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Freitag, 22. Februar 2019

Land darf Witbooi-Bibel und Peitsche zurückgeben

Der Verfassungsgerichtshof von Baden-Württemberg hat den Antrag einer Vereinigung von Nama-Stammesältesten (NTLA) zurückgewiesen, die geplante Rückgabe von Bibel und Peitsche des Nama-Führers Hendrik Witbooi auszusetzen.
Die offizielle Übergabe wird am 28. 02.2019 in Gibeon im Süden Namibias, dem Stammsitz der Witbooi und Siedlungsgebiet vieler Nama-Gruppen, stattfinden. Der Präsident der Republik Namibia, Dr. Hage Geingob, wird Bibel und Peitsche von Wissenschaftsministerin Bauer persönlich entgegennehmen. Die Rückgabe ist ein Ereignis von größter nationaler Bedeutung. Es werden Mitglieder der Regierung und des Parlaments wie auch der Gründungspräsident der Republik, Dr. Sam Nujoma, und der ehemalige Präsident Hifikepunye Pohamba teilnehmen.
Die Objekte aus dem Linden-Museum sollen nach Auskunft der namibischen Stellen weiterhin öffentlich zugänglich bleiben. Die Bibel kommt zunächst ins Nationalarchiv, wo auch Briefe Hendrik Witboois aufbewahrt werden, die Peitsche ins Nationalmuseum. Hendrik Witbooi war während der deutschen Kolonialzeit Anführer der Nama-Gruppen. Heute wird er in Namibia jedoch weit darüber hinaus als eine der zentralen Persönlichkeiten der gesamten namibischen Geschichte angesehen und als nationales Symbol im Kampf gegen den Kolonialismus verehrt.

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