Mittwoch, 12. Oktober 2016

Initiative "Open Library Badge" gestartet


Auf den Open-Access-Tagen in München am 10./11.10.2016 wurde die neue Initiative "Open Library Badge" (http://badge.openbiblio.eu) vorgestellt, deren Ziel es ist, ein Anreizsystem für Bibliotheken zu schaffen, die das Konzept der Offenheit verfolgen. Der Badge soll entsprechende Aktivitäten und Angebote von Bibliotheken sichtbar machen. Er richtet sich sowohl an die Fachöffentlichkeit als auch an die eigenen NutzerInnen und soll eine Belohnung für den bibliothekarischen Einsatz für mehr Offenheit in Wissenschaft und Gesellschaft sein.

Die Idee zum Open Library Badge ist aus der Openness-Checkliste hervorgegangen. Diese entstand auf Initiative von Felix Lohmeier im Frühjahr 2016 als Liste von kleinen, praktikablen Empfehlungen, die Bibliotheken umsetzen können, um für offene Inhalte einzutreten und die eigenen Angebote offen weiter zu entwickeln. Über 130 Personen haben sich an der Formulierung und Auswahl der 10 Punkte beteiligt. Ein Digital Badge ist ein überprüfter Nachweis für definierte Leistungen, Fähigkeiten oder Interessen, der in verschiedene digitale Umgebungen eingebunden werden kann. Der Ursprung von Digital Badges liegt im Bereich Gamification von Bildung und Lehre. Der Open Library Badge signalisiert die Offenheit der eigenen Bibliothek. Träger des OLB bauen auf http://badge.openbiblio.eu eine Sammlung von konkreten und praxisnahen Umsetzungsideen für Offenheit auf.

Bibliotheken, die sich um den OLB 2016 bewerben, sollten mindestens 3 der 10 Kriterien der Openness-Checkliste erfüllen. Die Bewerbung erfolgt über eine einfache Eingabemaske auf http://badge.openbiblio.eu/bewerbung/. Dort sind auch weitere Details zu den 10 Kriterien erläutert (http://badge.openbiblio.eu/kriterien/). Nachweise der Kriterien werden dort über die Angabe von aussagekräftigen URLs geführt. Diese Links dienen auch zur Sammlung von bewährten Umsetzungen. Der Badge selbst wird zeitnah verliehen und kann leicht auf der Homepage der Bibliothek und in sozialen Netzwerken eingebunden werden. 
Die Prüfung der Angaben übernimmt eine kleine Arbeitsgruppe bestehend aus Lambert Heller, Gerald Langhanke, Felix Lohmeier, Matti Stöhr und Michaela Voigt, ein informeller Zusammenschluss von Freiwilligen aus der Bibliotheksbranche, die sich für Openness einsetzen. Weitere Interessierte sind willkommen! Die Arbeitsgruppe ist erreichbar unter der Adresse: badge@openbiblio.eu.
Alle Informationen kompakt finden sich auch auf dem (auf den OA-Tagen mit dem ersten Preis bedachten) Poster: http://dx.doi.org/10.5281/zenodo.153920

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