Montag, 31. Juli 2017

Der „Spiegel“ hat das umstrittene Buch „Finis Germania“ von der Bestsellerliste genommen

Der Verleger Christoph Links, Sprecher der Interessengruppe Meinungsfreiheit im Börsenverein des Deutschen Buchhandels, hat die Entscheidung des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ kritisiert, das umstrittene Buch des 2016 gestorbenen Autors Rolf Peter Sieferle, „Finis Germania“, von der Bestsellerliste zu nehmen. „Ich halte das für eine überzogene und nicht angemessene Reaktion des ,Spiegel’“, sagte er der FR am Freitag. „Denn ich halte es für wichtig, dass das Interesse der Leser an Büchern – gegebenenfalls auch an rechtsradikalen Büchern – wahrnehmbar dokumentiert wird. Es sagt etwas über die Meinung der Leser aus, dass sie so ein Buch so oft kaufen.“

Links fügte hinzu: „Ich finde das ein schreckliches Buch.“ Im Übrigen seien durch die Entscheidung der „Spiegel“-Redaktion dessen Vertrieb und Verbreitung nicht eingeschränkt, so dass keine Gefahr für die Meinungsfreiheit bestehe. „Doch der Buchhandel hat eine pluralistische Grundhaltung. Und die Entscheidung, ob ein Buch verbreitet werden kann, liegt bei Gerichten und nicht bei Redaktionen. Dabei muss es bleiben.“ ... [mehr] http://www.fr.de/politik/meinung/kommentare/sachbuch-keine-angemessene-reaktion-des-spiegel-a-1322207

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