Montag, 12. September 2016

Bach-Archiv digitalisiert rund 700 Musikhandschriften

Das Bach-Archiv Leipzig beginnt ab Mitte September 2016 mit der Digitalisierung von rund 700 Musikhandschriften. Zu den wertvollsten Stücken gehören mehrere Handschriften Johann Sebastian Bachs (1685-1750), darunter das Mühlhäuser Hochzeitsquodlibet. Sie stammen aus der Sammlung des schlesischen Musikliebhabers Manfred Gorke (1897-1956), die 1935 von der Stadt Leipzig gekauft und 1952 dem Bach-Archiv zur Aufbewahrung übergeben wurde. Die Digitalisierung der Sammlung soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Weitere Manuskripte der Sammlung stammen unter anderem aus dem Umfeld der Leipziger Kirchen, darunter Originalhandschriften mehrerer Bach-Schüler und das eigenhändige Choralbuch von Johann Friedrich Doles. Die Sammlung bietet für die musikwissenschaftliche Forschung neben den Musikhandschriften eine Reihe von Textdokumenten zur sächsisch-thüringischen Musikgeschichte. Darunter sind Archivalien zur barocken Eisenacher Hofkapelle und Briefbestände zur Bach-Rezeption im 19. Jahrhundert.

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