Montag, 17. Juli 2017

Die Macht der Poesie

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für empirische Ästhetik in Frankfurt/Main analysierten die körperlichen Reaktionen auf Gedichte: der Grad des Bewegtseins in Redesituationen und bei Schlusspositionen ist besonders hoch. In einer groß angelegten Studie untersuchten sie die körperliche, neuronale und verhaltensrelevante Reaktionen auf bewegende Gedichte. Als Indikator für den Grad des Bewegtseins diente die Entstehung von Gänsehaut, die mittels einer eigens dafür gebauten Kamera („Goosecam“) erfasst wurde. Die Forscherinnen und Forscher fanden heraus, dass Gänsehautmomente von Gesichtsausdrücken begleitet werden, die auf negative Emotionen schließen lassen. In denselben Momenten war jedoch auch das Belohnungssystem im Gehirn aktiv. Die Studie steht unter dem Titel "The emotional power of poetry: neural circuitry, psychophysiology and compositional principles" als open access in englischer Sprache zur Verfügung.

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