Donnerstag, 29. September 2016

Hybrides Publizieren wissenschaftlicher Bücher


Vor Jahren gab es auf der InetBib-Liste einige Diskussionen pro und contra „hybride Publikationsmodelle“. Mit hybriden Publikationen war gemeint, die Koexistenz von freiem Download und kostenpflichtigem Verkauf gedruckter (wissenschaftlicher) Bücher. Beides befördere sich gegenseitig, so die oft vertretene These von Open Access-Befürwortern, die einige Evidenzen auf ihrer Seite hatten.

Das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des KIT hat mit dem sozialwissenschaftlichen Verlag edition sigma in Berlin ein kleines Vertriebsexperiment durchgeführt, um der Frage, wie sich Open Access Monographien und gedruckte Verlagspublikationen gegenseitig beeinflussen, auch empirisch nachzugehen. Die Ergebnisse liegen nun vor und sind weder in die eine noch in die andere Richtung eindeutig. Es wird vermutet, dass die anfänglichen Erfolgsgeschichten der Beförderung des Verkaufs gedruckter Bücher durch frei zugängliche Downloads auf einem „first mover“-Effekt beruhen, der sich zwischenzeitlich verbraucht hat.


Hybrides Publizieren wissenschaftlicher Bücher : Ein Realexperiment über den Vertrieb kostenpflichtiger, gedruckter und online frei zugänglicher Monographien von Ulrich Riehm, KIT-ITAS KIT Scientific Working Papers ; 43; Karlsruhe: KIT 2016



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