Mittwoch, 5. Oktober 2016

Internetportal informiert über Verfolgung und Diskriminierung von LSBTTIQ-Menschen

Ein neues Internetportal mit dem Namen "LSBTTIQ in Baden und Württemberg: Lebenswelten, Repression und Verfolgung im Nationalsozialismus und in der Bundesrepublik Deutschland" informiert über wissenschaftliche Forschungsergebnisse zur jahrzehntelangen Verfolgung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen und Transgendern in Baden-Württemberg

Ziel des von der Landesregierung finanzierten Portals ist es, die Öffentlichkeit über das häufig durch staatliche Stellen begangene Unrecht zu informieren und aufzuklären. Zeitzeugen haben über das Onlineportal zudem die Möglichkeit, aktiver Teil des Forschungsprojekts zu werden. Sie können ihre Lebensgeschichte erzählen, Dokumente einreichen oder sich interviewen lassen. Erarbeitet wurden die Forschungsergebnisse von der Universität Stuttgart, der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (BMH) sowie dem Institut für Zeitgeschichte München-Berlin (IfZ).  


Schätzungen zufolge wurden allein in der Zeit der Nationalsozialisten etwa 50.000 Menschen nach dem so genannten „Schwulenparagraphen“ §175 SGB verurteilt. Endgültig abgeschafft wurde der Paragraph erst im Jahr 1994 (!). 

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