Sonntag, 28. April 2019

FreiDok plus wächst rapide

Das universitäre Repositorium umfasst jetzt die Nachweise von rund 147.000 Publikationen Freiburger Wissenschaftler*innen. FreiDok plus macht damit an zentraler Stelle den wissenschaftlichen Output der Universität Freiburg sichtbar. In den vergangenen Wochen sind die Daten aus der Freiburger Forschungsdatenbank eingespielt worden. FreiDok plus soll in absehbarer Zeit alle Publikationen nachweisen und damit als echte Hochschulbibliographie dienen. Über die weiteren Entwicklungen informieren wir Sie an dieser Stelle. 

SLUB Dresden knackt 100.000er-Marke in den Digitalen Sammlungen

Diese Woche [05.04.2019] hat der 100.000ste Titel Einzug in die Digitalen Sammlungen der SLUB Dresden gehalten. Damit finden sich in den digitalen Kollektionen aktuell 100.147 Titel und über 1,8 Millionen grafische Medien (Fotografien, Karten, Zeichnungen) – von der Arbeiterfotografie bis zur Uhrmacherzeitschrift. Wer Lust hat, das gerade frisch ergrünende Sachsen zu Fuß zu erkunden, kann sich also nun – jederzeit und überall – von unseren Wanderheften inspirieren lassen und beispielsweise eine Tour durch Dresden und Umgebung, das Osterzgebirge und die Dahlener Heide planen oder einen Tagesausflug zur Johanniskirche in Zittau oder zur Burg Stolpen anvisieren. Das Besondere: Diese im 20. Jahrhundert herausgegebenen Wanderführer zählen zu den sogenannten vergriffenen Werken – Druckwerke, die zwar noch dem Urheberrecht unterliegen, über den Buchhandel aber nicht mehr zu beziehen sind. 

https://blog.slub-dresden.de/beitrag/2019/04/05/100000er-marke-in-den-digitalen-sammlungen-geknackt/

Zittauer Geschichtsquellen digital

Mit der Digitalisierung von über 1.100 historischen Titeln zur Stadt- und Regionalgeschichte Zittaus ist die Zahl der sächsischen Einrichtungen, die ihre Bestände auf dem Portal  Sachsen.digital präsentieren, weiter gewachsen. Die Christian-Weise-Bibliothek Zittau mit ihrem wertvollen Altbestand nahm am Landesdigitalisierungsprogramm für Wissenschaft und Kultur 2018 teil. Das Programm verfolgt u.a. das Ziel, kleinere Institutionen zu unterstützen, ihre Bücher und Handschriften zu digitalisieren und frei zur Verfügung zu stellen. Das Landesdigitalisierungsprogramm leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Regionen in Sachsen. Die Onlinepräsentation der digitalisierten Bestände wurde nun abgeschlossen. 350 digitalisierte Titel zur Geschichte Zittaus, der Oberlausitz und des nördlichen Böhmens gewähren einen interessanten Einblick in die Vielfalt der regionalen Literatur im Zittauer Altbestand. Dazu gehören u. a. die beiden Zittauer Geschichtswerke „Analecta Fastorum Zittaviensium“ (1716) von Johann Benedict Carpzov. Digitalisiert wurden auch die Exemplare aus dem Besitz des Heimatforschers Carl Gottlob Moráwek, die einen besonderen Quellenwert haben: Moráwek nahm in seinen Autorenexemplaren umfangreiche handschriftliche Ergänzungen vor und klebte zeitgenössische Zeitungsberichte ein. Der zweite Bestandsteil, der digitalisiert wurde, umfasst die Sammlung „Gelegenheitsschriften von Christian Weise“ mit 750 Titeln. Christian Weise leitete von 1678 bis zu seinem Tod dreißig Jahre lang das Zittauer Gymnasium. Unter seiner Führung erlebte es seine Blütezeit. Weise war aber auch für die Zittauer Ratsbibliothek verantwortlich und als Schriftsteller erfolgreich. Vor allem seine Schultheaterstücke machten ihn bekannt. Darüber hinaus schrieb Christian Weise auch Gedichte, Romane sowie Lehrbücher in lateinischer und deutscher Sprache. Außerdem veröffentlichte er hunderte von Gelegenheitsschriften zu Geburten, Hochzeiten, Todesfällen, Amtsübernahmen Zittauer Bürger sowie Schulschriften. 

via https://blog.slub-dresden.de/beitrag/2019/04/24/zittauer-geschichtsquellen-digital/

 


 

UB Heidelberg stellt 100 griechische Handschriften der Bibliotheca Palatina online

Als erstes Ergebnis des Kooperationsprojektes mit der Universität Cambridge konnten 100 griechische Handschriften aus der Bibliotheca Palatina, die heute in der Biblioteca Apostolica Vaticana aufbewahrt werden, digitalisiert und online gestellt werden. Sie sind zusammen mit 29 Kodizes aus dem Fonds, die zum Bestand der UB Heidelberg gehören, über das Portal “Bibliotheca Palatina digital” frei zugänglich recherchierbar. In den kommenden Monaten werden weitere Handschriften folgen, der Gesamtbestand umfasst 432 mittelalterliche und frühneuzeitliche griechischsprachige Manuskripte.
Finanziert durch die Polonsky Foundation, wird neben der Digitalisierung auch die wissenschaftliche Erschließung der mittelalterlichen Handschriften gefördert. Diese Beschreibungen werden im weiteren Fortgang des Projektes ebenfalls bereitgestellt, so dass die bislang nur schwer zugänglichen Handschriften zukünftig sowohl der interessierten Öffentlichkeit als auch der einschlägigen Forschung zur Verfügung stehen.

Württembergische Landesbibliothek gibt 99 Bände an Ludwigsburger Loge zurück

Die Württembergische Landesbibliothek hat in ihren Beständen insgesamt 99 Bände aus dem Besitz der Loge "Johannes zum wiedererbauten Tempel in Ludwigsburg" entdeckt. Seit drei Jahren läuft in der Bibliothek ein Projekt zur Suche nach NS-Raubgut, das vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg finanziert wird.
Die Bände aus der Ludwigsburger Loge kamen am 16. April 1934, ca. ein Jahr nach dem offiziellen Verbot der Loge, in die WLB und wurden als Geschenk eingearbeitet. Wahrscheinlich versuchten Mitglieder der Loge so, die Buchbestände vor dem Zugriff der nationalsozialistischen Machthaber in Sicherheit zu bringen.
Auf den Tag genau 85 Jahre später wurden am 16. April 2019 im Rahmen einer Veranstaltung im Logenhaus in Ludwigsburg in der Asperger Straße 37 die bisher gefundenen 99 Bände an die Loge zurückgegeben.

The British Library: Anglo-Saxons

https://www.bl.uk/anglo-saxons

Readers curious about medieval British history may want to check out the British Library's new resource on the Anglo-Saxons. Launched in February 2019, this ongoing digital project focuses on the time period from "the end of Roman rule in Britain to the Norman Conquest of England" and covers "who [the Anglo-Saxons] were, where they came from, their culture, their influence on modern-day Britain, and more." As of this write-up, this resource features 18 accessibly-written articles on such diverse topics as the Battle of Hastings, the Old English language, and Anglo-Saxon science. Each article is accompanied by multiple images from the British Library's collections, with more than 100 collection items highlighted in total. Readers can also learn about historical figures from this time period, including William the Conqueror; Queen Emma of Normandy; and the monk and historian Bede, author of the 8th-century Ecclesiastical History of the English People. Additionally, visitors can watch six short videos on a variety of historical and archival topics, such as using modern medical technology to scan ancient gospels. This digital resource was inspired by the British Library's in situ exhibition Anglo-Saxon Kingdoms: Art, Word, and War, which ran from October 2018 to February 2019.

via https://scout.wisc.edu/archives/r50718/the_british_library_anglo-saxons

abiLehre.com: Wissensvermittlung mit Nachhaltigkeit

Nathalie Feitsch, Andreas Habermayer (2019). abiLehre.com: Wissensvermittlung mit Nachhaltigkeit. Bibliothek Forschung und Praxis 43(1), 150–153. https://doi.org/10.1515/bfp-2018-2001

Die Webseite abiLehre.com repräsentiert den in Österreich angebotenen Lehrberuf Archiv-, Bibliotheks- und Informationsassistent[*in] und wurde eigeninitiativ von zwei [Absolvent*innen] im Jahr 2016 ins Leben gerufen. Diese Plattform unterstützt Auszubildende und [Absolvent*innen] und bietet ein sehr breites Angebot an allgemeinen und fachbezogenen Informationen für alle [Interessent*innen].

via https://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=48991

Samstag, 27. April 2019

EU Member States sign up to cooperate on digitising cultural heritage

On 9 April, 24 European countries signed a Declaration of cooperation on advancing digitisation of cultural heritage. They will work more closely together to better use state-of-the-art digital technologies in addressing risks that Europe’s rich cultural heritage is facing, enhancing its use and visibility, improving citizen engagement, and supporting spillovers in other sectors.
[…]
The declaration has three pillars of action:
  • A pan-European initiative for 3D digitisation of cultural heritage artefacts, monuments and sites;
  • Re-use of digitised cultural resources to foster citizen engagement, innovative use and spill-overs in other sectors;
  • Enhancing cross-sector and cross-border cooperation and capacity building in the sector of digitised cultural heritage.
[…]
The Declaration of Cooperation on Cultural Heritage was launched at Digital Day 2019 and signed by the following countries: Austria, Belgium, Cyprus, Czechia, Estonia, Finland, France, Greece, Italy, Ireland, Latvia, Lithuania, Luxembourg, Malta, the Netherlands, Norway, Poland, Portugal, Romania, Slovakia, Slovenia, Spain, Sweden, United Kingdom.
[…]
Source: https://ec.europa.eu/digital-single-market/en/news/eu-member-states-sign-cooperate-digitising-cultural-heritage

via https://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=48989

Fortsetzung von "A Clockwork Orange" entdeckt

Die Verfilmung wurde 1971 zu einem Meilenstein der Filmgeschichte - jetzt haben Forscher im Nachlass des Autors Anthony Burgess eine Fortsetzung der Dystopie "A Clockwork Orange" gefunden. ... [mehr] https://www.spiegel.de/kultur/literatur/a-clockwork-orange-romanfortsetzung-im-nachlass-von-anthony-burgess-entdeckt-a-1264458.html

PONS darf Langenscheidt komplett übernehmen

Das Bundeskartellamt hat den Erwerb sämtlicher Geschäftsbereiche von Langenscheidt durch die zur Klett-Gruppe gehörenden PONS GmbH freigegeben. Die Stuttgarter dürfen demnach auch das komplette Digitalgeschäft (Sprachkurse, Wörterbücher etc.) übernehmen.  ... [mehr] https://www.boersenblatt.net/2019-04-26-artikel-pons_darf_langenscheidt_komplett_uebernehmen.1646871.html

Vorschaubilder in Online-Bibliothek: BGH legt "Framing-Streit" dem EuGH vor

Seit 2013 verhandeln die VG Bild-Kunst und die Deutsche Digitale Bibliothek (DDB) über den Abschluss eines Lizenzvertrags. Die Betreiber der Online-Plattform, die deutsche Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen miteinander vernetzt, wollen Vorschaubilder aus dem Repertoire der Verwertungsgesellschaft anzeigen und speichern. Letztere drängt dabei auf eine Pflicht für die DDB, "wirksame technische Maßnahmen" zum Schutz der gezeigten Werke gegen "Framing" anzuwenden. Ob eine solche Auflage zulässig ist, soll nun der Europäische Gerichtshof (EuGH) entscheiden. ... [mehr] https://heise.de/-4408490

ARL White Paper on Wikidata: Opportunities and Recommendations

Von Interesse könnte dieses Papier der Association of Research Libraries vom 18. April 2019 sein, das Möglichkeiten zum Einsatz von Wikidata für Bibliothekare aufzeigt und entsprechende Empfehlungen dazu gibt:

ARL Task Force on Wikimedia and Linked Open Data. 2019. ARL White Paper
on Wikidata: Opportunities and Recommendations. Washington,  DC:
Association of Research Libraries.
https://www.arl.org/publications-resources/4751-arl-white-paper-on-wikidata-opportunities-and-recommendations#.XLdxXZNKh2Y
(zugegriffen: 26. April 2019).

via http://www.inetbib.de/listenarchiv/msg66284.html

Balancing Multiple Roles of Repositories: Developing a Comprehensive Repository at Carnegie Mellon University

Scherer, D.; Valen, D. (2019). Balancing Multiple Roles of Repositories: Developing a Comprehensive Repository at Carnegie Mellon University. Publications 7, 30. https://doi.org/10.3390/publications7020030

Many academic and research institutions today maintain multiple types of institutional repositories operating on different systems and platforms to accommodate the needs and governance of the materials they house. Often, these institutions support multiple repository infrastructures, as these systems and platforms are not able to accommodate the broad range of materials that an institution creates. Announced in 2017, the Carnegie Mellon University (CMU) Libraries implemented a new repository solution and service model. Built upon the Figshare for Institutions platform, the KiltHub repository has taken on the role of a traditional institutional repository and institutional data repository, meeting the disparate needs of its researchers, faculty, and students. This paper will review how the CMU Libraries implemented the KiltHub repository and how the repository services was redeveloped to provide a more encompassing solution for traditional institutional repository materials and research datasets. Additionally, this paper will summarize how the CMU University Libraries surveyed the current repository landscape, decided to implement Figshare for Institutions as a comprehensive institutional repository, revised its previous repository service model to accommodate the influx of new material types, and what needed to be developed for campus engagement. This paper is based upon a presentation of the same title delivered at the 2018 Open Repositories Conference held at Montana State University in Bozeman, Montana.

via https://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=48980

Veröffentlichung der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages: Lage der Kommunalfinanzen

Lage der Kommunalfinanzen: https://www.bundestag.de/resource/blob/581930/64e1b6602977dc5d4dd1320181f20a0d/Lage-Kommunalfinanzen-data.pdf

Online-Archiv der Arbeiten der Wissenschaftlichen Dienste: https://www.bundestag.de/analysen

Donnerstag, 25. April 2019

netzpolitik.org: Neues aus dem Fernsehrat (37): Wir müssen endlich über Archive reden

Leonhard Dobusch
Es war schon immer falsch, die Bedeutung von Archiven für Medien und demokratische Öffentlichkeit zu unterschätzen, aber im digitalen Zeitalter ist es fatal. Denn online sind fast alle Inhalte Archivinhalte. Ein Plädoyer für mehr Investitionen in Archive und deren Öffnung. …
Siehe https://netzpolitik.org/2019/neues-aus-dem-fernsehrat-37-wir-muessen-endlich-ueber-archive-reden

via https://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=48970

Swiss consortium pledges 216,000 Euro to DOAJ and SHERPA/RoMEO

[The] Consortium of Swiss Academic Libraries, comprising sixteen libraries and the Swiss National Science Foundation, is the third national consortium to commit to the SCOSS initiative. swissuniversities, the Rectors’ Conference of Swiss Higher Education Institutions, contributes approximately 50% of the total costs in the framework of the Swiss National Strategy for Open Access.

Source: https://blog.doaj.org/2019/04/25/swiss-consortium-pledges-216000-eur-to-doaj-and-sherpa-romeo/

via https://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=48974

Viadrina ist beliebteste Hochschule Deutschlands bei internationalen Studierenden

Die Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) ist von internationalen Studierenden zur beliebtesten Hochschule Deutschlands gewählt worden. Im International Student Barometer (ISB), der weltweit größten Studie zur Mobilität von Studierenden und Promovierenden, belegt sie Platz 1 von insgesamt 16 teilnehmenden deutschen Hochschulen. Im kontinentaleuropäischen Vergleich ist die Europa-Universität auf Platz sechs von 55, im weltweiten Vergleich auf Platz 20 von insgesamt 199 gerankten Hochschulen. Für die Studie wurden knapp 200.000 internationale Studierende in 21 Ländern befragt.

via https://idw-online.de/de/news714565

Mueller-Bericht: Freispruch - für den Journalismus

Donald Trump hetzt mal wieder gegen kritische Medien - seiner Weltsicht zufolge entlarvt der Mueller-Bericht ihre Lügen. Tatsächlich bestätigen die Recherchen des Sonderermittlers die meisten Enthüllungen der vergangenen Jahre. ... [mehr] https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/donald-trump-mueller-bericht-ist-ein-freispruch-fuer-den-journalismus-kommentar-a-1264171.html

Uploadfilter: Eine Geschichte voller Fails

Uploadfilter sollen automatisch Urheberrechtsverletzungen im Netz erkennen und geschützte Inhalte löschen. Doch wie unzuverlässig die automatische Inhalteerkennung wirklich arbeitet, zeigen viele Beispiele. Sie geben einen Vorgeschmack darauf, was mit der EU-Reform und den Uploadfiltern drohen könnte. ... [mehr] https://netzpolitik.org/2019/uploadfilter-eine-geschichte-voller-fails/

Neues von bavarikon

Neu in bavarikon, dem Portal für Kultur und Wissenschätze Bayerns, sind folgende Angebote:

Die Bürger/-innen der Europäischen Union: Zahlen und Fakten

Wie gottgläubig sind die Bürger/-innen der Europäischen Union? Welche Werte sind für sie persönlich am wichtigsten und welche Werte sollten auf EU-Ebene eine große Rolle spielen? Und wie sehen die EU-Bürger/-innen die Zukunft der EU? 

http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/europa/70644/die-buerger-der-europaeischen-union

100 Jahre ZBW - Mitarbeiter*innen erzählen ihre persönliche Geschichte im Podcast

Am 1.Februar 2019 feierte die ZBW - Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft ihren 100. Geburtstag und blickt nun zurück auf einhundert Jahre Bibliothekshistorie. 1919 gestartet als kleine Institutsbibliothek mit 8 Angestellten und als Abteilung des Instituts für Weltwirtschaft, ist die ZBW heute eine selbstständige Stiftung des öffentlichen Rechts und Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft mit rund 300 Beschäftigten, einer Forschungsabteilung und hunderten Kooperationspartnern aus aller Welt.
Aber welche Persönlichkeiten stecken hinter den Buchstaben ZBW?

Erstaunliche Geschichten hat das ZBW-Team zu erzählen - über kriminalistische Entdeckungen, außergewöhnliche Aufgaben und besondere Interessen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erzählen im Podcast "Das Stichwort"  ihre ganz persönliche ZBW-Geschichte.

Lauschen Sie herein: https://100jahre.zbw.eu/podcast/

Der Podcast erscheint in monatlicher Folge.


via http://www.inetbib.de/listenarchiv/msg66268.html

Mittwoch, 24. April 2019

Free MOOC „Introduction to Digital Humanities“ (Harvard University, Start: April 30, 2019)

What you’ll learn

  • What the term “digital humanities” means in different disciplines.
  • How common digital tools work and examples of projects using them.
  • How various file types can be used to create, gather, and organize data.
  • How to use command-line functions to analyze text.
  • How to use free tools to create visual text analysis.

Course description

As primary sources of information are more frequently digitized and available online than ever before, how can we use those sources to ask new questions? How did Chinese families organize themselves and their landscapes in China’s past? How did African slaves from different cultures form communities in the Americas? What influences informed the creation and evolution of Broadway musicals? How can I understand or interpret 1,000 books all at once? How can I create a visualization that my students can interact with? The answers to these questions can be explored using a wide variety of digital tools, methods, and sources.
As museums, libraries, archives and other institutions have digitized collections and artifacts, new tools and standards have been developed that turn those materials into machine-readable data. Optical Character Recognition (OCR) and the Text Encoding Initiative (TEI), for example, have enabled humanities researchers to process vast amounts of textual data. However, these advances are not limited just to text. Sound, images, and video have all been subject to these new forms of research.
This course will show you how to manage the many aspects of digital humanities research and scholarship. Whether you are a student or scholar, librarian or archivist, museum curator or public historian — or just plain curious — this course will help you bring your area of study or interest to new life using digital tools.

Source: https://online-learning.harvard.edu/course/introduction-digital-humanities

via https://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=48947

Rebels with a Cause? Supporting Library and Academic-led Open Access Publishing

Jeroen Sondervan, Joe Deville, Graham Stone, & Sofie Wennström. (2019, April 18). Rebels with a Cause? Supporting Library and Academic-led Open Access Publishing. Zenodo. http://doi.org/10.5281/zenodo.2644895

The authors, who all have experience with academic publishing, outline the landscape of new university and academic-led publishing, before discussing four pressing and often recurring issues that are often used to challenge the existence of new university and academic-led publishing ventures. The authors provide examples of how, albeit differing in scale, form and ambition, these new presses are adhering to academic quality standards and often surpassing them. This article is an elaborated and extended version of a panel discussion held at the Annual LIBER Conference 2018 in Lille, France (Deville et. al. 2018).

via https://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=48941

190 Jahre Deutsches Archäologisches Institut

Das heutige DAI geht auf das Instituto di Corrispondenza Archeologica zurück, das vor 190 Jahren von einem internationalen Freundeskreis aus Antikenbegeisterten und Altertumswissenschaftlern auf dem Kapitol in Rom gegründet wurde. Wie der Name schon sagt, sollte das Instituto der Knotenpunkt für ein Netzwerk aus europaweiten Korrespondenten sein. Diese hatten sich zum Ziel gesetzt, antike Denkmäler und Objekte aller Art zu dokumentieren und einer breiten Öffentlichkeit in Publikationen zugänglich zu machen. Die Tradition dieser frühen Form der Wissenschaftskommunikation führt das DAI bis heute fort.
Heute hat das DAI sechs nationale und 13 internationale Standorte und spannt ein weltweites Netz aus internationalen und interdisziplinär korrespondierenden Mitgliedern. Es macht seine Forschungen über zahlreiche Publikationen, aber vor allem auch über die modernen sozialen Medien zugänglich. 


via https://idw-online.de/de/news714474

Modernes Tool für alte Texte

Historiker, Germanisten und andere Geisteswissenschaftler haben es oft mit schwierigen Forschungsobjekten zu tun: mit jahrhundertealten Druckwerken, die sich nicht leicht entziffern lassen und die oft schlecht erhalten sind. Viele dieser Dokumente sind inzwischen digitalisiert – in der Regel abfotografiert oder eingescannt – und stehen weltweit online zur Verfügung. Für die Forschung ist das ein großer Fortschritt.
Es gibt aber immer noch eine Herausforderung zu meistern: die digitalisierten alten Schriften mit Texterkennungs-Software in eine moderne Form zu bringen, die auch für Nicht-Fachleute und für Computer lesbar ist. Auf diesem Gebiet haben Wissenschaftler vom Zentrum für Philologie und Digitalität der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) für eine deutliche Weiterentwicklung gesorgt. 
Mit OCR4all stellt das JMU-Forschungsteam der Fachwelt ein neues Werkzeug zur Verfügung. Es setzt digitalisierte historische Drucke mit einer Fehlerquote von weniger als einem Prozent in computerlesbaren Text um. Und es bietet eine grafische Benutzeroberfläche, für deren Bedienung kein Informatik-Fachwissen nötig ist. Bei bisherigen Tools dieser Art war die Nutzerfreundlichkeit nicht sonderlich ausgeprägt, meist musste mit Programmierbefehlen hantiert werden.
OCR4all steht der Öffentlichkeit auf der Plattform GitHub (mit Anleitungen und Anschauungsbeispielen) frei zur Verfügung: https://github.com/OCR4all 

via https://idw-online.de/de/news714435

Omen für EU-Urheberrechtsreform: Uploadfilter sperren Mueller-Bericht

Der Abschlussbericht des US-Sonderermittlers ist gemeinfrei, jeder darf ihn ins Netz stellen. Trotzdem schlugen Uploadfilter an und sperrten ihn. ... [mehr] https://heise.de/-4404453

Leistungsschutzrecht: Google weist Milliardenforderungen von Verlegern zurück

Der US-Konzern will sich zum milliardenschweren Vergleichsangebot der VG Media nicht äußern und spricht von "haltlosen Gedankenspielen". ,,, [mehr] https://heise.de/-4405377

Norwegen und Elsevier einigen sich auf Nationallizenz

Das norwegische Konsortium für universitäre Bildung und Forschung (Unit) und der Wissenschaftsverlag Elsevier, der zur RELX Group gerhört, haben am 23. April eine Nationallizenz vereinbart. Das Pilotprojekt mit einer Laufzeit von zwei Jahren ermöglicht es sieben Universitäten sowie 39 Forschungseinrichtungen aus ganz Norwegen, Elseviers Plattform für wissenschaftliche Informationen mit mehr als 16 Millionen Veröffentlichungen aus über 2.500 Zeitschriften zu nutzen. Norwegische Forscher erhalten zudem die Möglichkeit, ihre Forschungsergebnisse im Open Access zu veröffentlichen, so die gemeinsame Presseinformation der Partner. ... [mehr] https://www.boersenblatt.net/2019-04-23-artikel-forschungsveroeffentlichungen.1645243.html

siehe auch: Norwegen und Elsevier einigen sich auf Nationallizenz

Elsevier, hierzulande eher mit dem Ruf des Blockierers behaftet, wenn es um den Systemumbau hin zu Open Access geht, hat in Norwegen eine Nationallizenz mit Open-Access-Komponente abgeschlossen, wie sie in Deutschland unter dem Stichwort „Deal” bislang erfolglos verhandelt wird.
Das norwegische Konsortium für universitäre Bildung und Forschung (Unit) vertritt bei den Elevier-Verhandlungen 46 Institutionen, darunter Universitäten, Hochschulen, Forschungsinstitute und Krankenhäuser. Nach Angaben von Unit ist der Elsevier-Deal die größte der Vereinbarungen, die auch mit anderen Wissenschaftsverlagen angestrebt werden. Die Details des Deals:
  • Die als Pilotprojekt bezeichnete Vereinbarung läuft über zwei Jahre.
  • 7 Universitäten und 39 Forschungseinrichtungen aus ganz Norwegen haben Zugriff auf Elseviers Plattform mit mehr als 16 Mio wissenschaftlichen Veröffentlichungen aus über 2.500 Zeitschriften.
  • Die Forschenden haben zudem die Möglichkeit, ihre Forschungsergebnisse im Open Access zu veröffentlichen.
  • Da der Pilot auch dazu dient, Erfahrungswerte zu sammeln, wird die Umsetzung engmaschig von Elsevier und Unit beobachtet.
Elsevier gehört zur weltweit agierenden RELX Group, die als einer der weltgrößten Buchkonzerne im Ranking „Global 50” gelistet ist. Erst im März hatte das Konsortium noch verkündet, dass das damals vorliegende Angebot von Elsevier „trotz guter Gespräche” weit davon entfernt sei, die gestellten Anforderungen zu erfüllen. Deshalb werde man die bestehenden Verträge nicht erneuern.
Norwegen will, dass bis 2024 alle öffentlich finanzierten wissenschaftlichen Beiträge frei zugänglich sind. Auch mit dem Wissenschaftsverlag Wiley wurde kürzlich ein Vertrag nach gleichem Muster abgeschlossen. ... [mehr] https://www.buchreport.de/news/norwegen-und-elsevier-einigen-sich-auf-nationallizenz/

 

20 Millionen Bundesbürger kaufen Lektüre online

Rund 20 Millionen Menschen in Deutschland kaufen Bücher, Zeitungen und Zeitschriften einschließlich digitaler Ausgaben über das Internet, hat das Statistische Bundesamt (Destatis) ermittelt. ... [mehr] https://www.boersenblatt.net/2019-04-24-artikel-erhebung_von_destatis_zum_leseverhalten.1645914.html

Dienstag, 23. April 2019

Connecticut Digital Archive (CTDA)

https://ctdigitalarchive.org/

The Connecticut Digital Archive (CTDA) is an example of the valuable online resources libraries can provide, describing itself as "a digital repository program and community dedicated to the preservation, maintenance, and delivery of a wide range of digital cultural heritage resources from memory institutions in Connecticut." This large archive includes dozens of collections with more than 75,000 digital items from public libraries, museums, and educational institutions throughout the entire state. First-time visitors may want to start by exploring the featured collections listed on the home page, which currently include the P.T. Barnum Digital Collection, the Connecticut State Museum of Natural History, and Newspapers of Connecticut, among others. Readers may search within specific collections or across the entire archive by keyword, topic, genre, place, or other fields via the site's advanced search option. Launched in November 2013, the CTDA is a collaborative program between the University of Connecticut Library and the Connecticut State Library, and it is also a partner of the Digital Public Library of America.

via https://scout.wisc.edu/archives/r50648/connecticut_digital_archive

Walt Whitman Had Some Thoughts on Sex / Brenda Wineapple. In: Lit Hub April 22, 2019


Toward the end of Walt Whitman’s life, the writer Horace Traubel visited him often at his home in Camden, New Jersey, and recorded their conversations on friendship, family, the Civil War, literature, and other topics, producing thousands of pages of transcripts in total. In Walt Whitman Speaks, editor Brenda Wineapple offers selections from their conversations, including these on sex.
*
Damn the expurgated books! I say damn ’em! The dirtiest book in all the world is the expurgated book!
Sex is a red rag to most people. It takes some time to get accustomed to me, but if the folks will only persevere they will finally feel right comfortable in my presence. “Children of Adam”—the poems—are very innocent: they will not shake down a house. A man was here the other day who asked me: “Don’t you feel rather sorry on the whole that you wrote the sex poems?” I answered him by asking another question: “Don’t you feel rather sorry on the whole that I am Walt Whitman?”

All this fear of indecency, all this noise about purity and sex and the social order and the Comstockism particular and general is nasty—too nasty to make any compromise with. I never come up against it but I think of what [Heinrich] Heine said to a woman who had expressed to him some suspicion about the body. “Madame,” said Heine, “are we not all naked under our clothes?”
*
We have got so in our civilization, so-called (which is no civilization at all) that we are afraid to face the body and its issues—when we shrink from the realities of our bodily life: when we refer the functions of the man and the woman, their sex, their passion, their normal necessary desires, to something which is to be kept in the dark and lied about instead of being avowed and gloried in.
The body is stubborn: it craves bodily presences: it has its own peculiar tenacities—we might say aspirations as well as desires.
*
Obscenity? Obscene? Oh! Is the surgeon’s knife obscene? It might just as well be said of the one as the other. This is a picture to the life, a cut to the bone. It is not a pleasant book: it is horrible, horrible, in its truth, its graphic power. ... [mehr] https://lithub.com/walt-whitman-had-some-thoughts-on-sex/



The Ongoing Obsession with Shakespeare’s True Identity / Stuart Kells. In: Lit Hub April 23, 2019

Bear pit. War zone. Mad house. My first serious contact with 21st-century Shakespeare studies was during my doctorate at Monash University. Rumor had it that the Clayton campus was the main recruiting ground for Australia’s spy agencies. It was also a hotbed of Shakespeare scholarship—mostly unorthodox and not confined to the English department.
I met at Monash an experimental pathology professor who studied coded messages in Shakespeare’s sonnets. In another faculty, a philosophy professor studied the same sonnets to trace arithmetical, musicological and Platonic patterns. Across the university there were Shakespeare scholars whose backgrounds looked like an implausible case study in multidisciplinarity: law, geography, medicine, nursing, mathematics, French Renaissance studies, commerce, music history, librarianship, drama therapy. In every department and every cafe, it seemed there was a scholar with a new take on Shakespeare and his work.
In this milieu I encountered several breeds of Stratfordians (those who accept the standard Shakespeare biography) and a multitude of anti-Stratfordians (those who reject it): Baconians, Oxfordians, Marlovians, Derbyites, Rutlanders, Groupists. One sub-species was especially well represented. Monash was home to the world’s richest concentration of Nevillians: people who think Sir Henry Neville wrote Shakespeare’s plays and poems. Landing in this parallel universe of unorthodoxy was an unsettling experience. Finding out you’re surrounded by Shakespeare skeptics is like discovering all your friends are Scientologists, or swingers. 
At Monash I absorbed the doctrinal distinctions that define the Shakespearean sub-groups, just as hair-splits and sore points separate Trotskyites from Leninists. A Baconian offshoot, for example, claimed Sir Francis was the bastard son of Queen Elizabeth and the Earl of Leicester. An Oxfordian splinter claimed Henry Wriothesley was the lovechild of busy Lizzie and the Earl of Oxford. Quickly I worked out which topics were taboo, which researchers were on friendly terms, and which were on “no speaks.” I acquired the jargon of Shakespeare heresy. Already able to tell my Folios from my Florios, I learnt to speak in shorthand about Quiney, Looney, “Wrizzley” and Knollys, and to cite from memory the Tower Notebook and the Northumberland Manuscript. ... [mehr] https://lithub.com/the-ongoing-obsession-with-shakespeares-true-identity/

Aktualisierte Lernvideos in Deutsch und Englisch

Ich möchte auf die aktualisierten Lernvideos unseres zweifach ausgezeichneten Information Expert Passport-Programmes hinweisen. Obwohl die Videos für den Bereich Wirtschaftswissenschaften entwickelt wurden, enthalten sie auch übergeordnete Themen wie z.B.
*       Internetquellen bewerten,
*       Literatur effizient verwalten,
*       Impact Factor verstehen und
*       Publikationsprozess planen.

Alle 17 Videos stehen in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung und können sehe gerne verwendet werden.

Die Videos sind auf unserer Website (https://www.dbwm.tu-berlin.de/menue/iep/lernvideos/) und in unserem YouTube-Kanal (@TUBerlinDBWM) zugänglich.


via http://www.inetbib.de/listenarchiv/msg66261.html

Stand elektronische Lieferung an Endnutzer


Aufgrund von Nachfragen zur direkten elektronischen Liefermöglichkeit an Endnutzer in der Fernleihe folgt hier eine Erläuterung zum aktuellen Stand:

Im Prinzip hat die Reform des Urheberrechtsgesetzes (neues Urheberrecht ab März 2018 in Kraft) wesentliche Weichenstellungen für eine deutliche Serviceverbesserung gebracht. Elektronische Lieferungen von Kopien direkt an die Endnutzer sind im Rahmen der Fernleihe rechtlich möglich.  Bedauerlicherweise sind den Bibliotheken in der Umsetzung die Hände gebunden, da der neu ausgehandelte Gesamtvertrag „Kopienlieferung im innerbibliothekarischen Leihverkehr“ https://www.bibliotheksverband.de/fileadmin/user_upload/DBV/vereinbarungen/Gesamtvertrag_Kopienversand_innerbib_Leihverkehr_unterzeichnet.pdf
diesen Direktversand nicht abdeckt.
Zur Klarstellung: Das Gesetz erlaubt die elektronische Lieferung, das Gesetz verlangt aber auch, dass die gesetzlich erlaubten Nutzungen angemessen zu vergüten sind und zwar über eine Verwertungsgesellschaft.
Der aktuelle Gesamtvertrag mit den Verwertungsgesellschaften (VG Wort, VG Bild-Kunst) regelt die Auslieferung von Papierkopien. Einen Gesamtvertrag/Rahmenvertrag für die direkte elektronische Belieferung gibt es (noch) nicht, aber es gibt Aktivitäten bibliothekarischer Gremien und Verbände darauf hinzuwirken. Eine Einschätzung, bis wann hier ggf. eine Regelung getroffen wird, ist zur Zeit leider nicht möglich. Bis auf weiteres können daher bei Kopiebestellungen nur Papierausdrucke an die Nutzerinnen und Nutzer ausgegeben werden.

HANDBUCH ZUR JUDAICA PROVENIENZ FORSCHUNG: ZEREMONIALOBJEKTE / Julie-Marthe Cohen, Felicitas Heimann-Jelinek, und Ruth Jolanda Weinberger (dt. Version)

http://art.claimscon.org/wp-content/uploads/2019/03/FINAL-Judaica-Hanbook-DEUTSCH-March-15-2019.pdf

Urheberrechtsreform: Urheber profitieren nicht genug

So nötig eine EU-Urheberrechtsreform war, so wenig stärkt die neue Richtlinie die Position der allermeisten Urheber*innen. Verlegerbeteiligung, Leistungsschutzrecht und Lizenzierungspflicht bedienen die Interessen der Verwerter. Diese dominieren die Verwertungsgesellschaften und bestimmen in Verträgen und Verteilungsplänen, wie wenig von Lizenzzahlungen und Vergütungen bei Urheber*innen ankommt.

Ein Kommentar von Henry Steinhau

Die EU-Urheberrechts-Richtlinie ist beschlossen. Nun müssen die Mitgliedsstaaten die Regelungen in nationales Recht umsetzen – auch die hart umstrittenen wie die zu Uploadfiltern und Presseleistungsschutzrecht. Medienkonzerne, Verleger- und Produzentenverbände sowie Verwertungsgesellschaften zeigen sich zufrieden. Verbraucherinitiativen, netzpolitische Organisationen, Parteien und Industrieverbände reagieren verärgert. Doch was sagen diejenigen, für die das „Urheberrecht“ gemacht sein sollte – die Urheberinnen und Urheber?
Ich bin so ein Urheber. Als Journalist und Autor schreibe ich Artikel, Bücher und Buchbeiträge, ich erstelle Lehrmaterialien und halte Vorträge. Ich lebe von Honoraren, Tantiemen, Vergütungen, die ich für die Verwertung meiner Werke erhalte. Das Urheberrecht ist wichtig für mich. Von dieser EU-Richtlinie bin ich enttäuscht.
Ich bin enttäuscht, weil ihre wesentlichen Regelungen die Interessen der Verwerter bedienen und keineswegs die Position der Urheber*innen stärkt. Enttäuscht, weil die Dominanz der Verwerterinteressen dazu führte, essentielle Regelungen für die Urheber aus der längst überfälligen Reform zu streichen oder heraus zu verhandeln – etwa ein Verbot von Total-Buy-out-Verträgen oder eine wirklich offene Text- und Datamining-Schranke. Enttäuscht, weil die unvermeidlichen Uploadfilter wahrscheinlich viel kreatives Potenzial von Urheber*innen neuen Zuschnitts, die das Netz als Werkzeug, Bühne und Lebensraum nutzen, ausbremsen oder in Graubereiche treiben wird. ... [mehr] https://irights.info/artikel/die-bevormundung-der-urheberinnen-muss-aufhoeren/29455

Forschungsdaten für die Geisteswissenschaften - Vorträge auf dem BID-Kongress 2019 in Leipzig

108. Deutscher Bibliothekartag in Leipzig 2019 = 7. Bibliothekskongress

https://opus4.kobv.de/opus4-bib-info/solrsearch/index/search/searchtype/collection/id/17089

CfP LIBREAS. Library Ideas #36: Nachhaltigkeit von Forschungsinfrastruktur

Der Term Nachhaltigkeit wird vor allem mit Umwelt, Ökologie, Klimaschutz oder wirtschaftlichen Aspekten in Verbindung gebracht. Zu Recht, liegt doch ein Ursprung des Begriffes im Landbau: Böden sollen möglichst so bewirtschaftet werden, dass der Ertrag auf Dauer stabil bleibt. Mittlerweile hat seine Verwendung längst das eine Feld verlassen und zahlreiche andere erobert. Der Begriff ist inzwischen Trend, man könnte sagen, er habe sich zum Buzzword gewandelt. Er durchlief eine Art konzeptionelle Ausweitung auf einen ökonomischen Grundanspruch, der sich auf jede Struktur beziehen lässt: Diese soll so gestaltet werden, dass sie auf Dauer stabil funktioniert. Wie beim Boden geht es dabei nicht nur um die Struktur selbst, sondern auch um die Rahmenbedingungen, die diese Dauerhaftigkeit sichern. ... [mehr] https://libreas.wordpress.com/2019/04/23/cfp-libreas-library-ideas-36-nachhaltigkeit-von-forschungsinfrastruktur/

Montag, 22. April 2019

Stiftung Eisenbibliothek und Konzernarchiv Georg Fischer AG: Jahresbericht

Der Jahresbericht legt Rechenschaft ab über die Pflege des historischen und kulturellen Erbes der Georg Fischer AG im vergangenen Jahr 2018. Dieser Aufgabe widmen sich vorrangig die Stiftung Eisenbibliothek und das historische Konzernarchiv. Beide haben ihren Sitz im Klostergut Paradies, dem Ausbildungszentrum von GF. Aufgrund der thematischen, organisatorischen, personellen und räumlichen Überschneidungen lassen sich die Aktivitäten der beiden Bereiche nicht eindeutig trennen. Die Jahresberichte der Eisenbibliothek und des Konzernarchivs sind daher in einem Heft kombiniert. Der Jahresbericht liegt in Deutsch und Englisch vor.

Stiftung Eisenbibliothek und Konzernarchiv Georg Fischer AG: Jahresbericht

Dictionary of Medieval Names from European Sources

http://dmnes.org/

Writers, historians, linguists, and the generally curious may all enjoy the Dictionary of Medieval Names from European Sources (DMNES). This ongoing project "aims to document all given names recorded in European sources written between 500 and 1600." As its name suggests, visitors to DMNES will find a wealth of information on hundreds of first names that the project's scholars have traced back to Medieval European usage. Many of these names are still commonly used today, such as Anthony and Elizabeth, but many others, such as Brunissende and Dadbert, may be less familiar. Each name's entry contains (when known) its standardized form, gender association, linguistic etymology, and important medieval namesakes. Also included are citations of medieval literature that used the name, including the geographic area, language, year, spelling variants, and any diminutives or nicknames, along with other information. Visitors may browse the dictionary alphabetically, and the project also provides a useful guide to help understand the entries' structure. First published in 2015 and followed by multiple updated editions, DMNES is led by Sara L. Uckelman, an assistant professor in the Department of Philosophy at Durham University in the UK.

via https://scout.wisc.edu/archives/r50688/dictionary_of_medieval_names_from_european_sources

Open Culture: Napoleon’s Kindle: See the Miniaturized Traveling Library He Took on Military Campaigns

Every piece of technology has a precedent. Most have several different types of precedents. You’ve probably used (and may well own) an eBook reader, for instance, but what would have afforded you a selection of reading material two or three centuries ago? If you were a Jacobean Englishman of means, you might have used the kind of traveling library we featured in August, a handsome portable case custom-made for your books. (If you’re Tom Stoppard in the 21st century, you still do.) If you were Napoleon, who seemed to love books as much as he loved military power — he didn’t just amass a vast collection of them, but kept a personal librarian to oversee it — you’d take it a big step further. …
Siehe http://www.openculture.com/2017/10/napoleons-kindle-see-the-miniaturized-traveling-library-he-took-on-military-campaigns.html

via https://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=48929

journal.lu: Spannung um bislang verborgene Schriften von Franz Kafka

Bislang sind sie in der Schweiz in Bankschließfächern verborgen – Papiere aus dem Nachlass von Franz Kafka. Jahrzehntelang wurde erbittert darüber gestritten, wem sie rechtmäßig zustehen – ein Vorgang, der bisweilen so surreal erschien, dass er an manche Geschichten des Schriftstellers erinnerte.
Worum es sich bei den Schriften handelt, weiß bisher keiner genau. Umso größer ist die Spannung, denn das Geheimnis könnte nun endlich gelüftet werden: Ein Bezirksgericht in Zürich hat in der vergangenen Woche grünes Licht für die Öffnung der Schließfächer und die Übergabe der Papiere an die israelische Nationalbibliothek gegeben. Dort könnten sie schon binnen eines Monats eintreffen. Mit dem Urteil wurden vorausgegangene Gerichtsentscheidungen in Israel bestätigt. …
Siehe weiter https://www.journal.lu/top-navigation/article/literarischer-nachlass/

via https://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=48931

DNB-Sacherschließung: Neues für die Reihen A und B

https://www.basiswissen-rda.de/dnb-sacherschliessung-reihen-a-und-b/

Blog-Beitrag von Heidrun Wiesenmüller

Freitag, 19. April 2019

Als Friedrich Schiller aus Stuttgart flüchtete

Es war wohl die spektakulärste Insubordination der deutschen Literaturgeschichte. Am Abend des 22. September 1782 verlässt Dr. Ritter, begleitet von Dr. Wolf, klammheimlich die Stadt Stuttgart. Der Wagen der beiden Herren, in dem sich auch zwei schwere Koffer und ein kleines Klavier befinden, rumpelt durch das Esslinger Tor. Es ist zu dieser späten Stunde schon geschlossen. Aber der wachhabende Offizier weiß Bescheid. Er lässt die beiden anstandslos passieren. Die Chaussee ist frei.
Schnell nimmt der Wagen Fahrt auf. Schon sehen die beiden Männer links von Ludwigsburg das illuminierte Schloss Solitude gleißen. Hier steigt mit einem Fest für jene württembergische Prinzessin, die bald den russischen Zarenthron besteigen wird, die letzte große höfische Ausschweifung des Landesvaters Carl Eugen.
Das beschäftigt alle gesellschaftlichen Stützen des Herzogtums so sehr, dass unbotmäßige Landeskinder ungehindert Reißaus nehmen können. Dr. Ritter blickt noch einmal zurück im Zorn, sieht das Lichtermeer und gibt, auf einmal gar nicht mehr wütend, eher ein wenig wehmütig die Worte von sich: „Meine Mutter!“ – und entschwindet. ... [mehr] https://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article191812315/Actionszenen-der-Weltliteratur-5-Friedrich-Schiller.html

Börsenverein: Verlegerbeteiligung noch in diesem Jahr in nationales Recht umsetzen

Der EU-Rat hat .... den gesetzgeberischen Schlusspunkt hinter die EU-Urheberrechtsrichtlinie für den Digitalen Binnenmarkt gesetzt und ihr endgültig zugestimmt. Damit ist der Weg frei für eine erneute Beteiligung der Verlage an den Ausschüttungen der Verwertungsgesellschaften. ... [mehr] https://www.boersenblatt.net/2019-04-15-artikel-eu-rat_stimmt_fuer_urheberrechtsreform.1641849.html

Novität über Zensurwerkstätten der DDR

Das Buch komme einer Sensation gleich, lobt Prof. Klaus G. Saur (Mitglied der Historischen Kommission des Börsenvereins) Siegfried Lokatis' "Verantwortliche Redaktion": Es ist der vollständige Überblick über das Thema Zensur in der Sowjetischen Besatzungszone und in der DDR. ... [mehr] https://www.boersenblatt.net/2019-04-16-artikel-novitaet_ueber_zensurwerkstaetten_der_ddr.1642266.html

Historische Bauhaus-Ausstellung aus dem Jahr 1931 mit VR-Brille erkunden

Per VR-Brille können Interessierte eine rekonstruierte Bauhaus-Ausstellung aus dem Jahr 1931 erkunden. Das VR-Museum soll bald auf Tour gehen. ... [mehr] https://heise.de/-4400830

Pulitzer-Preise für Literatur vergeben

In der Kategorie Belletristik geht der Pulitzer-Preis 2019 an Richard Powers für seinen Roman "The Overstory", den Lyrik-Pulitzer bekommt der Dichter und Übersetzer Forrest Gander. ... [mehr] https://www.sueddeutsche.de/kultur/meldung-pulitzer-preise-fuer-literatur-vergeben-1.4412686

EU-Urheberrechtsreform: VG Media will Milliarden von Google

Die Verwertungsgesellschaft VG Media will Google im Dauerstreit über das Leistungsschutzrecht einem Bericht nach ein teures Vergleichsangebot machen. ... [mehr] https://heise.de/-4402720

IFLA-Blog: The EU Copyright Reform: Battles Won, Bullets Dodged, and the Questions that Remain

The text adopted yesterday at the Council, after the Parliament’s vote on 26 March, comes after years of discussion.
The Commission’s proposal released in 2016 has been reviewed and voted upon in five parliamentary committees, at the plenary of the European Parliament, at several levels within the Council, and through trilogue discussions among the Council, the Parliament and the Commission.
IFLA and its partners have engaged in every step of the process to ensure the best results possible for our sector. There are also a number of very good analyses out there, not least those produced by our partner organisations.
This blog, rather than looking to give a comprehensive overview of the legislation, looks at the battles that libraries have, together, won, the bullets we have dodged, and the questions that remain. These last will be important, with the effort to ensure the right rules for libraries now moving to the national level. You can access the final agreed text here.
Siehe https://blogs.ifla.org/lpa/2019/04/16/the-eu-copyright-reform-battles-won-bullets-dodged-and-the-questions-that-remain/

via https://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=48924

LoC Blog: Notre Dame Cathedral in the 1860s

The world is mourning the fire-ravaged Notre Dame cathedral in Paris. Built over a 200-year period between 1163 and 1345, the cathedral has periodically lapsed into disrepair over the centuries. Here are photographs taken in the 1860s, when photography was a new medium and the cathedral’s spire had been recently restored.



Facade of Notre-Dame de Paris. Photograph by Edouard Baldus. 
Prints and Photographs Division, Library of Congress.


View from spire of roofs, statuary, and gable. Photo by Charles Marville, ca. 1860. 
Prints and Photographs Division, LIbrary of Congress.


The spire, with cityscape beyond. Photo by Charles Marville, ca. 1865. 
Prints and Photographs Division, Library of Congress.


Panorama de Paris. Photo by Charles Soulier, ca. 1865. Prints and Photographs Division, 
Library of Congress.

The Prints and Photographs Division also has one of Viollet le Duc’s books about his restoration of Notre Dame, which included providing the new spire.  The entire book is online.

via https://blogs.loc.gov/loc/2019/04/notre-dame-in-the-19th-century/

Fachgespräch "Künstliche Intelligenz" des GI-Wirtschaftsbeirats am 02.04.2019

https://gi.de/meldung/recap-fachgespraech-kuenstliche-intelligenz-des-gi-wirtschaftsbeirats/

Hochschule der Medien gründet neues Institut zur KI

Künstliche Intelligenz (KI) oder "Artificial Intelligence" (AI) erobert den Alltag: Verbraucher nutzen sie in ihren Smartphones, deren digitale Assistenten an Termine erinnern oder den Tagesablauf steuern. In vernetzten Häusern reagieren Schlösser und Heizungen, die Beleuchtung oder Alarmanlagen auf programmierte Abläufe. Bei der Früherkennung von Krankheiten oder der Steuerung von Fabriken kommt KI zum Einsatz, Algorithmen werten Börsenbewegungen aus oder unterstützen autonomes Fahren und die Vernetzung in der Logistik. Auch die Ethik im Kontext der KI wird diskutiert.
In diesem Umfeld will sich das "Institute for Applied AI, IAAI" bewegen, das die Stuttgarter Hochschule der Medien (HdM) am 25. April 2019 gründet. Hinter dem Institut stehen rund 15 Professoren aus unterschiedlichen Studiengängen der HdM - von Medien- und Wirtschaftsinformatik über Medienwirtschaft bis zu Online-Medien-Management oder Werbung und Marktkommunikation. Sie wollen als vermittelnde Schnittstelle Spitzenforschung in Anwendung bringen und die damit verbundene digitale Transformation positiv mitgestalten.

via https://idw-online.de/de/news714227

Abstimmung im EU-Ministerrat: Urheberrechtsreform endgültig beschlossen

Die EU-Mitgliedstaaten haben am 15. April 2019 im EU-Ministerrat die umstrittene Richtlinie angenommen, mit der das geltende EU-Urheberrecht an das heutige digitale Umfeld angepasst wird. 19 Länder - darunter auch Deutschland - haben für die Annahme der Richtlinie gestimmt. Finnland, Schweden, Polen, Niederlande, Luxemburg und Italien stimmten dagegen. Enthalten haben sich Belgien, Estland und Slowenien. Den Volltext der angenommenen Richtlinie finden Sie hier (pdf-Datei). 
Die Abgeordneten des EU-Parlaments hatten bereits am 26. März 2019 der umstrittenen Reform des Urheberrechts zugestimmt und die »Richtlinie über das Urheberrecht und die verwandten Schutzrechte im digitalen Binnenmarkt« angenommen (vgl. Meldung vom 26. März 2019). 
Der EU-Ministerrat teilt die unterschiedlichen Aspekte der Richtlinie in drei Kategorien ein:
  • Anpassung der Ausnahmen/Beschränkung des Urheberrechts an das digitale und grenzüberschreitende Umfeld
  • Verbesserung der Lizenzierungsverfahren, um den Zugang zu kreativen Inhalten zu erweitern
  • Schaffung eines funktionierenden Marktes für den Urheberrechtsschutz 
Nach Unterzeichnung der Richtlinie am 17. April 2019 und ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der EU haben die Mitgliedstaaten 24 Monate Zeit, um die neuen Regeln in ihr nationales Recht umzusetzen. 
»Ich bin sehr froh, dass wir uns auf einen ausgewogenen Text verständigt haben, der viele Chancen eröffnet, einmal für die europäischen Kreativsektoren, die florieren und unsere kulturelle Vielfalt und andere gemeinsame europäische Werte besser repräsentieren werden, aber auch für die Nutzerinnen und Nutzer, deren Recht auf freie Meinungsäußerung im Internet gestärkt wird. Dies ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einem soliden und funktionierenden digitalen Binnenmarkt.« Dies erklärt Valer Daniel Breaz, rumänischer Minister für Kultur und nationale Identität nach der Abstimmung. 
Auch Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker begrüßt die Entscheidung: »Mit der heutigen Einigung machen wir die Urheberrechtsbestimmungen fit für das digitale Zeitalter. Europa wird nun über klare Regeln verfügen, die eine angemessene Vergütung für die Urheber, starke Rechte für die Nutzer und die Verantwortung für Plattformen gewährleisten. Wenn es um die Vollendung des digitalen Binnenmarktes in Europa geht, ist die Urheberrechtsreform das fehlende Puzzleteil.«

Dokumente:

Institutionen:

via http://www.urheberrecht.org/news/6205/