Montag, 2. Januar 2017

Digitalisierung archivalischer Quellen: Ausschreibung der DFG

Die seit 2007 bestehende DFG-Förderung zur Retrokonversion analoger archivischer Findmittel konnte deren Sichtbarkeit im Web deutlich verbessern. Ziel der Ausschreibung der Deutschen Forschungsgemeinschaft ist daher, eine deutliche Verbesserung der Zugänglichkeit zu archivalischen Quellen für die Forschung durch Digitalisierung und zentrale Zusammenführung im Archivportal-D und der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) zu erreichen.
Um den unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen forschungsrelevante Bestände bereitzustellen, der bereits vorhandenen Nachfrage in der Forschung zu begegnen und einen vergleichsweise schnellen und kostengünstigen Einstieg in eine großflächige und strukturierte Digitalisierung zu gestalten, sollen bei der Bestandsauswahl für eine Digitalisierung folgende drei Schwerpunkte gesetzt werden:
  • Digitalisierung mikroverfilmter Archivbestände, die im Rahmen der Bundessicherungsverfilmung entstanden sind. Mikrofilme aus ergänzenden Schutzverfilmungen können ebenfalls herangezogen werden, wenn ihre Qualität nachweislich für eine Digitalisierung geeignet ist.
  • Digitalisierung ganzer Bestände oder sinnvoll abgrenzbarer Teilbestände der Akten- und Amtsbuchüberlieferung des 19. und 20. Jahrhunderts.
  • Digitalisierung bildhafter Materialien wie Urkunden, Plänen, Plakaten sowie Bild- und Fotoüberlieferungen.
Neben der überregionalen Bedeutung des Bestandes, der digital erschlossen vorliegen muss, sind weitere forschungsinduzierte und archivfachliche Kriterien bei der Bestandsauswahl zu berücksichtigen. Der Text der Ausschreibung liegt als PDF-Dokument unter http://www.dfg.de/download/pdf/foerderung/programme/lis/ausschreibung_archivalische_quellen_170504.pdf vor.

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