Samstag, 7. Dezember 2019

DNB verzichtet ab März 2020 für 2 Jahre auf Benutzungsgebühren

"Bitte beachten Sie: Ab 1. März 2020 werden für zwei Jahre die Gebühren für unsere Benutzungsausweise ausgesetzt. Eine Anmeldung und Registrierung in der Deutschen Nationalbibliothek ist weiterhin erforderlich, um die Lesesäle und die Medienausleihe nutzen zu können. Bei einer Neuanmeldung oder Ausweisverlängerung ab 1. März 2020 bekommen Sie eine kostenfreie Jahreskarte ausgestellt, Monats- und Tageskarten entfallen. Andere in der Kostenordnung aufgeführten Gebühren zum Beispiel für Auftragskopien oder Dokumentlieferungen sowie Verwaltungskostenpauschalen werden weiterhin erhoben.... " 

siehe https://www.dnb.de/DE/Benutzung/benutzung_node.html#sprg224564 

via https://archivalia.hypotheses.org/108791

DFG-Digitalisierungsprojekt 2019-2021: „Digitalisierung von Gründungsdokumenten und Statuten sowie Matrikeln und Personalverzeichnisse der baden-württembergischen Universitätsarchive

Die systematische und auftragsbezogene Digitalisierung von Archivalien am Universitätsarchiv und an der Universitätsbibliothek Tübingen erhielt 2018 eine Unterstützung seitens der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Im Rahmen des Projekts „Archivische Findmittel und Quellen: Digitalisierung von Gründungsdokumenten und Statuten sowie Matrikeln und Personalverzeichnisse der baden-württembergischen Universitätsarchive Freiburg, Heidelberg, Hohenheim, Stuttgart und Tübingen“ im Bereich der Wissenschaftlichen Literaturversorgungs- und Informationssysteme werden die entsprechenden Tübinger Quellen nach und nach digitalisiert und online gestellt, darunter die sehr oft nachgefragten Matrikeln und Einschreibebücher (aufgrund von Schutzfristen bis zum Stichjahr 1918) sowie die ältesten und relevantesten Urkunden zur Gründungsphase der Universität 1477.
Die Darstellung der Digitalisate erfolgt nicht nur auf der jeweiligen eigenen Digitalisierungsplattform, im Fall Tübingen: DigiTue; geplant ist auch die Verknüpfung mit dem Archivportal-D sowie eine gemeinsame Präsentation auf leo bw - Landeskunde entdecken online. Zu den Zielen des gemeinsamen Vorhabens der südwestdeutschen Universitätsarchive (außer den Antragstellern präsentieren auch Karlsruhe, Konstanz und Mannheim ihre Quellen) gehört nämlich außer der digitalen, also öffentlichen und kostenlosen Präsentation der einzelnen Bestände auch ihre vergleichende Erforschung der Gründungsphasen von 1386 (Heidelberg) über 1477 (Tübingen) bis 1966 (Konstanz). Bis 2021 sollen weit über 88 000 Scans von ca. 429 Quellen zu baden-württembergischen Universitätsgeschichte online gestellt werden. Das Tübinger Teilprojekt besteht aus circa 20.000 Scans von bis 65 Archivalien in Tübingen.
Die Internetpräsenz des Projekts auf der Homepage der DFG (Projektnummer 415666607): https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/415666607?context=projekt&task=showDetail&id=415666607&

Links zu den Teilprojekten der Partner:
Universitätsarchiv Heidelberg
https://www.uni-heidelberg.de/uniarchiv/forschung/dfg-projekt.html
Universitätsarchiv Freiburg
https://www.uniarchiv.uni-freiburg.de/digitalisierung-von-archivalien-aus-universitaetsarchiven-in-baden-wuerttemberg-gefoerdert-von-der-dfg

nach einem Hinweis des Archivalia-Blogs von Klaus Graf


Österreichische Nationalbibliothek erwirbt Teil-Vorlass von Friederike Mayröcker

Die Österreichische Nationalbibliothek erwarb einen umfangreichen Teil-Vorlass von Friederike Mayröcker, die am 20. Dezember 2019 ihren 95. Geburtstag feiert. Sie zählt seit vielen Jahrzehnten zu den produktivsten und erfolgreichsten Schriftstellerinnen Österreichs, entsprechend umfangreich sind die Materialien, die sie in mehreren Tranchen übergibt: Nach Abschluss der Übernahme werden es mehrere Hundert Archivboxen sein voller Notizen, Textentwürfe, Briefe, Fotos, Zeichnungen, persönlicher Gegenstände und Widmungsexemplare von FreundInnen und WeggefährtInnen. Dieser wichtige Neuzugang wird derzeit vom Literaturachiv übernommen und umfassend dokumentiert, damit er für die Forschung und für Ausstellungen zur Verfügung steht. […]
Siehe Pressemeldung der ÖNB: https://www.onb.ac.at/ueber-uns/presse/pressemeldungen/oesterreichische-nationalbibliothek-erwirbt-bedeutenden-teil-vorlass-der-grossen-autorin-friederike-mayroecker

via https://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=50524

Italien und Deutschland wollen Kulturgüter schützen

Italien und Deutschland wollen sich gemeinsam für einen besseren Schutz von Kulturgütern einsetzen. Das haben die italienische Kulturminister Dario Franceschini und die deutsche Kulturstaatsministerin Monika Grütters bei einem Treffen in Rom bekräftigt. Europa müsse, so wie bereits Italien und Deutschland, ein eigenes Programm zum Schutz von Kulturgütern vor Naturkatastrophen auflegen, sagte Franceschini laut einer Mitteilung seines Ministeriums. Zudem müsse die Arbeit der sogenannten Kulturblauhelme – spezielle Einheiten zum Schutz des Kulturerbes – stärker unterstützt werden. Die Minister unterschrieben außerdem eine Vereinbarung zur Neuauflage eines literarischen Übersetzerpreises, der künftig im Zwei-Jahres-Rhythmus verliehen werden soll.

dpa

Peter Weibel bleibt an der Spitze des ZKM

Peter Weibel bleibt bis 31. März 2023 wissenschaftlich-künstlerischer Vorstand des Karlsruher Zentrums für Kunst und Medien, ZKM. Wie das baden-württembergische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst mitteilte, billigte das heute der Stiftungsrat. Weibels Zukunft war lange ungewiss. Zahlreiche Kunstschaffende und Intellektuelle hatten jedoch eine Petition für eine Vertragsverlängerung unterzeichnet. Dazu zählten Walter Smerling, Vorstandsvorsitzender der Stiftung für Kunst und Kultur in Bonn, die Künstler Markus Lüpertz und Heinz Mack sowie der Philosoph Peter Sloterdijk. Weibel gilt als einer der wichtigsten Akteure der Medienkunst. Seit 1999 leitet der heute 75-Jährige das ZKM und gehört zu den Köpfen der Karlsruher Schlosslichtspiele, die seit 2015 mehr als 1,5 Millionen Zuschauer anlockten.

dpa

Beethovens „Unvollendete“ wird vollendet

Ein Computerprogramm soll mithilfe künstlicher Intelligenz Ludwig van Beethovens 10. Sinfonie zu Ende komponieren, die der berühmte Musiker im Alter nicht mehr abschließen konnte. Dies berichtet die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“. Seit dem Sommer arbeite ein internationales Team aus Musikwissenschaftlern, Komponisten und Informatikern daran, den Algorithmus so zu trainieren, dass er die fehlenden Passagen im Geiste Beethovens nachkomponiert. Die Weltneuheit soll im Beethoven-Jahr 2020 vom Beethoven-Orchester in Bonn uraufgeführt werden. Was dabei herauskommt, weiß noch keiner der Beteiligten. „Der Algorithmus ist unberechenbar, er überrascht uns jeden Tag aufs Neue“, sagte Projektkoordinator Mattias Röder, Direktor des Karajan-Instituts, der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Im kommenden Jahr wird Beethovens 250. Geburtstag begangen.

dpa

MedEdPORTAL

https://www.mededportal.org/

MedEdPORTAL is an open-access journal that focuses on peer-reviewed educational resources for health professionals. Here, visitors will find a clearinghouse packed with more than 2,500 "stand-alone, complete teaching or learning modules that have been implemented and evaluated with medical or dental trainees or practitioners." Both educators and learners in the medical field are likely to find helpful resources in this large clearinghouse. The newest additions to this journal are featured on the home page, and visitors can easily search the clearinghouse by keyword to discover resources on a diverse array of topics. Examples include simulation activities for health care teams, game-based approaches to learning anatomy, computer modules on how to interpret CT scan results, and communication techniques for interacting effectively with patients and their families. MedEdPORTAL also features several resource Collections (found in the top right) on subjects such as Diversity, Inclusion, and Health Equity; Dental Education; and Opioids Education. Launched in 2005 and currently in its 15th volume, MedEdPORTAL is published by the Association of American Medical Colleges in partnership with the American Dental Education Association. 

via https://scout.wisc.edu/archives/r26978/mededportal

Spenser Online

https://www.english.cam.ac.uk/spenseronline/welcome/

Literary scholars have undoubtedly encountered Edmund Spenser and his epic poetry. Spenser Online takes this exploration a step further, providing visitors with a number of resources, all with the "hope to serve scholars and students as well as the casual passer-by." Advanced scholars can head straight for the Abstracts (accessible under Spenser Studies) or The Spenser Review, a triannual magazine publishing articles such as "Spenserian Allegory in Japan" and "Creative Criticism." These subsections are helpful for detailed studies, as they cover a diverse range of his works, with very specific topics. Readers new to Spenser's poetry may find it helpful to start by reading the author's Biography and exploring a Critical Bibliography of his works, both under Scholarly Resources. Visitors interested in viewing full copies of Spenser's original works, ranging from poetry to letters, will find links to do so under Online Texts. Other engaging Scholarly Resources include a five-part podcast series on Spencer, Poetry and Performance. Those wishing to engage further can subscribe to a Discussion List. Spenser Online is a collaborative project from Cambridge University, Washington University in St. Louis, and the University of South Carolina. 

via https://scout.wisc.edu/archives/r51828/spenser_online

Veršić & Ausserhofer (2019). Social sciences, humanities and their interoperability with the European Open Science Cloud: What is SSHOC?

lijašić Veršić, I., & Ausserhofer, J. (2019). Social sciences, humanities and their interoperability with the European Open Science Cloud: What is SSHOC?. Mitteilungen der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare, 72(2). https://doi.org/10.31263/voebm.v72i2.3216

Alternative link: https://journals.univie.ac.at/index.php/voebm/article/view/3216

The EC H2020 cluster project SSHOC aims to provide a full-fledged Social Sciences and Humanities Open Cloud where data, tools, and training are available and accessible for users of SSH data. The focus of the project is determined by the goal to further the innovation of infrastructural support for digital scholarship, to stimulate multidisciplinary collaboration across the various subfields of SSH and beyond, and to increase the potential for societal impact. The intention is to create a European open cloud ecosystem for social sciences and humanities, consisting of an infrastructural and human component. SSHOC will encourage secure environments for sharing and using sensitive and confidential data. It will contribute to the Open Science agenda and realization of the European Open Science Cloud (EOSC), as well as contribute to innovations stemming from the coupling of heterogeneous data types and work on the Interoperability principle of FAIR.

Die Sozial- und Geisteswissenschaften und ihre Interoperabilität mit der European Open Science Cloud: Was ist SSHOC?

Das EC H2020-Clusterprojekt SSHOC zielt darauf ab, eine vollwertige Open Cloud für die Sozial- und Geisteswissenschaften bereitzustellen, in der Daten, Tools und Schulungen verfügbar und für die Nutzerinnen und Nutzer von SSH-Daten zugänglich sind. Der Fokus des Projekts wird bestimmt durch das Ziel, die Innovation der infrastrukturellen Unterstützung der digitalen Wissenschaft sowie die multidisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Teilbereichen der SSH zu fördern und darüber hinaus das Potenzial für gesellschaftliche Auswirkungen zu erhöhen. Ziel ist es, ein europäisches offenes Cloudökosystem für die Sozial- und Geisteswissenschaften zu schaffen, das aus einer infrastrukturellen und menschlichen Komponente besteht. SSHOC wird sichere Umgebungen für den Austausch und die Nutzung sensibler und vertraulicher Daten etablieren. Es wird zur Open Science-Agenda und zur Realisierung der European Open Science Cloud (EOSC) sowie zu Innovationen beitragen, die sich aus der Kopplung heterogener Datentypen und der Arbeit am Interoperabilitätsprinzip von FAIR ergeben.

via https://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=50522

Fünf Gebote für den Journalismus in Zeiten der Digitalisierung / Karin Pettersson. In. IPG 04.12.2019

Die Medienbranche klagt seit langem, die digitale Revolution habe ihre Geschäftsmodelle zerstört. Ein Großteil des Geldes, das Unternehmen für digitale Werbung ausgeben, fließt heutzutage an Facebook und Google, während es traditionellen Medienunternehmen schwerfällt, sich mithilfe digitaler Abonnements neu zu erfinden. Aber die Erschütterung der digitalen Revolution betrifft nicht nur die Werbung, sie hat auch den Journalismus selbst grundlegend verändert und herausgefordert.
In der Vergangenheit spielte der Journalismus bei der Gestaltung der öffentlichen Diskurse eine zentrale Rolle. Die Medien agierten als gatekeeper und wählten aus, welche Nachrichten verstärkt werden sollten. Sie waren immer gut darin, Aufmerksamkeit zu generieren und eine Publikumsbindung zu erzeugen. Es ging dabei jedoch auch immer um Ethik und einen übergeordneten Sinn.
Aber der neue öffentliche Raum funktioniert nach einer anderen Logik. Der Journalismus ist heute nur einer von vielen Akteuren, die Informationen über das Weltgeschehen liefern. Er ist nur einer von vielen Inhalte-Anbietern in einem Ökosystem, das Wut, Angst und anderen starken Emotionen den Vorzug gibt und in dem sich Lügen schneller verbreiten als die Wahrheit.
In dieser neuen Welt muss sich der Journalismus verändern. Journalistinnen und Journalisten müssen die Landschaft kennenlernen, in der sie sich bewegen, und Fallstricke vermeiden. Tun wir dies nicht, läuft der Journalismus Gefahr, ein Spiegelbild der zorngetriebenen Logik sozialer Netzwerke zu werden – anstatt ein Gegengewicht auf der Seite von Wahrheit und Vernunft zu bilden.
Angesichts dieser neuen Herausforderungen kommen hier fünf Lektionen für den Journalismus im Zeitalter der Wut. 

1. Beziehen Sie Ihre Nachrichten, Standpunkte oder Quellen nicht über Twitter ...

2. Seien Sie keine nützlichen Idioten ...

3. Unterscheiden Sie politische Ablehnung von relevanter Kritik ...

4. Besser über Big Tech berichten ... 

5. Gewöhnen Sie sich an den Hass ...

via https://www.ipg-journal.de/regionen/global/artikel/detail/zeitalter-der-wut-3910/ 

ZB MED veröffentlicht Historische Sammlung zur Pädiatrie online

ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften stellt als neueste Digitale Sammlung historische Literatur zur Pädiatrie online. Wie bei allen Sammlungen aus dem Angebot von ZB MED enthält auch diese ausschließlich Werke, die noch nicht anderweitig digitalisiert wurden. Einige davon können erst durch die Digitalisierung zur Nutzung bereitgestellt werden, da ältere Titel ansonsten zur dauerhaften Archivierung unter besonderen Schutzbedingungen aufbewahrt werden müssen. Die Sammlung steht weltweit frei zur Verfügung. Nutzende können alle bearbeiteten Titel jederzeit online einsehen, stichwortartig durchsuchen und herunterladen.
Die Digitale Sammlung Pädiatrie beinhaltet Werke zur Entwicklung des kindlichen und jugendlichen Organismus, seiner Erkrankungen und deren Behandlung. Neben allen Teilgebieten der klinischen Medizin und Schwerpunkten in der Hämatologie und Kardiologie umfasst die Sammlung auch Titel zur Neonatologie und Neuropädiatrie. Hinzu kommt Literatur zu Maßnahmen und Empfehlungen zur Vorbeugung, Hygiene und Gesundheitserziehung. Somit deckt die digitale Sammlung Pädiatrie alle Bereiche der Heilkunde für Säuglinge, Kinder und Jugendliche ab. Zudem verbindet sie zahlreiche Teilgebiete der verschiedenen Sammelschwerpunkte von ZB MED.
Einer der ältesten Titel in der Sammlung ist eine Handschrift zu Fehlbildungen bei Neugeborenen aus dem Jahr 1779, ein Werk, das aus konservatorischen Gründen von der Nutzung vor Ort ausgeschlossen ist. Da ZB MED in Deutschland als einzige Bibliothek den Titel im Bestand hat, kann er nun erstmals wieder online und daher weltweit frei verfügbar eingesehen werden.
Auch heute noch ist ältere Literatur – beispielsweise die darin enthaltenen statistischen Angaben – von Interesse. Dies stellen Anfragen und Bestellungen bei ZB MED regelmäßig unter Beweis. Daher hat das Informationszentrum diese neue Digitale Sammlung zur Pädiatrie online gestellt und leistet damit wiederum einen Beitrag zur weltweiten Verfügbarkeit von Volltexten im Sinne der Offenen Wissenschaft. 


via https://idw-online.de/de/news728561



Ergebnisse der Sitzung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) am 06.12.2019

Bund-Länder-Vereinbarungen

Die im November 2018 verabschiedeten gemeinsamen Bund-Länder-Programme zur Etablierung eines Nationalen Hochleistungsrechnens (NHR), zum Aufbau einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) und zur Förderung der Personalgewinnung- und -entwicklung an Fachhochschulen befinden sich auf gutem Wege: Die GWK hat heute weitere wichtige Weichen für eine erfolgreiche Umsetzung gestellt. Mit dem Aufbau eines Nationalen Hochleistungsrechnen-Systems (NHR) entwickeln Bund und Länder die fachlichen und methodischen Stärken von Hochleistungsrechenzentren in einem nationalen Verbund weiter. In diesem Jahr sind die Vorbereitungen für das wissenschaftsgeleitete Auswahlverfahren der Zentren, die künftig im NHR-System gefördert werden, planmäßig angelaufen: Heute hat die GWK auf Empfehlung eines von ihr im Mai 2019 eingesetzten Strategieausschusses das Ausschreibungskonzept für die Auswahl der NHR-Zentren beschlossen und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gebeten, das Antrags- und Begutachtungsverfahren durchzuführen. Die Ausschreibung wird im Januar 2020 veröffentlicht. Der weitere Zeitplan sieht vor, dass die GWK nach einer Bewertung der eingegangenen Anträge durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und auf der Grundlage einer darauf beruhenden Empfehlung des Strategieausschusses Ende 2020 die zu fördernden NHR-Zentren auswählt. Bund und Länder stellen gemeinsam für die Förderung der NHR-Zentren bis zu 62,5 Mio. Euro jährlich bereit, mit denen die Beschaffung von Rechenanlagen und der Betrieb der geförderten Zentren über einen Zeitraum von grundsätzlich jeweils 10 Jahren finanziert werden. Auch die Umsetzungsmaßnahmen für die Etablierung der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) kommen gut voran. Derzeit oft dezentral, projektförmig und temporär gelagerte Datenbestände von Wissenschaft und Forschung sollen im Rahmen der NFDI im gesamten deutschen Wissenschaftssystem systematisch erschlossen werden. Für Aufbau und Förderung der NFDI werden Bund und Länder von 2019 bis 2028 jährlich bis zu 90 Mio. Euro im Endausbau bereitstellen, hiervon bringt der Bund 90 Prozent auf, 10 Prozent der Kosten tragen die Länder. Bereits im Mai 2019 hat die GWK beschlossen, das Direktorat der NFDI am FIZ Karlsruhe - Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur und dem Karlsruher Institut für Technologie – KIT anzusiedeln. Heute hat sie über die Höhe der finanziellen Zuwendung an das Direktorat entschieden: für die Aufbauzeit der Jahre 2019 und 2020 wird dieses mit 1,7 Mio. Euro ausgestattet. Die Bund-Länder-Vereinbarung zur "Personalgewinnung und -entwicklung an Fachhoch-schulen", die die GWK im November des Jahres 2018 beschlossen hat, nimmt Fahrt auf. Nachdem die Konzeptphase des Programms noch im Jahr 2019 begonnen werden konnte, hat die GWK die Mitglieder des Auswahlgremiums bestimmt, das über die Förderanträge der Hauptphase des Programms entscheiden wird. Das Gremium wird aus 20 Expertinnen und Experten bestehen, auf die sich Bund und Länder einvernehmlich – unter Einbeziehung von Vorschlägen der Hochschulrektorenkonferenz, des Wissenschaftsrats, des Stifterverbands für die deutsche Wissenschaft sowie der Deutschen Forschungsgemeinschaft – verständigt haben. Zudem sind der Bund mit zwei, die Länder mit vier Mitgliedern im Auswahlgremium vertreten. Mit dem Programm werden Fachhochschulen bei der Personalgewinnung und -entwicklung von Professorinnen und Professoren unterstützt. Bund und Länder stellen hierfür gemeinsam insgesamt über 430 Mio. Euro zur Verfügung, die im Verhältnis 71 Prozent Bund und 29 Prozent Länder aufgebracht werden.
Haushaltsentscheidungen für 2020
Die GWK hat heute weiterhin die Haushaltsentscheidungen für das Jahr 2020 für die Leibniz-Gemeinschaft (WGL), acatech - die Deutsche Akademie für Technikwissenschaften und für das Akademienprogramm getroffen.
Die Leibniz-Gemeinschaft (WGL) erhält von Bund und Ländern im Jahre 2020 entsprechend den im Pakt für Forschung und Innovation III erfolgten Zusagen einen Aufwuchs ihrer Zuwendungen in Höhe von 3 Prozent. Der Aufwuchs wird gemäß dem Pakt für Forschung und Innovation III vom Bund getragen. Insgesamt erhält die Leibniz-Gemeinschaft von Bund und Ländern 2020 1,277 Mrd. Euro. Die GWK hat heute auch das Akademienprogramm für das Jahr 2020 verabschiedet. Mit diesem Programm, das von der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften durchgeführt wird, werden besonders langfristige Forschungsvorhaben gefördert. Bund und Länder stellen hierfür 2020 rund 70,8 Mio. Euro zur Verfügung. Die Deutsche Akademie für Technikwissenschaften (acatech) wird im Jahre 2020 eine gemeinsame institutionelle Zuwendung des Bundes und der Länder in Höhe von 3,54 Mio. Euro erhalten. 


via https://idw-online.de/de/news728588

LoC Blog: Rosa Parks, In Her Own Words: A Short Documentary

https://blogs.loc.gov/loc/2019/12/rosa-parks-in-her-own-words-a-short-documentary/

Rosa Parks was one of the major figures of the American 20th Century, which the Library’s new exhibit demonstrates. But she’s really not the “quiet seamstress” of popular myth. From childhood, when she sat up nights with her shotgun-toting grandfather who was ready to defend his family from KKK attackers, she was an intense, committed activist with a deep sense of social justice.
In this six-minute documentary, Condoleezza Rice, Bryan Stevenson, Ken Burns, Jacqueline Woodson, Sharon Robinson and Parks biographer Jeanne Theoharis read from her private writings and talk of the woman behind the icon. As Burns says, “It’s imporant that we liberate Rosa Parks, and liberate ourselves, from the tyranny of superficial history.”


Bibliothekensterben in Großbritannien

Der Guardian schreibt unter dem Titel „Britain has closed almost 800 libraries since 2010, figures show“ über das Bibliothekensterben in Grossbritannien:
„The closure of almost a fifth of the UK’s libraries over the last 10 years comes against a backdrop of a 29.6% decline in spend, said Cipfa. National spending on the service topped £1bn in 2009/10 but dropped to under £750m in the last year, which saw a 0.4% increase on the 2017/2018 spend.
The number of paid librarians has also plummeted. In 2009/2010, the point marking the start of the Tory-led government’s austerity drive, there were 24,000 salaried staff working in libraries. Last year, there were 15,300 employees and more than 51,000 volunteers.
Do libraries run by volunteers check out?
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As the number of branches and paid staff have declined, so have library visits: there were 226m visits to libraries over the last year, compared with 315m in 2009/2010.“
via https://blog.digithek.ch/bibliothekensterben-in-grossbritannien/

Freitag, 6. Dezember 2019

Englund boykottiert Nobelwoche wegen Handke

Aus Protest gegen den Literaturnobelpreis für den Schriftsteller Peter Handke boykottiert das langjährige Mitglied der Schwedischen Akademie, Peter Englund, die diesjährige Nobelwoche. „Peter Handkes Nobelpreis zu feiern, wäre von meiner Seite grobe Heuchlerei“ teilte Peter Englund der schwedischen Zeitung „Dagens Nyheter“ mit. Er werde deshalb an keiner der Feierlichkeiten rund um die Vergabe des Literaturnobelpreises teilnehmen. Nach der Bekanntgabe der Auszeichnungs für Handke im Oktober war eine Debatte um den Schriftsteller und dessen umstrittene Haltung zum Jugoslawien-Konflikt entstanden. Peter Englund hatte in den 90er Jahren als Reporter über den Balkankrieg berichtet. Er hatte sich dabei laut „Dagens Nyheter“ deutlich gegen serbischen Nationalismus und das Vorgehen des serbischen Anführers Slobodan Milosevic ausgesprochen.

Digitalisierte Firmenbriefköpfe zur Feier sächsischer Industriekultur

"Firmenbriefköpfe werden zu wenig beachtet“ schrieb Klaus Graf schon 2015 in seinem Blog Archivalia. Trotz der bisher erschienenen Artikel und Monografien über diesen speziellen Teil der Industriekultur, zum Beispiel über Briefköpfe Leipziger, Wiesbadener oder Bielefelder Unternehmen, und der Tätigkeit privater Sammler bleibt dieser Befund bis heute gültig. Es ist Zeit, diesen Zustand zu ändern: „2020“ ist in Sachsen zum Jahr der Industriekultur ausgerufen worden. Die Vierte Sächsische Landesausstellung widmet sich im nächsten Jahr dem Thema, ein aktives Netzwerk von öffentlichen Einrichtungen (darunter die SLUB), Vereinen und Privatpersonen arbeitet in vielen interessanten Projekten zur Industriegeschichte zusammen. 
Einer der Beiträge der SLUB Dresden zum Jahr der Industriekultur sind die digitalisierten Firmenbriefe aus Sachsen, von denen die Bibliothek bisher 2.200 hier online bereitgestellt hat. Für die Industrie- und Wirtschaftsgeschichte, Sozialgeschichte und sogar für die Kunstgeschichte sind die Firmenbriefköpfe als Visitenkarte eines Unternehmens von großer Relevanz. Im 19. Jahrhundert entstanden, entwickelten sich die Firmenbriefköpfe um 1900 zu kleinen Kunstwerken mit Abbildungen des Fabrikgeländes und der gewonnenen Ausstellungsmedaillen und anderem. In den zwanziger Jahren hielt die Neue Sachlichkeit Einzug. Wichtiger wurden nun die typgrafisch meisterlich gestalteten Firmennamen. Aber auch stark versachlichte Firmenansichten waren nicht selten. Enge Beziehungen nach Böhmen und Schlesien durch die Filialen der sächsischen Firmen werden ebenso erkennbar.
Aus Mitteln des Landesdigitalisierungsprogramms für Wissenschaft und Kultur digitalisiert, finden sich die Firmenbriefköpfe auch auf Sachsen.digital, der Überblicksseite für alle Projekte, die durch das Landesdigitalisierungsprogramm finanziert wurden. 


Aus Mitteln des Landesdigitalisierungsprogramms für Wissenschaft und Kultur digitalisiert, finden sich die Firmenbriefköpfe auch auf Sachsen.digital, der Überblicksseite für alle Projekte, die durch das Landesdigitalisierungsprogramm finanziert wurden.

Die Digitalisierung der Geschäftsbriefe ist ein Projekt, das mit dem Sächsischen Wirtschaftsarchiv e.V. begonnen und durchgeführt wurde. Das Sächsische Wirtschaftsarchiv stellte seinen Bestand an Firmenbriefen zur Digitalisierung zur Verfügung. Seitdem sind aus anderen Einrichtungen wie Museen, Bibliotheken und Archiven weitere Briefköpfe hinzugekommen. Aber auch Privatpersonen wie zum Beispiel Ortschronisten und Heimatforscher haben der SLUB leihweise ihre Einzelstücke zum Digitalisieren gegeben. Und über die Wirtschafts-, Kunst- und Sozialgeschichte hinaus: Firmenbriefköpfe sind natürlich auch für die Genealogen interessant.

via https://blog.slub-dresden.de/beitrag/2019/12/06/digitalisierte-firmenbriefkoepfe-zur-feier-saechsischer-industriekultur/

NYC schools from pre-K to eighth grade are still teaching mostly white authors / Corinne Segal. In: Literary Hub Dec 5, 2019

Today in unacceptable news: a report from the NYC Coalition for Educational Justice shows that New York City public school students from 3-K and pre-K to eighth grade are reading a disproportionately large percentage of white authors.
Researchers looked at 1,205 books from 15 widely-used curricula and found that more than 80 percent of them were written by white authors; additionally, more than half of the books featured a white main character. White authors represented an even wider share of the reading for 3-K and pre-K students. About 15 percent of New York City’s public school students are white.
This lack of representation in reading is demonstrably bad for educational outcomes, the study noted: “Research demonstrates that for students of color and white students, culturally responsive education decreases dropout rates and suspensions, and increases grade point averages, student participation, self-image, critical thinking skills and graduation rates.”
The coalition held a rally in New York City on Wednesday to call for greater equality in New York City curricula.

via https://lithub.com/nyc-schools-from-pre-k-to-eighth-grade-are-still-teaching-mostly-white-authors/

Pilotprojekt – Resozialisierung durch Digitalisierung

Als Partner der Berliner Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung bietet die Zentral- und Landesbibliothek Berlin als erste Öffentliche Bibliothek in Deutschland ab dem 01.12.2019 Menschen im Strafvollzug Zugang zu ihren digitalen Angeboten über das Internet an.
Menschen in Haftanstalten haben wenig bis keinen Zugang zu digitalen Informationen. Als Partner der Berliner Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung in dem Pilotprojekt „Resozialisierung durch Digitalisierung“ bietet die Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) als erste Öffentliche Bibliothek in Deutschland ab dem 01.12.2019 Menschen im Strafvollzug Zugang zu ihren digitalen Angeboten über das Internet an.
Freigeschaltet sind 22.000 E-Books und Hörbücher, 5.000 Zeitschriften und Tageszeitungen und die Songs der Musikplattform Freegal des Verbunds der Öffentlichen Bibliotheken Berlins (VÖBB). In der jetzigen Phase des Projekts nehmen 60 Gefangene der JVA Heidering, einer Justizvollzugsanstalt des Landes Berlin in Großbeeren, teil. Die Teilnehmer können die Angebote über das WLAN auf einem Tablet-PC in ihrem Haftraum aufrufen. Es handelt sich dabei um das vollständige Angebot der jeweiligen Plattform, es findet keine spezielle Vorauswahl für die Haftanstalt statt. In den folgenden Monaten ist geplant, sukzessive weitere digitale Angebote des VÖBB (E Learning-Angebote, Vokabeltrainer) freizuschalten. Ferner werden Schulungen innerhalb der Haftanstalt durchgeführt, in denen Fragen zu den Angeboten und deren Benutzung gestellt werden können.
Geplant ist, das Projekt in den nächsten Jahren auf weitere Nutzer und Nutzerinnen auch in anderen Berliner Haftanstalten auszudehnen.
Weitere Projektpartner sind das Fraunhofer Institut für offene Kommunikationssysteme (Fraunhofer FOKUS) und das Institut für Bildung in der Informationsgesellschaft (IBI).

Ministerpräsidentenkonferenz der Länder: Entwurf eines Medienstaatsvertrages beschlossen

Auf der Ministerpräsidentenkonferenz der Länder am 5. Dezember 2019 fassten die Länderchefs den Beschluss zu einem Entwurf eines neuen Medienstaatsvertrages, der den seit 1991 geltenden Rundfunkstaatsvertrag ersetzen soll.
Der neue Medienstaatsvertrag soll dem digitalen Wandel Rechnung tragen. Die Definition von Rundfunk wird neu gefasst und die Zulassungsverfahren, um Rundfunk betreiben zu können, werden entsprechend angepasst werden. Eine generelle Zulassungsbefreiung für Let's Player ist im nun beschlossenen Vertrag nicht mehr enthalten, berichtet »Spiegel Online«. Der Staatsvertrag gilt in Zukunft auch für sogenannte Medienintermediäre, Plattformen wie »Netflix« und Benutzeroberflächen wie Amazons »Alexa« und »Google Home«. Intermediäre sind unter anderem soziale Netzwerke wie »Facebook« und Instagram sowie Suchmaschinen wie »Google«. Sie dürfen »zur Sicherung der Meinungsvielfalt (...) journalistisch-redaktionell gestaltete Angebote, auf deren Wahrnehmbarkeit sie potenziell besonders hohen Einfluss haben, nicht diskriminieren.«
Die rheinlandpfälzische Staatssekretärin Heike Raab spricht laut »Meedia« von einer »kommunikativen Chancengleichheit auch für die Angebote von Content-Anbietern aus unserem Medienmarkt«. Die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz Malu Dreyer nennt den Medienstaatsvertrag »einen ganz wichtigen medienpolitischen Meilenstein«. »Wir wollen die Auffindbarkeit von journalistisch-redaktionellen Angeboten verbessern, um jenseits der kommerziellen Dominanz der US-amerikanischen Plattformen und Suchmaschinen die Menschen zu erreichen«, so Dreyer.
Der Verband Privater Medien (VAUNET) begrüßt den Ministerpräsidentenbeschluss für einen neuen Medienstaatsvertrag als einen »guten und längst überfälligen Schritt«. Der Entwurf schaffe »in wichtigen Themen eine zeitgemäße und konvergente Regulierung«.
Im Anschluss an den jetzt gefassten Beschluss müssen die Landtage das Gesetz ratifizieren. Der Text ist der EU-Kommission vorzulegen. Im Frühjahr könnte der Vertrag unterzeichnet werden. In Kraft treten würden die Regelungen dann zum September 2020. Diesen Zietplan gibt die Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste (AVMD-Richtlinie) vor.

Dokumente:

Institutionen:

via http://www.urheberrecht.org/news/6285/

und siehe auch: Neue Regeln für Plattformen: Entwurf für Medienstaatsvertrag beschlossen

Der seit 1991 geltende Rundfunkstaatsvertrag soll durch einen neuen Medienstaatsvertrag ersetzt werden. Die Ministerpräsidenten fassten am Donnerstag auf ihrer Konferenz in Berlin einen entsprechenden Beschluss zu einem Vertragsentwurf. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sprach in einer anschließenden Pressekonferenz von einem "Meilenstein". Anders als früher soll das Regelwerk auch verstärkt Internet-Plattformen abdecken, die Medieninhalte bereitstellen und diese selbst nicht herstellen. ... [mehr] https://heise.de/-4606700  

Bibliographie der Schweizergeschichte

Das letzte Heft der Bibliographie der Schweizergeschichte ist jetzt im pdf-Format online. Es verzeichnet Publikationen auf unterschiedlichen Trägern zur Geschichte der Schweiz für das Berichtsjahr 2013 sowie die nachträglich angezeigten Publikationen der fünf vorausgegangenen Jahre. Die bibliografischen Nachweise sind auch in der Datenbank BSG konsultierbar, die laufend aktualisiert wird (via swiss-lib).

via https://blog.digithek.ch/bibliographie-der-schweizergeschichte-2/

Comics finden im National Archives Katalog

Free Technology for Teachers zeigt, wie mit Docs Teach eingescannte historische Comics im US-amerikanischen Online-Katalog des National Archives gefunden werden können (via Free Technology for Teachers).

via https://blog.digithek.ch/comics-finden-im-national-archives-katalog/

Donnerstag, 5. Dezember 2019

Investitionen in Bildung sind weltweit zurückgegangen

Weltweit haben noch immer zu wenige Erwachsene Zugang zu Bildung. Das ist das Fazit des vierten Weltberichts der Unesco. Demnach nehmen in fast einem Drittel aller 159 untersuchten Staaten weniger als fünf Prozent der Erwachsenen über 15 Jahren an Bildungsprogrammen teil. Besonders für Menschen mit Behinderung, ältere Erwachsene, Geflüchtete und Migranten sind die Hürden hoch. In den vergangenen zehn Jahren seien die Investitionen in Bildung im globalen Vergleich sowohl in Ländern mit niedrigem Einkommen als auch mit hohem Einkommen zurückgegangen. Fast ein Fünftel aller Länder gab an, weniger als 0,5 Prozent seines Bildungsbudgets für Erwachsenenbildung auszugeben. Deutschland gehört zu den 19 Prozent aller Länder, die mehr als vier Prozent ihres Bildungshaushalts für Erwachsenenbildung aufwenden.

dpa 05.12.2019

Leibniz Preisträger bekannt

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) verleiht zwei Wissenschaftlerinnen und acht Wissenschaftlern den höchsten Forschungsförderpreis in Deutschland. Von den zehn Preisträgern kommen vier aus den Geistes- und Sozialwissenschaften, drei aus den Lebenswissenschaften, einer aus den Naturwissenschaften und zwei aus den Ingenieurwissenschaften, wie die DFG in Bonn mitteilte. Die Ausgezeichneten erhalten jeweils ein Preisgeld von 2,5 Millionen Euro. Diese Summe können sie bis zu sieben Jahre lang nach ihren eigenen Vorstellungen für ihre Forschungsarbeit verwenden. Der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis wird seit 1986 jährlich von der DFG verliehen. Mit den zehn Auszeichnungen für 2020 sind bislang insgesamt 378 Leibniz-Preise vergeben worden.

dpa 05.12.2019

Ministerpräsidenten beschließen Medienstaatsvertrag

Der seit 1991 geltende Rundfunkstaatsvertrag soll durch einen neuen Medienstaatsvertrag ersetzt werden. Die Ministerpräsidenten fassten auf ihrer Konferenz in Berlin einen entsprechenden Beschluss. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sprach in einer anschließenden Pressekonferenz von einem „Meilenstein“. Der Staatsvertrag soll künftig auch für sogenannte Intermediäre, Plattformen und Benutzeroberflächen gelten. Im Wesentlichen sind damit Internet-Plattformen gemeint, die Medieninhalte bereitstellen. Das können etwa Live-Streamingplattformen oder Video-Portale sein. Der bisherige Rundfunkstaatsvertrag hatte sich ursprünglich auf die Beschreibung und Regeln für das duale Rundfunksystem – also mit privaten und öffentlich-rechtlichen Radio- und Fernsehsendern – konzentriert.

dpa 05.12.2019

KMK für Staatsvertrag statt Nationalem Bildungsrat

Nach dem Ausstieg von Bayern und Baden-Württemberg aus dem geplanten Nationalen Bildungsrat haben die Kultusminister der Länder sich darauf verständigt, bis März einen Staatsvertrag oder eine Ländervereinbarung zu beschließen. Damit sollen Schülerleistungen über Bundesländergrenzen hinweg besser vergleichbar sein. Dazu soll auch ein wissenschaftlicher Beirat als beratendes Gremium eingerichtet werden. Damit, so der Präsident der KMK, Lorz, habe die Ministerkonferenz gezeigt, dass sie handlungsfähig sei.

dpa 05.12.2019

Filmtheoretiker Thomas Elsaesser ist tot

Im Alter von 76 Jahren ist einer der Gründungsväter der internationalen Filmwissenschaft gestorben. Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ meldet, starb Thomas Elsaesser völlig überraschend in Peking, wo er eine Gastprofessur innehatte. Noch vor einer Woche hatte er eine Tagung zur Filmtheorie in Frankfurt eröffnet. Elsaesser war 1943 in Berlin geboren worden. Studiert hatte er in Sussex und Paris und gründete mehrere universitäre Filminstitute. Seine Bücher und Essays über die Historie des bewegten Bildes, zu Film- und Genretheorie sowie Neuen Medien wurden in 20 Sprachen übersetzt.

24 Hochschulen Baden-Württembergs erhalten EXIST-Projektmittel

Das Bundeswirtschaftsministerium hat im Wettbewerb „EXIST-Potentiale“ zur Gründungsförderung 24 baden-württembergische Hochschulen ausgezeichnet. Diese erhalten eine Förderung von insgesamt mehr als 36 Millionen Euro. Bundesweit werden 142 Einzel- und Verbundvorhaben in den drei EXIST-Förderlinien „International überzeugen“, „Potenziale heben“ und „Regional vernetzen“ gefördert. Die Landeshochschulen schneiden mit einer Förderquote von rund 17 Prozent sehr gut ab.
Mit den beiden Förderlinien „Gründungskultur in Studium und Lehre“ und „Gründungskultur“ des Fonds Erfolgreich Studieren in Baden-Württemberg (FESt-BW) wurde seit 2016 die Basis für diesen Erfolg gelegt. Das Wissenschaftsministerium fördert 23 Projekte der Landeshochschulen mit den Förderlinien der Gründungskultur von 2016 bis 2020 mit insgesamt 15 Millionen Euro.

Pisa-Studie: Verschlechterung der Leseleistung

Lesen ist eine elementare Kulturtechnik und Voraussetzung für kulturelle, gesellschaftliche und wirtschaft­liche Teilhabe. Die Lesefähigkeit ist ein zentrales Anliegen der Buchbranche. Politische Argumentationshilfen liefern Schulleistungstest wie die Pisa-Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).
Die erste, 2001 veröffentlichte Pisa-Studie hatte die deutsche Öffentlichkeit massiv geschockt und bildungspolitische Aktivitäten ausgelöst, weil die Leistungen der deutschen Schüler in den Bereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften im internationalen Vergleich als unterdurchschnittlich vermessen wurden. 18 Jahre und viele Bildungsmaßnahmen später ist das Bild insofern weniger dramatisch als Deutschland in der aktuell veröffentlichte Pisa-Studie 2018 zumindest über dem OECD-Durchschnitt liegt. Die Leistungsentwicklung bleibt aber auch hinsichtlich der Lesefähigkeit kritisch. Die durchschnittlichen Leseleistungen, die sich bis 2012 zunächst verbessert hatten, sind wieder auf das Niveau von 2009 zurückgefallen.

Aktuelle Erkenntnisse zur Lesekompetenz:
  • In Deutschland erreichten 79% der Schüler im Bereich Lesekompetenz mindestens Stufe 2 (OECD-Durchschnitt: 77%). Diese Schüler können die Hauptaussage eines mittellangen Textes erfassen, sie können expliziten, z.T. auch komplexen Kriterien entsprechende Informationen finden und nach ausdrücklicher Anweisung Funktion und Form von Texten reflektieren.
  • Etwa 11% der Schüler in Deutschland erfüllen die Anforderungen von Stufe 5 oder 6 des Pisa-Lesekompetenztests und zählen damit in diesem Bereich zu den besonders leistungsstarken Schülern (OECD-Durchschnitt: 9%). Schüler, die diese Kompetenzstufen erreichen, können längere Texte verstehen, mit abstrakten und kontraintuitiven Konzepten umgehen und aufgrund von impliziten Hinweisen in Bezug auf Inhalt oder Informationsquelle zwischen Fakten und Meinungen unterscheiden.

Ein in Deutschland ausgeprägtes Phänomen bleibt die Chancenungerechtigkeit von sozial benachteiligten Kindern bzw. Kindern mit Migrationshintergrund:
  • Der Leistungsunterschied im Bereich Lesekompetenz zwischen Schülern mit günstigem sozioökonomischem Hintergrund und solchen mit ungünstigem Hintergrund ist in Deutschland beträchtlich und hat sich seit 2009 noch weiter ausgeprägt.
  • Die privilegiertesten 25% der Schüler haben gegenüber den sozioökonomisch am stärksten benachteiligten 25% einen Leistungsvorsprung von 113 Punkten, 24 Punkte mehr als im OECD-Durchschnitt.
  • Zwischen Schülern mit und Schülern ohne Migrationshintergrund besteht im Bereich Lesekompetenz ein Leistungsabstand von 63 Punkten. Dieser Abstand ist auch nach Berücksichtigung des sozioökomischen Profils der Schüler und der Schulen vergleichsweise groß.
  • 16% der Schüler mit Migrationshintergrund konnten sich jedoch trotz ihrer relativen sozioökonomischen Benachteiligung im obersten Quartil der Leistungsverteilung platzieren.
  • Mädchen schneiden in Deutschland im Bereich Lesekompetenz deutlich besser ab als die Jungen. Sie erzielten im Schnitt 26 Punkte mehr (OECD-Durchschnitt: 30 Punkte).
  • Der Leistungsvorsprung von Mädchen ist aber aktuell geringer als im Jahr 2009 (40 Punkte).

In Deutschland: Die Lesekompetenz der deutschen Schüler ist wieder auf das Niveau von 2009 gefallen, liegt aber über dem OECD-Durchschnitt (l.). Staatsministerin Dorothee Bär liest im Rahmen des Bundesweiten Vorlesetags (M.). (Grafik/Foto: OECD.Pisa; Pia-Sophie Nowak für DIE ZEIT)

Amazon veröffentlicht erstmals Jahrescharts

Amazon hat ausgwertet, was über seine Plattform im Laufe des Jahres an Büchern und Hörbüchern am meisten gelesen, zitiert, gehört und gekauft wurde und seine Charts für den Zeitraum 1. Januar bis 15. November erstellt. Die Jahresliste ("Das Jahr in Büchern 2019", titelt Amazon.de) basiert auf den Ergebnissen der Amazon Charts, informiert die Amazon-Agentur Zucker. Kommunikation. Die Amazon Charts zeigen wöchentlich die am häufigsten gelesenen, gehörten, geliehenen und verkauften Bücher (dabei werden auch Printbücher berücksichtigt, so die Agentur).
Die Top-20-Liste der meistgelesenen Titel messe dabei, welche Kindle- und Audible-Titel Kunden von Amazon.de jede Woche tatsächlich am häufigsten lesen und hören, indem sie die durchschnittliche Anzahl der täglichen Nutzer auswerte. Bei den Käufen würden alle Käufe auf Amazon.de berücksichtigt.

Charts-Kategorie "Meist gelesen"
Stephen King konnte mit seinem neuen Roman "Das Institut", erst im September 2019 veröffentlicht, hier den ersten Platz einnehmen. Das von Amazon und Stiftung Lesen kuratierte Märchenbuch mit Klassikern und neuen Märchen konnte sich zudem einen Platz zwischen den beliebten Thrillern und Krimis in den Top-5 sichern:
  • Platz 1: Stephen King: "Das Institut". Roman
  • Platz 2: Andreas Gruber: "Todesmal. Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez 5"
  • Platz 3: Gebrüder Grimm, et. al.: "Es war einmal − Neue und klassische Märchen" (Die Aktion war auf scharfe Kritik der Buchbranche gestoßen, siehe etwa hier, hier und hier)
  • Platz 4: Jussi Adler-Olsen: "Opfer 2117". Thriller − Der achte Fall für das Sonderdezernat Q"
  • Platz 5: Rita Falk: "Guglhupfgeschwader". Der zehnte Fall für den Eberhofer
Charts-Kategorie "Meist zitiert"
Stefanie Stahls Ratgeber "Das Kind in dir muss Heimat finden" (kailash) wurde 2015 erstmals veröffentlicht und ist mittlerweile ein Klassiker der deutschen Sachbuch-Literatur. Das Standardwerk zum Thema Urvertrauen sei für die Deutschen auch in diesem Jahr der zitierwürdigste Titel gewesen, so die Amazon-Mitteilung. Zudem hätten die Leser sich vor allem Tipps zu Ernährung, Menschheitsgeschichte und Selbstoptimierung beim Lesen markiert.
  • Platz 1: Stefanie Stahl: "Das Kind in dir muss Heimat finden: Der Schlüssel zur Lösung (fast) aller Probleme." Häufigstes Zitat im eBook: "Die vier psychischen Grundbedürfnisse sind: das Bedürfnis nach Bindung, das Bedürfnis nach Autonomie und Kontrolle, das Bedürfnis nach Lustbefriedigung bzw. Unlustvermeidung, das Bedürfnis nach Selbstwerterhöhung bzw. Anerkennung."
  • Platz 2: Bas Kast: "Der Ernährungskompass: Das Fazit aller wissenschaftlichen Studien zum Thema Ernährung." Häufigstes Zitat im eBook: "Gute pflanzliche Eiweißquellen sind: Bohnen, Linsen, Kichererbsen, Weizenkeime, Haferflocken, Bulgur, Quinoa, Amarant, Samen, wie Lein- und Chia-Samen, Sonnenblumen- und Kürbiskerne, und dann natürlich Nüsse und Erdnuss- oder Mandelbutter. Auch Gemüse (beispielsweise Brokkoli, Spinat und Spargel) enthält oft relativ viel Eiweiß."
  • Platz 3: Yuval Noah Harari: "Eine kurze Geschichte der Menschheit." Häufigstes Zitat im eBook: "Eines der ehernen Gesetze der Geschichte lautet, dass ein Luxus schnell zur Notwendigkeit wird und neue Zwänge schafft."
  • Platz 4: James Clear: "Atomic Habits: An Easy and Proven Way to Build Good Habits and Break Bad Ones" (Englische Ausgabe). Häufigstes Zitat im eBook: "Goals are about the results you want to achieve. Systems are about the processes that lead to those results."
  • Platz 5: Anthony Robbins: "Das Robbins Power Prinzip: Befreie die innere Kraft." Häufigstes Zitat im eBook: "Diese drei Entscheidungen sind: worauf Sie sich konzentrieren wollen, welche Bedeutung Sie den Dingen beimessen, was Sie tun wollen, um die von Ihnen gewünschten Ergebnisse zu erzielen."
Charts-Kategorie "Hörenswert"
Die Kategorie "Hörenswert" präsentiert jede Woche die Bücher, die häufiger als Hörbuch auf Audible gehört wurden als in der Kindle-Version gelesen. Die Frage nach dem Sinn des Lebens, weitere Ratgeberliteratur und Thriller waren 2019 die Themen erster Wahl bei Hörbüchern.
  • Platz 1: John Strelecky: "Das Café am Rande der Welt: Eine Erzählung über den Sinn des Lebens"
  • Platz 2: Stefanie Stahl: "Das Kind in dir muss Heimat finden: Der Schlüssel zur Lösung (fast) aller Probleme"
  • Platz 3: Bas Kast: "Der Ernährungskompass: Das Fazit aller wissenschaftlichen Studien zum Thema Ernährung"
  • Platz 4: Rita Falk: "Guglhupfgeschwader: Der zehnte Fall für den Eberhofer"
  • Platz 5: Simon Beckett: "Die ewigen Toten (David Hunter 6)"
Charts-Kategorie "Meist gekauft"
Die Kategorie der meisten Verkäufe wird bestimmt von Thrillern und Krimis − auf Platz Eins mit "Guglhupfgeschwader" ein Regionalkrimi. Die einzige Ausnahme in den Top 5 ist der langjährige Bestseller-Zauberer Harry Potter.  
  • Platz 1: Rita Falk: "Guglhupfgeschwader: Der zehnte Fall für den Eberhofer"
  • Platz 2: Simon Beckett: "Die ewigen Toten (David Hunter 6)"
  • Platz 3: J.K. Rowling: "Harry Potter und der Stein der Weisen"
  • Platz 4: Catherine Shepherd: "Der Blütenjäger"
  • Platz 5: Andreas Gruber: "Todesmal: Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez 5"
Die Amazon Charts Ranglisten würden Informationen zu allen Leseformaten berücksichtigen und zeigten laut Amazon damit, wie Kunden Bücher heute wirklich nutzen – egal, ob sie gekauft, ausgeliehen, angehört oder gelesen werden. Berücksichtigt würden dabei in einzelnen Kategorien auch Printbücher, so die Amazon-Agentur (bei der Kategorie "Ausleihen" etwa nicht). Die Ergebnisse für Print- und E-Books würden in den dafür möglichen Charts zusammengefasst. An E-Books kämen alle Titel infrage, die über den Kindle-Shop verfügbar sind. Die Berechnung der Chart-Kategorien setzt jeden Titel ins Verhältnis mit der verfügbaren Zeit im Bemessungszeitraum (1. Januar bis 15. November).

Bücherleihe: Hier würden einerseits E-Books erfasst, die über den Kindle-Shop Bücher ausgeliehen werden. Sowie die Ausleihen von Amazon Prime Kunden auf Amazon.de (Prime Reading), die auch auf anderen Endgeräten (nicht ausschließlich Kindle eReader) gelesen werden können, erläutert die PR-Agentur.

via https://www.boersenblatt.net/2019-12-04-artikel-amazon_veroeffentlicht_erstmals_jahrescharts-fuenf_top-titel_in_vier_kategorien.1772617.html





Forschungsdatenmanagement an der Universitätsbibliothek Wien

Der Blog-Eintrag entstand im Rahmen des EU-Projekts OpenAIRE:
https://www.openaire.eu/blogs/research-data-management-rdm-support-at-the-university-of-vienna

via https://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=50509

„Semantic Web in Libraries“ – Konferenzvideos und -folien jetzt online

Hier finden Sie alle Inhalte und Eindrücke der SWIB19 – Semantic Web in Libraries <http://www.swib.org/> zum Nachschauen und Nachlesen.

Über die SWIB:
Seit 2009 veranstalten die ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft und das Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen (hbz) gemeinsam die internationale Konferenz „Semantic Web in Bibliotheken“, kurz SWIB. Die SWIB ist eine Konferenz, die sich in Vorträgen, Diskussionen und Workshops sowohl wissenschaftlich als auch alltagspraktisch mit den übergeordneten Themen Semantic Web, Linked Open Data und webbasierter Wissenschaftskommunikation beschäftigt. Jedes Jahr werden hochrangige internationale Speaker geladen. Seit 2012 wird die Tagung in englischer Sprache abgehalten und heißt „Semantic Web in Libraries“. Twitter: #swib19. 2020 wird die SWIB vom 23. bis 25. November in Bonn stattfinden.

Mozart-Haarbüschel und Dokumente …

Die Stiftung Mozarteum Salzburg konnte bedeutende Zeugnisse zum Leben Wolfgang Amadé Mozarts erwerben, die sich seit Mitte des 19. Jahrhunderts in Besitz der Nachfahren des badischen Münzmeisters Carl Wilhelm Doell befunden haben. Diese kostbaren Neuerwerbungen vereinen drei Generationen der Familie Mozart – die Eltern Leopold und Anna Maria Mozart, Wolfgang Amadé und seinen Sohn Franz Xaver Wolfgang Mozart.
Bedeutendstes Stück ist ein Teil eines Briefes, den Mozart und seine Mutter Anna Maria 1777 aus Mannheim an Vater Leopold in Salzburg richteten. Hinzu kommt eine Abschrift, die der stolze Vater von einem Zeugnis anfertigte, das der berühmte Musiktheoretiker G. B. Martini in Bologna seinem 14-jährigen Sohn Wolfgang Amadé ausgestellt hatte. Besonders berührend jedoch ist eine „Reliquie“, die Aloys Fuchs – ein Freund von Mozarts Sohn Franz Xaver – erhalten hat, und zwar, so Fuchs: „Eigene Haare von dem Haupte des unsterblichen Tondichters und Großmeisters im Reiche der Harmonien … Wolfgang Amadeus Mozart“. Es existieren mehrere solche Haarbüschel, allein die Stiftung Mozarteum besitzt bereits fünf Exemplare. Es spricht viel dafür, dass die heute präsentierten Haare sehr wohl echt sein können, denn wie Fuchs bestätigte, erhielt er sie bereits 1839 von Mozarts Sohn Franz Xaver persönlich.

via https://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=50512

Pressemitteilung TU9 zu DEAL

"Open-Access-Transformation zum Erfolg führen"

Die vom Projekt DEAL unter der Federführung der Hochschulrektorenkonferenz durchgeführten Verhandlungen mit großen Wissenschaftsverlagen sind von erheblicher Bedeutung für das deutsche Wissenschaftssystem, wegweisend für künftige Verhandlungen mit weiteren Verlagen und haben Einfluss auf das wissenschaftliche Publikationssystem weltweit.Die TU9-Universitäten stehen hinter den Verhandlungszielen des Projekts DEAL und begrüßen die Fortschritte, die in Richtung einer Transformation des wissenschaftlichen Publikationssystems hin zu Open Access erreicht wurden.Im Projekt DEAL verfolgen sie das Ziel, Open-Access-Publikationen auf dem Goldenen Weg zum Standard in der wissenschaftlichen Kommunikation zu machen und ihren Autorinnen und Autoren die Veröffentlichung ihrer Forschungsergebnisse frei von administrativen und finanziellen Hürden zu ermöglichen. ... 

via http://www.inetbib.de/listenarchiv/msg67063.html 

Alte Schriften zurück in die SLUB Dresden

Neun verschollen geglaubte Schriften aus der Reformationszeit sind an die Sächsische Landesbibliothek (SLUB) in Dresden zurückgekehrt. Sie wurden auf dem Dachboden des Museums Alte Pfefferküchlerei in Weißenberg entdeckt, wie die SLUB am 04.12.2019 mitteilte. Der Direktor des Hauses, Sebastian Walther, hatte sie zufällig dort gefunden. Die Predigt- und Erbauungsschriften aus dem 16., 17. und 18. Jahrhundert zählten zu den Kriegsverlusten der Landesbibliothek. Es sei ein kleines Wunder, dass diese Schätze durch die Jahrhunderte erhalten geblieben seien, so Walter.
In den Schriften befinden sich laut Bibliothek handschriftliche Vermerke, die Einblicke in die Zeit der Reformation ermöglichen. Darunter eine Widmung von Johannes Bugenhagen, der als wichtiger Wegbegleiter Martin Luthers galt. […]
Siehe: https://www.sueddeutsche.de/kultur/bibliotheken-dresden-alte-schriften-zurueck-in-landesbibliothek-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-191204-99-04798

via https://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=50516

Mehr als 4 Mrd. Euro für die Hochschulen durch den Hochschulpakt: Umsetzungsbericht 2017 veröffentlicht

Mit dem Hochschulpakt 2020 haben Bund und Länder auch im Jahr 2017 Milliardenbeträge für zusätzliche Erstsemester an den Hochschulen bereitgestellt. Gegenüber dem Basisjahr 2005 wurden erneut mehr als 150.000 neue Studiermöglichkeiten geschaffen. Seit Beginn des Hochschulpakts im Jahr 2007 konnten die Hochschulen somit insgesamt 1,2 Millionen Erstsemester mehr aufnehmen, als ohne den Hochschulpakt möglich gewesen wäre. Aufgrund der sehr hohen Studienanfängerzahlen der Vorjahre und der teilweise nachlaufenden Finanzierung war 2017 mit insgesamt rund 4,4 Mrd. Euro (2,5 Mrd. Euro vom Bund und 1,9 Mrd. Euro von den Ländern) das bislang finanzstärkste Jahr des Programms.
Der soeben veröffentlichte Umsetzungsbericht 2017 dokumentiert die Entwicklung an den Hochschulen und berichtet über die Mittelbereitstellung sowie über die mit Hochschulpaktmitteln ergriffenen Maßnahmen in den Ländern. Danach haben 2017 wieder mehr als eine halbe Million junge Leute, also 52 % des betreffenden Altersjahrgangs, ein Hochschulstudium in Deutschland aufgenommen. Seit 2005, dem Bezugsjahr des Hochschulpakts, ist die Studienanfängerzahl um insgesamt mehr als 41 % gestiegen.
Während die Studienanfängerzahl an den Universitäten gegenüber 2005 um 24 % gestiegen ist, betrug die Steigerung an den Fachhochschulen sogar 75 %. Den Anteil der Studienanfänger an Fachhochschulen zu erhöhen, ist eine wesentliche Zielsetzung des Hochschulpakts. Die Zahl des hauptberuflichen wissenschaftlichen Personals ist im selben Zeitraum um fast 28 % angewachsen, die der Professorinnen und Professoren um 26 %. Ein starker Anstieg ist im Bereich der Lehrbeauftragten zu verzeichnen, deren Einsatz sich seit 2005 um 72 % erhöht hat.
Der Einsatz der Mittel des Hochschulpaktes hat dazu beigetragen, dass der Anteil von Frauen am Hochschulpersonal 2017 größer war als noch 2005: Beim hauptberuflichen wissenschaftlichen Personal stieg der Frauenanteil von 26 % auf 36 % und bei den Professorinnen und Professoren von 14 % auf 24 %.
Weitere Details enthält der „Bericht zur Umsetzung des Hochschulpakts 2020 im Jahr 2017“, der durch einen ausführlichen Tabellenteil ergänzt wird. Online ist er unter https://www.gwk-bonn.de/ abrufbar und kann in Kürze als Heft 64 der „Materialien der GWK“ beim Büro der GWK (gwk@gwk-bonn.de) angefordert werden. 


via https://idw-online.de/de/news728464

Leibniz-Institut für Deutsche Sprache Mannheim präsentiert neue Wörter 2019

Im Neologismenwörterbuch des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache Mannheim https://www.owid.de/docs/neo/start.jsp werden jährlich Wortartikel zu lexikalischen Einheiten veröffentlicht, die in den letzten Jahren neu im Deutschen aufgekommen sind und bereits eine gewisse Verbreitung erfahren haben. Von „Ankerzentrum“ bis „Zungenschrittmacher“ reicht das (alphabetische) Spektrum der neusten Einträge, die am 06.12.2019 freigeschaltet werden. 
Das Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS) in Mannheim ist die gemeinsam vom Bund und allen Bundesländern getragene zentrale wissenschaftliche Einrichtung zur Dokumentation und Erforschung der deutschen Sprache in Gegenwart und neuerer Geschichte. Es gehört zu den über 90 Forschungs- und Serviceeinrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft. Näheres unter: http://www.ids-mannheim.de, http://www.facebook.com/ids.mannheim und http://www.leibniz-gemeinschaft.de.  

via https://idw-online.de/de/news728543

Buch aus Fontane-Nachlass wieder aufgetaucht

Ein fast 75 Jahre lang vermisstes Buch aus dem Nachlass des Schriftstellers Theodor Fontane (1819-1898) ist wieder aufgetaucht. Im Berliner Antiquariat Carl Wegner sei der Titel "Geschichte von Stadt und Ländchen Friesack mit einem Ausblick auf die Zeit der Quitzows" (Ernst Georg Bardey, 1894) im Lagerbestand entdeckt worden, teilte das Theodor-Fontane-Archiv am 03.12.2019 mit. Es sei an das Archiv übergeben worden. In diesem Jahr wird der 200. Geburtstag Fontanes ("Effi Briest") begangen. Auf welchen Wegen das Buch, das in den letzten Kriegsmonaten ausgelagert wurde, in das Antiquariat gelangt war, ist unklar. Fontane hatte bis zu seinem Tod an einem Friesack-Projekt gearbeitet. Ursprünglich gehörte der Band zu einem etwa 700 Seiten starken Konvolut von Manuskripten, die Fontane dafür gesammelt hatte. Die meisten Materialien sind weiter verschollen.

dpa

Enkel aus Amerika verschenkt Skulptur an Landesmuseum Württemberg

Selma und Julius Kaumheimer mussten vor den Nazis fliehen. Bevor sie nach Amerika übersiedeln konnten, wurden sie vom faschistischen Mussolini-Regime enteignet. Auch ihre bedeutende Porzellansammlung wurde ihnen genommen. Nun hat das Landesmuseum Württemberg ein Stück aus der Sammlung geschenkt bekommen: die Figurengruppe "Drei Grazien", die in der Ludwigsburger Porzellanmanufaktur gefertigt wurde. Stephen Kay, der Enkel des Paares, hat während einer Europa-Reise Station in Stuttgart gemacht, wo seine Großeltern bis 1935 lebten. Bei der Übersiedlung nach Amerika hatten die Eheleute Kaumheimer den Namen Kay angenommen, deshalb konnten die Besitzer der Sammlung lange nicht ermittelt werden. Erst 2003 ging sie an die rechtmäßigen Erben.

Stuttgarter Zeitung 04.12.2019  

Mittwoch, 4. Dezember 2019

Erste deutsche Kunstmuseums-Website für Kinder

Als bundesweit erstes Kunstmuseum hat der Kunstpalast in Düsseldorf eine eigene Website für Kinder gestartet. Nach eigenen Angaben richtet sich das Online-Angebot an Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren. Die Website bietet ihnen verschiedene Spiele an, mit denen sie das Museum und seine Sammlung kennenlernen können. Im Mittelpunkt stehen zwei von der Illustratorin Vanessa Riecke entworfene animierte Tiere: Das Rhinozeros Nele und die Elster Piet führen spielerisch durch den Kunstpalast. Gefördert wurde das Projekt von einem Düsseldorfer Unternehmen. Derzeit bemühen sich viele Museen in Deutschland, ihre Sammlungen mit digitalen Angeboten zu verknüpfen, um vor allem jüngere Besucher anzusprechen. Finden sich keine privaten Sponsoren, stellt oft die Finanzierung ein Problem dar.

Bayerische Staatsbibliothek restituiert 203 Bücher

Die Bayerische Staatsbibliothek (BSB) hat aus ihren Beständen 203 unrechtmäßig erworbene Bücher an das Deutsche Freimaurermuseum in Bayreuth restituiert. Sie führt damit ihre seit 2003 währenden Bemühungen fort, NS-Raubgut den ursprünglichen Besitzern, deren Erben oder Rechtsnachfolgern zurückzugeben. Die Bücher stammen aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Darin geht es unter anderem um die Geschichte der Logen und deren Organisation. Die Staatsbibliothek hatte 1937/38 freimaurerische Literatur im Tausch mit der SS-Schule Haus Wewelsburg bei Paderborn übernommen. Die Transaktion beinhaltete den Tausch von BSB-Doubletten gegen Bücher aus Bibliotheken von Freimaurerlogen, die zwischen 1933 und 1936 von den Nazis beschlagnahmt worden waren, erklärte die Bibliothek. Trotz umfänglicher Recherchen sei die Suche nach früheren Logen oder heutigen Rechtsnachfolgern ergebnislos gewesen. In diesen Fällen fungiere das Deutsche Freimaurermuseum als Sammelpunkt von Buchbeständen der ab 1933 enteigneten Logen. Zwei weitere Werke stammten aus dem Besitz der Großloge zur Sonne in Bayreuth.

Von Nazis geraubtes Aquarell bei Auktion entdeckt

Das Kunstmuseum Moritzburg in Halle hat ein von den Nationalsozialisten geraubtes und in München jetzt wiederentdecktes Aquarell des Expressionisten Christian Rohlfs zurückerhalten. Die „Studie nach einem Baumstamm“ sei 1937 im Zuge der Aktion „Entartete Kunst“ aus dem Städtischen Museum für Kunst und Kunstgewerbe in Halle beschlagnahmt worden, teilte das Auktionshaus Ketterer Kunst in München mit. Kunstexperten des Auktionshauses hatten die Herkunft des Bildes entdeckt und es nicht wie geplant versteigert. Nach Einschätzung von Kunsthistorikern malte Rohlfs (1849-1938) das Aquarell um 1911 während seines Aufenthaltes in Bayern. 1914 erwarb das Museum in Halle die Studie mit drei weiteren Aquarellen, von denen zwei immer noch verschollen sind.

Landeslehrpreis und Preis für offene Wissenschaft verliehen

Unter dem Motto „Lehre – Leistung – Lob“ hat die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer den Landeslehrpreis 2019 verliehen. In diesem Jahr wurden insgesamt sechs Preise an 20 Personen vergeben: Mit fünf Preisen werden besondere Lehrpersönlichkeiten und -konzepte an den Universitäten Freiburg und Tübingen, an der Pädagogischen Hochschule Weingarten mit der Hochschule Reutlingen, an der Staatlichen Akademie für Bildende Künste Karlsruhe, an der Hochschule der Medien Stuttgart und an der DHBW Studienakademie Heilbronn ausgezeichnet. Die Preisträgerinnen und Preisträger erhalten ein Preisgeld in Höhe von jeweils 50.000 Euro. Der Preis für offene Wissenschaft ist ebenfalls mit 50.000 Euro dotiert und zeichnet ein Projekt aus, das in die Gesellschaft nachhaltig wirkt. Dieses Jahr wird zum ersten Mal ein Sonderpreis, der Preis für offene Wissenschaft, vergeben, der ein Projekt würdigt, das Wissenschaft und Bürgergesellschaft in vorbildlicher Weise verbindet.

Die Preisträgerinnen und Preisträger

In diesem Jahr wurden insgesamt sechs Preise an 20 Personen vergeben:
  • Universitäten: Julia Gurol und Ingo Henneberg, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, und Alexander Kobusch, Dr. Thomas Nielebock, Natalie Pawlowski, Dr. Gabi Schlag, Eberhard-Karls-Universität Tübingen, für hochschulübergreifende Ringseminare zum Thema Friedens- und Konfliktforschung
  • Pädagogische Hochschulen: Dr. Martin Binder, Markus Reiser, Debbie Schwefer und Prof. Dr. Holger Weitzel, Pädagogische Hochschule Weingarten, und an Monika Hennig und Prof. Dr.-Ing. Eckhard HennigHochschule Reutlingen, für das gemeinsame Projekt „StartLearnING – Frühzeitige Förderung naturwissenschaftlich-technischer Kompetenzen für Lehramtsstudierende, Lehrkräfte und Schüler*innen“
  • Kunst- und Musikhochschulen: Prof. Dr. Christina Griebel, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, für das Projekt „outside: Kunststudierende kooperieren mit Wohnungslosen“
  • Hochschulen für angewandte Wissenschaften: Prof. Dr. Simon Wiest, Hochschule der Medien Stuttgart, für das Projekt „ENIGMA R.D.E“ im Studiengang Audiovisuelle Medien
  • Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW): Prof. Dr. Carsten Kortum, Prof. Dr. Ralph Scheubrein, DHBW Studienakademie Heilbronn, für die Lehrfirma Culinary Coffee
  • Preis für offene Wissenschaft: Dr. Elisabeth Maué, Universität Konstanz, Barbara Ette, Landkreis Konstanz, Paul Glaßner, Beschäftigungsgesellschaft Landkreis Konstanz gGmbH, und Jan Vollmar, IHK Hochrhein-Bodensee für das Projekt „TASK – Tandems von Auszubildenden und Studierenden im Landkreis Konstanz“