Mittwoch, 22. Mai 2019

Man Booker International Prize an Jokha Alharti

Jokha Alharti hat zusammen mit ihrer Übersetzerin Marilyn Booth für "Celestial Bodies" den Man Booker International Prize erhalten. Alharti ist die erste Autorin vom arabischen Golf, nämlich aus Oman, die die renommierte Auszeichnung gewinnen konnte. 


Alharthis "kunstvolles" Werk greife "tiefgreifende Fragen von Zeit und Sterblichkeit sowie verstörende Aspekte unserer gemeinsamen Geschichte" auf, heißt es in der Mitteilung der Jury. "Ein Buch, das Kopf und Herz gleichermaßen gewinnt und es wert ist, darüber zu verweilen." Der Man Booker International Prize zählt zu den wichtigsten Literaturpreisen Großbritanniens. Prämiert werden ausländische Werke, die ins Englische übersetzt wurden. Das Preisgeld beträgt 50.000 Pfund (etwa 57.000 Euro). 


via https://www.spiegel.de/kultur/literatur/man-booker-international-prize-jokha-alharthi-gewinnt-mit-celestial-bodies-a-1268558.html

„Arts Rights Justice Library“: Erste auf Kunstfreiheit und Künstlerschutz ausgerichtete Bibliothek an der Universität Hildesheim

Die politischen und gesellschaftlichen Situationen in vielen Ländern weltweit zeigen, dass es aktuell um freie Meinungsäußerung und Kunstfreiheit schlecht bestellt ist. Das Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim eröffnete am 21. Mai 2019, dem internationalen Tag für Dialog und kulturelle Vielfalt, die „Arts Rights Justice Library“ sowie die ersten drei Studien des „Arts Rights Justice Observatory“. Weder in Deutschland noch sonst auf der Welt gibt es derzeit eine so umfassende auf das Thema Kunstfreiheit und Künstlerschutz ausgerichtete Bibliothek. 
Die „Arts Rights Justice Library“ ist eine digitale Online-Plattform mit Open-Access, die eine so bisher nicht existierende Auswahl der relevantesten Publikationen zu den Schnittstellen von Kunst, Kunstfreiheit, Menschenrechten und globaler Gerechtigkeit sichert und zur Verfügung stellt. Die Zahl der Publikationen soll kontinuierlich erhöht werden. Die Dokumente sollen der breiteren globalen Gesellschaft, vor allem aber Künstlern, Kulturmanagern, Menschenrechtsaktivisten, Rechtsanwälten und Forschern zugänglich gemacht werden. Ziel ist es, nach und nach alle Dokumente in der Datenbank der Universität Hildesheim zu lagern und diese über die Webseite www.arj-library.de weltweit zugänglich zu machen. So soll das bisherige Wissen gebündelt bereitgestellt und langfristig für Forschungszwecke und praktische Zwecke gesichert werden.

via https://idw-online.de/de/news716109

LoC Blog: Chronicling America

This week we celebrate an exciting milestone. Chronicling America, the online searchable database of historic U.S. newspapers, now includes more than 15 million pages! Since 2005, libraries, historical societies, and other institutions throughout the country have contributed newspapers from their collections to Chronicling America. This process is part of the National Digital Newspaper Program (NDNP), a collaborative program sponsored by the National Endowment for the Humanities (NEH) and the Library of Congress. To date, we have more than 2800 newspapers from 46 states, Puerto Rico, and the District of Columbia.

via https://blogs.loc.gov/loc/2019/05/chronicling-america-15-million-and-counting/

Auftakt zur Nationalen Forschungsdateninfrastruktur

Durchgeführt von der DFG hat am 13. und 14. Mai 2019 in Bonn die erste Konferenz zur Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) stattgefunden. Das zweitägige Treffen wurde am Ende von allen Beteiligten als durchweg positiv bewertet. Besonders hervorgehoben wurde die allgemeine Übereinstimmung darin, dass eine NFDI nur in gemeinsamer Verantwortung aller Akteure aufgebaut werden kann. 
Rund 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren zu dieser ersten NFDI-Konferenz zusammengekommen. Mehr als 170 Vertreterinnen und Vertreter von geplanten Verbünden stellten ihre Vorhaben vor und diskutierten ihre Konzepte miteinander sowie mit internationalen Expertinnen und Experten und den Mitgliedern des NFDI-Expertengremiums.
Damit folgte die Konferenz dem Grundgedanken, dass der schrittweise Aufbau einer zukunftsfähigen Forschungsdateninfrastruktur nur in Kooperation gelingen kann. Eben dieser Gedanke veranlasste die DFG, die NFDI-Konferenz bereits im Vorfeld des NFDI-Antragsverfahrens auszurichten, um dem notwendigen Austausch, der intensiven Vernetzung und der Zusammenarbeit der Akteure ein Forum zu bieten. So wurde auf der Konferenz auch mehrfach hervorgehoben, dass es im Zuge der NFDI nicht um die Förderung von einzelnen Anträgen oder Konsortien geht, sondern um den Aufbau einer vernetzten Infrastruktur. 
Über grundlegende und strategische Fragen zum Konzept der NFDI hinaus ging es in den Panels auf der Konferenz um Zuschnitt und Größe von Konsortien, um Bedarfe der Forscherinnen und Forscher, um die Einbindung von wissenschaftlichen Nutzerinnen und Nutzern in Konsortien, um Fragen der Fokussierung und Profilbildung aus Fach-, Methoden- oder Domänensicht sowie um grundsätzliche und konkrete Fragen des Datenmanagements. Im Ergebnis hat die Konferenz dazu beigetragen, Umstrukturierungsprozesse zum Zuschnitt der geplanten Konsortien anzustoßen. 
Intensiv diskutiert wurde auch, welche Beiträge die geplanten Verbünde zum Gelingen der NFDI als kooperative Infrastruktur leisten können und wie diejenigen Themenfelder gemeinsam gestaltet werden sollten, die für alle in der NFDI organisierten Konsortien relevant sind, wie beispielsweise die Themenfelder Datenqualität, Governance oder die Einbindung bereits bestehender Infrastrukturen. Die geplante Nationale Forschungsdateninfrastruktur soll die Datenbestände von Wissenschaft und Forschung systematisch erschließen, nachhaltig sichern und zugänglich machen sowie national und international verbreiten. Sie soll in einem wissenschaftsgeleiteten Verfahren als vernetzte Struktur eigeninitiativ agierender Konsortien aufgebaut werden.
Im Anschluss an die NFDI-Konferenz in Bonn hat das Expertengremium über die erste Ausschreibung zur Antragstellung auf Förderung der NFDI-Konsortien beraten. Die Ausschreibung soll im Juni 2019 auf der DFG-NFDI-Webseite veröffentlicht werden.  


https://www.dfg.de/foerderung/programme/nfdi/

via https://idw-online.de/de/news715793

KIT und FZI entwickeln App, welche eigene Daten schützt

Messenger, Spiele, Fitnesstrainer: Große Internetkonzerne bieten in ihren Stores Millionen von Apps zum Download an. Viele davon kosten vermeintlich nichts. Doch für viele App- und Werbenetzwerk-Betreiber sind Nutzerinnen und Nutzer eine Datenquelle, aus der bares Geld sprudelt und abgeschöpft wird. Forscherinnen und Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und des FZI Forschungszentrums Informatik, einem Innovationspartner des KIT, haben nun eine App entwickelt, welche die eigenen Daten besser schützt. 
Das Programm AVARE lässt sich auf Android-Geräten wie eine App installieren und erzeugt dann einen abgeschlossenen Bereich, in den andere Apps eingepackt werden können und der die gesamte Kommunikation zwischen diesen Apps und dem Betriebssystem kontrolliert. „Wir haben einen Weg gesucht, der es erlaubt, sämtliche Anwendungen uneingeschränkt zu nutzen, dabei die eigenen Daten aber nur kontrolliert weiterzugeben“, sagt Dr. Gunther Schiefer, der Leiter der Arbeitsgruppe Mobile Business am Institut für Angewandte Informatik und Formale Beschreibungsverfahren (AIFB) des KIT. Versucht nun eine in AVARE eingepackte App etwa auf die Kontakte im Adressbuch zuzugreifen, ermöglicht AVARE es dem Nutzer, nur einzelne Kontakte freizugeben und die Freigabe beispielsweise auf Mobilfunknummer, Vor- und Nachname zu beschränken.
Das Projekt AVARE wurde von der Baden-Württemberg Stiftung (http://www.bwstiftung.de) im Rahmen des Forschungsprogramms „IKT-Sicherheit“ finanziert. Weitere Informationen und Video auf: http://www.avare.app

via https://idw-online.de/de/news715802 

ZugDigital

«ZugDigital» bündelt wertvolle und umfassende Quellen zu Geschichte und Kultur von Stadt und Kanton Zug. Das Portal selber bietet keine eigenen Inhalte, sondern präsentiert sich als thematisch sorgfältig aufgebaute Sammlung von wertvollen Verlinkungen (via Archivalia und Luzerner Zeitung).

Stiftung Preußischer Kulturbesitz gibt fünf Werke an Erben von jüdischem Kunsthändler zurück

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz hat fünf Werke an die Erben des von den Nationalsozialisten verfolgten jüdischen Kunsthändlers Heinrich Ueberall zurückgegeben. Die Werke, die sich bisher in den Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin befanden, gehörten zu mehr als 4.000 Kunstwerken, die der preußische Staat 1935 von der Dresdner Bank ankaufte und kurz darauf an die Museen übergab. Restituiert wurden demnach aus der Gemäldegalerie: „Sarah führt Abraham Hagar zu“ von Matteus Stom, eine Kopie des „Herrenbildnis“ nach Bartholomeus van der Helst und „Stillleben“ von Frans Ykens. Aus der Alten Nationalgalerie wurden zwei Bronzen unbekannter Künstler zurückgegeben, Nachbildungen von „Venus nach dem Bade“ nach Allegrain und „Venus“ nach Casanova.
Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) erforscht nach eigenen Angaben seit 2018 die Herkunft der rund 4.000 Werke. Der Deutschen Bank hätten die Kunstwerke größtenteils als Kreditsicherheiten gedient, erklärte die Stiftung weiter. Alles deute darauf hin, dass Heinrich Ueberall die Werke allein aufgrund seiner Verfolgung durch das NS-Regime entzogen wurden. Ueberall wurde 1869 geboren und starb 1939 im KZ Sachsenhausen.

Dienstag, 21. Mai 2019

Baden-Württemberg führt Dialog zur "Kulturpolitik für die Zukunft" fort

Gesellschaftliche Veränderungen haben auch Veränderungen für die Kunst und die Kultureinrichtungen zur Folge. Wie können diese auf die neuen Anforderungen reagieren und was sind die richtigen Instrumente dafür? Wie erreichen Kultureinrichtungen ihr Publikum in einer zunehmend heterogenen Gesellschaft? Darüber diskutierte Staatssekretärin Petra Olschowski (Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg) mit Expertinnen und Experten in Freiburg bei einer weiteren großen öffentlichen Veranstaltung im Rahmen des Dialogprozesses „Kulturpolitik für die Zukunft“ des Kunstministeriums. Im Fokus stehen neue Wege der Öffnung und Vermittlung in Kultureinrichtungen sowie Strategien der Transformation.
Im Fokus der Veranstaltung standen Best Practice-Beispiele, wie eine Öffnung von Kunst- und Kultureinrichtungen für alle Alters- und gesellschaftlichen Gruppen verbessert und ermöglicht werden kann. Welche konkreten Maßnahmen es geben kann, um die Diversität der Gesellschaft beispielsweise in der Personalstruktur der Einrichtungen stärker abzubilden, welche konkreten Schritte dazu notwendig sind und wie die neuen Ideen umgesetzt werden können, erörterte Staatssekretärin Petra Olschowski mit Mustafa Akça (Komische Oper Berlin), Ursula Bongaerts (Kulturstiftung des Bundes), Inez Boogaarts (Geschäftsführerin Zukunftsakademie NRW), Thomas Burger (BURGER GROUP & Wirtschaftsverbands Industrieller Unternehmen Baden e.V.- Schwarzwald AG), Christine Kopf (Deutsches Filminstitut & Filmmuseum) sowie Peter Spuhler (Badisches Staatstheater Karlsruhe).
Seit dem Auftakt des Dialogprozesses im Juni 2018 haben bereits eine Vielzahl von Arbeitsgesprächen und Formaten in den vier Themenforen „Digitale Welten“, „Neue gesellschaftliche Bündnisse für Kunst und Kultur“, „Strategien der Transformation von Kulturinstitutionen – Neue Wege für Öffnung, Vermittlung und Verortung von Kultur“ sowie „Kunst und Kultur in ländlichen Räumen“ stattgefunden. Aus den Ergebnissen der Diskussionen mit Künstlerinnen und Künstlern, den Kunsteinrichtungen und dem Publikum wird das Kunstministerium des Landes Baden-Württemberg die Grundlagen einer Kulturpolitik für das nächste Jahrzehnt entwickeln.

EU-Urheberrechtsreform: Zivilgesellschaft will Upload-Filter noch verhindern

Die EU-Kommission soll den vorgeschriebenen Dialog und Konsultationsprozess mit Interessensvertretern, an dessen Ende Leitlinien zur Umsetzung der umstrittenen neuen EU-Urheberrechtsrichtlinie stehen werden, so breit wie möglich anlegen. Dafür machen sich 42 zivilgesellschaftliche Organisationen und Vereine in einem am Montag publizierten offenen Brief stark, der an Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Teile seines Kabinetts gerichtet ist.
Angesichts der schweren Bedenken vor "Zensurmaschinen" aufgrund Artikel 17 (vormals 13), solle die Kommission den Verfassern zufolge bei dem Prozess gemeinsam mit den Mitgliedsstaaten sicherstellen, "dass sich die Befürchtungen vor automatisierten Upload-Filtern nicht realisieren". Es sei daher wichtig, dass an den Gesprächen neben Verfechtern von Menschen- und Digitalrechten etwa auch die "Wissensgemeinschaft" inklusive Bibliotheken sowie Vertreter freier Software beteiligt würden. ... [mehr] https://heise.de/-4426294

"Das Urheberrecht verteilt Vermögen von den Lebenden zu den Toten" / SZ 20.05.2019

Martin Kretschmer hält nichts von der EU-Reform. Doch der Professor für Urheberrecht sagt, dass Deutschland noch viel Spielraum hat - auch bei den Upload-Filtern, die so viele Menschen fürchten. ... [mehr] https://www.sueddeutsche.de/digital/urheberrecht-upload-filter-martin-kretschmer-1.4451281

Fünf Jahrzehnte, vier Institute, zwei Systeme. Das Zentralinstitut für Hochschulbildung Berlin (ZHB) und seine Kontexte 1964–2014

1964 war das Institut für Hochschulpolitik an der Humboldt-Universität zu Berlin gegründet worden. 2014 war das Institut für Hochschulforschung Halle-Wittenberg (HoF) in seiner heutigen Form inhaltlich und organisatorisch konsolidiert. Dazwischen lagen noch zwei weitere Institute, sehr unterschiedliche Umfeldentwicklungen und mehrere krisenhafte Situationen, darunter ein Wechsel des Gesellschaftssystems. Diese Geschichte ist nun nachgezeichnet worden. Zu verfolgen sind so organisatorische, kulturelle und inhaltliche Kontinuitäten wie Brüche innerhalb zweier Gesellschaftssysteme und über den 1989er Systemwechsel hinweg: 25 Jahre vor und 25 Jahre nach der Implosion des DDR-Sozialismus.

via https://www.hof.uni-halle.de/publikation/fuenf-jahrzehnte-vier-institute-zwei-systeme-das-zentralinstitut-fuer-hochschulbildung-berlin-zhb-und-seine-kontexte-1964-2014/

Arolsen Archives

Die Arolsen Archives sind das weltweit umfassendste Archiv zur nationalsozialistischen Verfolgung. Die Dokumente wurden als Hilfsmittel für die Klärung von Schicksalen gesammelt. Sie enthalten Informationen zu Opfern des Holocaust und Häftlingen der Konzentrationslager, zu ausländischen ZwangsarbeiterInnen und den Überlebenden, die als Displaced Persons versuchten, ein neues Leben aufzubauen.
Heute gehören die über 30 Millionen Originaldokumente zum UNESCO-Weltdokumentenerbe und sind eine wichtige Wissensquelle und zugleich Mahnung für die heutige Gesellschaft. Mehr und mehr Bestände werden im Online-Archiv veröffentlicht und auch die Zahl der suchbaren Namen und Stichworte wächst kontinuierlich.

Schatztruhe für die Wissenschaft wird 50

Sie haben Unmengen an Bakterien, Pilzen und Viren im Haus – und sind auch noch stolz darauf. Die Braunschweiger Forscher kommen richtig ins Schwärmen, wenn sie über ihre Sammlung berichten. Auf den ersten Blick unscheinbare Kellerräume im Süden der Stadt bezeichnen sie als „Schatztruhen für die Wissenschaft“. Denn hinter schweren, gesicherten Eisentüren lagern Mikroben mit Millionenwert. In diesem Jahr feiert das Leibniz-Institut DSMZ (Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen) sein 50-jähriges Bestehen.
Wissenschaftler aus zahlreichen Ländern der Welt ordern hier Bakterien, Pflanzenviren und Pilze für Forschungszwecke. Mehr als 43.000 Bestellungen für Mikroben und Zellkulturen gingen nach Angaben der Forschungseinrichtung im vergangenen Jahr aus 81 Ländern ein. Ein wichtiger Auftrag des Leibniz-Instituts mit seinen rund 200 Mitarbeitern ist es, Mikroorganismen zu erhalten und Wissenschaftlern zur Verfügung zu stellen. Mehr als 350.000 Ampullen lagern dafür bei kühlen zehn Grad.
„Es gibt wohl eine Milliarde Bakterien, von denen bisher aber nur 0,01 Prozent entdeckt sind“, sagt die Mikrobiologin Yvonne Mast. Die 38-jährige Professorin ist gerade von der Uni Tübingen nach Braunschweig gewechselt, auch weil etwa 80 Prozent der bekannten Bakterien hier für die Forschung zur Verfügung stehen. Für sie steckt darin ein Riesenpotenzial, um etwa neue Wirkstoffe zu finden.

Von der „weltweit vielfältigsten Bioressourcensammlung“ spricht der wissenschaftliche Direktor Jörg Overmann, der die Einrichtung seit fast zehn Jahren leitet. 2018 lag der Etat bei rund 18 Millionen Euro. Er setzt sich zusammen aus Zuschüssen vom Bund und vom Land Niedersachsen, aus sogenannten Drittmitteln sowie den Einnahmen aus dem Verkauf von Mikroben und Zellkulturen.
In eigenen Forschungsprojekten wollen die Wissenschaftler zur Lösung drängender Probleme wie der Vermüllung mit Plastik beitragen. Basak Öztürk versucht, Bakterien zu züchten, die Schadstoffe in der Natur abbauen. Das könnte auch der Abwasserreinigung dienen.
Die Krebsforschung, vor allem die Leukämieforschung, hat Wilhelm Dirks im Blick. Dafür nutzt er menschliche Zelllinien, die bei minus 180 Grad in Tanks mit flüssigem Stickstoff lagern. „Die Zelllinien ermöglichen reproduzierbare Forschungsergebnisse und können sogar einen Teil der Tierversuche ersetzen“, erläutert Dirks. 

via dpa vom 14.05.2019

Fassbinder-Center in Frankfurt eröffnet

Für Rainer Werner Fassbinders Schriften waren mehr als 180 Archivboxen notwendig: Seit dem 20.05.2019 ist der Nachlass des Filmregisseurs (1945-1982) im DFF Fassbinder Center in Frankfurt zugänglich. Deutsches Filminstitut und Deutsches Filmmuseum (DFF) eröffneten dort gemeinsam das Zentrum. Der Nachlass des früh verstorbenen Fassbinders, der als einer der bedeutendsten Filmemacher der Nachkriegszeit gilt, wurde mithilfe der Hessischen Kulturstiftung und der Kulturstiftung der Länder angekauft. Auch die Stadt Frankfurt hat sich beteiligt. Der Regisseur hat Drehbücher, Finanzierungspläne, Drehpläne, Verträge, Produktionsakten und Korrespondenzen hinterlassen. Auch Fassbinders legendäres Ledersofa und sein Flipperautomat haben als Dauerleihgaben eine neue Heimat in Frankfurt gefunden. Die Eröffnung nutzten Filmmuseum und Filminstitut zugleich zur Feier ihres 70-jährigen Bestehens. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) würdigte das DFF als "filmisches Gedächtnis" der Bundesrepublik, das zugleich herausragende Bildungsarbeit leiste. Das DFF, 1949 in Wiesbaden gegründet, zählt zu den ältesten Einrichtungen der Filmwissenschaft in Deutschland.

Manuskripte von Max Brod an Israel übergeben

Israels Nationalbibliothek erhält weitere Dokumente aus dem Nachlass des Kafka-Freundes Max Brod (1884-1968). Vertreter des Bundeskriminalamtes wollen in der israelischen Botschaft in Berlin rund 5000 Seiten aus Brods Privatarchiv an Israel übergeben, wie das BKA und die Bibliothek bestätigten. Die Dokumente waren nach Angaben der Nationalbibliothek vor rund zehn Jahren in Tel Aviv gestohlen und nach Deutschland geschmuggelt worden, wo sie 2015 beschlagnahmt wurden. Die Dokumente waren vermutlich aus der Wohnung der einstigen Sekretärin Brods in Tel Aviv entwendet und unter anderem dem Deutschen Literaturarchiv in Marbach zum Kauf angeboten worden. Nach einem Gerichtsverfahren in Wiesbaden wurden die Dokumente, Notizen und Korrespondenz dem Brod-Nachlass zugesprochen.

Simon Armitage ist neuer Poet Laureate in England

Poet Simon Armitage, whose "witty and profound" work spans sharp observations about modern life and classical myths, is to be the UK's next Poet Laureate. The West Yorkshire writer will hold the historic post for the next decade, taking over from Dame Carol Ann Duffy.

via https://www.bbc.com/news/entertainment-arts-48228837

Montag, 20. Mai 2019

‘Caine Mutiny,’ ‘Winds of War’ author Herman Wouk has died / HILLEL ITALIE. In: AP NEWS May 17, 2019

Herman Wouk, the versatile, Pulitzer Prize winning author of such million-selling novels as “The Caine Mutiny” and “The Winds of War” whose steady Jewish faith inspired his stories of religious values and secular success, died on Friday at 103.Wouk was just 10 days shy of his 104th birthday and was working on a book until the end, said his literary agent Amy Rennert.
Rennert said Wouk died in his sleep at his home in Palm Springs, California, where he settled after spending many years in Washington, D.C.
Among the last of the major writers to emerge after World War II and first to bring Jewish stories to a general audience, he had a long, unpredictable career that included gag writing for radio star Fred Allen, historical fiction and a musical co-written with Jimmy Buffett. He won the Pulitzer in 1952 for “The Caine Mutiny,” the classic Navy drama that made the unstable Captain Queeg, with the metal balls he rolls in his hand and his talk of stolen strawberries, a symbol of authority gone mad. A film adaptation, starring Humphrey Bogart, came out in 1954 and Wouk turned the courtroom scene into the play “The Caine Mutiny Court-Martial.” ... [mehr] https://www.apnews.com/1ee28153a1e54f52a516352171c7f41d

Google sperrt Android-Updates und den Play Store für Huawei

Google stellt seine Geschäftsbeziehungen zu Huawei ein. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters wird Google den chinesischen Hersteller nicht mehr mit Hardware und Software versorgen, solange es sich dabei nicht um Open-Source-Produkte (Android Open Source Project) handelt. Demnach können künftige Android-Handys von Huawei nicht mehr auf den Play Store und die Play Store Services zugreifen. Außerdem funktionieren Google-Apps wie Gmail und Maps nicht mehr. Google hat den Schritt mittlerweile bestätigt.
Bereits gekaufte Huawei-Handys sollen laut Google weiterhin wie gehabt funktionieren, allerdings darf Huawei keine Versionsupdates für Android mehr veröffentlichen. Davon dürften nicht nur die Handys der Huawei-Hauptmarke, sondern auch das Honor-Label betroffen sein. Sicherheitsupdates könnten im Rahmen des Android Open Source Projects weiterhin zur Verfügung gestellt werden. ... [mehr] https://heise.de/-4425528

Österreich: E-Mail im Spam-Ordner gilt als zugegangen

Rechtlich relevante Unterlagen gelten auch dann als empfangen, wenn sie im Spam-Ordner landen. Das hält der Oberste Gerichtshof in Wien fest. ... [mehr] https://heise.de/-4425400

Manuskript-Ausstellung: Der Dämon testiert seine Niederlage / Helmut Mayer In: FAZ 18.05.2019

In der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts sprang eine amerikanische Mode auf Europa über: Kommunikation mit Geistern, die sich durch das Ruckeln eines kleinen Tischchens mitteilten. Victor Hugo, 1852 mit seiner Familie, der Geliebten und einigen Getreuen im Exil auf der Kanalinsel Jersey angekommen, war für diesen Verkehr mit der Geisterwelt rasch gewonnen. Zwei Jahre lang, bis zum Herbst 1855, wurden im erweiterten Familienkreis regelmäßig Geister willkommen geheißen, die sich befragen ließen und dem Tischchen ihre Antworten mit geklopftem Alphabet diktierten.
Eine Fülle von Texten kam da zustande, die zwar nicht vollständig erhalten, aber doch in einem eindrückliches Konvolut auf die Nachwelt gekommen sind (sie wurden erst Jahrzehnte nach Hugos Tod publiziert). Unübersehbar ist, dass die in ihnen zu Wort kommenden Geister hugoesker Art sind. Schon dass nicht nur große Gestalten aller Zeiten unter ihnen defilieren, sondern etwa auch der Ozean, der Tod oder die Kritik, lässt das erkennen; und die Tonlage ihrer Diktate nicht minder. Welche sympathetischen Prozesse da während der Séancen am Werk waren, darüber lässt sich nur spekulieren, denn ein literarischer Scherz oder gar eine Täuschung scheiden als Erklärungen aus. Der Tisch jedenfalls war, selbst wenn kapriziöse Geister nicht immer mitspielten, ein produktiver Autor (sogar auch Zeichner), und Hugo dachte gar nicht daran, sich selbst zuzuschreiben, was er aus „dem Unbekannten“ geschöpft hatte. Für prophetisch anmutende Rede hatte er schließlich eigene Ressourcen genug.
In einer Ausstellung der Bibliothèque nationale in Paris kann man gerade zwei Protokolle von Séancen in Jersey in Augenschein nehmen. Da der visitierende Geist in einem Fall darauf bestand, dass alle Lichter gelöscht werden, verrutschten dem an diesem Abend zur Aufzeichnung bestellten Hugo die notierten Buchstaben und Worte, was sich eindrucksvoll „geisterhaft“ ausnimmt. Von diesen Seiten kann man kurzerhand zu einigen Blättern von Henri Michaux übergehen, entstanden während dessen ersten Meskalin-Trips Mitte der fünfziger Jahre. Auch hier hat man eine entgleiste Schrift vor Augen, ohne Geistereinwirkung zwar, aber um Unbekanntes ging es auch hier – um die Mechanismen, welche die eingespielten Wege der Wahrnehmung aufhoben.
„Manuscrits de l’extrême“, so lautet der Titel der Pariser Ausstellung.  ... [mehr] https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/themen/manuskript-ausstellung-in-der-pariser-nationalbibliothek-16188943.html

LoC Blog: Grant at Vicksburg

On May 19, 1863, General Ulysses S. Grant attempted to take the Confederate stronghold at Vicksburg, Mississippi. After making a daring run past Confederate batteries, Union naval forces joined troops several miles down river. Working together, they detained Confederate General Joseph E. Johnston in Jackson, preventing him from assisting General John C. Pemberton at Vicksburg.
Siege of Vicksburg… Kurz & Allison, c1888. Civil War. Prints & Photographs Division
Vicksburg, Miss. Levee and Steamboats. William R Pywell, photographer, February, 1864. Civil War Glass Negatives and Related Prints. Prints & Photographs Division
When Grant’s direct assaults failed to overwhelm the city, on this date and again on May 22, he settled down to a six-week siege. Twelve miles of Northern entrenchments paralleled Confederate earthworks. At some points, soldiers held their separate lines within shouting distance. By mid-June, nearly 80,000 Union troops were massed at the city on the Mississippi River bluffs.
With Union gunboats on the river and enemy trenches surrounding the city, the citizens and soldiers of Vicksburg were sealed off from supplies. In addition to dwindling food stores, they weathered nearly constant bombardment by land and naval forces. To escape the shells, Vicksburg residents abandoned their homes for caves carved into the city’s hills. Weeks passed and starving denizens of “Prairie Dog Villages,” as Union soldiers dubbed the maze of dugouts, still hoped for salvation at the hands of General Johnston.
By day forty-four of the siege, the editor of Vicksburg’s Daily Citizen was reduced to printing on wallpaper. Still, he managed to quip:
[T]he great Ulysses—the Yankee Generalissimo, surnamed Grant—has expressed his intention of dining in Vicksburg on Saturday next, and celebrating the 4th of July by a grand dinner and so forth. When asked if he would invite Gen. Jo Johnston to join he said. ‘No! for fear there will be a row at the table.’ Ulysses must get into the city before he dines in it. The way to cook rabbit is ‘first catch the rabbit.’ &c.
The Daily Citizen. J. M. Swords, proprietor. Vicksburg, Miss. Thursday, July 2, 1863. Printed Ephemera: Three Centuries of Broadsides and Other Printed Ephemera. Rare Book & Special Collections Division
Unbeknownst to the writer, the ordeal was drawing to a close. Pemberton and his 30,000 men surrendered on July 4, 1863. When Northern forces entered the city that day, they found the Citizen ready for the press. The issue was printed by Grant’s men and distributed with this addendum:
Two days bring about great changes, The banner of the Union floats over Vicksburg, Gen. Grant has ‘caught the rabbit;’ he has dined in Vicksburg, and he did bring his dinner with him. The ‘Citizen’ lives to see it. For the last time it appears on ‘Wall-paper.’ No more will it eulogize the luxury of mule-meat and fricasseed kitten—urge Southern warriors to such diet never-more.
The Daily Citizen. J. M. Swords, proprietor. Vicksburg, Miss. Thursday, July 2, 1863. Printed Ephemera: Three Centuries of Broadsides and Other Printed Ephemera. Rare Book & Special Collections Divison
The Daily Citizen. J. M. Swords, proprietor. Vicksburg, Miss. Thursday, July 2, 1863. Printed Ephemera: Three Centuries of Broadsides and Other Printed Ephemera. Rare Book & Special Collections Division
The Daily Citizen. (Reverse side) J. M. Swords, proprietor. Vicksburg, Miss. Thursday, July 2, 1863. Printed Ephemera: Three Centuries of Broadsides and Other Printed Ephemera. Rare Book & Special Collections Division
A major turning point in the Civil War, Grant’s victory returned control of the Mississippi River to the Union and geographically divided the Confederacy. Coming just a day after Northern triumph at Gettysburg, the capture of Vicksburg restored faith in Union victory and dispirited the South. 

via https://www.loc.gov/item/today-in-history/may-19#grant-at-vicksburg

Ausbau von Open Access an den österreichischen Universitäten: Budgetärer Mehrbedarf für die Jahre 2019–2021 (VÖB-Mitt. 1/2019)

Georg Fessler:
AUSBAU VON OPEN ACCESS AN DEN ÖSTERREICHISCHEN UNIVERSITÄTEN: BUDGETÄRER MEHRBEDARF FÜR DIE JAHRE 2019–2021. ZUSAMMENFASSUNG DES ABSCHLUSSBERICHTS DER HRSM AT2OA-TRANSITION-STUDIE)

Zusammenfassung: Im Rahmen des vom österreichischen Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung geförderten HRSM-Projekts Austrian Transition to Open Access (AT2OA) wurde ein Teilprojekt etabliert, welches sich mit Budgetund Kostenfragen eines weiteren Ausbaus von Open Access an den österreichischen Universitäten beschäftigt. In einer ersten Phase des Teilprojekts wurde der Frage nachgegangen, ob ein weiterer Ausbau von Open Access in den Jahren 2019–2021 budgetäre Konsequenzen hat und – wenn ja – welche. Die Methoden und Ergebnisse dieser Transition-Studie werden im vorliegenden Artikel zusammengefasst.
Schlagwörter:: Hochschulraumstrukturmittelprojekt; Austrian Transition to Open Access (AT2OA); Open Access; Transition; Transformation; Konsortien; Publikationsgebühren; AT2OA; Österreich


Georg Fessler:
EXPANSION OF OPEN ACCESS AT AUSTRIAN UNIVERSITIES: FINANCIAL NEEDS FOR THE YEARS 2019–2021. SUMMARY OF THE FINAL REPORT OF THE HRSM AT2OA TRANSITION-STUDY

Abstract: Within a project commissioned by the Austrian Federal Ministry of Education, Science and Research called Austrian Transition to Open Access (AT2OA) a sub-project was established to investigate which budgetary implications, if any, a further expansion of Open Access at Austrian universities would have. In phase one of the sub-project financial needs for the years 2019–2021 were investigated. The present article summarizes the methods and findings of the final report of the AT2OA-Transition-Study.
Keywords: Higher Education Structural Funds Project; Austrian Transition to Open Access (AT2OA) Open Access; Transition; Transformation; Consortia; Article Processing Charges; AT2OA; Austria
DOI: https://doi.org/10.31263/voebm.v72i1.2275
Veröffentlicht in Mitteilungen der VÖB 72 (2019) Nr. 1, S. 35-49.
Online: https://ojs.univie.ac.at/index.php/voebm/article/view/2275/


via https://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=49196

Sonntag, 19. Mai 2019

Knowledge Unlatched (KU) und Partner gründen Open Research Library

Die Open-Access-Initiative Knowledge Unlatched hat gemeinsam mit internationalen Partnern die Open Research Library gegründet. Ziel sei es, in den kommenden Monaten dort alle Open-Access-Buchinhalte zusammenzuführen, so die KU-Mitteilung. Zu diesem Zweck arbeite die Open Research Library, eine von Knowledge Unlatched (KU) betriebene Hosting-Plattform, mit Verlagen und Bibliotheken weltweit zusammen und sei offen für alle Anbieter und Nutzer von qualitätsgesicherten Forschungsinhalten, heißt es weiter.
Bislang seien weltweit rund 15.000 bis 20.000 Bücher Open Access veröffentlicht worden, die für Anwender auf der ganzen Welt frei zugänglich sind, und jedes Jahr kämen rund 4.000 weitere hinzu. Derzeit würden diese Titel von Wissenschaftlern auf zahlreichen verschiedenen Verlags- und Vertriebswebsites angeboten. Ziel dieser neuen Initiative sei es, alle verfügbaren Buchinhalte unter einer Such- und Hosting-Schnittstelle zu bündeln und sicherzustellen, dass die Bereitstellung entsprechender Katalogdaten den Bibliothekssystemen zur Verfügung steht. Das Hosting aller Buchinhalte sei kostenlos. Zur Finanzierung der laufenden technischen Kosten werde Knowledge Unlatched ein Partnerprojekt initiieren, um die notwendigen Mittel zu sichern.
Neben Knowledge Unlatched würden folgende Infrastrukturpartner verschiedene Dienste einbringen: BiblioLabs (Hosting, App & Technologie), das nordamerikanische Konsortium LYRASIS, EBSCO (indexing in EBSCO Discovery Service), ProQuest (indexing in the Ex Libris Primo and Summon library discovery services), das Internet Archive, Google (indexing in Google Scholar), Digital Public Library of America, OCLC (Creation of MARC records and Indexing in WorldCat and WorldCat discovery services) Researcher App (further distribution covering 950,000 researchers) sowie zahlreiche Verlage.

via https://www.boersenblatt.net/2019-05-17-artikel-ku_und_partner_gruenden_open_research_library.1658411.html

Austrian Transition to Open Access (AT2OA) – ein Überblick (VÖB-Mitt. 1/2019)

Brigitte Kromp, Maria Seissl, Tobias Zarka:
AUSTRIAN TRANSITION TO OPEN ACCESS (AT2OA) – EIN ÜBERBLICK (AT2OA)

 
Zusammenfassung: Im Rahmen des Hochschulraumstrukturmittelprojekts „Austrian Transition to Open Access“ (AT2OA) sollen durch Neugestaltung der Lizenzverträge mit den Anbietern und durch gezielte Publikationsunterstützung der Forschenden eine Steigerung des österreichischen Open Access-Publikationsoutputs generiert und neue Wege für das Open Access-Publizieren eröffnet werden. In vier Teilprojekten werden unterschiedliche Maßnahmen zur Unterstützung dieses Transformationsprozesses bearbeitet. Ergänzt werden diese Teilprojekte durch Vernetzungsaktivitäten und Maßnahmen zum Wissenstransfer. Der Artikel gibt einen kurzen Überblick über die inhaltlichen Schwerpunkte und die Governance des Projektes.
Schlagwörter: Hochschulraumstrukturmittelprojekt; Austrian Transition to Open Access (AT2OA); Governance; Open Access; Open Access Transformation; Open Access Transition; Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Brigitte Kromp, Maria Seissl, Tobias Zarka:
AUSTRIAN TRANSITION TO OPEN ACCESS (AT2OA) – IN A NUTSHELL

Abstract: The goal of the Higher Education Area Structural Funds project “Austrian Transition to Open Access” (AT2OA) is to support the large-scale transformation of scientific publications from Closed to Open Access, and to implement measures supporting this initiative. The project aims to increase Austria’s Open Access publication output by restructuring licence agreements with publishers and by providing targeted support for researchers’ publication activities. It will also establish new venues for Open Access publishing. The subprojects are complemented by networking and knowledge transfer activities. The article gives a brief overview of the main topics and the governance of the project.
Keywords: Higher Education Area Structural Funds Project; Austrian Transition to Open Access (AT2OA); Governance; Open Access; Open Access Transformation; Open Access Transition; Austrian Federal Ministry of Education, Science and Research
DOI: https://doi.org/10.31263/voebm.v72i1.2274

Veröffentlicht in Mitteilungen der VÖB 72 (2019) Nr. 1, S. 28-34.
Online: https://ojs.univie.ac.at/index.php/voebm/article/view/2274/


via https://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=49192

A must-read: Ten Hot Topics around Scholarly Publishing

Tennant, Jonathan P.; Crane, Harry; Crick, Tom; Davila, Jacinto; Enkhbayar, Asura; Havemann, Johanna; Kramer, Bianca; Martin, Ryan; Masuzzo, Paola; Nobes, Andy; Rice, Curt; Rivera-López, Bárbara; Ross-Hellauer, Tony; Sattler, Susanne; Thacker, Paul D.; Vanholsbeeck, Marc (2019). Ten Hot Topics around Scholarly Publishing. Publications 7(2), 34. https://doi.org/10.3390/publications7020034

The changing world of scholarly communication and the emerging new wave of ‘Open Science’ or ‘Open Research’ has brought to light a number of controversial and hotly debated topics. Evidence-based rational debate is regularly drowned out by misinformed or exaggerated rhetoric, which does not benefit the evolving system of scholarly communication. This article aims to provide a baseline evidence framework for ten of the most contested topics, in order to help frame and move forward discussions, practices, and policies. We address issues around preprints and scooping, the practice of copyright transfer, the function of peer review, predatory publishers, and the legitimacy of ‘global’ databases. These arguments and data will be a powerful tool against misinformation across wider academic research, policy and practice, and will inform changes within the rapidly evolving scholarly publishing system.

via https://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=49257

Samstag, 18. Mai 2019

Google Translatotron übersetzt Sprache direkt

Die Realität nähert sich immer mehr dem ausgedachten Babelfisch von Douglas Adams an: Das neue Google-Forschungsprojekt Translatotron überträgt gesprochene Wörter ohne Umwege von einer in die andere Sprache. Im Unterschied zu anderen Techniken verzichtet das System auf übliche Zwischenschritte – das Dolmetschen soll daher schneller funktionieren. Zudem soll die gesprochene Sprache natürlicher klingen.
Normalerweise passiert eine maschinelle Übersetzung in nachfolgenden Einzelschritten: Gesprochene Sprache wird zunächst in Text umgewandelt (Speech-to-Text, STT), der dann maschinell übersetzt wird. Abschließend wird das Ergebnis wieder in Sprache umgewandelt (Text-to-Speech, TTS). Solche kaskadierten Systeme funktioniert inzwischen zwar ganz gut. Doch perfekt sind sie nicht, denn in den einzelnen Verarbeitungsstufen passieren kleine Fehler. ... [mehr] https://heise.de/-4424455

Catalogue of Life

http://www.catalogueoflife.org/

For researchers and students interested in global biodiversity, the Catalogue of Life is an index consisting of over 1.8 million species from around the globe. The catalogue collects this information from over 200 taxonomic databases, which are peer-reviewed by a team of experts. Visitors will find a link to the most recent edition of the catalogue, (updated monthly) from the site's homepage. Users can search the catalogue by keyword or browse by taxonomic tree (e.g. Animalia, bacteria, viruses) or by taxonomic classification (e.g. phylum, genus, species). The catalogue is available in twelve languages, including Spanish, Chinese, Portuguese, and Russian. Those interested in using the Catalogue of Life may want to start by taking a look at the resources page, which includes a user's guide and frequently asked questions about the index.

via https://scout.wisc.edu/archives/r49439/catalogue_of_life

The American Civil War Museum: Educator Resources

https://acwm.org/education/resources

Located in Richmond, Virginia, the American Civil War Museum (ACWM) was formed when its predecessors, the American Civil War Center and the Museum of the Confederacy, merged into a single institution that opened in early May 2019. The mission of this new museum is "to be the preeminent center for the exploration of the American Civil War and its legacies from multiple perspectives: Union and Confederate, enslaved and free African Americans, soldiers and civilians." In support of this mission, the ACWM provides this digital collection of educational resources that offers a diverse range of perspectives for learners to consider. Here, visitors will find a number of historical documents, images of artifacts, images, and more, all assembled with an eye towards classroom use. These resources are organized into more than 20 themes, which include emancipation, the business of slavery, and women in the Civil War. These resources are accompanied by descriptions of the items, brief explanations of their historical contexts, suggested questions for students designed to encourage critical thinking, and ideas for classroom activities. All resources explain the educational standards with which they align.

via https://scout.wisc.edu/archives/r50810/the_american_civil_war_museum_educator_resources

Neues Regelwerk RNAB erschienen

"Liebe Kolleginnen und Kollegen,
wir freuen uns, mit dem Regelwerk „Ressourcenerschließung mit Normdaten in 
Archiven und Bibliotheken“ (RNAB) die vollständige Überarbeitung und Neufassung 
der „Regeln zur Erschließung von Nachlässen und Autographen“ (RNA) vorzulegen.
Ziel war es, das bestehende Regelwerk RNA praxisnah und kompatibel mit neu 
eingeführten Standards weiterzuentwickeln. Notwendig wurde die Überarbeitung 
durch die Einführung des bibliothekarischen Regelwerks Resource Description and 
Access (RDA) im internationalen Raum und Neuentwicklungen bei den 
Grundlagenmodellen IFLA Library Reference Model (IFLA LRM) und Records in 
Contexts (RiC).
Die RNAB soll auch für nicht bibliothekarisch oder archivarisch ausgebildete 
Bearbeitende von Beständen eine leicht verständliche Anleitung sein. Sie 
erläutert den Umgang mit diesen Beständen und deren nachnutzbare und 
nachnutzende Verzeichnung unter Zuhilfenahme von Normdaten und kontrolliertem 
Vokabular.
Das neue Regelwerk RNAB wurde seit 2014 im Rahmen einer Sonderarbeitsgruppe des 
Standardisierungsausschusses unter der Leitung eines Redaktionsteams aus der 
Österreichischen und Schweizerischen Nationalbibliothek sowie der 
Staatsbibliothek zu Berlin ausgearbeitet. Dieser Arbeitsgruppe gehören 
Fachkolleginnen und Fachkollegen aus Bibliotheken, Archiven und Museen in 
Deutschland, Österreich und der Schweiz an.
Die RNAB steht Ihnen auf der Website der Deutschen 
Nationalbibliothek (https://www.dnb.de/regelwerke) sowie im 
RDA-Info-Wiki (https://wiki.dnb.de/x/yIQHC) zur Verfügung. Infolge des in 
einigen Wochen anstehenden Release der DNB-Website wird die alte Seite nicht 
mehr erreichbar sein. Die RNAB ziehen dann auf die neue Seite für die 
Regelwerke um. Die Publikation hat die URN 
urn:nbn:de:101-2019051405 (https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:101-2019051405). 
Diese bleibt stabil, ebenso der Link in das RDA-Info-Wiki.

Mit freundlichen Grüßen
Renate Behrens

Creative Commons Officially Launches a Search Engine That Indexes 300+ Million Public Domain Images

Heads up: Creative Commons has officially launched CC Search, a search engine that indexes over 300 million images from 19 image collections, „including cultural works from museums (the Metropolitan Museum of Art, Cleveland Museum of Art), graphic designs and art works (Behance, DeviantArt), photos from Flickr, and an initial set of CC0 3D designs from Thingiverse.“ All of the indexed images are in the public domain and released under Creative Commons licenses–meaning the images are generally free to use in a non-commercial setting. …
https://search.creativecommons.org/

Siehe http://www.openculture.com/2019/05/creative-commons-officially-launches-a-search-engine-that-indexes-300-million-public-domain-images.html

via https://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=49182

Austrian Transition to Open Access (AT2OA) / Editorial (VÖB-Mitt. 1/2019)

Bruno Bauer, Andreas Ferus, Lothar Hölbling, Tobias Zarka: AUSTRIAN TRANSITION TO OPEN ACCESS (AT2OA)
 
Zusammenfassung: Die aktuelle Ausgabe der „Mitteilungen der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare“ (Mitteilungen der VÖB) ist dem Schwerpunktthema Austrian Transition to Open Access, einem Hochschulraumstrukturmittelprojekt mit der Laufzeit 2017 bis 2020 gewidmet, an dem alle 21 öffentlichen Universitäten in Österreich beteiligt sind. Die Schwerpunktausgabe beinhaltet einen Übersichtsbeitrag zu Projekt, Beiträge zu den vier Teilprojekten sowie einen Überblick über die vom Bundesministerium für Wissenschaft geförderten Hochschulraumstrukturmittelprojekte (2014–2020), an denen Universitätsbibliotheken der öffentlichen Universitäten beteiligt waren bzw. sind.
Schlagwörter: : Österreich; öffentliche Universität; Universitätsbibliothek; Hochschulraum-strukturmittelprojekt


Bruno Bauer, Andreas Ferus, Lothar Hölbling, Tobias Zarka: THE AUSTRIAN TRANSITION TO OPEN ACCESS (AT2OA)

Abstract: The current issue of the „Communications of the Association of Austrian Librarians“ (Mitteilungen der VÖB) is dedicated to the topic Austrian Transition to Open Access, a Higher Education Area Structural Funding project lasting 2017–2020, in which all 21 Austrian public universities are involved. The special issue includes an overview article on the project, contributions on the four subprojects and an overview of the Higher Education Structural Research projects (2014–2020) cofunded by the Federal Ministry of Science, in which libraries of the public universities have been or are involved.
Keywords: Austria; public university; University Library; Austrian Transition to Open Access; Higher Education Area Structural Funding project; AT2OA; Open Access; Editorial
DOI: https://doi.org/10.31263/voebm.v72i1.2270
Veröffentlicht in Mitteilungen der VÖB 72 (2019) Nr. 1, S. 6-15.

Online: https://ojs.univie.ac.at/index.php/voebm/article/view/2270/

Säule von Cape Cross geht von Deutschland zurück an Namibia


Deutschland wird eine von Namibia als koloniales Objekt zurückgeforderte Kreuzsäule an das afrikanische Land zurückgeben. Die Säule von Cape Cross gehört seit 1953 zu den Beständen des Museums für Deutsche Geschichte, das nach der Wiedervereinigung im Deutschen Historischen Museum aufgegangen ist.
Der Vorschlag war auch von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) unterstützt worden. Deswegen galt die Zustimmung als Formsache. Auch die Staatsministerin für Internationale Kulturpolitik, Michelle Müntefering (SPD), stand ausdrücklich hinter dem Vorhaben.  
Das Museum verweist zur Begründung auf die umfassende Erforschung der Provenienz der Säule. Ein Symposium habe 2018 die Geschichte der Säule und die moralische Verantwortung der Bundesrepublik zur weiteren Aufarbeitung der deutschen Kolonialgeschichte diskutiert. Das Museum sieht eine "herausgehobene Bedeutung, die ein Artefakt wie diese Säule für die Menschen in Namibia hat und welch besonderen Beitrag sie künftig vor Ort zum Verständnis der Geschichte Namibias leisten kann".
Die Säule von Cape Cross wurde 1486 vom portugiesischen Seefahrer Diogo Cao als Landmarke mit portugiesischer und lateinischer Inschrift am Küstenstreifen errichtet. 1884 kolonisierte das Deutsche Reich das Land als Deutsch-Südwestafrika. Die stark verwitterte Wappensäule wurde 1893 entdeckt und nach Wilhelmshaven gebracht, von wo sie über Kiel nach Berlin gelangte.
Die namibische Rückgabeforderung war aktuell der einzige offizielle Wunsch auf Restitution an die Bundesregierung. Im Februar hatte Baden-Württemberg eine Peitsche und eine Bibel aus dem Linden-Museum Stuttgart an Namibia zurückgegeben.

Freitag, 17. Mai 2019

Mitteilungen der VÖB 72 (2019) 1: Schwerpunktthema „Austrian Transition to Open Access (AT2OA)“ ist online

Heft 1 des 72. Jahrgangs (2019) der Mitteilungen der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare zum Schwerpunktthema „Austrian Transition to Open Access (AT2OA)“ ist ab sofort online unter https://doi.org/10.31263/voebm.v72i1 zugänglich.

via https://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=49177

Zum Tod von Wiglaf Droste / ZEIT online 16.05.2019

Der Titel seines ersten Buches blieb zeitlebens Wiglaf Drostes ästhetisches Programm: Kommunikaze hieß der 1989 veröffentlichte und immer wieder nachgedruckte Band, der Glossen, Rezensionen, allerlei Beleidungsarien und Gedichte enthielt und tatsächlich eine Mischung aus poetischer Kommunikation und journalistischer Kamikaze war. Rainald Goetz nannte er darin einen "wohlfeilen Darsteller der Kompostmoderne", Droste verulkte Herbert Grönemeyer und setzte neue Maßstäbe im komischen Kurzgedicht. Werkkreis Literatur der Arbeitsweil hieß beispielsweise eines mit nur zwei Zeilen: "Ich stand / Am Band."
Geboren am 27. Juni 1961 in Herford, aufgewachsen und zur Schule gegangen in Westfalen, zog Wiglaf Droste 1983 nach Berlin, um dort zunächst Publizistik und Kommunikationswissenschaften zu studieren. Aber er merkte schnell, dass er für seine radikale Form des Schreibens und Vortragens die Wissenschaft nicht brauchte, dass akademische Gepflogenheiten diametral seinem Stil und Tonfall entgegenstanden. Nach einigen Aushilfsjobs fand er dann in der taz und im Berliner Stadtmagazin tip auch ohne Studium eine publizistische Heimat, wobei er das selbst nie so formuliert hätte. "Heimat ist etwas für Doofe", pflegte er zu sagen, um dann breit zu grinsen. Oder einen eigenen Vierzeiler hinterherzuschieben: "Schön ist die Heimat / So man sie hat / Schön auch der Hering / Besonders der Brat-"... [mehr] https://www.zeit.de/kultur/literatur/2019-05/wiglaf-droste-schriftsteller-nachruf

Neuer Normvertrag regelt Zusammenarbeit für Verlage, Übersetzerinnen und Übersetzer

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der Verband deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke (VdÜ) und der VS – Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller in ver.di haben sich auf einen neuen Normvertrag für den Abschluss von Übersetzerverträgen geeinigt. Vertreterinnen und Vertreter der Organisationen haben den Vertrag in Berlin unterzeichnet.
Der Normvertrag dient als Muster, das Verlage und Übersetzer ihrer Vertragsbeziehung zugrunde legen können. Der Vertragstext berücksichtigt die Interessen beider Parteien und regelt ihre Rechte und Pflichten. Die neue Fassung des Normvertrags wurde u.a. um E-Book- bzw. Onlinerechte ergänzt. Der Normvertrag aktualisiert auch die Honorarklausel und passt sie der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs an. Die bisherige Form des Normvertrags stammt aus dem Jahr 1992.

Neuer BVÖ-Newsletter

Der Büchereiverband Österreichs bietet seit Mai 2019 als zusätzlichen Infoservice einen E-Mail-Newsletter an.
Der BVÖ-Newsletter erscheint monatlich und informiert aktuell über Serviceangebote des BVÖ und interessante Neuigkeiten aus der Bibliothekswelt. So können sich BibliothekarInnen auf dem Laufenden halten!

Hier kann der Newsletter online gelesen werden: https://www.bvoe.at/newsletter/archiv

Zum Newsletter-Abo geht es hier: https://www.bvoe.at/newsletter/abo

via https://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=49175

LoC Blog: The AP Washington Bureau, 1915-1930

The Associated Press Washington Bureau News Dispatches between the tumultuous years between 1915 and 1930 are now online at the Library, providing readers and researchers with a look at how some of the biggest events of the era were reported to millions of readers across the nation.
The 378,082 images in the collection fill 375 volumes and cover World War I, women’s suffrage, the Roaring ’20s, the Jazz Age and the stock market crashes of 1929 that ushered in the Great Depression. Written in the news agency’s terse style, the dispatches show the immediacy of news as it broke, in the era in which it was lived.
One dramatic example is the afternoon of May 7, 1915, about one year into World War I. That day, a German U-Boat torpedoed the RMS Lusitania, a British liner, as it was returning from New York to Liverpool with 1,959 people aboard. The boat sank in 20 minutes, killing 1,128 people, a toll that included more than 100 Americans. It was a shell-shock to a nation that had, to that point, stayed out of the conflict.

via https://blogs.loc.gov/loc/2019/05/the-ap-washington-bureau-1915-1930-now-online/

Karl Kraus‘ „Fackel“: Online-Edition nun in vollem Umfang online

Die von Karl Kraus von 1899 bis 1936 herausgegebene Zeitschrift „Die Fackel“ ist ab sofort in vollem Umgang online zugänglich. Wie die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) bekannt gab, wurde die seit 2007 lediglich für registrierte User einsehbare Edition nun „open access“ verfügbar gemacht.
Dank eines erneuerten Betriebssystems erlaube nunmehr eine schnellere Suchmaschine den Zugriff auf die 37 Bände, 922 Nummern und mehr als 22.500 Seiten der „Fackel“. Das Projekt ist Teil der Arbeitsstelle „Österreichische Corpora und Editionen“ (ACE) der ÖAW.
Service: https://fackel.oeaw.ac.at

Quelle: https://science.apa.at/rubrik/kultur_und_gesellschaft/Karl_Kraus_Fackel_Online-Edition_nun_in_vollem_Umfang_online/SCI_20190516_SCI39351351648509264

via https://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=49171

Mainzer Theologen gründen internationale Open-Access-Zeitschrift zu antiker und christlicher Ethik

Das Forschungszentrum „Ethik in Antike und Christentum“ der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) hat die internationale Open-Access-Zeitschrift „Journal of Ethics in Antiquity and Christianity“ (JEAC) gegründet – als Plattform für fachwissenschaftliche Forschung zu antiker Ethik und zu den antiken und biblischen Ursprüngen christlicher Ethik. Die Zeitschrift mit deutsch- und englischsprachigen Beiträgen soll darüber hinaus einen Dialog zwischen altphilologischer, biblischer, patristischer und judaistischer Forschung einerseits und philosophischen und theologischen Ansätzen andererseits ermöglichen, lädt also zur Interaktion zwischen den ethischen Traditionen der Antike – einschließlich der Ursprünge der christlichen Ethik – und aktuellen ethischen Diskursen ein. Die Publikation wird vom Forschungszentrum "Ethik in Antike und Christentum“ der JGU herausgegeben und redaktionell betreut.

via https://idw-online.de/de/news715882

Donnerstag, 16. Mai 2019

Ist das rätselhafte Voynich-Manuskript entschlüsselt? / NZZ 15.05.2019

Vielleicht ist es das rätselhafteste Buch, das es gibt. Entziffert worden ist es schon unzählige Male, allerdings ohne dass wirklich überzeugende Lösungen vorgelegt worden wären. Das Voynich-Manuskript, eine reich illustrierte Handschrift aus dem 15. Jahrhundert, schien nicht zu knacken. Da es in einer Schrift verfasst ist, die an nichts Vertrautes anzuschliessen schien, wurde nur schon die Frage, in welcher Sprache der Text geschrieben ist, kontrovers diskutiert.
Die rund 170 000 Schriftzeichen, die sich auf den 240 Seiten des Manuskripts finden, wurden hin und her gewendet, interpretiert, gedeutet und analysiert. Bisher allerdings, ohne dass man hätte sagen können, das Problem sei ein für allemal gelöst. Ein Vorschlag, der vor einem Jahr aufgrund einer Computeranalyse vorgelegt wurde, kam zum Schluss, es könnte sich um eine semitische Sprache handeln – aber vielleicht auch um eine eigens für das Buch geschaffene Kunstsprache.
Nun scheint Licht in die Sache zu kommen. Und wenn nicht alles täuscht, helleres Licht als auch schon. Der an der University of Bristol tätige Romanist Gerard Cheshire glaubt, das Rätsel gelöst zu haben. In einem Beitrag der Fachzeitschrift «Romance Studies» legt er eine neue Interpretation des Texts vor. Der kurz vor der Mitte des 15. Jahrhunderts entstandene Text ist seiner Ansicht nach auf Protoromanisch geschrieben, eine untergegangene Sprache, die Vulgärlatein mit Elementen verschiedener anderer Sprachen mischt, die im Frühmittelalter im Mittelmeerraum gesprochen wurden. ... [mehr] https://www.nzz.ch/feuilleton/ein-altes-buch-redet-ist-das-voynich-manuskript-entschluesselt-ld.1482099

Jahrestag des Tiananmen-Massakers: China sperrt Wikipedia

Vor dem dreißigsten Jahrestag des Pekinger Tiananmen-Massakers haben chinesische Zensoren die Online-Enzyklopädie Wikipedia komplett gesperrt. Die Website war am Mittwoch in China nicht abrufbar. Die Sperre in sämtlichen Sprachen sei schon Ende April erfolgt, bestätigte Wikipedia laut BBC-Angaben. Zuvor waren in China bereits Artikel auf Chinesisch gesperrt. ... [mehr] https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/jahrestag-des-tiananmen-massakers-china-sperrt-wikipedia-16188662.html

Open-Air-Kinos legten 2018 um rund 40 Prozent zu

Die Filmförderungsanstalt FFA ermittelt nicht nur die Kennzahlen der regulären Kinos, sondern auch die der Sonderformen wie u.a. Auto-, Wander-, Open-Air- und kommunale Kinos. Während die Gesamtbranche 2018 einen Besucher*innen- und Umsatzrückgang von 13,9 bzw. 14,8 Prozent hinnehmen musste, hatten viele der Sonderformen teilweise erhebliche Zuwächse.
Die Zahl der Sonderform-Kinos insgesamt ist mit 611 (2017: 615) weitgehend stabil. Alle zusammen haben 5,7 Mio. Tickets verkauft (+6,1 Prozent) und damit 37,7 Mio. Euro umgesetzt. (+9,2 Prozent). Damit haben die Sonderformen 2018 mit 5,4 Prozent zu den Ticketverkäufen und mit 4,2 Prozent zum Umsatz des deutschen Kinomarktes beigetragen. Den größten Anteil daran haben die Open-Air-Kinos mit 1,6 Prozent am Ticketverkauf und 1,5 Prozent beim Umsatz. Sie haben mit 1,7 Mio. Tickets 37,0 Prozent mehr als im Vorjahr (1,3 Mio.) verkauft und mit 13,3 Mio. Euro 39,1 Prozent mehr Umsatz als 2017 (9,5 Mio. Euro) erwirtschaftet, was angesichts des Jahrhundertsommers 2018 zwar erwartbar war, in diesem Ausmaß aber doch überraschend ist. Den größten Rückgang hatten die Autokinos zu verzeichnen. Sie verloren beim Ticketverkauf 8,9 Prozent (2018: 0,29 Mio. / 2017: 0,31 Mio.) und beim Umsatz 11,4 Prozent (2018: 2,3 Mio. Euro / 2017: 2,6 Mio Euro).
Eine detaillierte Übersicht über die Performance der Kino-Sonderformen 2018 im Vergleich mit den Vorjahren finden sich unter 5. Kino-Sonderformen auf den Seiten der FFA.

Erstmals mehr Handy-Telefonate

Beim Telefonieren sind Smartphone und Handy beliebter als der Festnetzanschluss. Im vergangenen Jahr telefonierten die Bundesbürger nach Angaben der Bundesnetzagentur erstmals mehr mobil als "klassisch".
Rund 119 Milliarden abgehende Gesprächsminuten zählte die Behörde für 2018 im Mobilfunk. Im Festnetz gab es nur noch 107 Milliarden Gesprächsminuten. Zum Vergleich: Vier Jahre zuvor hatten die Menschen in Deutschland noch mehr als 150 Milliarden Minuten von festen Anschlüssen telefoniert.

Mittwoch, 15. Mai 2019

Google eröffnet Datenschutz-Zentrum in München

Google hat am Dienstag [14.05.2019] das neue Google Safety Engineering Center (GSEC) am Standort München eröffnet. Das Team in München soll bis zum Jahresende von 100 auf 200 Mitarbeiter wachsen und Datenschutz-freundliche Werkzeuge "Made in Germany“ bereitstellen. Wenn es in Deutschland funktioniert, dann ist das Tool auch gut für den Rest der Welt, erklärte Stephan Michlitz, Director Engineering des GSEC.
Michlitz hatte 2009 mit Googles Dashboard ein erstes Privacy Tool von München aus gelauncht. Bei der GSEC-Eröffnung im schnieken Münchner Büro des Konzern resümierten Michlitz und sein für Chrome zuständiger Kollege Jochen Eisinger unter anderem über die Weiterentwicklungen des Dashboards zum 2015 gestarteten „Google-Konto“ als zentraler Schaltstelle für die eigenen Datenschutzeinstellungen. ... [mehr] https://heise.de/-4422148

Doris Day: At the Beginning



Doris Day at Aquarium in New York, 1946. Photo: William P. Gottlieb.

It’s hard to imagine Hollywood, or mid-century American pop culture, without Doris Day, the blond-haired, blue-eyed girl-next-door, as famous for her on-screen virtue as for her honey-dipped voice.
“Que Sera Sera” became her signature song, an Academy-Award winner today remembered as a confection of sunny maternal advice and optimism. But, of course, it’s from “The Man Who Knew Too Much,” an Alfred Hitchcock film in which she co-stars with James Stewart. Her character, a distraught mother, sings the song in an impromptu performance at a mansion in which their young son is being held captive, and about to be murdered. It’s a little edgier than you might think.
It was that way in real life, too. Her cheerful “Miss Chastity Belt” brand contrasted with a complex love life, four husbands and a dark side of Americana worthy of David Lynch. Her son, Terry Melcher, a Los Angeles record producer in the 1960s, was introduced to a wanna-be singer named Charles Manson. After Melcher turned down Manson’s bid for a record deal, Manson went to the house to confront him. But Melcher had moved out — at his mother’s insistence, Beach Boy Mike Love later wrote — and Manson’s followers soon killed the new residents instead, actress Sharon Tate and three others.


Doris Day and Kitty Kallen, Central Park, 1947. Photo: William P. Gottlieb

The Library has a collection of photos of Day before life got all that complicated. They’re from the archives of jazz photographer William P. Gottlieb, who worked with many of the legends of the day for Downbeat Magazine, the Washington Post and others. His photographs are still some of the most widely reproduced images of jazz musicians, such as Louis Armstrong, Duke Ellington, Charlie Parker, Billie Holiday, Dizzy Gillespie,  Coleman Hawkins and Ella Fitzgerald.
Day’s first success, “Sentimental Journey,” was a massive hit in 1945, catching the yearning of sweethearts separated by World War II. A year later, Gottlieb photographed her in New York City. She was 24 and full of promise. That smile! That sparkle in the eyes! America, and the rest of the century, was waiting on her.


Doris Day and Les Brown, Aquarium, New York. 1946. Photo: William P. Gottlieb

Baden-Württembergischer Forschungsverbund untersucht Einfluss der Digitalisierung auf Mensch und Gesellschaft

Bei der Digitalisierung stehen derzeit technische Fragen wie autonomes Fahren, die Verwendung von Sensoren in Geräten des täglichen Lebens oder der Einsatz Künstlicher Intelligenz im Vordergrund. Für eine erfolgreiche Digitalisierung gilt es aber auch, die Auswirkungen solcher Neuerungen auf den Einzelnen und auf die Gesellschaft insgesamt in den Blick zu nehmen. Das soll ein neuer landesweiter Forschungsverbund leisten, zu dem sich das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die Universität Mannheim, die koordiniert, die Universität Tübingen sowie fünf außeruniversitäre Partner zusammengeschlossen haben. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst fördert das Projekt „Gesellschaft im Digitalen Wandel“ mit mehr als 2,1 Millionen Euro für die Dauer von drei Jahren.
Weitere Partner sind das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI), das Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM), ZEW – Leibniz- Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften und das Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS). Der Forschungsverbund will den Einfluss der Digitalisierung auf Mensch und Gesellschaft identifizieren und interdisziplinär analysieren, um daraus Gestaltungsoptionen zu entwickeln. 

Der enge Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern ist dabei ein zentrales Element der Forschung, um gesellschaftlich wünschenswerte Handlungsoptionen identifizieren zu können. Hier spielt das Karlsruher Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) eine besondere Rolle, das sowohl dauerhaft in der Ausstellung als auch in unterschiedlichsten Begegnungsformaten diesen Dialog für den Forschungsverbund herstellt.

Zum Projekt s. a. die Originalpublikation: https://www.kit.edu/kit/pi_2019_063_der-digitale-wandel-und-seine-folgen-fur-die-gesellschaft.php

2,1 Mio. Euro für die Restaurierung und Digitalisierung von 45 Filmen

Bei den Sitzungen des Gremiums Konservatorisches Interesse am 9. Mai 2019 und des Gremiums Kuratorisches Interesse am 10. Mai 2019 sowie durch die Entscheidungen des FFA-Vorstands nach Auswertungsinteresse wurden für die Restaurierung und Digitalisierung von 45 Filmen durch das Förderprogramm Filmerbe bis zu 2.086.916,94 Euro zugesagt.
Die geförderten 37 Spielfilme, 5 Dokumentationen und 3 Kurzfilme zeigen wieder die große thematische, historische und formale Bandbreite der deutschen Filmgeschichte. Darunter sind unter anderem „Kuhle Wampe“ (1932), ein Klassiker nicht nur des proletarischen Films, und der DDR-Kellerfilm „Fräulein Schmetterling“ (1965), der noch in der Rohschnittfassung verboten wurde. Ebenfalls gefördert wurden „Otto – Der Film“ (1985), der mit 14,5 Mio. Besucher*innen erfolgreichste deutsche Film der letzten fünfzig Jahre, der stilbildende Dokumentarfilm „Stau – Jetzt geht’s los“ (1992) sowie Filme von Ula Stöckl und Angela Schanelec.
Das Förderprogramm Filmerbe ist Anfang 2019 gestartet und stellt für die nächsten zehn Jahre jeweils bis zu zehn Millionen Euro zur Verfügung, die zu gleichen Teilen von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, den Ländern und der Filmförderungsanstalt FFA aufgebracht werden.
Unter dem Motto „Damit Filme weiterleben“ läuft seit Anfang April die Filmerbe-Roadshow durch acht Städte, bei der die FFA-Förderreferentinnen der Branche alles Wissenswerte zum Förderprogramm vorstellen. Die nächsten Stationen: Stuttgart (3. Juni), München (4. Juni), Köln (2. Juli) und Leipzig (4. Juli).

Förderungen nach § 9 Kuratorisches Interesse
DEFA-Stiftung, Berlin:
„Fräulein Schmetterling“ (1965): 112.000,00 €

Stiftung Deutsche Kinemathek, Berlin:
„Malatesta“ (1969): 54.226,15 €
„Der Aufstand“ (1979/80): 65.000,90 €
„Es herrscht Ruhe im Land“ (1975): 66.386,90 €

Stiftung Deutsche Kinemathek, Berlin:
„Mein Tod ist nicht dein Tod“ (2004–2006): 56.112,14 €
„Auf demselben Planeten“ (2002): 56.112,14 €

Deutsches Filminstitut-DIF, Frankfurt am Main:
„Der Pfeifer von Niklashausen“ (1981–82): 47.664,36 €
„Sierra Leone“ (1986/87): 51.692,92 €
„Ich bin ein Elefant, Madame“ (1968/69): 55.461,93 €

Deutsches Filminstitut-DIF, Frankfurt am Main:
„Zündhölzer“ (1960): 7.799,83 €
„Zeit für Träumer“ (1968/69): 52.993,23 €

Stiftung Deutsche Kinemathek, Berlin:
„Laputa“ (1986): 40.000,00 €
„Erikas Leidenschaften“ (1976): 41.353,50 €
„Ein ganz perfektes Ehepaar“ (1974): 58.150,44 €
„Rede nur niemand von Schicksal“ (1991): 9.660,44 €
„Den Vätern vertrauen gegen alle Erfahrung“ (1982): 23.064,15 €

Edgar Reitz Filmproduktion GmbH, München:
„Der Radfahrer von San Cristobal“ (1986–87): 40.000,00 €
„Das Schweigen des Dichters“ (1986): 40.000,00 €

Förderung nach § 10 Konservatorisches Interesse
Stiftung Deutsche Kinemathek, Berlin:
„Ariane“ (1930/31): 66.013,48 €
„Kuhle Wampe“ (1932): 64.989,94 €

Deutsches Filminstitut-DIF, Frankfurt am Main:
„Besuch in Frankfurt am Main“ (1936): 18.932,32 €
„Herz der Welt“ (1951/52): 99.566,16 €
„Der ewige Traum“ (1933/34): 83.040,81 €
„Eine tolle Nacht“ (1926/27): 78.405,34 €

Förderungen nach § 8 Auswertungsinteresse
FILM SHIFT GbR, München:
„Marseille“ (2003): 28.488,80 €
„Mein langsames Leben“ (2000): 25.820,00 €
„Plätze in Städten“ (1998): 35.852,00 €
„Die Beischlafdiebin“ (1998): 26.223,20 €
„Cuba Libre“ (1996): 28.626,40 €
„Pilotinnen“ (1995): 17.738,40 €
„Neustadt. (Stau – Der Stand der Dinge)“ (2000): 27.356,00 €
„Stau – Jetzt geht‘s los“ (1992): 19.970,40 €
„Montag kommen die Fenster“ (2006): 27.922,40 €

Tobis Home Entertainment GmbH, Berlin:
„Otto - Der Film“ (1985): 15.340,80 €

Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Wiesbaden:
„Damals“ (1942–1943): 40.000,00 €
„Die große Liebe“ (1941–1942): 40.000,00 €
„Mörderspiel“ (1961): 40.000,00 €

DEFA-Stiftung, Berlin:
„Sabine Wulff“ (1978): 40.000,00 €
„Weißes Blut“ (1959): 40.000,00 €
„Biologie!“ (1990): 40.000,00 €
„Tanz auf der Kippe“ (1990): 40.000,00 €
„Banale Tage“ (1990): 40.000,00 €

Kinemathek Hamburg e.V., Hamburg:
„Nordsee ist Mordsee“ (1975): 26.097,56 €

DEFA-Stiftung, Berlin:
„Die Besteigung des Chimborazo“ (1989): 40.000,00 €

Edison Filmgesellschaft mbH, Berlin:
„Jagdszenen aus Niederbayern“ (1969): 21.598,38 €

Forgotten Film Entertainment UG (haftungsbeschränkt), Spalt:
„... soviel nackte Zärtlichkeit“ (1968): 35.575,61 €

Anträge, deren Höherförderung nachbewilligt wurde
DEFA-Stiftung, Berlin:
„DEFA Kinobox1981/01“ (1981): 2.000,00 €
„DEFA Kinobox1981/02“ (1981): 2.000,00 €
„DEFA Kinobox1981/03“ (1981): 2.000,00 €
„DEFA Kinobox1981/04“ (1981): 2.000,00 €

Deutsches Filminstitut-DIF, Frankfurt am Main:
„Am Ama Am Amazonas“ (1969/80): 19.231,13 €
„Insel-Film Werbefilmrollen“ (1949-89): 43.436,46 €

Stiftung Deutsche Kinemathek, Berlin:
„Zwischenzeit“ (1982–1985): 31.012,32 €


Alle bisher geförderten Titel finden sich unter Förderentscheidungen auf den Seiten der FFA. Ebenfalls auf den Seiten der FFA: Nähere Informationen zum Förderprogramm Filmerbe.

Peter Sloterdijk gibt sein Archiv nach Marbach

Der Philosoph und Schriftsteller Peter Sloterdijk (71) überlässt sein Archiv dem Deutschen Literaturarchiv Marbach. Dazu zählen zahlreiche Manuskripte, Entwürfe und Notizen sowie auch Fotos und digitaleDokumente, etwa Aufsätze, Vorträge und Textdateien seiner Bücher.
Peter Sloterdijk
Peter Sloterdijk
Auch Briefwechsel beispielsweise mit dem Literaturwissenschaftler Rüdiger Safranski, dem Kulturwissenschaftler Thomas Macho oder dem Kunsttheoretiker Bazon Brock sind darunter. Als Besonderheit des Bestands nannte das Archiv 140 Notizhefte mit philosophischen Aphorismen, Reiseberichten oder Kommentaren zum politischen Tagesgeschehen. Ermöglicht wurde der Erwerb durch Kultusstaatsministerin Monika Grütters, Hubert Burda und den Stifterverband der Deutschen Wissenschaft.
Der in Karlsruhe geborene Sloterdijk gilt als einer der wichtigsten und vielseitigsten Intellektuellen in Deutschland. Unter anderem schrieb er die zweibändige «Kritik der zynischen Vernunft» oder «Die Revolution der gebenden Hand», zahlreiche Essays oder auch ein Libretto zur Oper «Babylon» von Jörg Widmann. Bis 2017 hatte er den Lehrstuhl für Philosophie und Ästhetik an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung (HfG) in Karlsruhe inne.