Donnerstag, 20. September 2018

Suchtforscher warnen vor sozialen Medien

Im Rahmen des Deutschen Suchtkongresses 2018 fordert Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, eine strengere Altersfreigabe bei Computerspielen. Außerdem warnen Forscher davor, die Gefahren von Instagram und Facebook zu unterschätzen. Rund 100.000 (2,6 Prozent) der 12- bis 17-Jährigen gelten als abhängig von Sozialen Medien. Das sind 2,6 % dieser Altersgruppe. 8,4 % der Jungen und Männer zwischen 12 und 25 Jahren sind den Angaben zufolge süchtig nach Computerspielen.

So steht die Bundesregierung zur Buchpreisbindung

„Die Preisbindung ist politisch nicht bedroht“, konstatieren die Preisbindungstreuhänder Dieter Wallenfels und Christian Russ in ihrem jüngst vorgelegten „Arbeitsbericht 2018“ und verweisen darauf, dass alle im Bundestag vertretenen Parteien zuletzt ein deutliches Bekenntnis zur Buchpreisbindung abgelegt haben. Dennoch: Mit ihrem im Mai vorgelegten „Sonderbericht 80” zur Buchpreisbindung hat die Monopolkommission das Thema auf die politische Agenda gerückt. In ihrer Antwort auf eine „Kleine Anfrage“ der FDP-Fraktion erläutert jetzt die Bundesregierung ihre Position zur Buchpreisbindung. Darin heißt es, die Bundesregierung prüfe derzeit das Gutachten, in dem die Monopolkommission empfiehlt, die Buchpreisbindung abzuschaffen. In der Folge bleiben vorerst auch wesentliche Fragen der FDP-Fraktion, u.a.  nach den Konsequenzen des Gutachtens, unbeantwortet. Allerdings wird klargestellt: „Die Bundesregierung hält die Buchpreisbindung für ein wichtiges und unverzichtbares kulturpolitisches Instrument. Es ist im Interesse der Allgemeinheit, das Kulturgut Buch zu schützen.”
Zudem prüft die Regierung aktuell, ob sie noch eine Stellungnahme zum Thema abgibt – was bei einem Bericht, den die Monopolkommission aus eigenem Ermessen vorlegt, eigentlich nicht vorgesehen ist. Verwiesen wird in diesem Zusammenhang auf den aktuellen Koalitionsvertrag, in dem verabredet wurde, die Buchpreisbindung zu stärken. Konkret heißt es dort: „Wir werden das Buchpreisbindungsgesetz anpassen, damit internetgestützte Vertriebsarten (Affiliate-Programme) die Buchpreisbindung nicht aushebeln können.” 
Monopolkommission empfiehlt Abschaffung der Buchpreisbindung
Die Monopolkommission hat im Mai ihr Sondergutachten „Die Buchpreisbindung in einem sich ändernden Marktumfeld“ aus eigenem Ermessen vorgelegt und sich darin für eine Abschaffung der Buchpreisbindung ausgesprochen. Aus ihrer Sicht handelt es sich bei der Buchpreisbindung um einen „schwerwiegenden Markteingriff”, dem ein nicht klar definiertes kulturelles Schutzziel ,Kulturgut Buch’ gegenüberstehe, dessen Auswirkungen „ambivalent bzw. unklar” seien.
Die Monopolkommission hat keine Entscheidungsbefugnis, veröffentlicht aber einflussreiche Gutachten und berät die Bundesregierung und gesetzgebende Körperschaften in Fragen der Wettbewerbspolitik und des Wettbewerbsrechts. Anlass für ihr Gutachten zur Buchpreisbindung war ein 2016 ergangenes Urteil, in dem der Europäische Gerichtshof (EuGH) die Unvereinbarkeit der deutschen Arzneimittelpreisbindung mit der europäischen Warenverkehrsfreiheit festgestellt hatte. Auch in der Buchbranche war damals erkannt worden, dass sich das Urteil auf die Buchpreisbindung auswirken könnte.

George Orwell archives added to Unesco Memory of the World register

The personal archives of George Orwell, containing the author and journalist’s first phrasing of the sinister slogan from Nineteen Eighty-Four, “War is Peace. Ignorance is strength. Freedom is slavery”, have been added to Unesco’s register of the world’s most significant documents.
The Memory of the World register is the archival equivalent of Unesco’s world heritage sites, listing unique historical documents from the Diary of Anne Frank to Magna Carta, with the intention that they be “fully preserved and protected for all”. University College London, which houses the manuscript notebooks, diaries, letters and photographs that make up the Orwell papers, said it underwent a highly competitive selection process to win a place on the list, and that Unesco’s selectors had recognised the “world significance and outstanding universal value” of Orwell’s writings. ... [mehr] https://www.theguardian.com/books/2018/sep/19/george-orwell-archives-added-to-unesco-memory-of-the-world-register

Mittwoch, 19. September 2018

100 Jahre Frauenwahlrecht – 100 Jahre Frauen in der Politik

Eine neue Webseite „100 Jahre Frauenwahlrecht BW“ macht auf das bedeutende Jubiläum des Frauenwahlrechts aufmerksam. Die Einführung dieses Wahlrechts jährt sich in den Jahren 2018 und 2019 in Deutschland zum 100. Mal. Mit der neuen Webseite „100 Jahre Frauenwahlrecht BW“ macht das Ministerium für Soziales und Integration in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung, dem Landesfrauenrat und dem Verein Frauen & Geschichte auf das bedeutende Jubiläum aufmerksam. Im Zentrum der Webseite stehen vielfältige biografische Informationen, historische Eckdaten, Download-Materialien und ein interaktiver Veranstaltungskalender für ganz Baden-Württemberg.

The Great American Read: "Who Am I?"

Book lovers from sea to shining sea tuned in to PBS last night for “Who Am I?”, the first themed episode in The Great American Read—a new eight-part series that explores and celebrates the power of reading, told through the prism of America’s 100 favorite novels.
“Who Am I?” focused on some of the the country’s most beloved coming-of-age stories—books like To Kill a Mockingbird, A Tree Grows in Brooklyn, and The Catcher in the Rye, which have helped countless readers to understand their own identities and find their place in the world—and featured a host of fascinating interviews with Lauren Graham, John Green, S.E. Hinton, John Irving, Yahdon Israel, Devon Kennard, Diane Lane, George Lopez, Lisa Lucas, Armistead Maupin, Jason Reynolds, Joshua Rothman, Parul Seghal, Kevin Young, and others. 
As we’ll be doing the day after each week’s themed episode from now until the grand finale on October 23, we looked back through our Classic Reviews Archive to bring you what the critics said about some of these now-iconic books.


A Tree Grows in Brooklyn, Betty Smith 
The world was hers for the reading.

“A first novel of unusual quality and understanding, written with strong realism and compassion, sometimes bald, always human, this rightfully ranks with the Farrell genre, though, to my thinking, there is better balance and more sympathy. The slums of Brooklyn, and the Irish Catholics, form the setting for the story of Francie Nolan and her family: Johnny, her father, handsome and shiftless; Katie, her mother, hardening under years of poverty and improvidence; Neeley, Katie’s favorite child; Aunt Sissy, a good ‘bad woman,’ and chiefly Francie herself, gentle, shy, imaginative. The reader shares her humiliations at school, loss of face and pride her real sorrow when her father drinks himself to death; her ambition for a college education, thwarted when she must go to work at 14; her first love affair and disillusionment. Lusty—sometimes funny—consistently moving, this is a book for a discriminating public, not too tender skinned. But not for some Public Library open shelves.”
*
The Catcher in the Rye, J. D. Salinger

What really knocks me out is a book that, when you’re all done reading it, you wish the author that wrote it was a terrific friend of yours and you could call him up on the phone whenever you felt like it. That doesn’t happen much, though.
“Mr. Salinger’s brilliant, funny, meaningful novel is written in the first person. Holden Caulfield is made to tell his own story, in his own strange idiom. Holden is not a normal boy. He is hypersensitive and hyper-imaginative (perhaps these are synonymous). He is double-minded. He is inexorably self-critical; at various times, he refers to himself as yellow, as a terrible liar, a madman, a moron.

“The literalness and innocence of Holden’s point of view in the face of the tremendously complicated and often depraved facts of life make for the humor of this novel: serious haggles with belligerent taxi-drivers; abortive conversational attempts with a laconic prostitute in a hurry; an ‘intellectual’ discussion with a pompous and phony intellectual only a few years older than himself; an expedition with Sally Hayes, which is one of the funniest expeditions, surely, in the history of juvenilia. Holden’s contacts with the outside world are generally extremely funny. It is his self-communings that are tragic and touching—a dark whirlpool churning fiercely below the unflagging hilarity of his surface activities.”



Besuch auf der Buchmesse für Fachbesucher


Ein Besuch der Frankfurter Buchmesse lohnt sich! Das zeigt auch die aktuelle Buchmesse-Beilage, die alle wichtigen Termine für BibliothekarInnen - zum großen Teil sind das BIB-Veranstaltungen - aufführt. Das Angebot reicht vom interaktiven Bildungslabor über das Campus-Weekend bis zum BIB-Speeddating.

Die Beilage ist ab sofort als Anhang in der DoppelnummerAugust/September der Buch und Bibliothek-App zu finden. Auch Nicht-Mitglieder können die komplette Beilage in den Vorschauseiten des Doppelheftes in der App einsehen.

Außerdem ist die Beilage auf der BuB-Webseite zu finden: https://b-u-b.de/wp-content/uploads/Buchmesse2018.pdf

Und noch mal der Hinweis: Der*BIB-Rabatt für Tickets zur Frankfurter Buchmesse*  war nie attraktiver als in diesem Jahr. Wir haben die Aktion für die nächsten Wochen auf der Startseite nochmal etwas hervorgehoben und bitten Euch, das und vor allem auch den Hinweis auf die Buchmesse-Beilage in den regionalen Verteilern (Landesgruppen, Facebook, Twitter ...) weiter zu verbreiten.

Die Vorteile im Einzelnen: · Preisnachlass von 50 Prozent beim Kauf einer Fachbesucher-Tageskarte oder -Dauerkarte für die Frankfurter Buchmesse, · Die Tickets enthalten auch die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel, · Diese Tickets sind nur im Vorverkauf und nicht an der Tageskasse erhältlich, damit entfällt das Schlange stehen am Messetag.
Darüber hinaus: Freikarten für Auszubildende und LIS-Studierende (beziehungsweise Trainees und Volontäre) gibt es für alle Nachwuchskräfte aus dem Bibliothekswesen als Tages- oder Dauerkarte (nicht nur BIB-Mitglieder). Diese sind mit einer E-Mail 
ankopecki@bib-info.de bis zum 30. September bestellbar. Alle weiteren Informationen auf der BIB-Website.

Alptransit-Portal

Ab sofort gibt es auf dem Alptransit-Portal Texte, Fotos und Dokumente zu 14 neuen Themen rund um die Neue Eisenbahn-Alpentransversale NEAT. Möglich sind jetzt auch Volltextrecherchen (via buero-dlb.ch).

via http://blog.digithek.ch/alptransit-portal-2/

Helmholtz-Gemeinschaft nimmt 19. Forschungszentrum im Saarland auf

Das Saarbrücker Center for IT-Security, Privacy and Accountability (CISPA) ist im Jahr 2011 durch eine Projektfinanzierung des Bundes gegründet und Ende 2017 in die CISPA – Helmholtz-Zentrum i.G. GmbH überführt worden. Derzeit arbeiten dort rund 200 exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Ab dem 01.01.2019 wird es als Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit – CISPA das 19. Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft werden.

via https://idw-online.de/de/news702385

LoC Blog: Congressional Research Service Reports Now Available Online

I’m pleased to announce that, for the first time, the Library of Congress is providing Congressional Research Service (CRS) reports to the public. The reports are available online at crsreports.congress.gov. Created by experts in CRS, the reports present a legislative perspective on topics such as agriculture policy, counterterrorism operations, banking regulation, veteran’s issues and much more.
Founded over a century ago, CRS provides authoritative and confidential research and analysis for Congress’ deliberative use.
The Consolidated Appropriations Act of 2018 directs the Library to also make CRS reports publicly available online. We worked closely with Congress to make sure that we had a mutual understanding of the law’s requirements and Congress’ expectations in our approach to this project.
The result is a new public website for CRS reports based on the same search functionality that Congress uses – designed to be as user friendly as possible – that allows reports to be found by common keywords. We believe the site will be intuitive for the public to use and will also be easily updated with enhancements made to the congressional site in the future.
Moving forward, all new or updated reports will be added to the website as they are made available to Congress. The Library is also working to make available the back catalog of previously published reports as expeditiously as possible. More details about this process can be found on the site’s Frequently Asked Questions page.
CRS reports supplement the official congressional information the Library provides on its congress.gov website.
In keeping with our desire to engage users with the Library and its materials, we are happy to see these reports put to the widest use possible. I hope that you find them a useful addition to the many resources available to you from the Library of Congress.

via https://blogs.loc.gov/loc/2018/09/trending-congressional-research-service-reports-now-available-online/

Theaterstatistik der Spielzeit 2016/17

Die Theater und Orchester in Deutschland haben in der vorletzten Spielzeit 2016/17 vor rund 35,5 Millionen Zuschauern gespielt. Das teilte der Deutsche Bühnenverein am 17.09.2018 in Köln in der neuen Theaterstatistik mit. In der Saison davor waren zwar mehr als 39 Millionen Besucher gezählt worden, allerdings waren darin die Zahlen großer Musicaltheater enthalten, die diesmal nicht vorlagen. 
Ein Vergleich der Gesamtbesucherzahlen sei daher kaum möglich, erklärte der Bühnenverein. Laut der Theaterstatistik hatten öffentlich getragene Theater und Orchester in der Spielzeit 2016/17 etwa 20,5 Millionen Besucher, rund eine halbe Million weniger als in der Vorsaison. Veranstaltungen wie Stücke-Einführungen oder Podiumsdiskussionen hatten einen Zuwachs von gut 5 Prozent. Andere Sparten verzeichneten Rückgänge: die Operette um 6,4 Prozent, die Oper um 2,2 Prozent, der Tanz um 3,3 Prozent, das Schauspiel um 2,9 Prozent, der Bereich Konzert um 1,6 Prozent. Der Bühnenverein betonte, Schwankungen seien nicht ungewöhnlich. Auch hätten teils durch Sanierungen und Ausweichspielstätten weniger Plätze zur Verfügung gestanden.
Laut der Statistik stiegen die Zuschüsse für öffentlich getragene Theater und Orchester um etwa 3,7 Prozent auf etwa 2,6 Milliarden Euro. Fest angestellt waren 44 361 Schauspieler, Musiker und weitere Beschäftigte. Die Statistik enthält Angaben von 140 Staatstheatern, Stadttheatern und Landesbühnen sowie 128 Orchestern, 210 Privattheatern und 84 Festspielen.

via dpa

Die (Back-)List der Vernunft: Wenn junge Autoren Jein zum E-Book sagen

Manchmal ist eine Nachricht schon deswegen eine Nachricht, weil sie überhaupt (noch) zur Nachricht wird. So auch in diesem Fall: „Benedict Wells sagt Jein zum E-Book“, titelt das Börsenblatt diese Woche — da hat also ein Bestseller-Autor „teilweise“ seine Meinung zum Thema E-Book geändert, und lässt nun auch digitale Ausgaben zu. Aber nicht grundsätzlich, sondern nur bei Backlisttiteln — und das soll im Jahr 2018 berichtenswert sein? Vielleicht ja deshalb, weil es sich um einen vergleichsweise jungen Autor handelt: als Wells — Jahrgang 1984 — im Jahr 2009 seinen Roman „Becks letzter Sommer“ bei Diogenes erschien, war der Débutautor gerade mal 23 Jahre alt.
Dieses Buch wird nun nach fast zehn Jahren E-Reading-Boom auch elektronisch zu haben sein, ebenso der Titel „Vom Ende der Einsamkeit“ — weil er nämlich ohnehin Ende September auch als Taschenbuch erscheint. Der aktuell nur als Hardcover lieferbare Erzählband „Die Wahrheit über das Lügen“ jedoch bleibt vorerst „Print only“. Soviel zum Thema Jein: „Es ist ein Statement für den stationären, unabhängigen Buchhandel. Man kauft ein E-Book einfach so gut wie nie dort, sondern bequem im Netz“, begründet Wells seine Anti-Digital-Haltung. Er habe auf seinen Lesereisen „so viele enthusiastische und kompetent geführte Buchhandlungen kennengelernt, und doch mussten immer wieder einige von ihnen schließen“.
Zugleich hätten aber immer wieder Leser bei solchen Terminen berichtet, dass “ ihre Eltern oder Großeltern das Buch nicht lesen könnten, da die Schrift zu klein sei oder dass sie es gern mit in den Urlaub nehmen würden, es aber in der gedruckten Form zu schwer wäre“. Was also wiederum für eine parallele E-Book-Veröffentlichung der Paperback-Ausgaben spreche. Zudem — und das ist mal eine interessante Begründung — seien E-Books ja gar keine echte Konkurrenz für Print, da ihr Marktanteil immer noch auf niedrigem Niveau stagnieren würde (Aha! Siehe da! möchte man da rufen, sterben die Buchhandlungen vielleicht auch, weil zu viele Leute ihre Hardcover per Fingertipp bei Amazon ordern?). ... [mehr] http://www.e-book-news.de/die-back-list-der-vernunft-wenn-junge-autoren-jein-zum-e-book-sagen/

Dienstag, 18. September 2018

Theodor Fontane digital

Zum 120. Todestag von Theodor Fontane am 20. September 2018 erscheinen weitere Notizbücher des Schriftstellers in digitaler Form. Es handelt sich dabei um bislang unbekannte Notizen, die zum einen zwischen 1878 und 1882 während der Theateraufführungen im Königlichen Schauspielhaus in Berlin, zum anderen 1864 und 1873 auf Fahrten durch die Mark Brandenburg entstanden sind. Sie bildeten die Grundlage für die Theaterkritiken sowie für die Umarbeitung der mehrbändigen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“. Insbesondere die Notizen und Skizzen zu den „Wanderungen“ bieten neue Erkenntnisse für die Rezeption der „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“. 
Die digitale Edition von Fontanes insgesamt 67 Notizbüchern wird seit Dezember 2015 im Fontane-Portal der Universität Göttingen veröffentlicht. Die erste kommentierte Gesamtausgabe der Bücher in digitaler Form schließt eine große Forschungslücke im Hinblick auf einen der bedeutendsten deutschsprachigen Schriftsteller des 19. Jahrhunderts.
Die digitale Fontane-Edition wird von der DFG und der Brougier-Seisser-Cleve-Werhahn-Stiftung gefördert. Sie entsteht in Zusammenarbeit mit der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB) und wird nach Abschluss des Projekts im kommenden Jahr dort langzeitarchiviert. Die Staatsbibliothek zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz, ist zudem als Eigentümerin der Notizbücher assoziierte Projektpartnerin. 

via https://idw-online.de/de/news702303

Leistungsschutzrecht für Presseverleger: Verlage geben nicht auf

Seit das deutsche Leistungsschutzrecht für Presseverleger (LSR) vor fünf Jahren in Kraft getreten ist (vgl. Meldung vom 17. Mai 2013) warten Verlage weiterhin auf Zahlungen der großen Internetkonzernen. »Beim Rechtsstreit mit Google haben wir uns auf eine grundsätzliche Auseinandersetzung eingestellt«, so der Kölner Verleger Christian DuMont Schütte gegenüber der »dpa«. Beim Kampf der Bewegtbildindustrie um einen angemessenen Zugang zu den Plattformen der großen Kabelgesellschaften habe die Durchsetzung des Rechts auch sieben Jahre lang gedauert. »Verfahren über diese Fragen sind Langstreckenläufer, keine Sprints«, so DuMont Schütte
Derzeit liegt die Rechtssache beim EuGH. Das LG Berlin will dort klären lassen, ob Deutschland die EU vor der Verabschiedung des LSR hätte informieren müssen (vgl. Meldung vom 9. Mai 2017). Wann der EuGH sich mit dem LSR befassen wird, steht bislang nicht fest. 
Wie »Heise Online« berichtet, erklärte Google vergangene Woche man wolle keine juristischen Auseinandersetzungen führen, sondern mit den Verlagen zusammenarbeiten. Der Schlüssel für eine erfolgreiche, nachhaltige und vielfältige Nachrichtenbranche in der EU liege in Innovation und Partnerschaft. Für Kreative und Verbraucher sei von entscheidender Bedeutung, dass die Grundprinzipien für Links, für das Teilen und für Kreativität  bewahrt bleiben.

Dokumente:

via http://www.urheberrecht.org/news/6100/

Noch keine Entscheidung zur Haftung von Youtube für Urheberrechtsverletzungen durch Dritte

Der BGH hat im Rechtsstreit um die Haftung von Youtube für Urheberrechtsverletzungen durch Dritte, anders als von manchem Beobachter erwartet, keine Grundsatzentscheidung getroffen. Es geht darum, unter welchen Voraussetzungen und in welchem Ausmaß Youtube für Urheberrechtsverletzungen durch Tonaufnahmen und Darbietungen Verantwortung übernehmen muss, die von Nutzern der Plattform hochgeladen werden. Seine Fragen dazu hat der BGH im Wege des Vorabentscheidungsersuchens dem EuGH vorgelegt (Az.: I ZR 140/15) .
Der Kläger ist Musikprozent und verklagte neben der Youtube LLC als Plattformbetreiberin auch die Google, Inc. als deren Muttergesellschaft. Er stützt sein Klagebegehren in erster Linie darauf, dass Youtube und Google für die geltend gemachten Rechtsverletzungen als Täter einzustehen hätten. Youtube veröffentliche nicht lediglich fremde Inhalte, sondern trete als eigenverantwortlich handelnder Anbieter auf, mache sich die fremden Inhalte zu eigen und nehme selbst urheberrechtliche Nutzungshandlungen vor. Auf dieser Grundlage verlangt der Kläger u.a. die Feststellung, dass Youtube und Google zu Ausgleichzahlungen verpflichtet sind.
Diese Sichtweise zu einer täterschaftlichen Verantwortung hat sich das OLG Hamburg im Berufungsverfahren nicht angeschlossen und eine Haftung aus diesem Gesichtspunkt verneint. Welche Pflichten den Diensteanbieter treffen, insbesondere ob und wieweit er zur Sperrung und dann zur Prüfung und Überwachung der bei ihm hochgeladenen Inhalte verpflichtet ist, richtet sich nach den OLG-Richtern danach, was dem Betreiber nach den Umständen des jeweiligen Falles zuzumuten ist. 
Der BGH hat das Verfahren ausgesetzt und dem EuGH Fragen zur Auslegung der Urheberrechtsrichtlnie (Richtlinie 2001/29/EG), der E-Commerce-Richtlinie (Richtlinie 2001/31/EG) und der Durchsetzungsrichtlinie (Richtlinie 2004/48/EG) vorgelegt.

Dokumente:

via http://www.urheberrecht.org/news/6104/

Open Access-Repositorium The Stacks freigeschaltet


Am 18.09.2018 hat die Library of Anglo-American Culture &History The Stacks freigeschaltet, das interdisziplinäre Open Access-Repositorium für die Fächer Amerikastudien, Anglistik, Anglophone Literaturen & Kulturen, Australien- & Neuseelandstudien, Großbritannien- & Irlandstudien sowie  Kanadastudien einschließlich aller Unterdisziplinen. Wissenschaftler*innen dieser Fächer sind herzlich eingeladen, ihre Artikel und Monographien in The Stacks zu publizieren und zu archivieren. Neben Zweitveröffentlichungen von Verlagspublikationen können auch bisher unveröffentlichte Dokumente wie z.B. Vortragsmanuskripte, Lehrmaterialien oder Tagungsprogramme eingestellt werden. Das Repositorium archiviert außerdem ganze Zeitschriftenbände und Schriftenreihen. Alle Dokumente werden entweder sofort oder nach einer frei wählbaren Zeitspanne im Open Access zugänglich gemacht. Das Repositorium wurde im Rahmen des DFG-geförderten Fachinformationsdienstes Anglo-American Culture aufgebaut.

Martin Amis on writing a great sentence

A great sentence is everything. One line can be utterly transformative–picking the reader up and setting them down in a completely different place–and captivating.
Martin Amis gave some terrific advice on constructing that oh-so-enchanting sentence: “Saying the sentence, self-vocalizing it in your head until there’s nothing wrong with it.” Get the full insight below.

Urheberrecht: "Dialog Lizenzierungsplattform"

Mit dem im März [2018] in Kraft getretenen Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz hatte der Gesetzgeber einen Auftrag verbunden: die Möglichkeit einer Lizenzierungsplattform für wissenschaftliche Inhalte zu evaluieren. Den Auftakt dazu machte eine Veranstaltung, zu der das Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz (BMJV) nach Bielefeld eingeladen hatte.
Rund 60 Teilnehmer aus Verlagen, Fachbuchhandel, Branchenverbänden, Bibliotheken, Hochschulen, Wissenschaftsorganisationen und Ministerien nahmen am "Dialog Lizenzierungsplattform" (13. und 14. September) in Bielefeld teil. Zunächst ging es dem einladenden BMJV darum, den Status quo zu beschreiben. Dazu wurden 24 inhaltlich sehr unterschiedliche Referate gehalten, darunter auch eines von Börsenvereinsjustiziar Christian Sprang. In den kommenden Monaten solle der Dialog fortgesetzt werden, so Sprang, auch dadurch, dass sich die verschiedenen Interessengruppen wechselseitig "in ihre Maschinenräume" einladen. Dabei soll deutlich werden, welche Interessen in dem Prozess verfolgt werden. ... [mehr] https://www.boersenblatt.net/artikel-urheberrecht___dialog_lizenzierungsplattform_.1518613.html

orf.at: Brenner-Bibliothek von UNESCO ausgezeichnet

Martin Brenner war nicht nur von 1585 bis 1615 Bischof in der Steiermark, sondern auch ein leidenschaftlicher Büchersammler – jetzt wurde seine Bibliothek in die „Memory of the World“-Liste [Memory of Austria] der UNESCO aufgenommen. …
https://steiermark.orf.at/radio/stories/2936360/

via https://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=47122

Wie erkennt man Fake News?

Manipulationsvorwürfe durch Social Bots im US-Wahlkampf, ein Flüchtlings-Selfie mit der Bundeskanzlerin, das immer wieder in faktisch falschen Kontexten in Sozialen Netzwerken auftaucht, und die neueste Funktion bei Facebook, Falschmeldungen als solche markieren zu können: Fake News – bewusst gestreute Falschmeldungen – sind derzeit in aller Munde.
Gerade Jugendliche informieren sich häufig in Sozialen Netzwerken oder Blogs über aktuelle Ereignisse. Dabei laufen sie besonders Gefahr, Falschmeldungen von manipulierenden Nachrichtenseiten aufzusitzen, die dort geteilt werden. Deren Betreiber setzen auf eine perfide Methode: Auf den ersten Blick kaum zu erkennen, machen sie unter dem Deckmantel der seriösen Berichterstattung systematisch Stimmung insbesondere gegen Fremde und Flüchtlinge und locken auf rechtsgerichtete Angebote.

Ergebnisse der Sichtung durch jugendschutz.net

Um Aufschluss über das Ausmaß der Falschbehauptungen im Social Web zu bekommen, sichtete jugendschutz.net, das Kompetenzzentrum für Jugendschutz im Internet, im Jahr 2016 exemplarisch 612 Postings und 540 Kommentare auf sechs manipulierenden Nachrichtenseiten. Die Mehrzahl (80 %) der Postings zitiert aus seriösen Medien. Nachrichten wurden jedoch aus dem Zusammenhang gerissen und für rassistische Propaganda instrumentalisiert. Vom Erscheinungsbild heben sich die Seiten von Angeboten rechtsextremer Gruppen ab und sprechen dadurch viele User an. Die 612 Postings der Seitenbetreiber blieben alle unterhalb der Schwelle zum Jugendschutzverstoß. Der Grundton der 540 gesichteten Userkommentare war jedoch durch rohe Sprache gekennzeichnet. Dort dokumentierte jugendschutz.net 36 volksverhetzende Äußerungen oder Aufrufe zu Gewalttaten. Nach einer Meldung durch jugendschutz.net wurden sämtliche Verstöße gelöscht.

Hoax

Falschmeldungen werden auch als Hoax oder Hoaxmeldung bezeichnet. Laut Wikipeda wird das Wort Hoax von Hocus abgeleitet, welches wiederum eine Verkürzung von Hocus Pocus („Hokuspokus“) ist. Auf der Seite hoaxmap.org werden deutschlandweit Gerüchte und Falschmeldungen über Asylsuchende gesammelt und entlarvt. 
Warum die Vermittlung von Informationskompetenz immer wichtiger wirdKindern und Jugendlichen steht die digitale Welt mit ihrem Informationsreichtum offen. Der JIM-Studie 2016 zufolge haben fast alle der befragten Jugendlichen einen Internetzugang. Ein Großteil der 12- bis 19-Jährigen verwendet Online-Suchmaschinen, um sich zu informieren. Es folgen YouTube-Videos, Soziale Netzwerke und Wikipedia als die beliebtesten Informationskanäle. Nur ein geringer Teil der befragten Jugendlichen greift bei der Informationsbeschaffung auf journalistische Nachrichtenportale zurück.
Angesichts der digitalen Informationsflut wird es immer schwieriger, die dargebotenen Informationen zu filtern und deren Wahrheitsgehalt und Relevanz zu erkennen. In einer amerikanischen Studie (Most Students Don’t Know When News Is Fake) konnten zahlreiche Schülerinnen und Schüler fundierte Nachrichten nicht identifizieren. Anstatt auf Quellen zu achten, vertrauten sie vor allem detailreichen Texten und Bildbelegen. Sie konnten zudem nicht begründen, warum sie kritisch oder misstrauisch mit bestimmten Inhalten umgehen sollten.

Social Bot

Der Begriff „Bot“ ist von dem Wort „robot“ abgeleitet. Im technischen Umfeld wird darunter zumeist ein Programm verstanden, welches ohne menschlichen Eingriff Aktionen ausführt. In Sozialen Netzwerken wie Twitter oder Facebook werden Bots immer häufiger zu Meinungs-Manipulationszwecken eingesetzt. 
Informationskompetenz und Quellenkritik als KernkompetenzenEin kritischer Umgang mit Informationen ist heute wesentlich und die Informationskompetenz eine Kernkompetenz im zunehmend auch digitalen Schulalltag. Wie können Eltern und Lehrende die Informationskompetenz von Kindern und Jugendlichen fördern? Eltern, Lehrerinnen und Lehrer sollten Kinder und Jugendliche dabei unterstützen, ein kritisches Bewusstsein gegenüber Informationen aus dem Web zu entwickeln. So kann es hilfreich sein, mit Heranwachsenden zu klären, warum sie bisher auf bestimmte Links geklickt haben. Sie sollten verstehen, dass automatisierte oder als Erstes angezeigte Ergebnisse nicht unbedingt die besten sind.

Tools zum Erkennen von Fake News


Vier Schritte zum Einschätzen einer Quelle

Das Internet bietet bisher nie gekannte Möglichkeiten zur Informationsbeschaffung. Die Fähigkeit, Informationen bedarfsgerecht zu recherchieren und korrekt einzuschätzen, ist angesichts der Masse und der neuen Qualität an Falschmeldungen kein leichtes Unterfangen. Mit wenigen Schritten können Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene, die Seriosität eines Inhalts besser einschätzen:

Handschriften der Ambraser Sammlung in das UNESCO „Nationale Memory of the World Register“ aufgenommen

Die Bibliothek des Tiroler Landesfürsten Erzherzog Ferdinands II. (1529-1595) auf Schloss Ambras stellt eine außergewöhnliche Quelle frühneuzeitlicher Kulturgeschichte Mitteleuropas dar. Darunter befinden sich historische, juridische, medizinische und theologische Werke sowie kunsthistorisch bedeutende Prachthandschriften, wie das Ambraser Heldenbuch (ÖNB), das Gebetbuch der Philippine Welser (Schloss Ambras Innsbruck) sowie das Turnierbuch Freydal Kaiser Maximilians I. und die Turnierbücher Erzherzog Ferdinands II. (KHM).
Ferdinands II. Bibliothek gehörte zu den umfangreichsten Büchersammlungen ihrer Zeit, die eine enzyklopädische Wissensquelle war und zugleich eine unübersehbare Repräsentationsfunktion des Hauses Österreich hatte. Der Bestand der einstigen Bibliothek fand unter Kaiser Leopold I. nach 1665 größtenteils seinen Weg von Innsbruck nach Wien. Heute befinden sich die Werke überwiegend in der Österreichischen Nationalbibliothek, aber auch in den Sammlungen des Kunsthistorischen Museums Wien.
Die erzherzogliche Bibliothek zeichnet sich durch einen außerordentlich hohen Handschriftenanteil von knapp 800 Titeln aus. Eine Reihe davon ist auf Ferdinands II. direkte Beauftragung entstanden; bei einigen ist sogar eine gewisse persönliche Beteiligung vorauszusetzen. Zudem überliefern die Handschriften den ältesten, bis in das 14. Jahrhundert zurückgehenden Kernbestand der habsburgischen Büchersammlung.
Das UNESCO „Nationale Memory of the World Register“ wurde 2014 eröffnet. Es umfasst für Österreich kulturell bedeutsame und historisch wichtige Dokumente und Sammlungen. Die Handschriften der Ambraser Sammlung der Österreichischen Nationalbibliothek und des Kunsthistorischen Museums Wien wurden jetzt in das Register aufgenommen, welches nun aktuell 59 Dokumente umfasst. Diese Aufnahme unterstreicht einmal mehr Schloss Ambras Innsbruck als herausragendes Kulturerbe Europas. Die Auszeichnung setzt der Bedeutung von Schloss Ambras Innsbruck als ältestem Museum der Welt einen weiteren Akzent hinzu: Es hebt den Handschriftenteil der einstigen Bibliothek als prägendes Kulturgut gesondert hervor.

Quelle: Presseaussendung Schloss Ambras

via https://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=47124

Montag, 17. September 2018

deutschlandfunk: Wie man heute Bibliotheken baut. Ein Zeichen setzen für das Buch – Max Dudler im Gespräch mit Frank Meyer

Bibliotheken sind nicht nur Orte zum Lesen und Bücher ausleihen. Durch moderne Architektur sind sie zu Orten des öffentlichen Lebens geworden. Der Bibliotheksbaumeister Max Dudler erklärt, was ihm bei Neubauprojekten besonders wichtig ist. …
Siehe (Höre): https://www.deutschlandfunkkultur.de/wie-man-heute-bibliotheken-baut-ein-zeichen-setzen-fuer-das.1270.de.html?dram:article_id=428303

via https://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=47118

The First Reviews of Every James Baldwin Novel / Book Marks September 17, 2018

James Baldwin is widely considered to be one of the finest writers and public intellectuals this country has ever produced. A brilliant novelist, essayist, and social critic, his explorations of homosexuality, racism, and class struggle in America have had a profound influence on the work of a generation of socially conscious authors, as well as countless readers and contemporary civil rights activists. Though perhaps best known for his essays on the black experience in America, Baldwin was also an accomplished fiction writer who penned six novels, including the hugely influential Giovanni’s Room (1956)—which was groundbreaking in its complex and nuanced depiction of same-sex desire—and the Harlem-set love story (recently been adapted for the screen by Moonlight director Barry Jenkins) If Beale Street Could Talk (1974). As 2018 marks the sixty-fifth anniversary of the publication of Baldwin’s debut, we thought we’d take a look back at the first reviews of each of his novels. Not all of the initial reviews were positive (a very cranky-sounding Mario Puzo absolutely hated Tell Me How Long the Train’s Been Gone, and Darryl Pinckney—who edited the 2015 Library of America collection of Baldwin’s later novels and has written beautifully about what Baldwin meant to him—was, as a young reviewer, unimpressed with what he saw as the sentimentality and forced polemical tone in Just Above My Head), but together they offer a fascinating window into the critical conversation happening around Baldwin’s fiction over the course of a quarter century.



*
Go Tell It on the Mountain (1953)
John’s heart was hardened against the Lord.
His father was God’s minister, the ambassador of the King of Heaven,
and John could not bow before the throne of grace without first kneeling to his father.
“This book is about pietism in Harlem and, of the three sorts of novel (string, wind and percussion), it belongs to the first. It does not produce its story as an accumulation of shocks (as most novels of Negro life do), or by puffing into a rigid metaphysical system (as most novels about religion do); it makes its utterance by tension and friction.
The organizing event of the book is a 14-year-old boy’s first religious experience. This experience is a fit, a brutal, unexpected seizure: for poor little John Grimes is the son, or thinks he is, of a deacon in one of the stomping, moaning, falling sects that ululate in converted stores around Harlem, the metropolis of grief. As a matter of fact, John and his real father had never known of each other’s existence; Gabriel Grimes, a preaching widower up from the South, hard, without laughter, with a touch of the Messianic in his nature and a good deal of the trapped animal, had armed John’s mother and accepted John in explanation of his own carnal sins.
While John is in the holy spasm, Mr. Baldwin (who has really unusual substantive powers but conventional ingenuity in form) passes through three generations to find the antecedents of that hour. He has a curious attitude toward religion. He respects it. He does not find it comical, or anthropological, or pathetic. At his most grotesque, he will still have us know it in its own terms.
It is easy to explain. When the slaves, bred like animals and denied an equity in their own lives, were sent forth into monogamy, civil existence and the labor market, they received both freedom and the Law in the same instant. They then had the need of religion. In the religion that was most available (a vulgar export-model Puritanism) the notion of sin was central and fearfully inclusive. It included all but the most joyless releases of human needs. Guilt, guilt, guilt chimes through the book. Gabriel is guilty. His first wife Deborah is guilty, though she was the victim of rape. His second wife Elizabeth is guilty, though she loved much. Guilt is visited on his children. Hypocrisy will not sweeten the tragic dissonance. And guilt could not be removed, not by everyday contrition or penance—only by being born again altogether, as in baptism, but with huge pangs and convulsions. So it is writhing on the floor of ‘The Temple of the Fire Baptized’ that John is saved.
Judicious men in their chairs may explain the sociology of guilt, and so explain Negro religion away. Mr. Baldwin will not have it away. In this beautiful, furious first novel, there are no such reductions.”

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Giovanni’s Room (1956)
Perhaps home is not a place but simply an irrevocable condition.
“Whoever has read James Baldwin’s first novel, Go Tell It on the Mountain, or his collection of essays and sketches, Notes of a Native Son, knows him to be one of our gifted young writers. His most conspicuous gift is his ability to find words that astonish the reader with their boldness even as they overwhelm him with their rightness. ... [mehr] https://bookmarks.reviews/the-first-reviews-of-every-james-baldwin-novel/