Sonntag, 2. April 2017

Experten retten nach Brand Archivbestände der Außenstelle des Tübinger Ludwig-Uhland-Instituts

Bergungsexperten haben aus dem nach einer eskalierten Zwangsräumung abgebrannten Gebäude der Universität Tübingen, einer Außenstelle des Ludwig-Uhland-Instituts für Empirische Kulturwissenschaft in der Biesinger Straße, wertvolle Dokumente gerettet. Unterstützt von freiwilligen Helfern konnten sie rund drei Tonnen Material aus den Trümmern des Hauses holen. Unter anderem konnten 500 Tonbänder des Arno-Ruoff-Archivs sowie dazugehörige Manuskripte, das Zeitungsausschnitt-Archiv aus den 1930er- bis 1990er-Jahren sowie zahlreiche weitere Materialien für die Forschung gerettet werden. Mit Hilfe eines Autokrans sollen auch noch die Foto- und Diasammlung des Archivs geborgen werden. Wegen Einsturzgefahr mussten vor dem Rettungseinsatz etliche Bauteile sowie der Dachstuhl abgetragen werden. Das Feuer hatte vermutlich ein Mann gelegt, der seit Jahren unrechtmäßig in dem Gebäude lebte. Der 69-Jährige widersetzte sich am 20.03.2017 der Zwangsräumung, schoss auf die Beamten und stürzte bei der Flucht vor den Flammen vom Balkon des Hauses. Er starb noch am Unglücksort.

Liste der Universität über Archivalien, die sich im abgebrannten Haus befanden

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