Follower

Samstag, 8. Juni 2019

Landesdigitalisierungsprogramm in Sachsen geht in die dritte Runde

Das Landesdigitalisierungsprogramm für Wissenschaft und Kultur (kurz LDP) in Sachsen beginnt 2019/20 mit seiner dritten Auflage und setzt damit vier Jahre sehr erfolgreicher Arbeit fort. Von 2015 bis 2018 wurden über 8,2 Millionen Seiten digitalisiert. Drucke, Handschriften, historische Tageszeitungen, Bilder und spezielle Materialien wie Filme, Münzen, Musterbücher und Textilzeichnungen digitalisiert. Alle teilnehmenden Einrichtungen – mittlerweile über 20 – wenden dabei standardisierte Workflows in der Erschließung/Katalogisierung, Digitalisierung und Präsentation an. Die produzierten Digitalisate finden sich auf dem Portal Sachsen.digital. Das LDP besteht nicht nur aus dem Programmteil Digitalisierung, sondern noch aus dem Teil Langzeitarchivierung der hergestellten Digitalisate sowie aus der Lizenzierung elektronischer Ressourcen (besonders E-Books) zur Deckung des aktuellen Forschungsbedarfs an sächsischen Universitäten und Hochschulen. 
Welche Digitalisierungsprojekte sind nun für die beiden kommenden Jahre geplant? Nach Haushaltszuweisung und erfolgter Ausschreibung von thematischen Losen hat die SLUB Dresden im Mai 2019 die Aufträge vergeben können. Für den Bereich der Massendigitalisierung setzt die SLUB vor allem auf die Digitalisierung Vergriffener Werke (nicht gemeinfreie Werke im Erscheinungszeitraum vor 1966) und auf die Digitalisierung historischer Tageszeitungen. Hier kommen nun vor allem die Regionen zum Zuge, die bisher noch verhältnismäßig wenig im LDP vertreten sind. Die SLUB beabsichtigt daher die Digitalisierung von Tageszeitungen besonders aus dem ländlichen Raum. Geplant ist weiterhin die Fortsetzung der Digitalisierung von Programmheften der Dresdner Philharmonie, die Digitalisierung von Büchern aus der Bibliothek der Hochschule für Bildende Künste und von bisher im Adressbuchportal fehlenden Einwohnerbüchern, z.B. aus Freiberg und Bautzen. Außerdem ist der Einstieg in die Digitalisierung einer äußerst wertvollen Quelle vorgesehen, der Bürgerbücher sächsischer Städte. Diese sind migrations-, lokal- und sozialgeschichtlich von hohem Wert und auch die Familienforschung wird davon erheblich profitieren. Als neuen Bereich im LDP kümmert sich die SLUB ab 2019 auch um Forschungsdaten, die innerhalb des Programms entweder erstellt oder von anderen Einrichtungen übernommen werden können. Auch hier strebt die SLUB Dresden die Anwendung einheitlicher Standards und Software in der Speicherung und Erschließung an.   
via https://blog.slub-dresden.de/beitrag/2019/06/05/zum-dritten-landesdigitalisierungsprogramm-geht-in-eine-neue-runde/
 

Keine Kommentare: