Dienstag, 1. August 2017

Überregionale Zeitungen gewinnen Leser

Nach Daten der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (Agma) können sich vor allem das "Handelsblatt", die "Süddeutsche Zeitung" und die "Frankfurter Allgemeine" über mehr Leser freuen: Der Wirtschaftszeitung aus Düsseldorf bescheinigt die aktuelle Medienanalyse ein Reichweitenplus um 18 Prozent auf 450.000 Leser. "Süddeutsche Zeitung" (1,24 Mio.) und "FAZ" (760.000) gewinnen laut Agma jeweils rund 10 Prozent trotz rückläufiger Auflagen. "Die Welt"  (710.000 Leser) und die "tageszeitung" (210.000 Leser) können ihre Reichweiten stabil halten, die "Bild" verliert rund 2 Prozent und kommt noch auf eine Reichweite von 9,77 Millionen Lesern.  

Bei den regionalen Blättern gibt es teilweise ebenfalls bemerkenswerte Ausschläge. So gewinnt die "Offenbach-Post" laut den Zahlen der Agma 21 Prozent an Reichweite, der "Nordbayerische Kurier" 11 Prozent und die "Siegener Zeitung" 18 Prozent. Deutliche Verluste verzeichnen dagegen die "Kieler Nachrichten" (-12 Prozent), die "Märkische Oderzeitung" (-17 Prozent) oder der "Schwäbische Bote" mit einem Minus von 15 Prozent.

Insgesamt liegt die Gesamtreichweite der deutschen Zeitungen bei 40,6 Millionen Menschen ab 14 Jahren beziehungsweise 57,9 Prozent - ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Der Löwenanteil entfällt dabei auf regionale Titel mit 32,9 Millionen Lesern pro Tag, Kaufzeitungen kommen auf knapp 11 Millionen Leser und überregionale Abo-Zeitungen auf 3,2 Millionen Leser.

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