Donnerstag, 27. April 2017

Jahresbericht 2016 der Gerda Henkel Stiftung steht online zur Verfügung

Die Gerda Henkel Stiftung hat im zurückliegenden Jahr mehr als 16,6 Millionen Euro für Forschung in den Historischen Geisteswissenschaften und ihren benachbarten Disziplinen bewilligt. 2015 waren es knapp 12 Millionen Euro. Auch in der Entwicklung des Stiftungsvermögens setzte sich ein positiver Trend fort: Zum 31.12.2016 betrug das Kurswertvermögen 862,8 Millionen Euro gegenüber 776,5 Millionen Euro zum Ende des Jahres 2015. Nun legt die Gerda Henkel Stiftung ihren Jahresbericht vor: Die Stiftungsgremien bewilligten im vergangenen Jahr Projekte in 38 Ländern. In die Förderung aufgenommen wurden insgesamt 337 Forschungsvorhaben. Der Jahresbericht 2016 steht online und in einer Printfassung zur Verfügung.

Ein Projektbeispiel aus dem Jahresbericht: 2018 jähren sich der Tod Fritz Bauers (1903–1968) und das Ende des dritten Auschwitz-Prozesses zum fünfzigsten Mal. Auf den Remigranten Fritz Bauer, seit 1956 Generalstaatsanwalt des Landes Hessen, gehen die Frankfurter Auschwitz-Prozesse (1963–1968) und viele weitere Fälle der Verfolgung von NS-Verbrechen zurück. Durch Vorträge und Reden, in Aufsätzen für Zeitschriften und Tageszeitungen sowie mit Auftritten in Radio und Fernsehen wandte Fritz Bauer sich zudem immer wieder an eine breite Öffentlichkeit. Dennoch sind etwa seine Hörfunkbeiträge heute nahezu vergessen. Das Fritz Bauer Institut, Frankfurt am Main, stellt mit Unterstützung der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Gerda Henkel Stiftung die Radiobeiträge von und mit Fritz Bauer zwischen 1965 und 1968 zusammen. Das wissenschaftliche Projekt ergänzt zwei Editionen der Aufsätze und Fernsehauftritte Fritz Bauers, die die Gerda Henkel Stiftung seit 2014 fördert (https://www.gerda-henkel-stiftung.de/Fritz_Bauer_Radiobeitraege).

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