Freitag, 16. Dezember 2016

Hitlers Geburtshaus wird Staatseigentum

Das Geburtshaus von Adolf Hitler in Braunau am Inn wird österreichisches Staatseigentum. Das Parlament in Wien stimmte mit großer Mehrheit für ein Gesetz, mit dem die bisherige Besitzerin enteignet und das Gebäude in Staatsbesitz überführt werden soll. Damit ist ein jahrelanger Rechtsstreit über die Zukunft des Hauses beendet, in dem Hitler am 20. April 1889 zur Welt gekommen war.

Österreichs Regierung hatte im Juli 2016 beschlossen, die bisherige Besitzerin Gerlinde Pommer zu enteignen und ihr eine Entschädigung zu zahlen. Der Staat will sich so langfristig die Kontrolle über das Haus sichern, damit es nicht zu einem Pilgerort für Neonazis werden kann. Was mit dem Gebäude passieren soll, ist aber noch unklar.

Das Gebäude war bereits Anfang der 70er Jahre von der österreichischen Regierung gepachtet und als Behindertenwohnheim genutzt werden. Seit 2011 steht das 800 Quadratmeter große Eckhaus in der Altstadt von Braunau aber leer, weil die Besitzerin keine Erlaubnis für dringend notwendige Renovierungsarbeiten erteilte. Pommer lehnte auch mehrere Kaufangebote des Innenministeriums ab. Eine Reihe von Kulturorganisationen in der 17.000-Einwohner-Stadt hat sich gegen den Abriss des Hauses gestellt, das unter Denkmalschutz steht.

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