wikipedia« für Nutzer aus der Türkei gegen die Meinungsfreiheit verstößt. Mit Entscheidung vom 26. Dezember 2019 hat das türkische Verfassungsgericht bereits die Aufhebung der Blockade des Online-Lexikons verfügt. Die Umsetzung des Urteils erfolgte in den vergangenen Tagen durch ein Gericht in Ankara.
2017 führten die Behörden Terrorpropaganda an, nachdem »Wikipedia« es zuvor abgelehnt hatte, Inhalte zu löschen, die die Türkei nach Regierungsdarstellung als Unterstützer des islamischen Staats und anderer terroristischer Organisationen porträtierte, berichtet das Handelsblatt. 

Dokumente:

via http://www.urheberrecht.org/news/6298/
 

"Auschwitz heute"

Auschwitz – Ort und Symbol der nationalsozialistischen Vernichtungsmaschinerie. Der Name der südpolnischen Stadt steht für den millionenfachen Mord an Juden, Sinti und Roma und Menschen, die nach der NS-Rassenideologie nicht zur „Volksgemeinschaft“ gehörten. Der Bombay Flying Club hat dazu eine Webdocumentary für die bpb umgesetzt. Grundlage sind Fotos von Martin Blume.

100 Jahre Stiftung Bibliomedia

Die Stiftung Bibliomedia feiert 2020 ihren 100. Geburtstag. Wie alles anfing? Das Bibliomedia-Alphabet erzählt in 26 Filmclips, wie das war, damals – und was heute immer noch zählt (via bibliomedia.ch):
„Das Bibliomedia-Alphabet wurde von den Historikerinnen Franziska Schürch und Isabel Koellreuter verfasst und erzählt die Geschichte von 100 Jahren Bibliomedia in 26 Stichworten. Das Bibliomedia-Alphabet, aufgesagt in kurzen Filmclips, wurde von Lalita Brunner vom Büro Berrel Gschwind in Basel realisiert. Wir publizieren es bis zum 6. Mai 2020 auf Facebook, Twitter, Instagram – und hier auf der Website. Viel Spass beim Entdecken!“
via https://blog.digithek.ch/100-jahre-stiftung-bibliomedia/

Dienstag, 28. Januar 2020

E-Paper-Studie Print-Abonnenten bestehen weiter auf ihre gedruckte Zeitung/ Jüngere sind offen für die digitale Variante

Mehr als drei Viertel (77 Prozent) der 14- bis 29-Jährigen halten das E-Paper für eine sinnvolle Alternative zur gedruckten Zeitungsausgabe. In der Gesamtbevölkerung beträgt der Anteil 59 Prozent. Damit zeigen sich junge Leser besonders aufgeschlossen gegenüber der digitalen Zeitung.
Auch im Hinblick auf eine künftige Nutzung sind die jüngeren Zielgruppen überdurchschnittlich offen. Während ein Drittel (32 Prozent) derjenigen, die bislang noch kein E-Paper gelesen haben, sich die digitale Lektüre grundsätzlich vorstellen könnte, ist diese Bereitschaft bei den unter 30-Jährigen noch deutlich größer. 54 Prozent von ihnen sagen, dass eine Nutzung für sie in Frage käme.
Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage der ZMG Zeitungsmarktforschung im Auftrag des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) vom Januar 2020, in der mehr als 1.200 Personen ihre Einstellung zum E-Paper geäußert haben. Sie zeigen, dass E-Paper vor allem bei den Jüngeren große Potenziale haben - gerade auch bei denen, die die Zeitung bislang noch gar nicht nutzen.
Aber nicht alle Leser sind für die digitale Lektüre zu begeistern. Wer sich täglich auf seine gedruckte Tageszeitung freut, lässt sich nicht so leicht auf digital umstellen. 71 Prozent der Print-Abonnenten würden die gedruckte Zeitung sehr vermissen, wenn es sie nicht mehr gäbe. Die digitale Alternative ist für sie eigentlich keine, denn drei Viertel (75 Prozent) können sich nicht vorstellen, ihren abonnierten Printtitel nur noch als E-Paper zu lesen. Eine Executive-Summary und Grafiken können unter http://ots.de/EqX1AH herunter geladen werden.

„for future“ ist Anglizismus des Jahres 2019

Der Ausdruck „for future“ ist zum Anglizismus des Jahres 2019 gekürt worden. Das hat eine Jury rund um den Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch von der Freien Universität Berlin entschieden. Dieser sagte zur Begründung, neben der Verbreitung kreativer Verwendungen im öffentlichen Sprachgebrauch habe der Begriff eine zentrale Bedeutung in der gesellschaftlichen Auseinandersetzung zur Erderwärmung und ihren Konsequenzen. Zudem zeige die Geschichte des Ausdrucks „for future“, dass Anglizismen ein globales, nicht auf das Deutsche begrenztes Phänomen sind, so Stefanowitsch. Ihre Entstehung und Entwicklung sei ein aktiver Prozess, in dem verschiedene Sprachgemeinschaften englisches Wortgut zur Bildung neuer Ausdrücke nutzen, hieß es. Der Ausdruck „for future“ geht zurück auf das Ende 2018 von der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg geprägte Schlagwort „Fridays for Future“. Der „Anglizismus des Jahres“ wird in Deutschland seit 2010 gekürt. In den vergangen Jahren holten unter anderem „Gendersternchen“ (2018), „Influencer“ (2017) und „Fake News“ (2016) den Titel.

dpa

Jury des Theatertreffens präsentiert Stücke-Auswahl

Die Jury des Theatertreffens hat ihre Auswahl der zehn „bemerkenswertesten Inszenierungen“ an den deutschsprachigen Bühnen bekanntgegeben. Dabei wurde auch die angekündigte Frauenquote von 50 Prozent in der Regieposition umgesetzt. Tatsächlich stammen sechs der zehn eingeladenen Stücke von Frauen. Die siebenköpfige Jury aus Theaterkritikern lud folgende Bühnen nach Berlin ein: das Schauspielhaus Hamburg, das Schauspielhaus Zürich, das Deutsche Theater Berlin, die Münchner Kammerspiele, das Münchner Residenztheater, das Schauspielhaus Bochum und das Schauspiel Leipzig. Außerdem sind zwei Koproduktionen mehrerer Bühnen beim 57. Theatertreffen dabei. Die Auswahl für den Stückemarkt des Festivals wird Ende Februar bekanntgegeben.

dpa

LoC Blog: Letters Give an Intimate Look at Classic Hollywood Era

Filmmaker Rocky Lang was taken aback a few years ago when he learned of a letter his father, producer Jennings Lang, had written in 1939.
Lang the elder had just arrived in Los Angeles that year and was seeking a job from the famous literary agent H.N. Swanson. “It was amazing because when I saw the letter he was at the start of his life, and I could see his personality in that letter,” Lang told the Hollywood Reporter.
Later, his father represented Joan Crawford and Humphrey Bogart as an agent, and he produced movies including the “Airport” franchise, “Earthquake” and “Play Misty For Me.”
Howard Prouty, an archivist at the Academy of Motion Picture Arts and Sciences, sent the letter to Lang. After meeting Prouty and learning more about the academy’s archives, Lang realized his father’s letter was but one example in a vast trove of letters, telegrams, memos and other missives that, together, had the potential to offer a unique view of Hollywood history.
Lang teamed up with film historian and archivist Barbara Hall to collect some of these materials into a book. Last fall, the pair published “Letters from Hollywood: Inside the Private World of Classic American Moviemaking.” The collection includes correspondence from the academy and other repositories, including the Library of Congress.
Here, Lang answers a few questions about his book and his research at the Library.
Tell us about “Letters from Hollywood.”
It begins in the silent era and runs until the mid-1970s and contains 137 letters from many of the icons of Hollywood and those behind the scenes. Barbara and I knew from the start we could not possibly include every major figure. But we tried our best to include a selection of letters that would take us through those decades of film history and offer insight into actors and filmmakers and their personalities. We began to look for letters that spotlighted the friendships, concerns, hopes and fears of the men and women who made Hollywood great. Some are revealing, some are hilarious and some are extremely thoughtful.

Describe a few standout letters.
All the letters are standouts in their own right. In a wonderful letter from famed gossip columnist Hedda Hopper to silent movie actress Aileen Pringle, Hopper writes that she had just seen “Citizen Kane.” She described it as a “foul” film and suspected it would flop. Cubby Broccoli, producer of the early Bond movies, recounts that United Artists felt it could do better than Sean Connery for Bond. And actor Gilbert Roland reminisces about his 1920s love affair with actress Clara Bow.

From the Library’s collections, there’s a letter from Groucho Marx to Jerry Lewis in which Marx humorously deflects praise for his work in a serious role by joking that dramatic acting is a racket that isn’t as hard as it looks
My favorite might be a letter to Sam Goldwyn from Robert Sherwood, the writer who would win the Academy Award for best adapted screenplay for “The Best Years of Our Lives.” Sherwood begs Goldwyn to let him out of his obligation to write the script, listing all the reasons the movie will fail. Goldwyn of course made the film, and the movie was incredibly successful.
Which collections did you consult at the Library?
First, I have to give credit to Barbara Hall, who gave me a cheat sheet of where to look. Barbara is a 30-year veteran in archival research, and I like to say she knows where the bodies are buried. I looked in a lot of collections at the Library, including the Hume Cronyn and Jessica Tandy papers and the papers of Rouben Mamoulian, Groucho Marx, Bob Hope, Vincent Price, Ruth Gordon and Garson Kanin. Every one was filled with great letters and great history. One can get stuck in a Twilight Zone of letter reading — they can be mesmerizing.

Did you make any surprising discoveries at the Library?
The biggest surprise occurred after I finished my research for the book. I spent some time looking to see if the Library had any footage of a trip my mom, singer-actress Monica Lewis, took with Danny Kaye to Korea in 1951 to entertain troops during the Korean War. I was surprised to find there was quite a lot of footage, some of which showed my mom and Danny Kaye onstage with shots of troops and life behind the lines. (You can see my mom at minutes 1:56 and 2:24 in the link.) I can tell you it was a very surprising and worthwhile find.

Did your research change your view of Hollywood in any way?
I don’t believe it did. I have spent my life in Hollywood as a producer, writer and director. Although I am not a historian or archivist, I have experienced the world, the characters, the egos, the passions, the emotional commitment to the work and just about everything else. The letters we chose show for the most part the best part of the men and women who built Hollywood, but we also show its dark side. In one letter, for example, silent film comedian Roscoe “Fatty” Arbuckle writes to mogul Joseph M. Schenck after Arbuckle was arrested for the murder of model and wannabe actress Virginia Rappe. Arbuckle was acquitted, but the scandal ruined his career and changed the way Hollywood was perceived by the public.

Can you comment on the Library as a venue for research?
Barbara and I went to many libraries and archives. For me, the Library of Congress was one of the best. The staff was very helpful and supportive. And of course, the main reading room in the Thomas Jefferson Building is absolutely stunningly beautiful. Sometimes I found it hard to concentrate surrounded by all that grandeur, history and sheer magnificence.


via https://blogs.loc.gov/loc/2020/01/letters-give-an-intimate-look-at-classic-hollywood-era/

Infographic: 50+ Fascinating Language Facts You Didn’t Know

Are you looking for interesting language facts? You've come to the right place!
The following infographic details over 50 interesting facts about various languages.
Here are six that aren't in the infographic:
  1. The last character in the alphabet used to be "and". Reciting the alphabet used to end with "and, per se, and".  This was later corrupted into the term "ampersand" and the logogram we know today.
  2. The facing pages of an open book have names: verso and recto. In English and other languages read left-to-right, Recto is on the right, but the opposite is true in languages read right-to-left.
  3. The words "male" and "female" do not share a root, and in fact derive from two different words in Old French.
  4. The "y" in names like "Ye Olde Soda Shoppe" is actually supposed to represent a "th" sound. The "y" character is used as a substitute for the old English character thorn, þ.
  5. English has this quirk where consonants sometimes jump from an indefinite article to a noun. It's called misdivision. One example of this is nickname, which derives from (an) eke name. The character "n" jumped from the article to the noun as the word.
  6. A pangram is a sentence that contains every letter in the language. For example, "The quick brown fox jumps over the lazy dog.
mehr (auch die eigentöliche Infografik) unter https://the-digital-reader.com/2020/01/21/infographic-50-fascinating-language-facts-you-didnt-know/

Wer hat das geschrieben?

Die Browser-Erweiterung „Who wrote that?“ gibt Antwort auf die Frage, wer welchen Satz in einem Wikipedia-Artikel geschrieben hat. Verfügbar ist sie für Chrome & Firefox, zunächst für die Wikipedia-Sprachversionen Englisch, Deutsch, Baskisch, Türkisch und Spanisch (via WikimediaDeutschland auf Twitter):

* Chrome-Erweiterung: https://chrome.google.com/webstore/detail/who-wrote-that/ekkbnedhfelfaidbpaedaecjiokkionn
* Firefox-Erweiterung: https://addons.mozilla.org/en-US/firefox/addon/whowrotethat/
* Mehr Informationen: https://mediawiki.org/wiki/WWT


via https://blog.digithek.ch/wer-hat-das-geschrieben/

Rotten Tomatoes

Die Website Rotten Tomatoes bewertet Filme aufgrund von veröffentlichten Kritiken (via Researchbuzz: Firehose bzw. Wired):
„Strange as it is, a website that evaluates films via cartoon tomatoes might be the closest thing our fractured, post-gatekeeper culture has to an arbiter of good taste. The site’s Tomatometer has become, as one early employee put it, a Good Housekeeping Seal for visual entertainment. Red means good, green means bad. The Tomato­meter is run by a team of ‘curators’ who read just about every known review from a gigantic pool of approved critics, then decide if each is positive or negative. Once a movie has five reviews, it is Tomatometer-eligible.“
via https://blog.digithek.ch/rotten-tomatoes/

Website mit Informationsquellen zum Coronavirus

Elsevier hat eine kostenlose Website mit Informationsquellen zum Coronavirus erstellt (via Researchbuzz: Firehose bzw. The Bookseller):
„Elsevier has set up an Information Centre on the newly emerged coronavirus featuring in the current outbreak in China, with free information in English and Mandarin. The resource is intended to help healthcare professionals, medical researchers and the public, bringing together content from Elsevier’s medical journals, textbooks and clinical experts, alongside resources from other information providers and major health organisations. The centre will be updated regularly with the most current research and evidence-based information available.“
via https://blog.digithek.ch/website-mit-informationsquellen-zum-coronavirus/

Mit der neuen App der ETH-Bibliothek Zürich historische astronomische Illustrationen interaktiv erleben

AstroRara<http://www.astrorara.library.ethz.ch/>, die neue App der ETH-Bibliothek zeigt, wie die in alten und seltenen Drucken dargestellten Abbildungen und Instrumente zur Nutzung gedacht waren. Entdecken Sie auf interaktive Art und Weise die Werke der Astronomen Peter Apian (1495–1552), Christoph Scheiner (1575–1650) und Johannes Hevelius (1611–1687). In AstroRara erfahren Sie mehr über Modelle und beobachtete Phänomene des Himmels. Ergänzende Texte zu Autoren und Werken liefern zusätzliche Hintergrundinformationen. Diese stehen Ihnen auch zum Anhören als Audio-File zur Verfügung. 
Der Altbestand der ETH-Bibliothek umfasst heute über 75.000 Bände an Monografien und Zeitschriften, die zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert veröffentlicht wurden. Inhaltlicher Kern der Sammlung bilden Werke mit astronomischem und mathematischem Inhalt.
Weiter zu AstroRara<http://www.astrorara.library.ethz.ch/>


via http://www.inetbib.de/listenarchiv/msg67208.html 

Montag, 27. Januar 2020

DEAL: German Journal of Exercise and Sport Research wird zur OA-Zeitschrift

Durch die bisher weltweit größte Open Access-Vereinbarung zwischen Springer Nature und dem Projekt DEAL können Autorinnen und Autoren deutscher Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen ihre Manuskripte im Gold-OA-Standard ohne selbst zu tragende Kosten veröffentlichen, auch in der Zeitschrift „German Journal of Exercise and Sport Research“, die Bestandteil dieser Vereinbarung ist. 
Im Rahmen der Vereinbarung werden jährlich weit über 13.000 OA-Artikel von deutschen Forscherinnen und Forschern in den 1.900 Hybrid-Zeitschriften von Springer Nature erwartet. Damit ist der Vertrag, der eine Laufzeit von 2020 bis 2022 mit der Option zur Verlängerung bis 2023 hat, aktuell der weltweit größte seiner Art. Details finden sich unter https://www.springernature.com/gp/open-research/institutional-agreements/oaforgermany-de

via https://idw-online.de/de/news730529 

Quellen zu Richard Strauss jetzt online verfügbar

Der Komponist Richard Strauss (1864-1949) ist fortan im Internet stärker präsent. Die SLUB Dresden stellte ihre digitale Strauss-Kollektion mit eigenen und bei der Staatskapelle Dresden aufbewahrten Quellen zu Leben und Werk des Musikers online. Möglich wurde das durch den Umstand, dass 70 Jahre nach dem Tod von Strauss der Urheberrechtsschutz für seine Werke auslief. Der freie Zugang könne die Beschäftigung mit seinem Werk weiter befördern.Nach Angaben der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek (SLUB) enthält die Sammlung unter anderem bislang kaum beachtete autographe Skizzen zu den Opern „Die Ägyptische Helena“ und „Die schweigsame Frau“, Strauss-Briefe an den Dresdner Generalmusikdirektor Ernst von Schuch sowie Bühnenskizzen und Kostüme zur Uraufführung des „Rosenkavaliers“ an der Semperoper.
Die SLUB präsentiert außerdem eine Auswahl der Briefe, die Strauss an den Generalmusikdirektor der Dresdner Hofoper Ernst von Schuch und an seinen Nachfolger als erstem Kapellmeister Hermann Kutzschbach gerichtet hat. Bis Ende des Jahres 2020 sollen sämtliche Strauss-Autographe aus dem Besitz der SLUB online sein, daneben eine Auswahl an Textbüchern und Erstdrucken Straussscher Werke. Die „Kollektion Richard Strauss“ enthält zudem wertvolle Aufführungsmaterialien aus der Notenbibliothek der sächsischen Staatsoper, darunter die Uraufführungsstimmen der Opern „Elektra“ und „Salome“. Die Digitalisate entstanden im Rahmen des Landesdigitalisierungsprogramms für Wissenschaft und Kultur des Freistaates Sachsen in Kooperation zwischen der SLUB Dresden und der Staatsoper Dresden. Historische Tonaufnahmen finden sich unter slubdd.de/strausston.

dpa / SLUB Dresden

In 2019, more Americans went to the library than to the movies. Yes, really. / Literary Hub January 24, 2020

The US film industry may have generated revenues somewhere in the region of $40 billion last year, but it seems Hollywood still has plenty of work to do if it wants to compete with that most hallowed of American institutions: the public library.
Yes, according to a recent Gallup poll (the first such survey since 2001), visiting the local library remains by far the most common cultural activity Americans engage in. As reported earlier today by Justin McCarthy:
“Visiting the library remains the most common cultural activity Americans engage in, by far. The average 10.5 trips to the library U.S. adults report taking in 2019 exceeds their participation in eight other common leisure activities. Americans attend live music or theatrical events and visit national or historic parks roughly four times a year on average and visit museums and gambling casinos 2.5 times annually. Trips to amusement or theme parks (1.5) and zoos (.9) are the least common activities among this list.”
The results of the Gallup poll have been broken down in a range of different ways, all of which you can peruse at your leisure, but two of the more interesting (though unsurprising) findings are that women report visiting the library nearly twice as frequently as men do, and that libraries are visited most by adults in low-income households and least by adults in high-income households.
Congratulations to all you librarians out there; keep fighting the good fight.
Pour one out for the zookeepers, though; it appears they may not be long for this world…

[via Gallup

via https://lithub.com/in-2019-more-americans-went-to-the-library-than-to-the-movies-yes-really/

Das iPad wird zehn Jahre alt / heise online 26.01.2020

Man kann sich kaum mehr vorstellen, wie verrückt die Reaktionen waren, als Apple am 27. Januar 2010 nach vielen Gerüchten endlich das iPad vorstellte. Das Medienecho auf die Präsentation fiel selbst für Apple-Verhältnisse überbordend aus. "Das letzte Mal, als es dermaßen viel Aufregung um eine Tafel gab, standen darauf ein paar Gebote", schrieb das Wall Street Journal. Und selbst der konservative britische Economist wählte einen religiösen Vergleich und zeigte Apple-Mitbegründer Steve Jobs weiß gekleidet und mit einen Heiligenschein auf dem Titelbild – mit einem "Jesus-Tablet" in der Hand.
Beim Apple-Chef, der knapp zwei Jahre vor seinem Tod schon sehr von seiner Krebserkrankung gezeichnet war, das iPad aber unbedingt selbst vorstellen wollte, kamen am Abend nach der Präsentation dagegen vor allem kritische Reaktionen an. Sein Biograf Walter Isaacson erinnert sich: "Als wir uns zum Abendessen in seiner Küche trafen, tigerte er ruhelos um den Tisch und rief E-Mails und Webseiten auf seinem iPhone auf." Was er dort las, frustrierte Jobs sehr. "Ich habe in den letzten 24 Stunden rund 800 Nachrichten per E-Mail bekommen. In den meisten davon beklagt man sich. 'Es gibt kein USB-Kabel! Dieses gibt es nicht, jenes gibt es nicht.'" ... [mehr] https://heise.de/-4644038  

Unvermutete historische Schätze in Stuttgarter Katakomben

Begeistert führt Barbara Zander durch den dunklen, stromlosen Untergrund. „Was ich hier gefunden habe!“, schwärmt die Betriebsratsvorsitzende der Deutschen Angestellten-Akademie (DAA) und leuchtet mit ihrer LED-Grubenlampe auf Klümpchen, die golden in einem staubigen Sack glänzen. Bernstein, jenes fossile Harz, das – meist nach Herbststürmen – an Ostseestränden auftaucht? Nein, aber es ist Harz aus afrikanischen Akazienbäumen. „Gummi arabicum!“, erläutert Siegfried Schmidt fachmännisch. „Beim Steindruck, also der Lithographie, schützt es den Stein.“ 
Der Künstler doziert an der Johannes-Gutenberg-Schule. Für die Fachberufsschule für Druck- und Medienberufe stiefelt er durch die Katakomben unter den DAA-Lehrräumen in der Augustenstraße 70/1, um mit Stadtarchiv-Historiker Jürgen Lotterer und dem neuen Hauseigentümer, Gert G. Clement, Geschäftsführender Gesellschafter der Singer Wohnbau GmbH, zu sichten, was sich da an Historie aus dem 19. und 20. Jahrhundert in Kisten und frei angesammelt hat: Rechnungen, Kladden, Druckvorlagen, Muster, Inventare, Lithoplatten, Matern, also Matrizen und vieles mehr. Auslöser der Aktion: Der Komplex wird abgerissen für einen Neubau. „Zwei Gebäude mit 23 Komfortwohnungen samt Aufzug und Tiefgarage, Wohnungsgrößen zwischen circa 20 und 124 Quadratmeter“, so Clement. Er lobt Zander, weil sie sich so großartig in der Freizeit für historische Funde engagiere.
Sie betont: „Mir schmerzt das Herz, wenn nicht alles ein Deckele findet, also jemanden, der auch die ideellen Wert schätzt.“ Das gelte auch für die Eisentreppe, die sich im Jugendstil durch alle Etagen windet. „Mich hat das Recherchefieber gepackt! Ich habe alle kontaktiert, die das interessieren könnte.“
Auch „Fabrikbauten in Stuttgart. Ihre Entwicklung von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ersten Weltkrieg“ habe sie gelesen, Gabriele Kreuzbergers Doktorarbeit, vom Stadtarchiv verlegt. „Hier befand sich Ende des 19. Jahrhunderts der Gärkeller der Brauerei Bachner, später Vereinigte Brauereien Stuttgart-Tübingen AG.“ Sie zeigt auf einen betagten Kühlklassiker: in den „Eisfink“ passten ganze Eisblocks. In den 1920er-Jahren sei dann die Druckerei Eckstein und Stähle eingezogen. Es folgte ein Progymnasium, das sich den Bau mit der Druckerei Gloss teilte. Mit letzteren nutzte ab 1998 die DAA die Räume. „Wir waren sehr gerne hier“, so Zander, die den Stuttgarter Westen von unten und die historischen Anlieger nun bestens kennt. „Und: Es gab Verbindungen!“ Pläne von 1898 zeigen, dass man Stuttgart „unterwandern“ konnte. Der Keller zog sich Richtung Rotebühlstraße unter die Nachbarfirma, Gustav Siegles Farbenfabrik. Davon zeugt ein einst fluoreszierendes Schild im zweiten Kellergeschoss, das nur Mitarbeiter der „G. Siegle & Co“ durchließ. „Es gab hier Luftschutzkeller, wie ein Brief an Julie Stähle von 1943 beweist“, so Zander. 350 Menschen hatten Platz.
Rund 3000 Lithosteine aus Solnhofer Naturstein lehnen nun dort aneinander. Die Motive zeigen die Vielfalt der Druckprodukte: eine Dame im Belle Epoque-Kleid, eine ziselierte, neogotisch anmutende Dose, Landkarten verschiedener Jahrzehnte. „China 1942“, ist da auszumachen. „Es waren mal 60 000 Platten“, so Zander. „Rund sind 3000 übrig. Interessierte aus Washington D.C. holten welche ab.“ Auch vom Museum Burghalde in Lenzburg (Schweiz) waren am Wochenende Vertreter da für das Archiv der Firma Hero, die in Stuttgart unter anderem Kataloge drucken ließen. Die ganze Welt des Obst- und Gemüsegartens ist im Keller zu entdecken – auf Farbauszügen, Entwürfen, Matern und Platten. Zander: „Hero besteht über 130 Jahre – die dortigen Historiker sind total glücklich über das Material.“ 
Lotterer, im Stadtarchiv für nichtamtliches Schriftgut, Nachlässe und archivische Sammlungen zuständig, freut sich ebenso. Vorsichtig beäugt er eine Kiste. „Solche Zufallsfunde sind wie kleine Firmennachlässe, sie erzählen über die Zeit und Stadtgeschichte“, sagt er. „Jetzt muss sondiert werden, was wer übernehmen könnte.“

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